marktlex.de

 

 

 

 

PDF - Download des Programms und der Anmeldekarte
 

Das moderne Leben ist in starkem Maße von Gegensätzen bestimmt: arm und reich, lokal und global, Großtechnik versus kleine Kreisläufe, Manipulation und Autonomie, Jugend versus Alter, Solidarität oder Egoismus,
Sicherheit statt Risiko, Anspruch und Wirklichkeit, postheroische Persönlichkeit und gesellschaftlicher Druck, die Aufzählung der Polaritäten lässt sich beliebig lang fortsetzen. Der einzelne Mensch muss sich zwischen
diesen einzelnen Optionen entscheiden, um handlungsfähig bleiben zu können. Oft kann er das nur, in dem er das Nebeneinander von gegensätzlichen Gefühlen, Gedanken und Wünschen erträgt. Die Dichotomie der Sichtweisen kann aber auch zu Erstarrung und Handlungsunfähigkeit
führen. Dieses Dilemma nennt man seit Eugen Bleuler (1857-1939) Ambivalenz.

Kurt Lüscher hat darauf hingewiesen, dass man in der Ambivalenz eine Last sehen kann, aber auch die Chancen einer dynamischen Offenheit. Menschen können zwischen Gegensätzen in ihrem Fühlen, Wünschen, Denken,
Wollen und Beurteilen hin und her pendeln, schwanken, oszillieren, ohne opportunistisch zu sein oder zu wirken. Wenn Ambivalenz als Normalität und Notwendigkeit gesehen wird, dann drückt sich die Reife bzw. Autonomie eines Menschen in seiner Ambivalenztoleranz aus. Wenn dagegen existierende Widersprüche verdrängt werden, besteht die Gefahr der Pathologisierung der Ambivalenz (Borderline - Syndrom, narzisstische Störung, Schizophrenie):

Stark ambivalente Gefühlsbetonungen werden aber vom Gesunden bewältigt; im ganzen zieht er das Fazit aus widersprechenden Wertungen; er liebt weniger wegen begleitender schlechter und hasst weniger wegen begleitender guter Eigenschaften. Der Kranke kann aber oft die beiden Strebungen nicht zusammenbringen; er hasst und liebt nebeneinander, ohne dass sich die beiden Affekte abschwächen oder überhaupt beeinflussten.“ (Bleuler).

Die 68. Jahrestagung der Interdisziplinären Studiengesellschaft beleuchtet sowohl die individuellen wie die gesellschaftlichen Ambivalenzen. Das Programm deckt dabei bewusst ein breites Spektrum aus unterschiedlichen Perspektiven ab, in denen sich interdisziplinär Natur- und Geisteswissenschaften, Kunst und Psyche, Realpolitik und Märchen verschränken.

München, im April 2011
Dr. Dieter Korczak, 1. Vorsitzender der ISG

 

 

Veranstalter und Tagungskonzeption

Interdisziplinäre Studiengesellschaft e.V. (ISG),
1. Vorsitzender Dr. Dieter Korczak, Nymphenburger Str. 47. 80335 München


Tagungsorganisation und Tagungsbüro
Daniela Eiden, Münchener Straße 24, 85368 Moosburg,
Tel.: 08761 - 604 60, Fax: 08761 - 8487, handy: 0171 - 73 11 722
Email: daniela.eiden@moosburg.org

 
Weitere Informationen:
 

www.studiengesellschaft.de 

 

 

Das Programm der ISG zur 68.ten Jahresversammlung - Vortragsreihe zu Das Leben in der Ambivalenz

 Info- Flyer zur Veranstaltung 

 

 

Allgemeines zur ISG

Die Interdisziplinäre Studiengesellschaft e.V. (ISG) ist als gemeinnütziger Verein 1947 gegründet worden. Sie ist eine wissenschaftliche Gesellschaft, die seit ihrer Gründung interdisziplinär das Verhältnis von Mensch und Gesellschaft thematisiert und sich um Wissenstransfer bemüht. Dabei geht es zum einen um die Reflexion, Verbreitung und Anwendung geistes- und naturwissenschaftlicher Erkenntnisse, zum anderen um die Stärkung von Toleranz und Humanität, von Selbsterkenntnis, von Liebes-, Leistungs- und Urteilsfähigkeit, sowie einem besseren Verständnis der Zusammenhänge und die Übernahme von Verantwortung gegenüber der Schöpfung.


