Energie- und Kommunikationstechnik

 

 
Technologien zur regenerativen Energiegewinnung

und deren Förderung durch
Fördermittel des Bundes

 


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Sammlung von Programmen ...

... zur Förderung von Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien bzw. zur Einsparung konventioneller Energieträger:

(alle Angaben ohne Gewähr)

 

Sammlung von Programmen ...

... zur Förderung von Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien bzw. zur Einsparung konventioneller Energieträger:

(alle Angaben ohne Gewähr)

 

Landesförderprogramm    Baden - Württemberg

Aktuelle Informationen zu Landes- & Bundesprogrammen zur Förderung der Nutzung regenerativer Energien und zum rationellen Umgang mit Energie bietet das Informationszentrum Energie am Landesgewerbeamt Badenwürttemberg im Internet unter der url

http://www.lgabw.de/bwl/lga/
hdw/abt3/ref35/ie/homepage.htm

 
Folgende Förderprogramminformationen sind hier derzeit aktuell als PDF abrufbar:

  • Förderprogramme im Energiebereich für Wohngebäude in Baden-Württemberg
    (Bundes- und Landesprogramme):

http://www.lgabw.de/bwl/lga/hdw/abt3/ref35/ie/
pdfdateien/ie_foerderinfodienst_1_2004.pdf

  • Förderprogramme im Energiebereich für mittelständische Unternehmen und Kommunen (Bundes- und Landesförderprogramme):

www.lgabw.de/bwl/lga/hdw/abt3/ref35/ie/
pdfdateien/foerderuebersicht5_2004Gewerbe.pdf

  • Förderprogramm Umweltschutz für Vereine

http://www.lgabw.de/bwl/lga/hdw/abt3/ref35/ie/
pdfdateien/Flyer%20Umweltschutz.pdf


Klassische, teilweise auch überholte Förderprogramme des Bundes (Stand 2000):

 

KfW-Programm zur C02-Minderung

Rechtsgrundlage: Merkblatt der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt, vom Juli 1999
(C02-Minderungsprogramm zur Finanzierung von Klimaschutzinvestitionen in Wohngebäuden sowie Errichtung von Passivhäusern)

 

Antragsberechtigte

Alle Träger von Investitionsmaßnahmen an selbstgenutzten oder vermieteten Wohngebäuden (z.B. Privatpersonen, Wohnungsunternehmen, Gemeinden, Kreise, Gemeindeverbände sowie sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts).

 

Geförderte Maßnahmen:

a) Investitionen an bestehenden Wohngebäuden in den alten Ländern und Berlin (West) zum Zwecke der C02-Minderung und Energieeinsparung durch

1. Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes der Gebäudeaußenhülle, und zwar

  • Verbesserung des Wärmeschutzes der Außenwände,

  • Verbesserung des Wärmeschutzes des Daches (Einbau ausreichender Dämmschichten im Dach oder Wärmedämmung von obersten Geschoßdecken zu nicht ausgebauten Dachräumen)

  • Fenstererneuerung (Einbau von Fenstern mit Wärmeschutzverglasung oder Austausch vorhandener Verglasungen gegen Wärmeschutzverglasung),

  • nachträgliche Wärmedämmung der Kellerdecke oder von erdberührten Außenflächen beheizter Räume.

Dabei sind die Anforderungen aus Anlage 3 der Wärrneschutzverordnung vom 16. August 1994 einzuhalten.

2. Installation von Brennwertkesseln einschließlich der unmittelbar durch die Brennwertnutzung veranlaßten Maßnahmen.

3. Installation von Niedertemperatur-Heizkesseln (einschl. der unmittelbar durch die Niedertemperatur-Nutzung veranlaßten Maßnahmen) in Verbindung mit Maßnahmen, die den Wärmeschutz der Gebäudeaußenhülle (nach Nr. 1) wesentlich verbessern. Die Kosten für den Wärmeschutz der Gebäudeaußenhülle dürfen die Aufwendungen für die Installation des Niedertemperatur-Heizkessels einschließlich der durch die Niedertemperatur-Nutzung veranlaßten Maßnahmen nicht unterschreiten.

