G e m e i n s c h a f t s i n i t a t i v e n  ( bis 2006 )

!!! Die Gemeinschaftsinitiativen in der Form gibt es in der neuen Förderperiode 2007-2013 nicht mehr !!!

Die Gemeinschaftsinitiativen EQUAL, INTERREG, LEADER plus, URBAN sind Förderprogramme der Europäischen Kommission, die zur Ergänzung der Maßnahmen im Rahmen der Europäischen Strukturförderung dienen. Die ergänzende Funktion hat weite Förderrahmen zur Folge. Charakteristisch hierbei waren die weiten Förderrahmen, der die Kofinazierung aller denkbar möglichen kommunalrelevanten Projekte im Bereich Regionalentwicklung, Integration, Beschäftigungs,- Regionaltourismus-, Service- oder Existenzgründungsförderung möglich machte. Der Wettbewerb der Ideen war kunterbunt und besonders spannend. Bei der Förderung aus den Gemeinschaftsinitiativen handelte es sich also nicht nur um den Finanzausgleich innerhalb der europäischen Regionen wie beim Kohäsionsfonds und dem Europäischen Regionalentwicklungsfonds, sondern die Projekte hatten zum Teil einen individuellen Innovationswert.

In der jetzigen Struktur-Förderperiode sind die Förderschwerpunkte der GIs teilweise in das Ziel "Europäische, territoriale Zusammenarbeit" integriert, die GI LEADER plus in den "Europäischen Landwirtschaftsfonds" (ELER) eingeflossen, doch in der früheren Form als eigenständige Förderung gibt es die GIs nicht mehr. Die Bedeutung der GI-Förderschwerpunkte kann nach wie vor an der geringen Mittelausstattung abgelesen werden.

  • Konfergenz:
    Für das neue Ziel „Konvergenz“ werden 78,5 % der zur Verfügung stehenden Mittel ausgegeben werden. Diese Konfergenz-Mittel sind vor allem für Regionen vorgesehen, in denen das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den letzten drei Jahren vor Verabschiedung der Verordnung unter 75 % des Durchschnitts der erweiterten Union liegt, was vor allem auf die Regionen der neuen EU-Mitgliedstaaten zutrifft. Nur 16,56 % aller Regionen Europas erfüllen dieses Kriterium. Eine Liste der Regionen wurde bis dato nicht veröffentlicht.
     

  • Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung:
    Alle Gebiete, die nicht unter das Ziel „Konvergenz“ fallen, kommen für das Ziel „Wettbewerbsfähigkeit“ in Frage. Hierfür stehen jedoch lediglich 17,2 % der Mittel zur Verfügung. Welche Regionen als Zielgebiete aus Deutschland vorgeschlagen werden, wurde noch nicht veröffentlicht.
     

  • Europäische territoriale Zusammenarbeit:
    Basierend auf den Erfahrungswerten der Gemeinschaftsinitiative INTERREG wird dieses dritte Ziel die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Kommunen an Binnen- und Außengrenzen fördern. Hierfür stehen ca. 4 % der Gesamtmittel zur Verfügung. Auch hierbei wird die Europäische Kommission Projekte mit den neuen 10 Nachbarn innerhalb der Europäischen Union sowie den Beitrittskandidaten favorisieren. Die neue europäische territoriale Zusammenarbeit wird fast alle Aktionsprogramme der jetzigen Heranführungsstrategie wie PHARE, TACIS, MEDA, CARDS, ISPA , SAPARD in sich vereinen und beinhaltet zudem noch alle Gemeinschaftsinitiativen, außer wie gesagt LEADERplus.

 

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