G o l d w ä h r u n g


ist ein Währungssystem, in welchem die gesetzlichen Zahlungsmitteln auf Verlangen in eine gesetzlich vorgeschriebene Menge Feingold umgetauscht werden können.

Der Übergang zur Goldwährung war überwiegend das Ergebnis der Industriellen Revolution, welche eine starke Zunahme der Güterproduktion mit sich brachte und die Grundlage für den Welthandel ausdehnte.

Durch den Wechsel zur Goldwährung wurden drei grundlegende Ziele verfolgt:

  • die Abwicklung internationaler Handels- und Finanztransaktionen erleichtern

  • die inländische Währung stabil halten.

  • stabile Wechselkurse gegenüber ausländischen Devisen erzielen

Zur Erzielung eines einheitlichen Währungsstandard von weltweiter Gültigkeit mit relativer Stabilität soll die Goldwährung dienen, die darum manchmal auch einheitliche Goldwährung oder Goldstandard genannt wird.

Großbritannien führte 1816 die Goldwährung ein, das Deutschen Reich 1873.
Nach dem 1.  Weltkrieg kam es zum Zusammenbruch der Goldwährung bis hin zum großen Börsenzusammenbruch an der Wallstreet 1929.  Aufgrund des mehrmaligen Zusammenbruchs des Goldwährungssystems schafften Großbritannien 1931 und die USA 1933 die Goldwährung ab. Hierbei spielte die Annahme, daß die Exporte eines Landes durch Währungsabwertung angeregt werden könnten, eine wesentliche Rolle.

Seit Ende des 2.  Weltkrieges gab es nach dem Abkommen von Bretton Woods   eine modifizierte Golddevisenwährung. Bis zum 15.  August 1971 verpflichtete sich die USA, Dollar zu einem bestimmten Preis in Gold umzutauschen. Seit 1975 verkaufte die amerikanische Regierung einen Teil ihrer Goldreserven am offenen Markt und weshalb so das Gold eher als Ware und nicht mehr als Standard im internationalen Währungssystem behandelt wird.

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© peter bechen