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Organtransplantation auf Hirntodbasis

Segen oder Tötung?

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Kommentar von Peter Bechen

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Während meiner Krankenhaustätigkeit vor bald dreißig Jahren habe ich mit Menschen zu tun gehabt, die nicht mehr bei Bewußtsein waren, die im Koma lagen, aber auch solchen, deren Großhirne aus verschiedenen Gründen von außen erkennbar anscheinend ihre Lebensfunktionen endgültig evtl. aber auch nur vorübergehend eingestellt hatten und somit von der fürsorglichen Pflege ihrer Umwelt sprich von Menschen abhängig waren, die ihnen gut gesonnen waren.

Nicht alle derartigen Kranken mußten beatmet, auf jeden Fall aber ernährt, gewaschen, bewegt und gelagert werden. Diese Pflege war und ist natürlich, in einer Gesellschaft wie der unseren, eine ,,teure" Angelegenheit und wurde bzw. wird deshalb von Kostenträgern nicht gern gesehen. Dennoch wäre damals niemand auf den Gedanken gekommen, dem Leben dieser von uns abhängigen Menschen gewaltsam ein Ende zu bereiten, um an ihre noch lebenden Organe zu gelangen, oder gar womöglich derartig Abhängige nur einzig zu dem Zweck am Leben zu erhalten, um sie zu einem bestimmte Zeitpunkt des Bedarfs ausschlachten zu können. Wofür auch?

In Südafrika waren gerade eben die ersten Herzverpflanzungen kläglich gescheitert und hatte bei vielen Menschen den schalen Geschmack hinterlassen, ob ein Arzt überhaupt das Recht hat, auf solch massive Art in das Leben eines Menschen einzugreifen. Nur die Angst vor dem Tod, der hauptsächlichen Triebfeder allen Handelns der ,,aufgeklärten" Menschheit, die Angst vor dem Nichtmehrsein, vor dem endgültigen Aus, hat auch die kritischen Bürger daran gehindert, dieser Entwicklung ein Ende zu bereiten.

Dabei sein ist alles, und damit dies möglichst lange währt, wird von Schulmedizinern die Ersatzteilaustauschmethode verlangt, wie wir sie aus der Technikwelt gewohnt sind. Was nicht funktioniert, wird herausgeschnitten und weggeworfen oder zweckentfremdet und durch Neuteile ersetzt. An der Frage nach den Ursachen des vorzeitigen Verschleißes biologischer Körper in der Zivilisation wird nicht gerührt, denn dies ist ein geheiligtes Gesetz des Sachzwanges, daß am Mammonkreislauf nichts angetastet werden darf. Das Dramatische dabei ist, daß Ersatzteile für menschliche Organe nicht auf den Bäumen wachsen, jedenfalls heute noch nicht, sondern, daß solche nur aus den Körpern noch lebender Menschen gewonnen werden können. Also erklären wir gesetzlich per Definition Menschen auf extrem ,,unmenschliche" Weise für tot.

Vor dreißig Jahren hätte man allenfalls die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet, um die Sinnhaftigkeit der Lebensverlängerung in Frage zu stellen - heute sind Ärzte trotz ihres Eides moralisch in der Lage einen bestenfalls Sterbenden sprich ,,Gehirntoten" durch Ihr Können zu töten bestenfalls mit der Ausrede, einem anderen ebenfalls Totkranken das ,,restliche" Leben zu verlängern. Das ist nicht verwunderlich, wenn ich das Gesundheitswesen mit seinen Karriere- und ,,Geldverdienzwängen" und sonstigen Unterordnungs- und Anpassungszwängen in den Krankenhäusern und Arztpraxen betrachte, egal, ob aus distanziert - sachlicher Position, oder als selbst Betroffener. Für tiefschürfende charakterliche und gar idealistische Persönlichkeitsentwicklung und Menschlichkeit bleibt dort unter Streß, Hektik und Arbeitsplatzrationalisierung, kaum Zeit. Der Mensch als Ware, als Kostenfaktor im fälschlicherweise Gesundheitsbetrieb genannten Krankheitsbetrieb ist Usus.

