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     Stuttgart:

Pressemeldungen zur Stadtbahn
Gefahr für Menschenleben - Unfälle ohne Ende

 
"... wenn eine Stadtbahn mit Tempo 60 über öffentliche Straßen düst,
so [ist] dies bezüglich des Bremsweges vergleichbar mit einem
40-Tonnen-Lkw, der mit 100 km/h durch die Stadt brettert"
 

 

17.Februar 2012:

Tödlicher Stadtbahnunfall
Die SSB stehen vor einem Rätsel

Nachzulesen unter

http://www.stuttgarter-zeitung.de/~.html

 

In der Tiefe verborgen liegt der eigentliche Sinn:

"Guten Tag, sie sprechen mit dem Servicecenter der SSB - AG, mein Name ist xyz, womit kann ich ihnen dienen?"

"Ach ja, ich werde morgen nach Stuttgart Süd umziehen und beabsichtige dazu die Linie 9 um 10 Uhr an der Haltestelle West zu benutzen. Natürlich kann ich meine Umzugkartons dabei nicht ganz so ruck zuck in die Stadtbahn hinein laden, darum sollten sie dies schon gleich mal bei ihrer Fahrplangestaltung für morgen mit einplanen, damit es nicht zu Verspätungen bei den Folgeanschlüssen kommt. Vielleicht könnte ja ihre Tram auch ein klein wenig früher anfahren? Ach und bitte sorgen sie auch dafür, dass auf jeden Fall genügend Platz im Zug frei ist. Ich bringe dann so etwa 15 Kartons und ein paar Blumentöpfe mit. Oder hängen sie doch vorsorglich gleich mal einen Wagen mehr mit an, dann stelle ich meine Sachen einfach weiter hinten auf den Hochbahnsteig. Ja, oder ist es ihnen sogar möglich, mir einen eigenen Stadtbahnzug samt Fahrer zu schicken, sie wissen schon, so einen mit der Anzeige Sonderfahrt vorne drauf, dann brauchen wir uns nicht so sehr zu beeilen ? Ach und wegen des Fahrpreises, reicht ein Kinderfahrschein für alles oder muss ich für jeden Karton einen eigenen lösen?"

(Dieser Tiefsinn sei erst vor wenigen Tagen   
über den Radioäther gefunkt worden.)

 

"Die alte Frau ... hört wohl ... die Bahn
nicht
... trotz gelbem Springlicht [!!!]"

aus: STUTTGARTER ZEITUNG,
 verfasst von Gert Fach, Foto Uli Kraufmann


 

Die Stuttgarter Hochgeschwindigkeits- Stadtbahn im Spiegel der Presse infolge unzähliger Verletzter und auch Toter - Stuttgart und seine Hochgeschwindigkeits- Stadtbahn - eine unangepasste Stadtbahn - Hochgeschwindigkeitstechnologie fordert gnadenlos ihren Tribut, doch die Verantwortlichen dieser Miesere reagieren noch immer nicht adäquat, es werden nur halbherzig Maßnahmen zur Vermeidung ergriffen.

Die Nachfolgerin der einstigen Straßenbahn Stuttgarts, die Stadtbahn der SSB - AG mit ihren DT8 Fahrzeugtypen, die sicherlich noch immer der Stadt Stuttgart gehört, ungeachtet der sensationell spektakulären Cross Boarder Leasings, kommt in Zusammenhang mit Verkehrsunfällen schon seit Jahren nicht mehr aus den Schlagzeilen regionaler wie überregionaler Presse. marktlex.de betrachtet diese "Unglücksfälle" im Wesentlichen in Zusammenhang mit der technischen Konzeption dieses Bahntyps. Die nicht unbedingt gesegnete Verbindung von Highspeed- Undergroundtechnology (daher auch das U an den Haltestellen, U wie U[ntergrund] - Bahn) in der gegebenen urbanen Realität Stuttgarts wird deshalb in den vorangestellten Einzelbeiträgen dargelegt:
 

Hier die zur Stadtbahn von marktlex.de angebotene Themenreihe:

 

Der Tod einer 17-jährigen Schülerin, die an der Kreuzung Schwab- und Bebelstraße von einer Stadtbahn überfahren worden ist, hat zu vehementer Kritik an der Straßenbahnen AG geführt.


