Z i n s ,


ist Zahlung für die Überlassung von Geld durch einen anderen. Der Zins bezeichnet den Preis für die zeitlich befristete Überlassung von Kapital.

Einfache Zinsen werden gewöhnlich nur auf den Kapitalbetrag gezahlt, d. h. auf die Geldsumme, die ausgeliehen wurde. Wird auch auf den Zins ein Zins berechnet, nennen wir dies Zinseszins. Der Zinssatz oder Zinsfuß ist der Prozentsatz zu dem ein Anlagebetrag verzinst oder ein Kredit gewährt wird, meist bezogen auf einen festgelegten Zeitraum, üblicherweise ein Jahr. Der aktuelle Zinssatz am Geldmarkt, wird vor allem durch das Verhältnis von angebotener Geldmenge und die Menge der Nachfrage durch Kreditnehmer bestimmt. Bei größerer zur Überlassung angebotener Geldmenge im Verhältnis zur Nachfrage sinken die Zinssätze. Umgekehrt steigen die Zinsen im allgemeinen, wenn der Bedarf an Investitionskapital schneller wächst als die dafür verfügbaren Geldmittel. In der Wirtschaft werden dann keine Kredite mehr aufgenommen, wenn der dafür zu zahlende Zinssatz höher ist als der Ertrag, den sie sich aus dem Einsatz des geborgten Geldes erwarten.

Nach Thomas von Aquin wurden für Christentum im Mittelalters und auch schon früher die Zinszahlungen als unmoralisch betrachtet, da Wucher als Sünde galt. Die Kirche billigte Zinsen für Kredite zu Wirtschaftszwecken, da mit diesem Geld neues Vermögen geschaffen wurde, doch sie hielt es für eine Sünde, Zinsen für Kredite zu zahlen oder zu empfangen, die für den Kauf von Konsumgütern vergeben wurden.

Was den Christen verboten war übernahmen daraufhin die Juden im Lande, da diesen wiederum vom Vatikan das Besitzen von Grund und Boden versagt war.

Im Kapitalismus wird die Zahlung von Zinsen für Krediten als wünschenswert angesehen. Zinsbelastungen helfen nämlich, die begrenzten Kreditmittel auf Projekte zu verteilen, die den größten Gewinn und die größte Produktivität zu erbringen versprechen.

Mit den Auswirkungen des Zinses beschäftigt sich <Helmut Creutz>

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© peter bechen