PRAXISLÖSUNGEN

Projektbeispiel  OpenSourceLinux  aus den

Sparkonzepten für Kommunen

 

Kostenlose Open-Source-Software

 

Das beiden unten folgenden Sparbeispiel aus den Praxislösungen des WEKA - Verlags hat subventionsberater.de deshalb ausgewählt, weil dieses Thema nicht nur die kommunalen Insider anspricht, sondern alle Leser der Seiten von subventionsberater.de.

Lesen Sie speziell zur OpenSourceSoftware Linux auch unsere beiden folgenden Beiträge

Kurzportrait:  Sparen durch Organisationsmanagement
Bereich IT-Strukturen/Open-Source-Software
Grundidee/ Ziel Entwicklung Browser-basierter Software bei der Stadt Mülheim. Mit einem neuen kommunalorientierten Content-Management-System namens Porki (Portal für kommunale Internetanwendungen), das basiert auf PHP/MySQL.
Kurzbeschreibung/ angestrebte Ziele Das Content-Management-System wurde in seinen kommunalen Ausprägungen ständig ergänzt, aufgrund der verwendeten offenen Standards haben sich Kooperationen wie etwa mit dem bundesweiten Betreiber des kostenlosen Veranstaltungskalenders CultureBase stets als unproblematisch erwiesen. Darüber hinaus werden kleine Software-Anwendungen anderen Kommunen als Open Source zur kostenfreien Verwendung angeboten. Als recht beliebt hat sich dabei eine Web-Schnittstelle zum Fundbüro des Herstellers GMS Bentheimer Softwarehaus GmbH erwiesen, für das es bisher zahlreiche Anfragen von anderen Gemeinden und deren Agenturen gab.
Aufwendungen Die Vorteile sind ganz offensichtlich: Der Quellcode der Anwendungen ist für alle anderen Kommunen frei zugänglich und kann in anderen Gemeinden leicht angepasst werden. Von einer (gemeinsamen) Fortentwicklung würden alle profitieren. Mögliche Fehler und Sicherheitslücken können durch die Offenlegung des Quellcodes schnell gefunden und behoben werden. Sie haben erheblich niedrigere Investitionskosten und weniger Ausgaben im laufenden Betrieb.
primär Alle OSS haben keine oder sehr geringe Investitionskosten.
sekundär Kosten für den laufenden Betrieb konnten in Mülheim bis zu 60 % reduziert werden.
Einspareffekt und Kostenbilanz Mülheim an der Ruhr sparte:
  • im linuxbasierten Personalabrechnungs-
    verfahren gut 20.000 Euro Investitionskosten
     
  • Im Wechsel des Betriebssystems für die (1.300) Anwender will Mülheim in den nächsten zehn Jahren bis zu 60 % der laufenden Kosten einsparen.
     
  • Durch den Wechsel auf die OSS-Lösung OTRS wurden 50.000 Euro eingespart.
Übertragbarkeit auf kleinere Kommunen und Gemeinden Der Quellcode der Anwendungen ist für alle anderen Kommunen frei zugänglich und kann in jeder anderen Gemeinden leicht angepasst werden.
Ansprechpartner und Quellen Sparkonzepte für Kommunen, Kapitel 3/3.5
Ansprechpartner

Webteam der Stadt Mülheim an der Ruhr:

Stadt Mülheim an der Ruhr
Postfach 10 19 53
45466 Mülheim an der Ruhr
Ruhrstraße 32–34
45468 Mülheim an der Ruhr
Tel.: (02 08) 4 55-10 26 oder 4 55-1 92 22
Fax: (02 08)4 55-58 10

 

Veröffentlichungen und Presse Sparkonzepte für Kommunen, Kapitel 3/3.5
Links

http://www.muelheim-ruhr.de/
f08c1192a6f9543cac9d
40720542f623.html

und viele weitere ...

 

Umstellung der IT-Infrastruktur auf Open-Source-Software

  

Kurzportrait:  Sparen durch Organisationsmanagement
Bereich IT-Management/ E-Government
Grundidee/ Ziel Kostensenkung durch lizenzfreie Software
Kurzbeschreibung/ angestrebte Ziele

Die Stadtverwaltung Schwäbisch Hall entschied sich für den Aufbau einer vollständig Linux-basierten IT-Infrastruktur. Durch den Einsatz von SuSE Linux auf Servern und Desktop-PCs wird die vorhandene Windows-Infrastruktur abgelöst.