"Augen auf beim Telefonieren, Stadtbahnen sind leiser, [und schneller] als man denkt.
Kein Umweg, sondern der sichere Weg: Der Zick- Zack- Z- Überweg der Stadtbahn."

Inzwischen sind weitere Menschen im Stadtbahnbereich totgefahren
worden, doch geändert hat sich bei der stadteigenen
SSB - AG effektiv gesehen bislang wenig bis gar nichts.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich wie immer zuletzt.

 

Im Spiegel der Presse

Um die Relevanz und noch immer aktuelle Brisanz des Themas grundlegend vor Augen zu führen, genügt bereits die Eingabe der Stichworte "Stuttgart - Stadtbahn - Unfall"  in eine der gängigen Suchmaschinen des Internets. Hierzu nachfolgende ein kurzer Ausriss im Überblick:
 
 

Suchergebnis vom 03. März 2009

11.11.08 / 22:17 Uhr Stadtbahnverkehr gestoppt
Stuttgart Bad - Cannstatt: Tödlicher Stadtbahn-Unfall

Am Dienstagabend kam es [...] zu einem tödlichen Stadtbahn-Unfall. [...]
Ein 66-jähriger Mann hatte [...] verbotenerweise außerhalb eines Überganges die getrennt verlaufenden Gleise der Stadtbahn betreten. [...]
 

21.10.08 / 07:24 Uhr Mit Pkw zusammengestoßen
Stadtbahn-Unfall in Stuttgart-Wangen

[...] Ein Pkw war beim Linksabbiegen mit einer Stadtbahn der Linie U9 zusammengestoßen. [...]

 

Abb. frei nach Straßenbahn Nahverkehr Magazin 2005
http://www.geranova.de.

 

Vier Menschen bei Unfall mit Stadtbahn verletzt.
[.] - Eine falsche Ampelschaltung oder die Unachtsamkeit eines Stadtbahnfahrers haben am Montag in Stuttgart zu einem Unfall mit vier Verletzten geführt. Eine [Stadtbahn] war nach Polizeiangaben von gleich zwei Autos angefahren worden, die beide eine grüne Ampel hatten. [...]
 

14.03.03 15:13 Uhr [...]
Tödlicher Unfall mit Stadtbahn in Stuttgart
[...] ereignete sich in Stuttgart ein tödlicher Unfall zwischen einer Stadtbahn und einem Opel. Die 86-jährige Autofahrerin erlag ihren Verletzungen bereits an der Unfallstelle. Bei dem Unfall schob die Stadtbahn den Opel gegen den nahe gelegenen Hochbahnsteig, wobei die Fahrerin des Opels sich die tödlichen Verletzungen zuzog. [...] Der Stadtbahnfahrer musste aufgrund eines Schocks betreut werden. [...]
 

2. August 2006
[...] Pkw beim Wenden mit Bahn der Linie U13 kollidiert [...]
Der 56-jährige, ortsunkundige Mercedes-Fahrer befuhr die Pragstraße abwärts [...] wollte er nach links über den Gleisbereich wenden, was an dieser Stelle verboten ist [...] und stieß beim Überqueren der Gleise seitlich mit der Bahn zusammen.

 

Abb. frei nach Straßenbahn Nahverkehr Magazin 2005
http://www.geranova.de.

 

30.12.2008
Die 43-jährige Fahrerin eines Pkw Mini [...] wollte verbotenerweise nach links [...] abbiegen. Dabei stieß sie mit der in die gleiche Richtung fahrenden Stadtbahn der Linie U9 zusammen. [...]
 