Die Ziele der ISG

Nachhaltig erschüttert von den Schrecken des II. Weltkrieges wollten die Gründungsmitglieder ihre Kraft und ihr Wissen dafür einsetzen, dass sich ein Phänomen wie das„Dritte Reich" in Deutschland nie wiederholen kann. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten u. a. Pastor Bodelschwingh und Pater Marquardt, der Philosoph Romano Guardini, die Psychologen Wilhelm Hische und Wolfgang Metzger, Prof. Schulte und der Psychiater Gustav E. Störring. Störring war von 1947 - 1961 der erste Vorsitzende der Gesellschaft. Ihm folgten der Gynäkologe Kurt Nordmeyer (1962-1965), der Gerichtsmediziner Wilhelm Hallermann (19661973) und der Nervenarzt Harald Petri (1974-1997). Seit 1997 ist der Soziologe Dieter Korczak als Vorsitzender im Amt. In den ersten 40 Jahren lag das Hauptanliegen der Studiengesellschaft in der Analyse, Reflexion, Vermittlung und Anwendung des Begriffs der„seelischen Gesundheit" (amerik.:,,mental health"). In diesem Zeitraum hat das Spektrum derTagungen, Referate und Publikationen in weitem Bogen alle großen und drängenden Fragen des ausgehenden 20. Jahrhunderts umfasst. Die Angewandte Psychologie diente dabei im Sinne der universitas literarum als interfakultative Brücke. Aufgrund der fortschreitenden Spezialisierung des Wissens, der steigenden Komplexität der Zusammenhänge und der zunehmenden Orientierungslosigkeit der Menschen fühlt sich die ISG mehr denn je in den vergangenen 11 Jahren dem übergreifenden Wissenstransfer verpflichtet. Sie dient daher dem Austausch zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen und als Transmissionsriemen zwischen der akademischen Welt und der praktischen Lebenswelt. Wissenschaft soll durch die Arbeit der ISG verständlich, anwendungsbezogen, lösungsorientiert und übergreifend werden und dabei den Menschen als Ganzes im Blick haben.

 

 

 

Rückblick auf 2010:

 

EINLADUNG ZUR

67. Jahrestagung
EMOTIONEN,
HANDELN UND
NACHHALTIGKEIT
Denn sie tun nicht, was sie fühlen

Kulturhauptstadt Essen
24. – 26. September 2010

 


 
 

 

Veranstalter und Tagungskonzeption

Interdisziplinäre Studiengesellschaft e.V. (ISG),
1. Vorsitzender Dr. Dieter Korczak, Nymphenburger Str. 47. 80335 München


Tagungsorganisation und Tagungsbüro
Daniela Eiden, Münchener Straße 24, 85368 Moosburg,
Tel.: 08761 - 604 60, Fax: 08761 - 8487, handy: 0171 - 73 11 722
Email: daniela.eiden@moosburg.org

 
Weitere Informationen:
 

www.studiengesellschaft.de 

 

Einleitung

Durch zahlreiche Untersuchungen ist bekannt, dass das Umweltbewusstsein in Deutschland sehr stark ausgeprägt ist. Viele Menschen stimmen den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung wie Ressourcen- und Klimaschutz oder fairer Handel und Generationengerechtigkeit zu. Eine beträchtliche Anzahl von Menschen wird auch mit einem Lebensstil in Verbindung gebracht, bei dem Gesundheit und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen (sogenannte LoHaS).

Bei genauerer Betrachtung trübt sich jedoch das Bild.

Bei den wenigsten geht die Bereitschaft zum umweltschonenden Alltagsverhalten über Mülltrennung hinaus. Nur 3% der Bevölkerung beziehen Öko-Strom. Lediglich 2% legen ihr Geld in erneuerbaren Energien an. Selbst LoHaS stehen im Verdacht, zwar Bio-Produkte zu kaufen, alternativ zu reisen und Internet-Plattformen für ‚strategischen Konsum’ beizutreten, aber gemessen am ‚ökologischen Fußabdruck’ weniger nachhaltig zu leben als finanziell schwächer gestellte Menschen. Offenbar glauben zwar viele von uns, sich zukunftsfähig im Sinne kommender Generationen zu verhalten, tun es aber de facto nur punktuell - nicht nur deshalb, weil ‚Nachhaltigkeit‘ ein sperriger Begriff ist, sondern weil diese Lebensausrichtung anscheinend nicht in notwendigem Maß unsere Emotionen erreicht. Die ‚Zentralität’ eines Themas, das heißt der Grad unserer emotionalen Beteiligung, ist jedoch entscheidend für mögliche Verhaltensänderungen. Nur rund zehn Prozent unserer Entscheidungen sind rationaler Art, der weitaus überwiegende Anteil bei der Entscheidungsfindung liegt im emotionalen Bereich.
Auf der Tagung werden daher Strategien diskutiert, wie durch eine stärkere Ansprache des emotionalen Bereichs auch eine Änderung des Alltagsverhaltens in Richtung Nachhaltigkeit erreicht werden kann. Es geht auch darum, welche Rahmenbedingungen für eine nachhaltigere Gesellschaft geschaffen werden müssen. Zu diesem Zweck werden Ansätze aus verschiedenen Fachdisziplinen vorgestellt (Soziologie, Psychologie, Naturwissenschaften, Medizin, Neurobiologie, Ethik und Stadtplanung)

Dr. Dieter Korczak, 1. Vorsitzender der ISG

 

 Info- Flyer zur Veranstaltung 

 

 

Rückblick auf 2009:

Das Buch mit den Resultaten der 66. Jahrestagung:

 Vorwort und Inhaltsübersicht zum Buch 
 als PDF zum Ausdrucken und Lesen
 

Wann immer wir von Kultur sprechen,
sprechen wir auch von Spuren.
(Heimwart Hierdeis)

Es gibt nichts, weder in den Elementen noch in dem System, das irgendwann oder irgendwo einfach anwesend oder abwesend wäre. Es gibt durch und durch nur Differenzen und Spuren von Spuren.
(Derrida)


Spuren fordern uns heraus, sie zu erschließen und zu interpretieren. All unsere Wörter und Bilder enthalten Spuren und sind deshalb keine festen Einheiten, keine fixen Größen, sondern eröffnen das Spiel der Deutungen bei wandernden Horizonten.
(Bärbel Frischmann)

Dennoch wissen wir nie genau, wohin die Reise geht, wenn wir mit einer analytischen Behandlung beginnen und uns auf Spurensuche begeben.
(Cornelia Krause - Girth)

Nach allem, was wir heute wissen, geht die Belastung mit der Vielzahl von Spuren nicht .spurlos an uns vorbei.
(Marike Kolossa-Gehring)

Es ist wichtig und faszinierend sich auf Spurensuche zu begeben, sich nicht mit dem oberflächlichen Schein zu begnügen, sondern den Dingen auf den Grund zu gehen.
(Dieter Korczak)

Wissenschaftler aus ganz unterschiedlichen Bereichen, Journalisten und Künstler begeben sich in diesem Band auf Spurensuche. Sie beschreiben Spuren der deutschen Vergangenheit, widmen sich aktuellen Spuren und stelIen sich den damit verbundenen gesellschaftlichen, ethischen und politischen Herausforderungen.

 

 

SPURENSUCHE

die 66. Jahrestagung
der Interdisziplinären Studiengesellschaft e.V.

fand in Erfurt (Mercure Hotel Erfurt-Altstadt)
in der Zeit vom 25.bis 27. September 2009 statt.

 

Allgemeine Information

Was sind Spuren? Wodurch sind Spuren gekennzeichnet, worüber geben sie Aufschluss, was ist aus ihnen abzulesen, worauf verweisen sie?

Spuren entstehen unwillkürlich, aber sie können auch absichtlich gelegt werden. Sie sind die „fortbestehende Präsenz eines Restes“, wie es der französische Philosoph Derrida formuliert hat. Spuren sind nicht selbsterklärend, sondern ihr Verständnis ist davon abhängig, wie sie rekonstruiert und interpretiert werden. Erst die Beschäftigung mit Spuren verleiht ihnen ihre Bedeutung. Sie repräsentieren Vergangenes, dienen der Erklärung und dem besseren Verständnis von Gegenwärtigem und sind Inspiration und Anhaltspunkte für zukünftiges Geschehen.

Die Frage nach dem Verhältnis einer Gesellschaft zur Spur beinhaltet somit auch immer die Frage nach dem Umgang mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Die heute lebenden Menschen hinterlassen so vielfältige Spuren wie nie zuvor. Dies gilt für die Dokumentation von Entäußerungen in Print-, audiovisuellen und elektronischen Medien sowie dem Internet gleichermaßen. Die Techniken der Spurensuche ermöglichen Fossilien- und archäologische Funde, kriminologische Aufklärungen und Entschlüsselungen der DNA in unvorstellbarer Präzision. Spurenlesen ist Informations- und Wissenserzeugung. Spurenrückverfolgung und Spurensicherung stellen deshalb jede Gesellschaft vor immense politische, ethische und sicherheitstechnische Herausforderungen.

Die 66. Jahrestagung der Interdisziplinären Studiengesellschaft widmet sich deshalb der Spurensuche und dem Spurenlesen. Es geht im Tagungsprogramm um die Entstehung von ethischen Werten und ihrer Anwendung und Umsetzung in der Gegenwart. Es geht um den verantwortungsvollen Umgang mit Spuren und den Schutz der Privatsphäre. Es geht um die Ermittlung von Spuren im Körper und in der seelischen Befindlichkeit von Menschen. Vor allem geht es aber auch darum, aus den Spuren der Vergangenheit und den Geschehnissen der Gegenwart zukunftsfähige und nachhaltige Schlussfolgerungen zu ziehen.



Dr. Dieter Korczak | 1. Vorsitzender

 

 

Freitag, 25.09.2009

Vergangenes
Beginn: 14.00 Uhr

14.00 | Eröffnung der Tagung
           Dr. Dieter Korczak, 1. Vorsitzender der ISG

14.15 | Grußwort
           Bernward Müller, Kultusminister Thüringen (vorgesehen)

14.30 | Grußwort
           Andreas Bausewein, OB Erfurt (vorgesehen)

14.45 | Spur als philosophische Metapher
           Prof. Dr. Bärbel Frischmann, Universität Erfurt,
           anschließend Diskussion

16.00 | Pause

16.30 | Dem Samariter über die Schulter schauen -
           Eine kritische Betrachtung des Utilitarismus
           Dr. Frank Ahlmann, Zentrum für Ethik der Universität Kiel,
           anschließend Diskussion