4. Installation von Wärmeübergabestationen für eine Fern-oder Nahwärmeversorgung aus Heizkraftwerken oder Blockheizkraftwerken einschließlich der unmittelbar durch die Fern- oder Nahwärmenutzung veranlaßten Maßnahmen.

5. Nutzung erneuerbarer Energien, und zwar die Installation von

  • Wärmepumpen, einschließlich der unmittelbar durch die Wärmepumpen-Nutzung veranlaßten Maßnahmen

  • solarthermischen Anlagen

  • Biomasse- und Biogas-Anlagen

  • Photovoltaik-Anlagen

  • geothermischen Anlagen

6. Installation von solar unterstützten Nahwärmeversorgungen einschließlich der unmittelbar durch die Nahwärmenutzung veranlaßten Maßnahmen.

b) Maßnahmen an neuen Wohngebäuden im gesamten Bundesgebiet zur Nutzung erneuerbarer Energien, und zwar die Installation von

  • Wärmepumpen, einschließlich der unmittelbar durch die Wärmepumpen-Nutzung veranlaßten Maßnahmen

  • solarthermischen Anlagen

  • Biomasse- und Biogas-Anlagen

  • Photovoltaik-Anlagen

  • geothermischen Anlagen

c) Errichtung von Passivhäusern im gesamten Bundesgebiet. Der spezifische Jahresheizwärmebedarf muß weniger als 15 kWh/(m2a) betragen. Im Zusammenhang mit den geförderten Maßnahmen kann auch eine zur Vorbereitung der Auftragsvergabe erstellte Energiediagnose mitgefördert werden.

 

Art und Höhe der Zuwendung:

Zinsverbilligtes Darlehen bis zu 100% des Investitionsbetrages, max. EURO 5.000 (oder DM 9.779.150). Die Errichtung von Passivhäusem wird mit max. EURO 50.000 (oder DM 97.791) je Wohneinheit gefördert. Einliegerwohnungen gelten nicht als Wohneinheit im Sinne dieses Programms.

Konditionen: Zinssatz: 50% p.a. (für die ersten 10 Jahre; danach (Stand: Febr. 2000) Kapitalmarktkonditionen) Auszahlung: 96%; Effektivzinssatz: 5,18%.
Die maximale Kreditlaufzeit beträgt 20 Jahre bei höchstens 3 tilgungsfreien Anlaufjahren.

 

Antragsverfahren:

Privatpersonen und Unternehmen in privater Rechtsform: Antrag ist vor Beginn der Investition auf vorgeschriebenem Vordruck (KfW 141660) bei der Hausbank zu stellen.

Öffentlich-rechtliche Antragsteller (z.B. Gemeinden und deren Eigengesellschaften):

Antrag ist vor Beginn des Vorhabens auf vorgeschriebenem Vordruck (KfW 141833) direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt, Tel.: 069/7431-0, zu stellen.


Bundesförderprogramm

100.000-Dächer Solarstrom-Programm

 

Rechtsgrundlage:

Bekanntmachung der Richtlinien zur Förderung von Photovoltaik-Anlagen (300 MW) durch ein 100.000-Dächer Solarstrom-Programm". Vom 15. Januar 1999 (Bundesanzeiger Nr. 13 vom 21. Januar 1999) sowie Merkblatt der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) 2/99.

 

Antragsberechtigte:

Privatpersonen, Vereine, private Stiftungen, Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften als Träger der Investitionsmaßnahmen, kleine und mittlere private gewerbliche Unternehmen, sowie freiberuflich Tätige. Nicht antragsberechtigt sind Hersteller von PV-Anlagen oder deren Komponenten.