29.10.2008 Unfälle auf U-15-Strecke  - Stadt reagiert mit Tempo 30
[...] "Darauf habe ich lange gedrängt", sagte Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) am Dienstag auf Anfrage. Die Strecke habe sich seit der Inbetriebnahme der neuen Stadtbahn im Dezember 2007 mit mehr als 30 Karambolagen zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt. [...]
Vor wenigen Tagen war auf der Strecke eine Fußgängerin von einem schleudernden Auto schwer verletzt worden. Zudem erhielt die Stadtverwaltung diverse Hinweise von Anwohnern, die von Beinaheunfällen berichteten. [...]  Die Ursache für die Rutschpartien, denen sich Autofahrer offenbar ohne Vorwarnung stellen müssen, sollen von Gutachtern ermittelt werden. "Die neuen Schienen ragen zum Teil ungewöhnlich weit aus der Fahrbahn", sagt Schairer.
Die Stuttgarter Straßenbahnen AG hatte am Dienstag auf Anfrage noch erklärt, auf der Strecke lägen "keine baulichen Besonderheiten, keine Mängel oder Anstände" vor.[...]
 

- Hierzu mehr unter Was nicht passt, wird passend gemacht -
 

"keine baulichen Besonderheiten, keine Mängel oder Anstände"?!

Die Kopf-ab-Piste dank SSB in der Gerokstraße bzw.
entlang der neuen Stadtbahn-15-Linie. Stadtbahner haben
halt 'ne andere Sicht von den oder auf die Dinge bzw. Straße
 

28.10.2008 Unfälle häufen sich
Dreifachschiene der U15 sorgt für Rutschpartie
[...] Die im Dezember 2007 eröffnete Stadtbahnlinie U15 zwischen den Haltestellen Ruhbank und Olgaeck entwickelt sich zu einem Unfallschwerpunkt. [...] Nach 48 Jahren hatte die alte Straßenbahn im Dezember mit dem aufwendigen Umbau der Linie 15 ihren endgültigen Abschied genommen. Seitdem bewältigen die breiteren und 60 Tonnen schweren Stadtbahnen die 4,9 Kilometer lange Strecke in elf Minuten. Der kurvige Linienverlauf und der mit 234 Metern größte Höhenunterschied im Stuttgarter Stadtbahnsystem gelten als Herausforderung für die Fahrer.

Auch Auto- und Kradlenkern verlangt die Strecke mit ihren pro Fahrtrichtung gleich drei Gleisen offenbar einiges ab. [...] nach inzwischen mehr als 30 Unfällen von März bis Ende August. Bei 13 davon können die Ordnungshüter zweifelsfrei einen "Schienenbezug" herstellen. Mit fünf Motorrad- und zwei Radfahrern sei der Anteil der Zweiradfahrer hoch, was Haider nicht verwundert. Zweiradlenker liefen bei gleich drei Gleisen Gefahr, "ruckzuck einzufädeln". Mit den drei Gleisen und damit zwei Spurweiten konnte die SSB den Straßenbahnbetrieb während des Umbaus aufrechterhalten. Außerdem verfügt der stadteigene Betrieb so über eine Panoramastrecke für den Oldtimerbetrieb. [...]
 

05.08.2008
Stadtbahn erfasst Arbeiter - tot
Esslingen - Ein 63-jähriger Arbeiter ist am Dienstag in Ruit (Kreis Esslingen) von einer Stadtbahn frontal erfasst und getötet worden. Der Mann war mit Mäharbeiten im Gleisbett beschäftigt [...]
 

14.08.04 [...] Unfall mit Stadtbahn - 34-Jähriger getötet
[...] suchte ein 34-jähriger Mann auf dem Bahnsteig der Stadtbahn nach leeren Flaschen. Dabei wurde er von der Stadtbahn erfasst und getötet.
Als die Bahn auf ihn zukam, versuchte er noch zu entkommen, wurde dann jedoch zwischen Hochbahnsteig und dem Zug eingeklemmt.
 