Der moralische Zerfall im Zusammenhang mit der gewinnträchtigen Verwertung menschlicher Wesen höhlt die ethischen Grundlagen für menschliches Zusammenleben aus und wird zu Zuständen führen, an die uns die schlimmsten Horror - und Terror- Zukunftsfilme schon heute gewöhnen. So wird auch die <Gewalt> gesät, die sich bereits heute auf unseren Straßen breit macht.

Auf der anderen Seite dieser Tragödie steht Hilfe um jeden Preis suchend der Betroffene, dessen Organsystem seinen Dienst letzendlich aufzukündigen droht. Er hofft auf die Erfüllung der hoffnungsvoll schillernden Versprechungen des materialistisch orientierten, technischen Medizinbetriebes zur Verlängerung seines Lebens, denn er hat Angst vor dem Sterben, vor dem Nichts - er wird vielleicht auch dringend gebraucht, z.B. von Kindern u.a.m., und vor allem scheint ihm sein bisher gelebtes Leben nicht die Erfüllung gebracht zu haben, als daß er sich in das hineinfinden kann, was letztendlich trotz aller ärztlicher Kunst unvermeidlich immer auf uns wartet - den Tod.
Wer will ihm sein Recht auf Leben absprechen?

Den endgültigen Tod können wir niemals aufheben, aber wir können lernen, den wahren Werten eines erfüllten Lebens Geltung zu verschaffen und die liegen nur im Miteinander und Füreinander, nicht in der Konkurrenz gegeneinander. Doch für derart grundlegende Reflektionen ist es für derart Betroffene zu spät.

So stellt sich denn die Frage, ob kranken Menschen durch Einpflanzung fremder Organe tatsächlich geholfen werden kann bzw. geholfen wird! Welche Art von Leben erwartet einen Patienten mit Hilfe der Implantation von Organen?

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Falls Sie hierzu persönliche Informationen und Beiträge haben, die sie zur anonymen oder namentlichen Veröffentlichung hier unter den Beiträgen zur Organtransplantation auf Hirntodbasis in subventionsberater.de zur Verfügung stellen, bin ich Ihnen von Herzen dankbar.

<Kontakt>

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Nur durch solche Erfahrungen kann eine Entscheidungsebene gefunden werden, auf der jeder einzelne abwägen kann, ob eine Organspende auf der Grundlage einer

freiwilligen Zustimmung

zur Organentnahme aus dem damit einverstandenen Menschen überhaupt einen Sinn macht. Wohl bemerkt, die jetzt per <Transplantationsgesetz> unter dem Druck der Transplantationsindustrie (-befürworter) und deren monetären und politischen Nutznieser legalisierte Form der Negativzustimmung ,,wer ist dagegen?", so daß Menschen auch dann ausgeweidet werden, wenn sie sich nicht ausdrücklich, jederzeit klar erkennbar dagegen verwehrt haben, ist in meinen Augen nicht nur entwürdigend, es ist für mich schlichtweg unmenschlich (übertragen erklärt sie im rechtlichen Sinn einen Mörder für unschuldig, wenn sich dessen Opfer nicht rechtzeitig gegen seine Tötung ausdrückt).

Zu solchen Beschaffungsmethoden zu greifen, weil sonst nicht genügend willige Spender zur Verfügung stehen, wirft ein bedenkliches Licht auf unsere <,,Demokratie">. Ernsthafte, respektvolle Aufklärung der Bevölkerung, nicht entmündigende Zwangsmaßnahmen und manipulative Psychowerbung sind der Weg, die einem verantwortungsbewußten <Staat> mit Anspruch auf Respekt und <Menschenwürde> zusteht.

Vor allem angesagt ist eine Ursachenforschung, warum gerade heute soviele Mitmenschen so schwer erkranken, in wieweit diese Krankheiten zivilisationsbedingt sind.

