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Die Pflege Hirntoter

von  Roberto Rotondo

«[...] der Tod eines "hirntoten" Patienten [ist ...] sinnlich nicht erfahrbar. Sie liegen im Bett wie andere bewußtlose Patienten auch, werden beatmet und das Herz schlägt. Sie fühlen sich nicht wie Tote, wie Leichen an, und sie sehen einer Leiche in keiner Weise ähnlich. Im Gegensatz zu "richtigen" Leichen, müssen "Hirntote" gewaschen werden, auch Hautpflege, Zahnpflege, sowie Lagerung und ständige Kontrollen der Kreislaufstabilität und der Beatmungsparameter sind notwendig. Zum Entsetzen mancher Pflegekräfte kann es vorkommen, daß eine solche nur "scheinbar" lebende Leiche eine Pflegekraft "reflexartig" mit den Armen umschlingt oder anfängt, im Bett "läufähnliche Bewegungen" (Lazarus-Zeichen) zu vollziehen. "Hirntote" Männer können Erektionen haben, "hirntote" Frauen schwanger sein, und fachkundige Mediziner, z. B. Prof. Geisler und Dr. Zieger, haben vor dem Gesundheitsausschuß des Deutschen Bundestages dargestellt, daß der gesamte Ausfall der Hirnfunktionen nicht feststellbar ist. Mehrfach wurde dort außerdem auf die Veröffentlichung des Neurologen Dr. Klein hingewiesen, in der wissenschaftliche Arbeiten zitiert werden, die belegen, daß nach Feststellung des sogenannten "Hirntodes" die betroffenen Patienten (nicht Leichen!) noch EEG-Aktivität zeigten. Auch Hormonproduktion der Hypophyse konnte nach Feststellung des sogenannten "Hirntodes" nachgewiesen werden. Aber laut Hirntoddefinition sollen diese Menschen tot sein, ganz tot und nicht nur halbtot. Sie sollen Leichen sein, und Pflegekräfte, Arzte und "Kritiker", die nicht in der Lage sind, das "Unanschauliche" - den Hirntod - anzunehmen, sind nach vorherrschenden Kriterien unwissenschaftlich und nichtobjektiv in ihrer Argumentation, da sie sich u. a. auf Gefühle verlassen.»

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aus dem Buch
»Sterben auf Bestellung«

Fakten zur Organentnahme
ISBN 3-89189-071-0

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Weitere Informationen finden Sie auch unter:

www.robertorotondo.de
www.transplantation-information.de

 

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