N e o l i b e r a l i s m u s , auch O r d o - liberalismus genannte erneuerte, liberale Wirtschaftstheorie, mit dem Leistungswettbewerb als oberstes Prinzip. Der Staat soll sich aus dem Wirtschaftsgeschehen zurückziehen. Durch eine geeignete Geldpolitik und/oder Unternehmensförderung durch eine direkt oder indirekt subvensive Steuerpolitik etwa, sollen die Kräfte der Konkurrenz voll zur Entfaltung gebracht werden. Zur Entfaltung und zum reibungslosen Funktionieren der Marktkräfte bedarf es aber staatlicher Maßnahmen, wie der Schaffung einer geeigneten Infrastruktur und zur Aufrechterhaltung des sozialen Frieden durch gesetzliche Rahmen, welche die sozial Schwachen absichern, denn Unzufriedenheit, welche in Unruhen, Bürgerkriegen u.ä.m. münden, schaden letztendlich auch den Unternehmen. Maximen des Neoliberalismuses sind:
Hierzu meint Krugmann in der Weltwoche: ,, Wer davon redet, die Arbeitsbedingungen flexibel zu gestalten, der meine in Wirklichkeit brutale Arbeitsbedingungen. Und Peter Köpf führt hierzu weiter auf: Entlastet
werden dagegen die Unternehmer. Ertrags- und
Vermögenssteuern wurden gesenkt,
Abschreibungsmöglichkeiten erleichtert. Es folgten
Senkungen der Gewerbesteuer, der betrieblichen
Vermögenssteuer und schließlich der
Körperschaftssteuer und des Spitzensteuersatzes. Selbst
der Buß- und Bettag ist jetzt Arbeitstag. Trotzdem blieb
der Erfolg aus: Rekordverschuldung des Staats,
Rekordarbeitslosigkeit. zitiert aus: Peter Köpf, Stichwort Globalisierung, ISBN 3-453-14851-7 |