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Mitleid als Geschäftsbasis?

      Die Spendensammler


    siehe hierzu auch:

     Fundraising - Die Suche nach Geldgeber (im Sublex) bzw
    Sozial, Asozial, Unsozial (im Marktlex)

 

Mit seinem Mitmenschen fühlen, Mitleid mit schicksalhaft oder sozial Benachteiligten ist Ausdruck moralischen Empfindens und Grundlage menschlichen Zusammenlebens und Achtung von Leben. Die Sozialstrukturen unserer Gesellschaften sind dann entwickelt, wenn Not nicht ums Überleben betteln muss. Wann immer Menschen am Straßenrand um Almosen bitten müssen, zeigen sich inhumane Zustände.
 

Entlang den ausgedehnten Flaniermeilen, zwischen all den überflüssig protzigen Konsumtempeln, im Herzen der Großstädte, erregen in unseren Tagen immer häufiger Almosensammler Mitleid. Was sind die Ursachen dieser Bedürftigen - Arbeits-, Obdachlosigkeit, Krankheit, Hunger, innerfamiliäre menschliche Katastrophen - oder aber einfach Lust auf Kaufen ohne eigenes Geld?

 
 

 

Im Gegensatz zu den einst schicksalhaft Geschlagenen der Nachkriegszeit, ist die heutige Not und somit der Solidaritätsbedarf dazu kaum mehr nachprüfbar. Um so sicherer jedoch ist, dass sich so mancher vermeintlich bedürftige Bettler zum Profi auf der Klaviatur der Gefühle gemausert hat.

Dient etwa auch Mitleid als Geschäftsgrundlage?

 

 

So mancher drückt als Spezialist für traurige Emotionen wahrhaft aufwandsarm auf die Tränendrüse Not. Wer möchte da schon Schweinehund sein und einfach achtlos vorüber eilen. Derartige Bettler verstehen ihr Handwerk perfekt aus dem FF und arbeiten mit eingeübt, wirkungsgeprüften Minen und Gesten und leider immer öfters auch mit zu "unterstützenden" Tieren.

 

Betteln mit Niedlichkeitsfaktor

 

 

 

Dabei beobachten diese Herrschaften ihre Klientel versteckt sehr aufmerksam um „bei Bedarf“ auch mal recht offensiv zu werden: „He du da …“. Je eindrücklicher die Betteltheatralik, desto sicherer darf auf einen Profi geschlossen werden. Zur Meisterschaft unter diesen, so scheint es zumindest, bringen es vor allem auch jene mit allen Wassern gewaschenen, hart gesottenen Herrschaften Marke Osteuropa, die vorübergehenden Menschen mit gesenktem Ergebenheitsblick auf den Knien entgegen rutschen.

 

 

 
Bei jeder Begegnung mit einem anscheinend meiner Hilfe bedürftigen Menschen stellt sich demnach die Frage, ist speziell hier Unterstützung notwendig und sinnvoll, wird hier blanke Not gemildert - oder wird in diesem Fall ein Abzockkonzern gestopft?
 

 
In unseren Tagen am brutalsten ist die Erkenntnis, dass wohl auch etablierte Menschen- und Tierrechts- bzw. schutzorganisationen vom Virus des Leichten Geld Machens befallen sind. Der Fall des in kritischen Zeiten in Afrika Elefanten tötenden spanischen Regenten Carlos, der zugleich auch WWF - Führer ist, vermittelt den Eindruck, dass die Herrscher dieser Welt Mittel und Wege gefunden haben, sich ihre Umwelt zerstörenden "Schießwiesen" und Vermögensvermehrungsplantagen entbehrungsreich just von jenen Menschen finanzieren zu lassen, die selber in armen  und ärmsten Verhältnissen ihr bisschen Leben in Menschen verachtenden urbanen Boxen zu fristen haben.
Dieser Eindruck vertieft sich beim Überdenken der Aktivitäten des WWF's in Borneo. Dort bedrohen Palmölplantagen die letzten UrangUtans erheblich während der WWF zugleich mit Palmölkonzernen verfilzt sein soll.

 

Wem kann ich da noch trauen? Wer tritt ehrlich wirkungsvoll für den Erhalt der von Menschen deren Wirtschaftssystemen bedrohte Natur ein, stellvertretend für die, durch diese Wirtschafts- und Politsystemen der Verteilung von Lebensoptionen, zur Passivität verdammten Tier- und Pflanzenfreunde? Wer hilft den Menschen in Not wahrhaftig?

Unter dem Deckmäntelchen des Schutzes von Hilfsbefohlenen in Mensch-, Tier- und Pflanzenreich sichert sich so mancher Helfer zugleich oder eben ausschließlich seine eigenen Pfründe, z.B. ein Anwesen in bester Wohnlage, z.B. in einem Reservat oder sonstigem Naturschutzgebiet, vorgeblich zur Rettung bedrohter Kreaturen. Und wer weiß, vielleicht sind sich die vorgeblichen Retter der Wirkung und Bedeutung ihres Tuns noch nicht einmal bewusst - Hilfsorganisationsstrukturen a la Franchise?

 


Geld verdienen auf der Straße geht auch anders, wie diese Abbildungen von Künstlern als fleißige Kleinstgewerbetreibende
veranschaulichen.

Deren reales Angebot an alle Menschen dort auf der Strasse ist ein klein wenig Lächeln, ein paar Momente Vergessen, in einer recht wenig warmen Welt.

Für diese Herzerwärmung haben sie den dafür erhaltenen Obulus sich wahrlich verdient.

Hoffen wir, dass unsere Geldjongleure nicht auch dieses Metier noch verdeckt entdecken
und in wie üblich belügender Weise vermarkten werden.

Foto: http://www.clowntombolton.com/

 

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