S o z i a l e - M a r k t w i r t s c h a f t,


ein offiziell eng mit dem CDU - Politiker der ,,Wirtschaftswunderjahre" Ludwig Erhard verknüpftes Wirtschafts- und Sozialgebilde, beläßt zwar die Produktionsmittel in privaten Händen, der Staat greift aber in die Verteilung des Erwirtschafteten durch Bildung von Solidarkassen zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ein, um Gerechtigkeit zu schaffen, Härten bei unvermeidlichem Strukturwandel zu vermeiden und den sozialen Frieden zu erhalten. Diese humanisierte Form von Marktwirtschaft erstand aus der bislang noch grundgesetzlich verankerten Erkenntnis, daß alle Menschen ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben haben.

Die Regierung einer sozialen Marktwirtschaft achtet durch ihre Konjunktur-, Finanz- und Währungspolitik darauf, daß ein Gleichgewicht sowohl außenwirtschaftlich als auch im Innern gegeben ist (siehe Magisches Viereck). Durch eine geeignete Kartellgesetzgebung verhindert sie eine zu große Machtanhäufung bei Wirtschaftsunternehmen. Die Ziele der sozialen Marktwirtschaft werden unter dem vermeintlichen Druck der Globalisierung zunehmend aufgegeben. Dies geschieht auf der Basis mangelhafter Information und der Passivität der Bevölkerung dieses Landes bzw. der bewußt geschürten Hoffnung einzelner Mitglieder unserer Sozialgesellschaft auf einen steilen persönlichen Aufstieg durch Karriere oder Spekulation.

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© peter bechen