[...] Kind von Stadtbahn angefahren
[...] Ein zwölf Jahre altes Mädchen ist am Donnerstag [...] von einer Stadtbahn der Linie U 5 angefahren und schwer verletzt worden. [...]
Als die Stadtbahn in Richtung Stuttgart in die Haltestelle [.] einfuhr, lief das Mädchen [...] von rechts über die Gleise. Hierbei übersah es offensichtlich die einfahrende Stadtbahn. Obwohl der 34-jährige Stadtbahnfahrer sofort bremste, ist das Kind einige Meter mitgeschleift worden.


 

All dies ist in Stuttgart schon seit langem nichts Besonderes mehr, sondern nur noch der ganz gewöhnliche, alltägliche nackte Wahnsinn einer verkehrstechnischen Koexistenz mit einem bis zu 80 Meter langen (Doppelwagenzug), 110 Tonnen schweren, bis zu 1,6 Megawatt starken öffentlichen Verkehrsmittel. Es ist ratsam, unbeabsichtigte wie unkontrollierte Berührungen mit selbigem auf jeden Fall unbedingt tunlichst zu vermeiden.

 

Die Stadtbahn Stuttgarts und deren
Verantwortlichen im Spiegel der Presse:


S
eit Jahren beobachtet marktlex.de das Verkehrstechnikkonzept der SSB - AG der Stadt Stuttgart mit zunehmend gesträubtem Nackenhaar unmittelbar vor Ort. Stuttgart macht als wenig demokratisch gesinnte konservative Hochburg ihrem Namen als Auto und eben auch als Stadtbahnstadt alle Ehre. Nicht das System dient hier dem Menschen, sondern die Menschen haben dem System zu dienen. Alte, Gebrechliche, Behinderte, Kinder, kurz all jene, die sich nicht so ohne weiteres an die Vorgaben der Stadt anpassen können, laufen Gefahr, Schaden an Leib und Seele zu nehmen.  Die Stadtvorderen haben offensichtlich Probleme, sich in menschliche Belange einzufühlen, nur so ist deren Beharrlichkeit im Leugnen der realen Gefahrenmomente für die Menschen durch die Verkehrswirklichkeit in Stuttgart zu verstehen. Statt dessen wird gebetsmühlenartig nach einem vermeintlichen Fortschritt mittels Milliarden teuerer Löcher geschrieen, während an der Lösung die wahren Belange der Bürger stetig gleich bleibend unzulänglich herumgeschustert (nicht geDoktort) wird. Statt bei den Leisten zu bleiben, werden die unzähligen Menschen vergessen, die in einer (sozial) zunehmend brisanter werdenden urbanen (Um-) Welt ihr Leben zu fristen haben.
 

Das Straßenbahn Magazin 2005 (http://www.geranova.de)
weißt in seinen Beträgen zur SSB auf die Verantwortung hin,
welche ganz besonders auch die Fußgänger im Verkehr
tragen. Auf die Bildung dessen Bewusstsein besonders bei
jungen Menschen, zielen die Kampagnen der SSB-AG in
Stuttgart zur Vermeidung von unerwünschten Begegnungen mit
der Bahn im Haltestellen- und Übergangsbereich:

Augen auf beim Telefonieren, Stadtbahnen
sind leiser, [und schneller] als man denkt.

Kein Umweg, sondern der sichere Weg:
Der Zick-Zack-Z-Überweg der Stadtbahn
 

 

Immer wieder schlägt in Stuttgart das (eigentlich vermeidbare) Schicksal zu und lässt in dramatischer Weise Wirklichkeit werden, wovor diese Beitragsreihe nun schon seit mehr als acht Jahren hier an dieser Stelle eindringlich warnt: Menschen, zum Teil noch überaus jung, werden an den verwirrend gesicherten z - förmigen stammheimliken Fußgängerübergängen der Stadtbahn von herannahenden Bahnen zur nahezu Unkenntlichkeit zerfetzt; also genau an den Übergängen, die die SSB - AG in örtlichen Zeitung großartig lobt, mit dem Hinweis, dass dieses strategische Übergangskonzept wegen seiner Vorbildlichkeit mit einem Preis ausgezeichnet worden sei. So ist das halt mit  Werbung.