18.00 | Ende der 1. Session

18.15 | Mitgliederversammlung


 

Samstag, 26.09.2009

Gegenwärtiges
Beginn: 9.30

9.30 | Spuren im Datennetz – der Schutz der Privatsphäre
         Marit Hansen, Unabhängiges Zentrum für Datenschutz
         Schleswig-Holstein, anschließend Diskussion

10.45 | Pause

11.00 | Die neue Weltwirtschaftskrise:
           Am Beginn der Talsohle des „Langen Zyklus“
           Dr. Stefan Schulmeister,
           Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung Wien,
           anschließend Diskussion

12.15 | Seelische Spuren: Spurensicherung in der
           psycho­analytischen Praxis
           Prof. Dr. med. Cornelia Krause - Girth,
           Hochschule Darmstadt,
           anschließend Diskussion

13.00 | Mittagspause

14.15 | Umweltspuren im Körper – Hormonell wirkende Chemikalien
           Dr. Marike Kolossa-Gehring,
           Umweltbundesamt Dessau - Rößlau,
           anschließend Diskussion

15.30 | The clock of the Long Now -
           Spuren des langfristigen Denkens
           Prof. Dr. phil.  Holger Schulze,
           Universität der Künste Berlin,
           anschließend Diskussion

16.45 | Pause

17.00 | Befremdend nah.
           Deutsche Vergangenheit bespiegelt
           Dörte Wehmeyer, Künstlerin,
           Köln und Mallorca

18.00 | Ende der 2. Session

19.30 | Gesellschaftsabend der ISG
 

 

Sonntag, 27.09.2009

Zukünftiges
Beginn: 10.00

10.00 | Lesung: Schweigen die Täter, reden die Enkel
           Uwe von Seltmann, Journalist und Schriftsteller,
           Leipzig und Krakau  

10.30 | Pause

11.00 | Podiumsdikussion:
           Die Spuren der Gegenwart bestimmen
           nachhaltig das Bild der Zukunft
           Dörte Wehmeyer, Uwe von Seltmann,
           Sebastian von Johnston (Zeitgeschichtler, München),
           Stephan Siemens (Philosoph, Köln)

13.00 | Tagungsende


 

Informationen

über Referentinnen und Referenten

  • Bärbel Frischmann, Prof. Dr.,
    ist Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte der Philosophie II
    des Seminars für Philosophie an der Universität Erfurt
     
  • Frank Ahlmann, Pastor Dr. theol.,
    ist wissenschaftlicher Angestellter am interdisziplinären Zentrum
    für Ethik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
     
  • Marit Hansen, Informatikerin,
    ist stellvertretende Datenschutzbeauftragte
    des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz
    Schleswig-Holstein in Kiel
     
  • Marike Kolossa-Gehring, Dr. rer. nat.,
    ist Leiterin des Fachgebiets „Toxikologie,
    humanbezogene Umweltbeobachtung“ im Umweltbundesamt
    in Dessau-Rößlau
     
  • Cornelia Krause-Girth, Prof. Dr. med.,
    Psychoanalytikerin, Lehrstuhl für Klinische Psychologie
    an der Hochschule Darmstadt
     
  • Stephan Schulmeister, Mag. rer. soc. oec.,
    Dr. jur., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter
    am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung in Wien
     
  • Holger Schultze, PD Dr. phil.,
    ist Stiftungsprofessor für Historische Anthropologie
    des Klangs an der Universität der Künste Berlin
     
  • Stephan Siemens arbeitet als freier Philosoph
    im „Club Dialektik“ in Köln
     
  • Sebastian von Johnston, Zeitgeschichtler,
    war Lektor beim Ullstein- und Melzer-Verlag
    und ist auf einem schlesischen Schloss aufgewachsen  
     
  • Uwe von Seltmann, Journalist,
    Ex-Chefredakteur der sächsischen Wochenzeitung „Der Sonntag“,
    Autor von „Schweigen die Täter, reden die Enkel“ (2006)
     
  • Dörte Wehmeyer, Magister,
    Konzeptkünstlerin, Psycholinguistin,
    Studium der Bildhauerei bei Wolf Glossner,
    seit 1995 freischaffende Künstlerin


 

Allgemeine Informationen


Ort und Zeit
Die Tagung findet vom Freitag den 25.09.2009 ab 14 Uhr
bis Sonntag, den 27.09.2009 bis ca. 13 Uhr

im Mercure Hotel Erfurt Altstadt,
Meienbergstraße 26–27,
99084 Erfurt,
Tel.: 0361/ 59 49-504, statt.

Tagungsgebühren

Für Mitglieder

60,- € / Person für die gesamte Tagung
40,- € Tageskarte / Person nur Samstag
30,- € Tageskarte / Person nur Freitag oder nur Sonntag

Für Gäste

130,- € / Person für die gesamte Tagung
40,- € Tageskarte / Person nur Freitag oder nur Sonntag
80,- € Tageskarte / Person nur Samstag  

Für Studenten und Schüler (m. Nachweis)

40,- € / Person die gesamte Tagung
10,- € Tageskarte / Person nur Freitag oder nur Sonntag
20,- € Tageskarte / Person nur Samstag

 
Geselliger Abend

Er findet am Samstag, den 26. September ab 19.30 Uhr
im Tagungshotel, statt. Der Preis pro Person beträgt 40,- € ohne Getränke.