 

Geförderte Maßnahmen:

Errichtung und Erweiterung von Photovoltaik-Anlagen ab einer neu installierten Spitzenleistung von ca. 1 kWp (Nennleistung nach Herstellerangaben). In die Förderung einbezogen werden können die Investitionskosten einschließlich der Wechselrichter, Installationskosten, Kosten für Meßeinrichtungen sowie die Planungskosten.

Nicht gefördert werden: Eigenbauanlagen, Prototypen (Prototypen sind Anlagen, die in weniger als 4 Exemplaren betrieben werden oder betrieben worden sind) und gebrauchte Anlagen.

 

Art und Höhe der Förderung:

Zinsverbilligtes Darlehen bis zu 100% des Investitionsbetrages. Der Zinssatz wird um bis zu 4,5 Prozentpunkte verbilligt. Der jeweilige Programmzinssatz ist dementsprechend abhängig von der Entwicklung des Kapitalmarktes. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt der durchleitenden Hausbank frei, statt der Gewährung von Darlehen die Zinssubvention als Festbetrag auszuzahlen.

Zinssatz: zur Zeit 0% p.a. (Stand: Febr. 2000); Laufzeit: bis zu 10 Jahre, davon bis zu 2 Jahre tilgungsfrei, Zinssatz fest für die gesamte Kreditlaufzeit. Der Kredit kann jederzeit außerplanmäßig zurückgezahlt werden. Auszahlung: 100%; Restschulderlaß: ist nach Ablauf von 9 Laufzeitjahren möglich, sofern die Anlage nachweislich noch betrieben wird und der bei Zusage versandte Fragebogen vorgelegt wird.

Die Kumulation mit anderen Förderungen ist möglich, soweit die Gesamtförderung nicht die Höhe der Maßnahmenkosten überschreitet.

Vorhaben für die eine Stromeinspeisevergütung unter 0,40 DM pro Kilowattstunde gezahlt wird, sind uneingeschränkt förderbar. Bei über diesem Wert liegenden Stromeinspeisevergütungen wird der max. Kreditbetrag entsprechend gekürzt.

 

Antragsverfahren:

Anträge sind vor Beginn des Vorhabens (als Vorhabensbeginn gilt der Abschluß eines Lieferungs- und Leistungsvertrages) auf den dafür vorgesehenen Vordrucken bei den örtlichen Kreditinstituten (Hausbanken) einzureichen. Die Darlehen werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt, zur Verfügung gestellt.


 

Bundesförderprogramm

Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien

 

Rechtsgrundlage:

Richtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien vom 20. August 1999 (Bundesanzeiger Nr. 162 vom 31. August 1999, 5. 15 137).

 

Antragsberechtigte:

Privatpersonen, freiberuflich Tätige sowie kleine und mittlere private gewerbliche Unternehmen nach der Definition der Europäischen Gemeinschaften (Ausnahmen sind in begründeten Einzelfällen möglich), die

  • Eigentümer, Pächter oder Mieter der Anwesen sind, auf denen die begünstigten Anlagen errichtet, erweitert oder reaktiviert werden sollen oder

  • Energiedienstleister (Kontraktoren) für die Anlagen sind, die bei den vorstehend genannten Antragsberechtigten errichtet, erweitert oder reaktiviert werden sollen, sofern diese bestätigen, daß sie über die Antragstellung in Kenntnis gesetzt worden sind.

Ausgeschlossen sind juristische Personen des privaten Rechts, die sich überwiegend im Eigentum von Gebietskörperschaften (z.B. des Bundes, eines Bundeslandes oder einer Kommune) befinden. Ausgeschlossen sind Hersteller der geförderten Anlagen oder deren Komponenten und in der Regel Elektrizitätsversorgungsunternehmen nach §2 Abs. 3 des Energiewirtschaftsgesetzes. Antragsberechtigt sind bei Photovoltaikanlagen (Programm "Sonne in der Schule") für Berufsschulen, Technikerschulen, Berufsbildungszentren, überbetriebliche Ausbildungsstätten bei den Kammern und für allgemeinbildende Schulen (ohne Grundschulen) die jeweiligen Träger. Voraussetzung ist ferner die Teilnahme an einem dreijährigen Meßprogramm. Fördervereine sind nicht antragsberechtigt.

