| Eigenanteil = Mittelanteil der Gesamtprojektfinanzierung, die der / die Antragsteller selbst einbringen muss / müssen Bei der Projektfinanzierung im Rahmen von Förderprogrammen der Europäischen Kommission handelt es sich, mit wenigen Ausnahmen (z.B. LIFE Natur, SYNERGY, Begleitmaßnahmen) um eine Mitfinanzierung, Fehlbetragsfinanzierung, Finanzierungsmittelunterstützung oder auch Kofinanzierung genannt. Sie müssen also immer einen mehr oder weniger kleinen Teil der Mittel aus eigener Tasche selbst aufbringen. Dabei ist nicht das Bargeld in Ihrer Hosentasche gemeint. Der Eigenanteil besteht bei den meisten EU-Projektträgern vor allem aus institutionalisierten geldwerten Leistungen, wie z.B. das zur Verfügungstellen der eigenen, meist groß dimensionierten Infrastruktur (Büro-, Seminar-, Tagungsräume + Ausstattung + Personal), aus Teilnehmerbeiträgen oder der Abführung der Gewinne / Nutzungsrechte, die mit der Projektdurchführung erzielt werden. Institutionell aufgeblasene Stiftungen, Gesellschaften und Vereine haben kein Problem mit hohen Eigenanteilen. Neue, junge privatwirtschaftliche Firmen und Initiativen, deren Mitarbeiter teilweise noch auf der Bettkante sitzend am Labtop arbeiten, haben da schlechtere Karten. Die Höhe und Art des Eigenanteils variiert programmspezifisch. Einzelheiten kann man den Programmrichtlinien entnehmen. In dem Artikel "Brüssel zahlt heute nicht" von Petra Pinzler in DIE ZEIT vom 16.09.2004 heißt es bezüglich der Kofinanzierung seitens der Europäischen Kommission ...." Mal ist die Kasse geschlossen. Mal hat
der Mitarbeiter den Job gewechselt. Dann wird angeblich die Abteilung
aufgelöst. Oder es sind gerade Ferien. Begründungen gibt es immer.
Nur was für welche. Beate Hausmann, Geschäftsführerin der Internet-
Bildungsfirma Ed-Lab, gerärt in Wut und ist kaum zu stoppen, wenn sie
über ihre Erfahrungen mir der EU-Kommission berichtet. Ihr
vernichtendes Fazit: Würden wir so arbeiten, hätten wir längst
keine Kunden mehr. Die überzeugende Begründung dafür: "Die
zahlen einfach nicht." |
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