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Open-Source-Software bedeutet, dass der Quell-Code eines Programms auch für den Anwender zugänglich ist. Die Funktionen eines Programms lassen sich somit nachvollziehen und individuellen Anforderungen anpassen. Open-Source-Software wird in der Regel lizenzkostenfrei angeboten. |
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Kostengünstig |
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Die neue Geldquelle An das Konzept müssen sich viele Entscheider in Unternehmen und Behörden erst noch gewöhnen: Haben sie bisher in regelmäßigen Abständen teure Software eingekauft, so erhalten sie komplexe Lösungen jetzt kostenlos - Aufwand entsteht fast ausschließlich durch Dienstleistungen. Auf dem OpenSource - Markt agieren keine Händler in klassischem Sinn, sondern Dienstleister, welche die Software veredeln, anpassen und in die Unternehmensnetze integrieren. An der Software selbst haben via Internet Programmierer aus der ganzen Welt mitgewirkt; deren Arbeit muss der Anwender nicht direkt bezahlen.
... weiß Oliver Höß, Leiter des Marketingstrategieteams Softwaretechnik beim Fraunhofer IAO. Das bekannteste OpenSource - Programm ist Linux, das sich als Betriebssystem für Server in den vergangenen Jahren stark verbreitet hat. „Linux ist nicht alles!", erklärt Höß. ...
Lizenzkostenfrei bedeutet, dass im Gegensatz zu proprietärer Software keine Nutzungsentgelte an einen Hersteller bezahlt werden müssen. Mit dem Wunsch, ihre IT-Kosten zu reduzieren, begründeten in einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Soreon Research daher 38 Prozent der Unternehmen ihre Entscheidung zugunsten von Open Source. Weitere 22 Prozent gaben die einfachere Administration als Grund für die Investition an; auch sie schlägt sich positiv auf das IT-Budget nieder. Durch Einsatz der freien Büroanwendung OpenOffice lassen sich zum Beispiel rund 20 Prozent der Kosten einsparen. Fast 30 Prozent können Großunternehmen im Serverbereich durch den Umstieg auf Linux sparen. Ähnliche Vorteile ergeben sich bei Datenbanken und Content- Management- Systemen, die auf Open-Source basieren. Positiv wirkt sich die Situation auch für kleine und mittlere Unternehmen aus - wenn auch nicht in gleichem Umfang. Hier bewegen sich die Einsparungen im einstelligen Prozentbereich, was vor allem auf fehlendes internes Know-how für Open-Source- Produkte zurückgeführt wird. |
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Unabhängigkeit und Freiheit für die Software-Community! Das waren die Ziele, die weltweit Studenten und idealistische Programmierer dazu veranlasst haben, gemeinsam Software zu entwickeln, die ohne Lizenzkosten im Internet für jedermann zur Verfügung steht. Nur wenige Fachleute ahnten, dass sich mit diesem revolutionären Ansatz tatsächlich die Märkte verändern sollten. Inzwischen ist Open-Source- Software für Unternehmen aller Branchen und für öffentliche Einrichtungen eine echte Alternative zu den Standardprogrammen geworden. |
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OpenOffice |
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Kommunen leisten Pionierarbeit Zu den Vorreitern in Sachen Open Source gehören die Kommunen. Der Zwang zum Sparen treibt die Suche nach Alternativen zu teurer Standardsoftware voran. Schwäbisch Hall war eine der ersten Stadtverwaltungen, die auf Linux umgestellt hat; in diesem Jahr folgte die Stadt Leonberg diesem Beispiel.
... waren die Argumente für den Leonberger Oberbürgermeister Bernhard Schuler, als er grünes Licht für die Einführung von Open- Source- Software gab. Seine Entscheidung basierte auf den Ergebnissen einer Machbarkeitsstudie, die zur Umstellung riet. Das bisherige Betriebssystem der Stadtverwaltung sollte ab Sommer 2004 nicht mehr gewartet werden, somit wären Sicherheitslücken entstanden. Ein Wechsel auf das nachfolgende Betriebssystem hätte neben hohen Lizenzgebühren auch enorme Kosten bei der Hardware nach sich gezogen. Denn die Stadtverwaltung hätte einen beträchtlichen Anteil der 430 eingesetzten Rechner durch neue, leistungsfähigere Geräte ersetzen müssen. Heute basieren Server auf dem Betriebssystem Linux, immer mehr Mitarbeiter in den Rathäusern, in der Bibliothek und in den anderen städtischen Einrichtungen arbeiten mit OpenOffice.
... erläutert Schuler. ...
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Was als eine der größten Herausforderungen für die IT-Branche begann, hat sich jetzt zu einem attraktiven Markt entwickelt: das Geschäftsmodell der Open-SourceSoftware. In Baden-Württemberg haben über 2.000 IT-Unternehmen ihr Angebot auf lizenzkostenfreie Software und die entsprechenden Dienstleistungen zugeschnitten. Das Spektrum reicht von kompletten Betriebssystemen und Datenbanken bis hin zu Content-Management-Systemen auf Open-Source-Basis. Davon profitieren vor allem die Anwender, die jetzt mit deutlich günstigeren Kosten kalkulieren können. |
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Contentsystem |
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Lizenzkostenfreies Content Management Neben Betriebssystemen sind Content- Management- Systeme zu einer OpenSource- Domäne geworden. Für den mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauer C. F. Scheer aus Stuttgart ist das Internet das wichtigste Medium, um mehr als 10.000 Kunden und Vertriebspartner in aller Welt über seine Produkte zu informieren. Rund 60 Prozent seines Umsatzes erzielt das Unternehmen im Ausland, unter anderem auf asiatischen Märkten.