Doch auch andere Verkehrsteilnehmer kommen durch die Verkehrstechnik der SSB zu Schaden und werden dafür meist auch noch zu generell Schuldigen stilisiert.

Wann werden in unserem Land jene repräsentativ votierten Führer als Verursacher ihrer logischen Desaster zur Verantwortung gezogen werden können?

 

Nach unzähligen zumindest vom Prinzip her möglicherweise vermeidbaren Unfällen, auch mit Todesfällen, haben in der STZ Zeitung schon vor Jahren Journalisten Rüdiger Bäßler und Wolfgang Schulz - Braunschmidt couragiert das Wort ergriffen und ihre Meinung gegen die empfundene SSB - Willkür zum Ausdruck gebracht. Sie schrieben damals unter dem Titel
 
 

,,Anwohner gegen ,rasende Stadtbahn' ",

dass eine Reihe von Beobachter den Eindruck gewonnen hätten, dass die in die Haltestelle Schwab- und Bebelstraße einfahrende Stadtbahnzüge zu schnell unterwegs seien. So heißt es weiter ...
 

,,Der Tod einer 17-jährigen Schülerin, die an der Kreuzung Schwab- und Bebelstraße von einer Stadtbahn überfahren worden ist, hat zu vehementer Kritik an der Straßenbahnen AG geführt." [...] ,,Wie berichtet, ist das Mädchen am 28. September, einem Freitag, von einer Bahn der Linie 9 überfahren worden. Sie war vom Sportunterricht gekommen und wollte zurück zur Schule. An einem Z-Übergang, der über die Stadtbahngleise führt, kam es zu dem tödlichen Unfall.

[...] ,,Trauer und scharfe Kritik an den Stuttgarter Straßenbahnen äußerten Anlieger der Haltestelle und Betroffene des jüngsten tödlichen Unfalls. So schrieb die Klasse 11 a des Gymnasiums Königin-Olga-Stift in einem Brief an die Stuttgarter Zeitung zum Tod der Klassenkameradin: Wir sind alle sehr betroffen und wollen mit diesem Brief unserem Schmerz Ausdruck verleihen und fühlen mit ihrer Familie." Die Klasse schreibt weiter, sie habe sich sehr lange mit den Geschehnissen der letzten Zeit befasst" und sei zu dem Entschluss gekommen, dass die jetzt bestehenden Sicherheitsmaßnahmen nicht ausreichten. Wir denken, dass Schrankensysteme die sicherste Lösung bei Stadtbahnübergängen in unmittelbarer Nähe von Schulen sind", heißt es im Brief." Ihr Mitgefühl mit der betroffenen Familie äußerten auch Bernt und Margarete Müller, die in der Nähe der Haltestelle das Café Müller betreiben. Täglich könnten sie die Situation an dieser Kreuzung sehen, schreibt das Ehepaar. Der Zug sei im Bereich der Kreuzung und des Fußgängerüberweges so schnell, dass der Fahrer keine Möglichkeit habe, auf eine unvorhersehbare Situation anders als durch lautes Klingeln zu reagieren. Nur eine Geschwindigkeitsreduzierung der Züge könne Abhilfe schaffen. Die Option, klingelnd ein Kind zu überfahren, ist einfach zu dürftig", empören sich die Absender. " [...]