 

Geförderte Maßnahmen:

  • Errichtung und Erweiterung von Solarkollektoranlagen (einschl. Speicher- und Luftkollektoren) zur Warmwasserbereitung, zur Raumheizung sowie zur Bereitstellung von Prozeßwärme. Mit Ausnahme von Speicher- und Luftkollektoren müssen die Anlagen mit einem geeigneten Funktionskontrollgerät bzw. einem Wärmemengenzähler ausgestattet sein. Nicht förderfähig sind Solarkollektoranlagen für Schwimmbäder.

  • Errichtung von elektrischen Wärmenumpenanlagen zur Raumheizung und/oder Warmwasserbereitung, soweit sie mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben werden. Die in der Förderrichtlinie genannten Jahresarbeitszahlen müssen mindestens erreicht werden. Ferner müssen die Wärmepumpenanlagen mit einem H-FCKW-freien Arbeitsmittel/Kältemittel betrieben werden. Der für den Betrieb der Wärmepumpe notwendige regenerativ zu erzeugende Strom kann selbst hergestellt werden oder von einem Dritten bezogen werden, hierüber ist ein Nachweis zu führen.

  • Maßnahmen zur Energeeinsparung in Gebäuden in Kombination mit der Errichtung und Erweiterung von Solarkollektoranlagen oder Errichtung von Wärmepumpenanlagen. Es werden gefördert:

 

Wärmeschutzmaßnahmen:

  • Dämmung von Dach und Wänden

  • Fenstererneuerung

 

Maßnahmen zur Wohnungslüftung:

  • Einbau von Wärmerückgewinnungsanlagen

 

Maßnahmen zur Heizungsanlagenmodernisierung:

  • Installation von Niedertemperatur-Heizkesseln oder Brennwertkesseln, wenn der zu ersetzende Kessel mindestens 10 Jahre alt ist.

Wärmeschutzmaßnahmen und Maßnahmen zur Heizungsanlagenmodernisierung werden nur gefördert, wenn die Gebäude vor Inkrafttreten der Wärmeschutzverordnung 1995 vom 16. August 1994 (BGB1. 15. 613) errichtet wurden und nach Durchführung der Maßnahme die Anforderungen gemäß Anlage 3 der Wärmeschutzverordnung bzw. der Heizungsanlagenverordnung vom 22. März 1994 eingehalten werden.

Bei Wärmerückgewinnungsanlagen muß eine Primärenergieeinsparung von mindestens 60% erreicht werden.

  • Errichtung handbeschickter Anlagen zur Verteuerung fester Biomasse zur Raumheizung (mit und ohne Warmwasserbereitung) bis zu einer installierten Nennwärmeleistung von 50 kW, soweit es sich bei der Anlage um eine Zentralheizungsanlage mit flüssigem Wärmeträgermedium handelt und das Wärmespeichervolumen mindestens 50 Liter je kW Heizleistung beträgt.