... berichtet Marketingleiter Frank Ostertag. ...
Erst mit der auf Open- Source- Software basierenden Portallösung des Stuttgarter IT-Dienstleisters Lightwerk ließen sich die Wünsche des Maschinenbauers bezahlbar realisieren. Technisch basiert das Portal auf dem Betriebssystem Linux, als Basis für das Content-Management System kommt das Open- Source- System Zope zum Einsatz; zusätzlich wird eine MySQL-Datenbank eingesetzt. Für die multilinguale Pflege der Inhalte hat der Dienstleister ein eigenes Modul entwickelt. |
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Anwendung |
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Großeinsatz für Linux Karl-Eugen Binder ist Abteilungsdirektor bei der Stuttgarter Lebensversicherung a. G. und zuständig für die IT-Bereiche des Konzerns. Im vergangenen Sommer hat er eines der größten Open-SourceProjekte in Deutschland erfolgreich abgeschlossen und 840 Arbeitsplätze auf Linux umgestellt.
Karl-Eugen Binder:
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Karl-Eugen Binder:
Karl-Eugen Binder:
Karl-Eugen Binder:
Karl-Eugen Binder: Vielen Dank für das Gespräch! |

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Standort |
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Chance für den IT - Standort Baden Württemberg „Open Source eröffnet für die IT-Industrie - insbesondere auch in BadenWürttemberg - attraktive Geschäftsmöglichkeiten", weiß Niels Mache, Vorstandsvorsitzender der struktur AG. Er beschäftigt sich bereits seit über 15 Jahren mit diesem Thema und gilt als einer der Open-Source- Pioniere in Deutschland.
Auch die Weiterentwicklung der Software findet zum Teil in Baden-Württemberg statt. So setzen große internationale Open-Source- Anbieter auf das Wissen der Programmierer im Südwesten. Der schwedische Datenbankanbieter MySQL hat seinen Deutschlandsitz in Nürtingen, der amerikanische Linux-Spezialist Red Hat lässt in Stuttgart entwickeln und Astaro, Anbieter von Open-Source- Software für Sicherheit in Unternehmensnetzen, hat seine europäische Zentrale in Karlsruhe.
... erklärt MFG-Geschäftsführer Klaus Haasis.
So hat die Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg: Connected (bwcon) eine Special-Interest-Group zu Open Source ins Leben gerufen und bietet zusätzlich mit der Initiative BadenWürttemberg Open Source LayerS (bwcon:boss) eine Plattform zur Förderung und Entwicklung des Einsatzes von offener Software. Beim Projekt „Linux Kommunale" arbeiten HewlettPackard, Novell, die MFG Baden-Württemberg und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart daran, kostengünstige und leicht zu implementierende Lösungen für Kommunen zur Verfügung zu stellen. Mit ausgewählten Softwareentwicklern werden Anwendungen für die Bürokommunikation und für Fachverfahren, wie zum Beispiel Haushaltswesen oder Soziales, auf die OpenSource- Plattform Linux portiert oder für Linux neu entwickelt. Momentan formiert sich zudem die Open Source Development Group (OSDG) - eine Plattform, die in Anwendungsszenarien den praxisnahen Einsatz von Open Source demonstrieren und europaweit den Einsatz von Open-Source- Lösungen in Unternehmen fördern will. Open-Source- Software wird die Lizenzsoftware nicht ablösen. Aber bereits heute stellt sie für viele Anforderungen eine interessante Alternative dar. Unternehmen und Institutionen profitieren von Open Source auch dann, wenn sie sich weiterhin für proprietäre Software entscheiden, denn deren Preise sind unter dem Druck von OpenSource- Programmen deutlich gefallen."
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Web |
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Wertschöpfung ohne Softwarevertrieb Für Jens Dauner, Geschäftsführer von Lightwerk, war der Auftrag von C. F. Scheer ein typisches Open-Source-Projekt. Sein Unternehmen hat sich auf Portale und Webapplikationen spezialisiert.
... erklärt Dauner. ...
Mit Open-Source- Produkten ist die struktur AG in Stuttgart am Markt vertreten. Unter der Marke icoya bietet das Unternehmen eine Lösung für elektronisehe Formularverarbeitung und digitale Signatur auf Open-Source-Basis an. Die Software kann kostenlos von der Website heruntergeladen und beliebig eingesetzt werden. Wer zusätzliche Funktionen haben möchte und außerdem Wert auf Wartung und Hotline legt, entscheidet sich für die kostenpflichtige Lizenzversion. |

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InfoQuellen |
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Linkverweise der MFG zu diesem Thema: http://www.astaro.de; http://www.bwcon.de; http://www.cf-scheer.de; http://www.icoya.de; http://www.leonberg.de; http://www.lightwerk.com; http://www.linux-kommunale.de; http://www.mysql.de; http://www.punkt.de; http://www.redhat.de; http://www.soreon.de; http://struktur.de; http://www.sw-management.iao.fhg.de; http://www.stuttgarter.de;
http://www.mfg.de;
http://www.doIT-online.de; Unsere eigene Leseempfehlung: Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag: ,,Sparkonzepte für Kommunen" [=>Aufruf ohne java] |
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