Viele Anwohner protestieren schon seit Jahren gegen die nach ihrer Ansicht für Fußgänger gefährliche Kreuzung. Im April 1997, als eine zehn Jahre alte Schülerin von einer Stadtbahn erfasst und schwer verletzt worden war, forderten sie öffentlich mehr Sicherheit. Darauf haben wir damals reagiert", sagt der SSB-Betriebsleiter Klaus-Dieter Lohrmann. Nach diesem Unfall sei die Signaltechnik verändert worden, um die Begegnung zweiter Stadtbahnen im Haltestellen- und Kreuzungsbereich zu vermeiden. [...]".


Und unter dem Titel ,,Hilflos gegen Stadtbahnunfälle ?" kommentiert Wolfgang Schulz - Braunschmidt: ,,Es ist wieder passiert. Und es ist wieder an der Ecke Schwab- und Bebelstraße im Westen passiert. Das Entsetzen über den Tod der 17-jährigen Schülerin, die wenige Tage nach dem Stadtbahnunfall in einer Klinik verstorben ist, ist groß, nicht nur unter Mitschülern und Anwohnern [..]

Diese Anwohner mussten in den vergangenen Jahren schon öfters schreckliche Bilder verarbeiten. Seit April 1997, als ein zehnjähriges Mädchen an gleicher Stelle von einer Stadtbahn schwer verletzt wurde, hat die Polizei dort mindestens sechs weitere Stadtbahnunfälle mit verletzten Fußgängern registriert. Viele Eltern, deren Kinder die Schwabschule besuchen, leben in ständiger Angst dass ihrem Sprössling auf dem über die Gleise führenden Schulweg etwas zustoßen könnte. Und Eltern und Lehrer, die von Stadt und SSB mehr Sicherheit forderten, fühlten sich oft in arrogantem Ton belehrt. Tenor: Der Überweg mit Z-Schranke sei sicher, nur die Fußgänger verhielten sich unvernünftig.
Dabei müssten auch die SSB wissen, dass die Kreuzung täglich von mehr als 700 Schülern passiert wird. Viele soziale Einrichtungen, darunter zwei Schulen, zwei Kinderhorte und der Abenteuerspielplatz West, befinden sich in unmittelbarer Nähe. Und von Kindern und Heranwachsenden kann eben nicht immer ein vernünftiges Verhalten im Verkehr erwartet werden.

Deshalb muss jetzt der Stärkere - trotz Vorfahrtsrecht - nachgeben. [...] Langsam statt schnell muss nun dort die Devise lauten.

Die nahe liegende Lösung:
Statt Grün fordert die Stadtbahn an der Kreuzung Schwab- und Bebelstraße künftig Rot an und bleibt - für alle Passanten deutlich sichtbar - kurz vor der Kreuzung stehen. Erst dann rollt sie langsam in die Haltestelle. So langsam, dass auch noch vor einem >unvernünftigen< Fußgänger abgebremst werden kann. Das bringt mehr Sicherheit und den Fahrplan trotzdem nicht durcheinander. [...]. Ein kleiner Preis für mehr Sicherheit.

 

Frank Rotfuß schreibt in der STN unter dem Titel.
Tödlicher Stadtbahn-Unfall,
dass ein 25jähriger von einem Zug der Linie U 5 erfasst worden sei:

,,Ein 25 Jahre alter Fußgänger ist am Donnerstag [...] am Löwentor von einer Stadtbahn der Linie U5 erfasst und tödlich verletzt worden. Der Mann hatte offenbar an einem Übergang die Gleise überquert, ohne auf die Stadtbahn zu achten. Der Mann wollte an der Haltestelle Löwentorbrücke in der Heilbronner Straße an einem so genannten Z - Übergang die Gleise überqueren. Dabei übersah er offenbar die von links kommende [...] Stadtbahn. Der [..] Stadtbahnfahrer klingelte mehrmals, versuchte noch eine Vollbremsung, konnte den Aufprall indes nicht verhindern. Der 25jährige wurde tödlich verletzt. Ein Notarzt konnte nicht mehr helfen. Der Fahrer und eine 34 Jahre alte Zeugin wurden mit schweren Schocks in Krankenhäuser gebracht. [...]
Der 25jährige ist der vierte Tote bei einem Stadtbahnunfall in diesem Jahr. Am 23. Januar lief ein 18jähriger hinter der Haltestelle Schloss-/Johannesstraße über die Gleise und wurde von einer Stadtbahn erfasst. Am 9. März kletterte ein 30jähriger am Pragsattel über die Kupplung eines Zuges, er stürzte ab und wurde überrollt. Am 21. April wendete ein 38jähriger Autofahrer an der Nürnberger Straße trotz roter Ampel und wurde von einer Bahn gerammt."