  • Errichtung automatisch beschickter Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse zur Wärmeerzeugung - bei Anlagen bis zu einer installierten Nennwärmeleistung von 50 kW nur, soweit es sich um eine Zentralheizungsanlage handelt - oder zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung) ab einer Nennwärmeleistung von 3 kW. Nicht förderfähig sind hand- und automatisch beschickte Biomasseanlagen, die

  • überwiegend der Verfeuerung von Abfallstoffen aus der gewerblichen Be- und Verarbeitung von Holz dienen

  • Einzelfeuerstätten (z.B. Heizungsherde, Grundofenfeuerungen, Kachelöfen, offene Kamine, Kaminöfen, Einzelzimmeröfen und Kochherde),

  • Zentralheizungsanlagen, die unter Naturzugbedingungen arbeiten,

  • Anlagen zum Einsatz von Biomasse, die unter die jeweils gültige Fassung der Verordnung über Verbrennungsanlagen für Abfälle und ähnliche brennbare Stoffe vom 23. November 1990 (BGB1. 15. 2545, 2832) fallen (Abfallverbrennungsanlagen),

  • Anlagen, in denen zur Beseitigung bestimmte Abfälle einer Behandlung vor einer Ablagerung zugeführt werden (§10 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes).

  • Errichtung von Anlagen zur Gewinnung und Nutzung von Biogas aus Biomasse land-, forst- und fischwirtschaftlichen Ursprungs sowie aus Biomasse aus dem Ernährungsgewerbe zur Stromerzeugung oder zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung). Biogasanlagen werden nur gefördert, wenn bei der energetischen Verwendung durch technische Vorkehrungen sichergestellt ist, daß die Anforderungen der TA Luft auch im Teillastbereich eingehalten wird.

  • Errichtung, Erweiterung und Reaktivierung von Wasserkraftanlagen bis zu einer installierten Nennleistung von 500 kW. Bei einer Reaktivierung wird eine Stillstandszeit von mindestens 3 Jahren vorausgesetzt.

  • Errichtung von Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie ohne Übernahme des Bohrrisikos und ohne Förderung der Wärmeverteilung durch Nah- und Fernwärmenetze.

  • Errichtung netzgekoppelter Photovoltaikanlagen (Programm "Sonne in der Schule") ab einer installierten Spitzenleistung von um 1 kWp (Wattpeak-Nennleistung der Solarmodule nach Herstellerangaben).

 

Fördervoraussetzungen:

Mit dem Vorhaben darf vor Antragstellung nicht begonnen werden. Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluß eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden.

Nicht förderfähig sind außerdem Eigenbauanlagen und Prototypen sowie gebrauchte Anlagen; ferner Maßnahmen, bei denen für den erzeugten und ins Netz eingespeisten Strom eine Vergütung gewährt wird, die über die Mindestvergütung nach dem Stromeinspeisungsgesetz hinausgeht. Mit Ausnahme von Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie und Photovoltaikanlagen (Programm "Sonne in der Schule") gibt es ein Kumulierungsverbot: andere öffentliche Zuschüsse oder Zulagen jeglicher Art dürfen nicht gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Dies gilt auch für die ökologische Zusatzförderung (Wärmepumpen, Solarkollektoranlagen, Wärmerückgewinnungsanlagen) im Rahmen des Eigenheimzulagengesetzes (Ökozulage).

 

Art und Höhe der Förderung:

Die Förderung erfolgt als Zuschuß bzw. als Darlehen.

a) Folgende Maßnahmen werden mit Festbeträgen durch nicht rückzahlbare Zuschüsse gefördert:

 

Solarkollektoranlagen:

Der Zuschuß für Flachkollektoranlagen bis 100 m2 installierte Kollektorfläche beträgt 250,- DM/m2, für Vakuumröhrenkollektoranlagen bis 75 m2 installierte Kollektorfläche 325,- DM/m2. Bei Erweiterung einer bestehenden Anlage beträgt der Zuschuß 100,-DM/m2 zusätzlicher Kollektorfläche. Zusätzlich wird bis zum 31.12.2000 ein Zuschuß von 150,- DM für ein geeignetes Funktionskontrollgerät gewährt; für einen Wärmemengenzähler wird ein Zuschuß von 300,-DM gewährt.

 

Wärmepumpenanlagen:

Bei gleichzeitiger Errichtung einer Heizungsanlage: Zuschuß von 200,- DM/kW für die ersten 13 kW installierter Heizleistung und 100,- DM/kW für die über 13 kW hinausgehende installierte Heizleistung.