Die Stadt erwartet durch die Umstellung ein Einsparpotenzial im sechsstelligen Euro-Bereich und somit eine wesentliche Entlastung des Etats.

Der Wunsch nach größerer Flexibilität war ebenfalls ausschlaggebend, um der durchgesetzten „Software-Monokultur" zu entgehen. Ein weiterer wichtiger Aspekt neben geringeren Kosten und Flexibilität ist Sicherheit. Mit Linux lässt sich genau festlegen, welche Daten den Rechner verlassen und welche nicht.

Aufwendungen Nach Schätzungen der Stadt kostet es rund 88 Euro, jeden Desktop-Computer mit OSS auszustatten. Überdies ist für Schulungen der Mitarbeiter zu sorgen. Die Umstellung erwies sich für diese als recht problemlos. Die Umstellung selbst kostet zwar Arbeitszeit, da jedoch kein Zeitdruck dafür besteht, lassen sich die betroffenen Arbeitsplätze im Rahmen von anstehenden Wartungsarbeiten umstellen.
Für Prozesse Geringer Mehraufwand für Mitarbeiterschulung
Welche Investitionen?

Rund 88 Euro pro Arbeitsplatz

Einspareffekt und Kostenbilanz Bei Kosten von 88 Euro je Arbeitsplatz und Ausgaben von rund 580 Euro für die entsprechenden Programme von Microsoft ergeben sich Einsparungen von fast 500 Euro pro Arbeitsplatz. Bei Abschluss der Umstellung erwartet die Gemeinde Einsparungen in Höhe von rund 200.000 Euro, im ersten Jahr waren es bereits 113.000 Euro.
Die Kostenreduzierung setzt sich aus den eingesparten Lizenzgebühren und den Sonderkonditionen im Rahmen des Kooperationsvertrags zwischen dem Bundesinnenministerium und IBM zusammen.
Mittelfristig ergeben sich weitere Einspareffekte, weil die Gemeinde nicht mehr gezwungen ist, die in immer kürzeren Intervallen auf den Markt kommenden Aktualisierungen der Betriebssystemssoftware einzusetzen. Es werden immer schnellere Computer mit größeren Speichereinheiten benötigt, um die immer mächtiger werdenden Programme zu bewältigen. Da wir dies unter Linux nicht benötigen, können die Computer wesentlich länger eingesetzt werden.
Übertragbarkeit auf kleinere Kommunen und Gemeinden Die Umstellung auf Open-Source-Software stellt für Gemeinden unbedingt eine Alternative dar. Der Migrationsleitfaden, herausgegeben vom Bundesinnenministerium, hilft Gemeinden bei der Umstellung. OSS kann in fast allen Bereichen der Verwaltung eingesetzt werden. Investitionen für Lizenzkosten entfallen, Computer können länger eingesetzt werden, ggf. können versierte Mitarbeiter selbst Lösungen für Softwareprobleme finden. Die Umstellung der Desktops ist für die Mitarbeiter mit einem unerheblichen Aufwand verbunden. Da viele Gemeinden an zentrale Rechenzentren angeschlossen sind, muss die Notwendigkeit der Veränderung an diese Zentren weitergereicht werden. Der Kostenaufwand für Administratoren sinkt. Rechenzentren die nicht umstellen, geben ihre Kosten (z.B. für Lizenzen und Administratoren) an Gemeinden weiter. Gemeinden sollten auf die Nutzung von OSS-Lösungen der Rechenzentren bestehen.
Mögliche Fördergelder

Unterstützung durch den Kooperationsvertrag zwischen dem Bundesinnenministerium und IBM

Zahlreiche Förderprojekte bei Bund und EU

Ansprechpartner und Quellen

Sparkonzepte für Kommunen, Kapitel 3/3.1

Eine CD-ROM zum Thema mit über 100 kostenlosen OSS-Programmen für Büro und Zuhause erhalten Sie bei der Open-Source-Region (Stuttgart 2004) unter:

www.opensource.region-stuttgart.de.

Veröffentlichungen und Presse Der Gemeinderat/spezial, Sonderheft August 2003 (E 6845)

 

Die folgenden Seiten hier bei subventionsberater.de bergen einige Ideen hierzu und bieten einen kurz gefassten Überblick über die Praxislösungen der Sparkonzepte für Kommunen des WEKA - Verlags.

 

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verfasst von Peter Bechen
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