 
Bezahlung

Wir bitten um Überweisung des Tagungsbeitrages und des Beitrages für den Geselligen Abend auf das Konto Nr. 136600500, BLZ 370 100 50 bei der Postbank Köln.
Die Anmeldungen werden ab Eingang auf dem Konto berücksichtigt.
Bei Rücktritt bis 27.8.2009 wird der Tagungsbeitrag erstattet.

 
Hotels
In folgenden Hotel wurden Zimmer vorbestellt:

Mercure Hotel Erfurt Altstadt,
Meienbergstraße 26–27,
99084 Erfurt, Tel.: 0361/ 59 49-504

Der Preis mit Frühstück im EZ beträgt pro Nacht und Zimmer 97,- € (Straßenseite) und 109,- € (Innenhof) , im DZ 125,- € (Straßenseite) und 137,- € (Innenhof)

Hotel IBIS,
Barfüßerstr. 9,
99084 Erfurt,
Tel.: 0361/ 66410
Der Preis mit Frühstück im EZ beträgt 79,- € , im DZ 89,- € pro Nacht und Zimmer

Wir bitten zu beachten, dass die Reservierung verbindlich ist. Die Zimmer werden direkt bezahlt. Bei einer evt. Stornierung der Tagung bitten wir zu beachten, dass die Reservierung des Hotels vom Tagungsteilnehmer selbst rückgängig gemacht werden muss. Für evt. entstehende Kosten haftet die ISG nicht.

Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass die vereinbarten Sonderkonditionen für die Hotels nur für einen begrenzten Zeitraum gelten, daher empfiehlt es sich, Ihre Anmeldung möglichst schnell an uns per Post (Antwortkarte) oder per Email an daniela.eiden@moosburg.org  abzuschicken.


Rahmenprogramm

Stadtführung in Erfurt am Freitag, den 25.09.2009 um 9.45 Uhr ,
Treffpunkt: Tagungshotel. Anmeldung erwünscht.

Für Freitag, den 25. September. haben wir in einem Restaurant in der Erfurter Altstadt Plätze vorbestellt. Anmeldung erwünscht.

 
Anfahrt

Beide Hotels befinden sich in der Stadt, in der Nähe des Bahnhofs.
In den Hotels sind Parkmöglichkeiten vorhanden.

 

 

 

Rückblick auf 2008:
 

Interdisziplinäre Studiengesellschaft e. V.

 

65. Jahrestagung
 
TOLERANZ
  Begegnung der Kulturen

  Bonn, LEONINUM
  03.- 05. Oktober 2008
 

2008 fand in Bonn die Tagungsreihe

Toleranz - Begegnung der Kulturen

statt.

Was war das Besondere dieser Tagung?

Es handelte sich bewusst nicht um eine der vielen Tagungen zu Migrationsthemen und besonderen Problemen der Integration in die deutsche Gesellschaft. Wir warfen einen anderen Blick auf das Zusammenleben von Menschen mit verschiedenem kulturellen Hintergrund in unserer Gesellschaft.

Die Tagung wollte im Zeitalter der Globalisierung und der massenmedialen Omnipräsenz Zeichen setzen sowohl für das Gemeinsame wie für das Trennende in verschiedenen Kulturkreisen.

Darüber hinaus wurden engagierte Projekte vorgestellt, die versuchen, kulturelle Divergenzen zu überwinden und Hilfe zu leisten.

Außerdem wurde die gegenwärtige Integrationspolitik von innen (durch den Integrationsbeauftragten des Landes NRW) und von außen (durch Künstler verschiedener Ethnien) reflektiert.
 

 

 


 
 

Veranstalter und Tagungskonzeption

Interdisziplinäre Studiengesellschaft e.V. (ISG),
1. Vorsitzender Dr. Dieter Korczak, Nymphenburger Str. 47. 80335 München


Tagungsorganisation und Tagungsbüro
Daniela Eiden, Münchener Straße 24, 85368 Moosburg,
Tel.: 08761 - 604 60, Fax: 08761 - 8487, handy: 0171 - 73 11 722
Email: daniela.eiden@moosburg.org

 

Weitere Informationen:
 

www.studiengesellschaft.de 

 

 