Bei nicht gleichzeitiger Errichtung einer Heizungsanlage: Zuschuß von 100,- DM/kW installierter Heizleistung. Der Förderhöchstbetrag beträgt je Einzelanlage 20.000,- DM.

 

Maßnahmen zur Energieeinsparung an Gebäuden:

Für diese Maßnahmen wird ein Zuschuß gewährt, wenn sie in Kombination mit der Errichtung oder Erweiterung einer Solarkollektoranlage bis 100 m2 installierte Kollektorfläche bei Flachkollektoren und bis zu 75 m2 installierte Kollektorfläche bei Vakuumröhrenkollektoranlagen oder mit der Errichtung einer Wärmepumpenanlage durchgeführt werden. Der Zuschuß wird max. in Höhe des Betrages gewährt, mit dem die Errichtung oder Erweiterung einer Solarkollektoranlage oder die Errichtung einer Wärmepumpenanlage bezuschußt wird. Der Zuschuß darf 20% der Kosten für die Energieeinsparungsmaßnahmen nicht überschreiten.

 

Handbeschickte Anlagen
zur Verfeuerung fester Biomasse:

Zuschuß von 80,- DM je kW errichtete installierte Nennwärmeleistung.

 

Automatisch beschickte Anlagen
zur Verfeuerung fester Biomasse:

Zuschuß von 120,- DM je kW errichtete installierte Nennwärmeleistung bei Anlagen bis zu einer Nennwärmeleistung von 100 kW, mindestens jedoch 4000,- DM je Einzelanlage. Zusätzlich wird bei Kraft- Wärme- Kopplungs- Anlagen ein Zuschuß von 360,- DM je kW errichtete installierte elektrische Leistung gewährt.

 

Photovoltaikanlagen
(Programm "Sonne in der Schule"):
bis zum 15. Oktober 2002

Zuschuß von 6.000,- DM je Einzelanlage.

 

Antragsverfahren:

Mit der Durchführung des 3jährigen Meßprogramms des Programms "Sonne in der Schule" wurde das Forschungszentrum Jülich GmbH, Projektträger Biologie, Energie, Umwelt (BEO), Postfach 19 13, 52425 Jülich, Tel.: 02461/ 61 47 43, Fax.: 02461/61 28 40, beauftragt. Anträge auf Teilnahme am Meßprogramm sind dorthin zu richten.

b) Folgende Maßnahmen werden durch zinsverbilligte Darlehen gefördert. Die jeweils geltenden Nominal- und Effektivzinssätze entsprechen dem C02-Minderungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt. Der Finanzierungsanteil beträgt bis zu 100% des Investitionsbetrages.

Solarkollektoranlagen: Bei Errichtung und Erweiterung von Flachkollektoranlagen mit mehr als 100 m installierte Kollektorfläche und Vakuumröhrenkollektoranlagen mit mehr als 75m2 installierte Kollektorfläche.

Automatisch beschickte Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse: Bei Errichtung von Anlagen mit einer installierten Nennwärmeleistung von mehr als 100 kW.

Biogasanlagen

Wasserkraftanlagen

Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie

Maßnahmen zur Energieeinsparung an Gebäuden in Kombination mit der Errichtung und Erweiterung von Solarkollektoranlagen von mehr als 100 m2 installierte Kollektorfläche bei Flachkollektoren und von mehr als 75m2 installierte Kollektorfläche bei Vakuumröhrenkollektoren; Konditionen: Zinssatz: 4,50 p.A.. (für die ersten 10 Jahre) (Stand: Febr. 2000); Auszahlung: 96%; Effektivzinssatz: 5,18%.

Die maximale Kreditlaufzeit beträgt 20 Jahre bei höchstens 3 tilgungsfreien Anlaufjahren. Die Tilgung erfolgt nach Ablauf der tilgungsfreien Jahre in gleichhohen halbjährlichen Raten.