Leider ist zu befürchten, daß nicht viele Organempfänger bereit sind, sich zu Fragen bezüglich ihres Lebens mit dem Implantat zu äußern. Sowohl der Wunsch nach Verdrängung des Schreckens der Krankheit, ihres vermeintlichen Stigma, als auch ihr nunmehr meist lebenslanger Leidensdruck stehen vermutlich einem solchen Anliegen im Weg.

Im Februar und Oktober 2000
April 2001
Fbruar 2004

Ps.:
Wie erwartet haben mich zu dieser bedrückenden Lebensproblematik bis heute keine Leserbeiträge von persönlich betroffenen Organempfängern erreicht. Das ist verständlich (s.o.) aber dennoch tragisch.

Peter Bechen

Weitere Informationen finden Sie auch unter:

www.robertorotondo.de
www.transplantation-information.de

Durch das Bewußtsein [...] erkennt [der Mensch] seine Situation, daß er ohne sein Wollen in diese Welt kam, daß seine Lebensdauer kurz ist und er gegen seinen Willen sterben wird. So wird ihm auch bewußt, daß Leben und Tod untrennbar zusammengehören, ja, daß das einzig Sichere im Leben der Tod ist. Diesen Tod kann er schon gar nicht verstehen. [...] Der Mensch ist schicksalhaft in die Welt geworfen. Die Fragen woher, wozu, warum er lebt, kann sein Verstand ihm nicht beantworten. Er fühlt sich ohnmächtig, und das hält er nicht aus. [...] Der Mensch, der sich bedroht weiß, kämpft vordergründig um Sicherheiten [...] die ihnen Sinn und Geborgenheit geben. [...]

Dementsprechend flüchten viele Menschen so gut sie eben können [...] in die Drogen (das ist eine andere Welt) [...] in die Arbeit (das gibt mir Sinn und ich komme auf keine anderen Gedanken), in das Vergnügen (ganze Industrien leben davon) usw. Oder sie flüchten in [...] Krankheiten [...].

Es ist außerordentlich beeindruckend zu beobachten, wie der Mensch im Laufe seiner Geschichte, um sein Sicherheitsbedürfnis zu befriedigen, ununterbrochen bemüht war, Sicherheitssysteme zu schaffen. [...] Man hat früher Festungen gebaut, Vorratskammern angelegt, sich bis zu den Zähnen bewaffnet - das tut man auch heute noch -, denn für Konfliktlösungen ist noch immer der Krieg das beliebteste Instrument der Menschen.

Glücklicherweise gibt es auch viele Menschen, die von Natur aus so lebensbejahend sind, daß sie den Sinn des Lebens und des Lebenskampfes als naturgegebenen Inhalt des Daseins empfinden. Ihre natürliche Einstellung zum Leben ermöglicht ihnen, auch Niederlagen in Würde zu ertragen. Selbst das Sterben und den Tod empfinden sie als etwas, das zum Leben gehört. [...]

aus ,,Mut zur Angst",
Vortrag zur GGB-Herbsttagung 1997
von Dr. Angela Ringel

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Auf die Frage nach der . . .

Lebensqualität organimplantierter Menschen . . .

. . . geht der Schulmediziner Kurd Stapenhorst aus Müllheim (Südbaden) in seinem Buch ,,Unliebsame Betrachtungen zur Transplantationsmedizin" ein.

Er weist darauf hin, daß die Transplantationsmedizin nicht nur an der Kurz- und Langzeitüberlebensquote der Implantierten, sondern eben vor allem auch an deren Lebensqualität nach der Implantation gemessen werden muß.

Hierzu schreibt er u.a.:
,,Wenn man die Operationserfolge ausschließlich an der [...] Überlebensquote mißt und die Auswirkungen der viele Jahre, möglicherweise lebenslang währenden Überwachungsmaßnahmen und der Langzeittherapie vernachlässigt, verfehlt man eine zutreffende Bewertung der gesamten Behandlung."