Toleranz

gehört zu den Konstitutionsmerkmalen der Interdisziplinären Studiengesellschaft. In der Satzung der ISG ist verankert, dass die Entwicklung und Stärkung des Engagements für Toleranz, Humanität und Verantwortung der Vereinszweck ist. Deshalb ist es nur konsequent, wenn sich die 65. Jahrestagung der ISG diesem Thema widmet. Die Begegnung der Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen ist zunächst immer tastend und vorsichtig. Die Erwartungen, die Rollen, Normen und Verhaltensmuster des jeweils anderen sind unbekannt und müssen erst erlernt und begriffen werden. Wenn eine vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit anderen Kulturkreisen beginnt, dann ist sie immens bereichernd. Die Vielfalt unserer Erde drückt sich nicht nur in den unterschiedlichsten Biotopen, sondern auch in den verschiedenen Soziotopen aus. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts musste man beschwerliche und langwierige Reisen unternehmen, um fremde Länder zu besuchen. Heinrich Harrer, Margret Mead, Ernest Hemingway, Rudyard Kipling, Jack London, Mark Twain, Sven Hedin, Egon Erwin Kisch, sie alle reisten, um neue Eindrücke zu erhalten, fremde Landschaften und Kulturen kennen zu lernen und sie beschrieben ihre Reiseerfahrungen für die Daheimgebliebenen. Paul Klee, Max Ernst und Pablo Picasso haben für sich die afrikanische Kunst entdeckt. Sie wurden davon derart inspiriert, dass sie die klassische Moderne geprägt haben. Heute suggeriert die Omnipräsenz der Medien, dass alles über jeden Winkel der Erde bekannt ist. Dies sind jedoch bestenfalls Informationen aus zweiter Hand, zumeist jedoch homogenisierte, pasteurisierte und kondensierte Mitteilungen aus dritter oder vierter Hand. Deshalb soll die Tagung helfen, Augen, Ohren und Herzen zu öffnen für die Bereicherungen, die Kulturen und Gesellschaften durch die Begegnung mit anderen gesellschaftlichen Paradigmata und Konstruktionen erfahren kann. Die moderne Zivilgesellschaft sollte sich wieder auf Offenheit und vorurteilsfreies Interesse besinnen, statt Ressentiments, Angst, Kontrolle und Restriktionen zu kultivieren.

Dr. Dieter Korczak, 1. Vorsitzender

 

 

Informationen
über die Vortragenden und Vorträge



Heimwart Hierdeis

hat seit 1971 eine Vielzahl von erziehungswissenschaftlichen Büchern veröffentlicht. Seine Veröffentlichung „Fremdheit als Ressource. Probleme und Chancen interkultureller Kommunikation"(2005) hat uns zu diesem Tagungsthema inspiriert.

JanTonnemacher

hat bis 2007 an den Universitäten Eichstätt und FU Berlin Publizistik unterrichtet. Er wird in seinem Vortrag vor allem auf die Tendenz zu Alarmismus, Infotainment, Event- und Betroffenheitsjournalismus in den Medien eingehen.

Thomas Markert

ist promovierter Chemiker und arbeitet seit 1985 an der Synthese von Duftstoffen. Er wird über unterschiedliche Duftsignale und Duftbedeutungen in verschiedenen Kulturkreisen berichten.

Silvia Horsch

studierte Germanistik und Arabistik und arbeitet an ihrer Promotion im Fach Arabistik. Sie forscht zu Figurationen des Märtyrers im frühen Islam. 2004 erschien ihr Buch „Rationalität und Toleranz". Lessings Auseinandersetzung mit dem Islam: Sie ist seit über zehn Jahren Muslimin und engagiert sich im interreligiösen Dialog.

Mechthild Neises

ist Leiterin des Funktionsbereichs Psychosomatische Frauenheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover und Herausgeberin des Bandes: „Gender, kulturelle Identität und Psychotherapie" (2007)

Hartwig Weber,

Initiator des Straßenkinderprojekts Patio 13 und des landesweit einmaligen Masterstudiengangs Straßenkinderpädagogik an den Pädagogischen Hochschulen und Universitäten in Heidelberg und Freiburg, baut Brücken zwischen Schul Hochschule und Straße und entwickelt zusammen mit Schülern Studenten, Lehrern und Professoren aus Deutschland und Kolumbien nachhaltige Bildungsangebote für Straßenbewohner.

Thomas Laue

hat als Dramaturg mit dem Regisseur Nuran Calis ein Spiel mit jugendlichen Akteuren aus acht verschiedenen Ländern inszeniert. Mit diesem Stück erkundet das Schauspiel Essen im Rahmen von Stadtinterventionen den Stadtraum und das Leben in der Stadt. Das Projekt spricht Jugendliche mit Migrationshintergrund an und will deren Kreativität und Selbstbewusstsein fördern.

Almut Baumgarten

hat für ihr Theaterstück„Tank' 2008 den Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg und den Else- Lasker Schüler- Stücke- Preis Rheinland-Pfalz erhalten. Sie wird zum Thema „Toleranz" aus veröffentlichten und unveröffentlichten Texten lesen.

Ingo Wegerl

wird das Leben Gahmurets, Königssohn, Vater des Parzival und Erkunder des Orients, seiner schwarzen Frau Belakane und ihres schwarz-weiß gefleckten Sohns Feirefiz in einer Performance zum Leben erwecken. Aus einem Bild entwickelt der Künstler ein neues Bild. Dieser Prozess wird nur mit Wasser, Schwamm, Tuch und seinen Händen durchgeführt.