 

Die STZ im November 2001:

Leserbrief: Wirkungslose Maßnahmen
Eine Geschwindigkeits- Reduktion von zehn Stundenkilometern als Maßnahme zur Entschärfung der Unfallschwerpunkte im Stuttgarter Westen zu verkaufen und gleichzeitig zu erklären, davon keinen größeren Effekt zu erwarten, ist Zynismus.

Wenn in Wohngebieten Tempo 30 für Autos angepasst sein mag, ist diese Geschwindigkeit für eine Stadtbahn immer noch zu hoch. Die Länge des Bremsweges hängt vom Kraftschlussbeiwert des betreffenden Fahrzeugs ab. Dieser ist beim Auto (Gummi / Asphalt) in etwa dreimal so hoch wie bei einer Bahn (Rad / Schiene). Wenn der Bremsweg für einen Bus bei Tempo 30 etwa vier Meter beträgt, so benötigt eine Stadtbahn diesen Weg bereits beim Abbremsen aus einer Geschwindigkeit von etwa 17 km/h. Und wenn eine Stadtbahn mit Tempo 60 über öffentliche Straßen düst, so wäre dies bezüglich des Bremsweges vergleichbar mit einem 40-Tonnen-Lkw, der mit 100 km/h durch die Stadt brettert.

 

STZ, Journalist Gerd Fach:

[...] Die Unglücksserie [...] der Stadtbahn beteiligt ist, reißt nicht ab. Am Samstag wurde eine 90 Jahre alte Fußgängerin in der Hohenheimer Straße Opfer eines Unfalls. Sie ist lebensgefährlich verletzt.
Es ist der 32. [Stadtbahn-] Unfall [...] allein in diesem Jahr [...]. In der Hohenheimer Straße [...] nähert sich gegen 16 Uhr ein Zug der Linie U 5 stadteinwärts der Haltestelle Dobelstraße. Die alte Frau achtet nicht auf die drohende Gefahr, hört wohl auch die Bahn nicht und betrat trotz gelbem Springlicht den vor der Haltestelle liegenden Z - förmig angelegten Überweg und den Gleiskörper. Der 27 Jahre alte Stadtbahnführer reagierte sofort [...] klingelte anhaltend und leitete eine so genannte Gefahrenbremsung an. Aber die Frau wurde trotzdem erfasst.



Dass sogar auch die S - Bahnbahnsteige im Grunde ein Unding darstellen, steht ebenfalls in der örtlichen Zeitung. Günther Jungnickel von der STN schreibt ...