Zur Überlebensquote benennt er als Beispiel die Chancen bei Herzübertragungen:
,,[...] Legt man die günstigsten Angaben zugrunde, so beträgt die Überlebensquote der Herztransplantierten erwachsenen Patienten nach einem Jahr rund 80 Prozent, [...] nach fünf Jahren leben noch rund 60 Prozent der Patienten."

In Puncto Lebensqualität zeichnet er die folgenden Gesichtspunkte auf:
[...] Allerdings treten nach der Operation bei rund 90 Prozent der herztransplantierten Patienten akute Abstoßungsreaktionen auf, [...] was natürlich eine erhebliche Belastung für die Patienten darstellt, zumal diese Komplikationen nur mit Hilfe umfangreicher diagnostischer Maßnahmen erkannt werden können und dann einer intensiven Therapie bedürfen. Im weiteren Verlauf müssen diese Patienten sich viele Jahre [...] verschiedenen Kontrolluntersuchungen unterwerfen, sei es um chronischen Abstoßungsreaktionen vorzubeugen, sei es um Komplikationen, die durch die immunsuppresssiven Medikamente bedingt sind, rechtzeitig zu erkennen. Außerdem müssen sie spezielle Vorsichtsmaßnahmen einhalten, zum Beispiel eine Zeit lang einen Mundschutz tragen, um sich wegen der medikamentös bedingten Abwehrschwäche gegen [...] Ansteckungen zu schützen.

Von einem freien, unabhängigen Leben kann also keine Rede sein, der Patient fühlt sich gewissermaßen mit einer unsichtbaren Kette an seine Klinik gebunden. Sorgen und Ängste sind seine ständigen Begleiter. [...] die meisten Patienten sind psychisch und physisch auf Hilfe Betreuung und spezielle Zuwendung angewiesen [...].

Weiter ist zu betonen, daß die medikamentenbedingten Komplikationen im Leben der transplantierten Patienten eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen; sie sind im wesentlichen durch das Cyclosporin bedingt, das als immunsuppressives Medikament für das Überleben allerdings unentbehrlich ist. Neben chronischen Nierenschäden ist eine sich neu entwickelnde Arteriosklerose zu erwähnen. Aber auch die durch Cortisonpräparate verursachten Nebenwirkungen sind ernst zu nehmen: im somatischen Bereich die Osteoporose und auf psychischer die Stimmungslabilität und Reizbarkeit [...] ist hier auch auf den Anstieg von Tumoren im Spätverlauf hinzuweisen."

Und in Bezug auf das seitens der Transplantationsindustrie mediengestützte Vermitteln von ,,Schlechtem Gewissen" in der Bevölkerung, zur Erhöhung der Organspendebereitschaft (= Einwilligung, sich im Sterbensvorgang die Organe herausschneiden zu lassen), was inzwischen sogar im meines Erachtens widerrechtlichen Verbund mit einzelnen Ministerien einiger Länder geschieht, weist der Mediziener darauf hin, daß ,,[i]n der Tat [.] viele Patienten während [der] Wartezeit [sterben]; sie sterben allerdings nicht am Organmangel, wie uns die Transplanteure suggerieren und damit bei uns Lebenden Schuldgefühle erzeugen wollen, sondern an ihrer Krankheit."

basierend auf: Kurd Stapenhorst

Unliebsame Betrachtungen zur Transplantationsmedizin
ISBN 3-525-01733-2

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Vorliegende Insiderinformationen vermitteln den Eindruck, dass viele der an Explantationen beteiligten Spezialisten für sich selbst nicht bereit sind, ihren eigenen Körper nach dessen "Hirntot" zur Explantation frei zu geben.

Wo sind also die Ex- und Implanteure, die ihren Spenderausweis so ausgefüllt haben, dass sie sich selbst als Organspender auf Hirntodbasis zur Verfügung stellen?

subventionsberater.de ist gern bereit, diese  konsequenten Spezialisten  hier an dieser Stelle namentlich zu veröffentlichen. Das Angebot gilt selbstverständlich auch für Politiker und andere Fürsprecher. 

 

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