Energie- und Kommunikationstechnik

 
Windkraft

 
Technologie zur regenerativen Energiegewinnung

und deren Förderung durch
Fördermittel der Länder- und des Bundes

 

  

 

Unter

,,Wo der Wind regiert" ...

 
... informierte Dirk Asendorpf  unter der Rubrik WISSEN am 12. August 2004 seine Leser in  DIE ZEIT  vom Beginn des Wasserstoffzeitalters in Kombination mit Windenergie, welches in einem kleinen Küstenflecken namens Utsira in Norwegen bereits begonnen habe.

 

 

 

Während in den südlichen Musterländchen Deutschlands den dort regierenden Landesfürsten Windmühlen vor allem dann ein Dorn im Auge sind, wenn sie in der unverbauten Natur erstellt werden sollen, also quasi vor der eigenen Haustür dieser Herrschaften, die jedoch in den von Technik überfüllten Großstädten weniger Anstoß an der zusätzlichen Installation solcher überturmhohen Luftquirlen nehmen, haben ein paar nicht so sehr rigide Köpfe sowohl aus der Politik, als auch aus der Wirtschaft wahrgenommen, dass es mit der Atomenergie, und natürlich auch den fossilen Brennstoffen als Lösung bei der Energiebeschaffung weiß Gott nicht mehr all zu weit her ist. Zu solcherart wissenden Nationen gehören eben halt auch Länder wie Norwegen, obwohl doch gerade dieses Land bislang mehr Öl aus der Nordsee produziert hat, als es für den Eigenbedarf gebraucht hat. So könnte sich diese mit Energie gestopfte Nation wahrlich bequem zurücklehnen und wie gehabt mittels der allseits bekannten Verbrennungsturbinen offensichtlich preisgünstigen Strom produzieren, der dann überall im Land ja auch gleich zum Heizen dient, obwohl natürlich jeder weiß, wie unwirtschaftlich diese keineswegs umweltfreundliche Technologie ist.

 

Bislang verbrauchte ein norwegischer Haushalt pro Jahr nicht nur 3.000, wie in unserem Land, sondern sage und schreibe 25.000 Kilowattstunden.

Während in unserer vom Energieimport abhängigen Republik die weithin bekannten Energiemonopolriesen mal wieder über Energiepreiserhöhungen und den Wiedereinstieg in die thermonukleare Atomenergie laut nachdenken, z.B. verdeckt auch als Import aus Frankreich, vorgeblich weil diesen die Politik teuere Energie nach dem Regenerative - Energie - Stromeinspeisungsgesetz aufzwingen würde, zeiht das doch eigentlich selbstversorgungsfähige Norwegen in Kombination mit Enercon diese grundsätzlich vor allem eigennützigen Monopolisten der pur destruktiven Rückständigkeit aus rein kurzfristig profitablem Egoismus heraus.

Dies alles kann den Daten des oben erwähnten  DIE ZEIT -  Beitrags entnommen werden.

 

Strom aus Windrädern haben bislang noch immer den Makel der nicht jederzeitigen Verfügbarkeit. Nur wenn ein genügend starker Wind übers Ländle bläst, wird es hell und manchmal auch warm in den damit versorgten Stuben. Doch der deutsche Michel land auf land ab mag derartige Schwankungen bei der  elektrischen Energieversorgung gar nicht leiden, will er doch zu jedem beliebigen Zeitpunkt seine (z.T. unnützen und auch verschwenderischen) Stromverbraucher betreiben können. Daher bedarf es einer Art Puffer - Batterie, welche Energie zum jederzeitigen Abruf vorzuhalten vermag. In Utsira übernimmt diese Aufgabe eine Brennstoffzelle, also jene Dinger, die, vor kurzem noch riesengroß, jetzt schon so handlich geworden sind, daß sie sogar in Autos eingebaut werden könn(t)en. Deren Betriebsstoff, nämlich Wasserstoff produziert der Strom aus der Windmühle per Wasserspaltung immer dann, wenn's kräftig bläst auf Vorrat. Bei Windstille verwandelt die Brennstoffzelle das bei der Wasserspaltung gewonnene Wasserstoffgas zusammen mit dem Sauerstoff aus der Luft wieder in Wasser zurück und setzt Strom und Wärme frei (Fernwärme!?). 

 

Damit der Strom auch dann nicht knapp wird, wenn mal alle an diesen Stromversorger angeschlossenen Haushalte gleichzeitig ihre Lampen einschalten (z.B. die Klobeleuchtung während der wie üblich nervenden aggressiven, den Lebensrythmus der Zuschauer synchronisierenden ,,Werbe- Pausen" der Privatsender), ist in den Stromkreislauf auch noch ein 2,5 Tonnen schweres Schwungrad mit eingebunden. Dieses wird bei niedrigem Stromverbrauch im Netz in Schwung gebracht und kann dann bei Stromverbrauchsspitzen seine Energie als zusätzlicher Puffer wieder abgeben.

Mit dem gewonnenen und in Flüssiggastanks gespeicherten Wasserstoff können auch noch Fahrzeuge mit entsprechenden Antrieben versorgt werden, was sogar Benzin überflüssig macht. Interessant bei dieser Technologiekombination ist, daß deren einzelnen Komponenten eigentlich schon seit Jahrzehnten bekannt sind. Die Herstellung von Wasserstoff, wer kennt sie nicht von den eindrucksvollen Versuchen aus der Schule, ist schon seit über 100 Jahren praktikabel, sogar die heute so löblich hoch gejubelte Brennstoffzelle sei schon 1839 erfunden worden. Doch die Hauptschwierigkeit bei der Stromerzeugung mit diesen Utensilien war bislang eben vor allem die Synchronisation des gewonnen Stromes auf genau 230 Volt mit einer (Schwingungs-) Frequenz von 50 Herz. Dieses Handling ermöglicht wirkungsvoll, dauerhaft und wirtschaftlich erst die Elektronik unserer Tage. Diese kann dank Computertechnologie sogar via ISDN-Leitung von der Ferne her gesteuert werden.

Auf dem genannten kleinen Inselflecken lief nun in diesen Tagen, so Dirk Asendorf, ein Pilotprojekt an, bei dem zur Zeit 10 Haushalte ständig mit Strom beliefert werden sollen. Wenn alles klappt, sollen die Inselbewohner künftig mittels des Stroms aus den beiden aufgestellten Windrädern jährlich über 800.000 Liter Diesel ersetzen können. Welch ein Aufatmen kann da durch die Lungen unserer Erde gehen, vor allem wenn diese Technologie sich letztlich weltweit bewährt. An dem hierdurch vermeidbaren am Treibhauseffekt beteiligten CO2 - Verbrauch sollten wir ab sofort das Tun unserer Ministerpräsidenten und den anderen Technologieweichenstellern messen, und nicht allein an der Ästhetik der spargelartigen Windräderstangen vor den Haustüren der selben Herren und Damen. Doch bis es zu dieser Windkrafttechnologieverbreitung kommen kann, werden sicherlich noch sehr viele weiter Jahre ins Land gehen, meint der Autor des DIE ZEIT - Beitrags.

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