 

Schulderlass:

Für die förderfähigen Maßnahmen wird außerdem nach Abschluß der Investition ein Schulderlaß auf das Darlehen in folgender Höhe gewährt:

Bei Errichtung und Erweiterung von Solarkollektoranlagen:

  • 125,- DM /m2 installierte Kollektorfläche für die Errichtung von Flachkollektoranlagen

  • 160,- DM/m2 installierte Kollektorfläche für die Errichtung von Vakuumröhrenkollektoranlagen

  • 100,- DM/m2 zusätzlicher Kollektorfläche bei Erweiterung einer bestehenden Solarkollektoranlage.

Bis zum 31.12.2000 zusätzlich 300,-DM für einen Wärmemengenzähler und 150,-DM für ein ähnlich geeignetes Funktionskontrollgerät.

Der Schulderlaß beträgt höchstens 250.000,- DM je Einzelanlage.

Bei Errichtung von automatisch beschickten Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse:

  • 120,- DM je kW errichtete installierte Nennwärmeleistung

  • zusätzlich 360,- DM je kW errichtete elektrische Leistung bei Kraft- Wärme- Kopplungsanlagen.

Der Schulderlaß beträgt höchstens 1.500.000,- DM je Einzelanlage.

 

Bei Errichtung von Biogasanlagen:

  • Bei dieser Maßnahme erfolgt der Schulderlaß in Abhängigkeit von der elektrischen Anschlußleistung. Er beträgt höchstens 30% des Investitionsbetrages und höchstens 300.000,- DM je Einzelanlage.

 

Bei Errichtung, Erweiterung und Reaktivierung von Wasserkraftanlagen:

  • 1.500,- DM je kW installierte Nennleistung für die Errichtung der Wasserkraftanlage

  • 600,- DM je kW installierte Nennleistung für die Erweiterung oder Reaktivierung einer Wasserkraftanlage.

 

Bei der Errichtung von Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie:

  • 200,- DM je kW Nennwärmeleistung.

Der Schulderlass beträgt höchstens 2.000.000,- DM je Einzelanlage.

 

Für Maßnahmen zur Energieeinsparung an Gebäuden in Kombination mit der Errichtung oder Erweiterung einer Solarkollektoranlage:

  • Gewährt wird ein Schulderlaß bis zu dem Betrag, der für die Errichtung oder Erweiterung einer Solarkollektoranlage als Schulderlaß gewährt wird; der Schulderlaß darfjedoch höchstens 20% der Investitionskosten betragen.

 

Antragsverfahren:

Die Darlehen werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Palmen.gartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt, zur Verfügung gestellt.

Anträge sind auf den dafür vorgesehenen Vordrucken vor Beginn der Maßnahme bei den örtlichen Kreditinstituten (Hausbanken) einzureichen.

Darlehensanträge können bis zum 15. Oktober 2002 gestellt werden.

Weitere Informationen zu ENERGIE, SONNENKOLLEKTOREN, BIOMASSE etc. bietet die Homepage des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter der url:

http://www.bafa.de/1/de/index.htm

Quelle:
Landesgewerbeamt Baden-Württemberg
Informationszentrum Energie
Postfach 102963
70025 Stuttgart

.

Tel.: 0711/ 123-2526
Fax.: 0711/123-2649

E-Mail: Ortrud.Stempel@lgabw.de
Internet: http://www.lgabw.de/ie

Stand: Febr. 2000 

 

 

Beitragssammlung zu diesem Themenbereich:
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Förderprogramme zur Förderung von Anlagen zur Nutzung
regenerativer Energien bzw. zur Einsparung konventioneller Energieträger:

 
siehe hierzu auch

Das fünfte Rahmenprogramm der EU für Forschung und Technik
Das sechste Rahmenprogramm der EU für Forschung und Technik

 

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