Thomas Kufen

hat die Aufgabe, die Landesregierung NRW bei der weiteren Konzipierung und Umsetzung der Integrationspolitik sowie der Pflege des Dialogs zwischen den verschiedenen Gruppen zu beraten. Er wird über den notwendigen Perspektivwechsel in der Integrationspolitik und die Schwierigkeiten der Umsetzung sprechen.

Wolf Renschke

ist Redakteur beim Deutschlandfunk und hat 200 den Kölner Medienpreis erhalten.

 

 

Freitag, 3.10.2008
Beginn: 14.00 Uhr

Grußwort der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn Bärbel Dieckmann (angefragt)

Eröffnung der Tagung durch den 1. Vorsitzenden Dr. Dieter Korczak

14.30 Fremdheit - Entfremdung - Selbstentfremdung

Prof. ein. Heimwart Hierdeis, Erziehungswissenschaftler/Psychoanalytiker,
Diessen am Ammersee,
anschließend Diskussion

15.30 Pause

16.00 Das globale Dorf - Wandel in der Welt und in den Medien im 21. Jahrhundert

Prof. em. Jan Tonnemacher, Kommunikationswissenschaftler,
Feldafing,
anschließend Diskussion

17.00 Kommunikation durch Geruchssignale im interkulturellen Vergleich

Dr. Thomas Markert, Entwickler neuer Kosmetikduftstoffe,
Düsseldorf,
anschließend Diskussion

18.00 Ende der 1. Session

18.15 Mitgliederversammlung


.............................................

Samstag, 4.10.2008
Beginn: 09.30

09.30 Die Verdrängung des Islam aus der europäischen Kultur -
Nathan der Weise als Alternative?

Silvia Horsch, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für
Literatur und Kulturforschung Berlin,
anschließend Diskussion

10.30 Pause

11.00 Besonderheiten der gynäkologisch-geburtshilflichen
Behandlung türkischer Migrantinnen

Prof. Dr. rer.nat. Dr. med. Mechthild Neises,
Medizinische Hochschule Hannover,
anschließend Diskussion

12.00 Nachhaltige Bildung für Straßenkinder
- Das Beispiel Kolumbien

Prof. Hartwig Weber, Pädagogische Hochschule Heidelberg,
anschließend Diskussion

13.00 Mittagpause

14.30 Homestories - Projekt des Essener Theaters zur Integration Jugendlicher
Thomas Laue, Chefdramaturg Essen

15.30 Lesung
Almut Baumgarten; Preisträgerin Else-Lasker-Schüler-Stücke-Preis 2008

16.30 Pause

17.00 Performance„Metamorphose": weiß + schwarz = schwarz - weiß
Ingo Wegerl, Maler, Performancekünstler, Mönchengladbach

18.00 Ende der 2. Session

19.00 Gesellschaftsabend der ISG


.............................................

Sonntag, 5.10.2008
Beginn: 10.00

10.00 Niederlagen und Erfolge in der Integrationspolitik
Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter des Landes NRW

11.00 Roundtable mit Vertretern aus Himalaya, Afghanistan, Irak und Afrika
Moderation: Wolf Renschke, Deutschlandfunk

Die Vertreter aus den vier exemplarisch ausgewählten Regionen sollen die Horizonterweiterung verdeutlichen, die durch unterschiedliche kulturelle Einflüsse erfolgt.
Das Gebiet des Himalaya steht dabei für buddhistische Einflüsse, Afghanistan für das Leben, das im„Drachenläufer" beschrieben wird, der Irak für die kulturelle Wiege Mesopotamien, Babylon und Assur, Afrika für die Maskenkultur, die Picasso und Max Ernst beeinflusst hat.

13.00 Tagungsende

 

 

Rückblick auf 2007:
 

 
 Vom Traum zum Albtraum

      Moderne Perspektiven der Psychoanalyse, Traumforschung, Phylosophie, Soziologie und Kunst,
      Ein Rückblick auf die 64. Jahrestagung der Interdisziplinären Studiengesellschaft e. V. (ISG
)
 

 
 
    
 

 

 

 

 

Vom 19. bis 21. Oktober 2007 fand die 64 Jahrestagung der ISG,
der Interdisziplinären Studiengesellschaft e. V.  in Bad Pyrmont statt.  

 

Vorwort

Der Traum ist ein Erlebnis im Schlaf und häufig Bestandteil von Phantasiewelten. Die Bedeutung von Träumen beschäftigt seit der Antike die Menschheit. Das Interesse hat nicht nachgelassen, im Gegenteil, sowohl durch die physiologischen Studien von Hirnforschern wie durch die psychotherapeutische Technik des >luziden< Träumens oder >Klarträumen< eröffnen sich neue Räume in der Traumforschung. Die Auswirkungen von Träumen auf das wache Leben sind dagegen kaum reflektiert, trotz zahlreicher anekdotischer Berichte. Auch inwieweit Wachträume das individuelle und gesellschaftliche Leben tangieren (können), ist bis heute weitgehend unbeantwortet geblieben. Träume und Albträume bieten sich daher als Tagungsthema in offensichtlich verunsicherten Zeiten förmlich an.