... dass die Region Behinderten, Alten und Müttern das Besteigen der S - Bahnzüge von deren Bahnsteigen durch adäquate Umbauten erleichtern will, was voraussichtlich etwa 30 Millionen DM kosten wird:
Schritt vom Bahnsteig in die S-Bahn bald ohne Kraftakt
,,Stuttgart - Für Rollstuhlfahrer oder Familien mit Kinderwagen wird die Fahrt mit der S - Bahn manchmal zum Kraftakt. Denn die meisten Bahnsteige sind zu niedrig, und an manchen klafft dazu noch ein breiter Spalt zum Waggoneinstieg. [...]
Für Regionaldirektor Bernd Steinacher ist dies [..] mach- und finanzierbar. Denn für seinen Verband gilt der Grundsatz: Mobilität muss für alle gelten. Also auch für Behinderte, Senioren, Kranke oder Familien mit Kleinkindern. Deshalb legte, er jetzt dem Verkehrsausschuss der Regionalversammlung eine Machbarkeitsstudie [...] vor, in der die wichtigsten Maßnahmen - partielle oder totale Erhöhung von Bahnsteigen, automatische Rampen oder technische Hilfsmittel angeführt sind. [...] Die so genannte ,Berliner Rampe" ist für den punktuellen Einsatz an speziellen Stationen vorgesehen; dazu gehören vor allem Haltestellen in Kurvenlagen mit extremer Spaltenbreite zwischen Bahnsteig und S - Bahn - Zug. [...]
Im Grundsatz waren sich [..] alle einig, dass das Ausbauprogramm nötig ist [es stellt sich jedoch die Frage,] ob der Aufwand im rechten Verhältnis, zum tatsächlichen Nutzen stehe. Denn eine optimale technische Lösung gibt es auf diesem Gebiet nicht. Einige Zentimeter Höhenunterschied und Spalten zwischen Bahnsteig und Zug werde es auch weiterhin geben.

 

09.06.2004

Abermals ist ein sehr junger Mensch, ein Schüler,
durch die Stadtbahn zu Tode gekommen

Seit über bald acht Jahren schon weist marktlex.de auf das in der Stuttgarter Stadtbahnkonzept integrierte mögliche Unfallpotential hin. Dennoch ist bislang nicht geschehen, was vorbeugende Abhilfe bewirken würde. So ist nun abermals auf höchst tragische Weise ein junger Mensch durch eine Kollision mit dieser Bahn zu Tode gekommen, was durch entsprechende Schutzmassnahmen (wie z.B. eine (Licht-) Schranke am Z-Übergang, welche die Stadtbahn bei Annäherung eines Menschen auf Schrittgeschwindigkeit abbremst) vielleicht hätte verhindert werden können.

 

Wie uns von Dennis Hinel von der Bürgerinitiative 

"Aktion sicherer Schulweg"

(im Internet noch zu finden unter  http://www.wm-lifestyle.de/~index.html)

mitgeteilt wurde, starb am Mittwoch den 9. Juni 2004 um 07:21 Uhr der sechzehnjährige Schüler Enrico einen grausamen Tod. Er sei mit seinem Fahrrad unterwegs zur Schule gewesen. Dabei habe er, wie jeden Morgen, die Gleise der SSB sowie die angrenzende Hauptstrasse überqueren müssen. Auf dem Z-Übergang zwischen Wolfbusch und Bergheimerhof sei er dann von der in Richtung Gerlingen fahrende Stadtbahn der Linie U6 frontal erfasst worden. Sein Fahrrad sei unter die Stadtbahn gezogen und der Junge selbst meterweit durch die Luft geschleudert worden. Dabei sei er dann letztlich gegen die Wechsellichtanlage des Übergangs geprallt, die Enrico eigentlich in ihrer üblichen stummen Art und Weise vor dem Herannahen des Zuges hätten warnen sollen. Durch den Aufprall seien die beiden Lichter der Signalanlage zerbrochen und Enrico selbst schwerst verletzt worden, z.B. indem ihm unter anderem durch die Wucht Arm und Schulter zerschmettert worden sei. Den Passanten und Helfern hätte der Unfallort ein Bild des Grauens vermittelt.

Enrico verstarb wenige Stunden später an seinen Verletzungen.

Der aktuelle Unglücksfall hatte damals eine Bürgerbewegung zu Folge, deren Informationen auch heute noch im Internet nachgelesen werden können.

Zum Abschluss noch einen Stadtbahnunfall aus der Sicht eines Stadtbahnfahrers (nicht von der SSB), nachzulesen im Internet unter

http://www.a-kaetzler.de/~stadtbahn-unfall.html

Und immer schön fortschrittlich nach vorne blicken !!!


In diesem Sinne Peter Bechen

 
- weiter -

 

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