Träume, Wunschträume, Tagträume können traumhaft schön sein. Sind sie es nicht, können sie Angst und Panik hervorrufen, kann der Traum zum Albtraum werden.

Träume sind einerseits das Skript unbewusster Verarbeitungsprozesse von Gegenwart und Vergangenheit, die assoziative Aneinanderreihung und Durchmischung verschiedenartigster Impulse. Andererseits spiegeln sich in ihnen visionäre Zukunftserwartungen, sowohl bei Utopisten (z.B. Morus, Campanella, Owen, Huxley) wie bei (politisch) aktiv handelnden Menschen (z.B. Martin Luther King >I have a dream<).

 
In der Arbeit von Psychiatern, Psychoanalytikern und Psychotherapeuten manifestiert sich die Kraft von Träumen und Albträumen am sichtbarsten - wenn etwa Albträume das Leben zur Qual werden lassen bzw. anzeigen, dass das ICH des Träumers oder der Träumerin nicht mehr Herr oder Herrin im Haus ist und längst fremde Wirklichkeiten eingedrungen sind.

Auf der gesellschaftlichen Ebene ließe sich sogar eine Chronologie von Träumen und Albträumen konstruieren:

  • in den 6oer bis 8oer Jahren der Traum von Wohlstand, Wirtschaftswunder
    land, sexueller Befreiung und technologischem Fortschritt und andererseits
    der Albtraum des >Kalten Kriegs<, Orwell's >Big Brother<, der Roten Armee Fraktion und der >Grenzen des Wachstums<
     

  • Bis zur Jahrtausendwende der Traum des Neo-Liberalismus, von Glasnost und Perestroika, der deutschen Wiedervereinigung und Albträumen wie AIDS, Bürgerkriege, globaler Armut und Arbeitslosigkeit
     

  • Die Jahrtausendwende, mit Begeisterung gefeiert, war als Beginn eines grandiosen Zeitalters gedacht. Gekommen sind der il. September, der globale AntiTerror-Krieg, die Beschneidung von Bürgerrechten, Auseinanderdriften der gesellschaftlichen Schichten, Tsunami, Hurrikans und Klimawandel.

Die skizzierte Dialektik von Traum und Albtraum mit ihren individuellen und gesellschaftlichen Dimensionen ist ein hervorragendes Thema für die Jubiläumstagung der ISG, da diese wissenschaftliche Gesellschaft vor 6o Jahren in Bad Pyrmont gegründet wurde, um einer Wiederholung des Albtraum des Naziregimes und des 2. Weltkriegs entgegenzuwirken. Zu den Gründervätern gehörten u.a. der Psychiater Gustav Störring, der Philosoph Romano Guardini, die Psychologen Wilhelm Hische und Wolfgang Metzger, die Theologen Pastor Bodelschwingh und Pater Genorosus Marquardt.

Die Jubiläumstagung der ISG greift aktuelle Erkenntnisse aus der Traumforschung auf, spürt den Träumen und Albträumen in der Bewältigung des modernen Alltagslebens sowie deren Reflektion in Architektur und Kunst nach und versucht Antworten aus Medienwissenschaft, Spiritualität und Philosophie zu geben.

Dr. Dieter Korczak
1. Vorsitzender
Mai 2007

 

 

Rückblick auf den Programmablauf

Freitagnachmittag, 19.10.2007    (Beginn: 14.00 Uhr)

Grußwort der Bürgermeisterin Elke Christina Roeder
Anmerkungen zur Gründung und den Gründervätern der ISG

Einleitungsreferat
Traum und Realisierung:
Die Bedeutung von Übergängen Dr. Dieter Korczak,
1. Vorsitzender der ISG, München

Kaffeepause

Session Traum
Trialoggespräch mit Impulsreferaten (Beginn: 15.30 Uhr)
Moderation: Michael Wilken

Traumdeutung und Affektkontrolle im Traum
Dr. Heinrich Deserno, Psychoanalytiker,
Sigmund-Freud-Institut Frankfurt

Psychobiologie des Traums
Prof. Dr. ein. Eckart Rüther, Psychiater,
Göttingen/München

Traumtexte - der Traum als Text
Prof. Dr. ein. Heimwart Hierdeis,
Psychotherapeut/Erziehungswissenschaftler,
Diessen am Ammersee

Mitgliederversammlung  (Beginn: 18:15)

 

Samstagvormittag, 20.10.2007    (09.00 - 12.00)

Session Leben
Moderation: Hans-Ulrich Baumgarten

Ängste und Albträume bei Schwangeren mit unklaren Befunden
Prof. ein. Dr. med. Jörg Baltzer, Gynäkologe,
Krefeld

Ängste und Albträume bei Kindern und Jugendlichen
Dr. Reinhard Schydlo, Kinderpsychiater,
Düsseldorf

Kaffeepause (10:15 -10:30)

Paarbeziehungen: Zwischen Traum und Albtraum
Prof. Dr. Cornelia Krause-Girth, Psychotherapeutin,
Frankfurt

Alter als Albtraum: Altenheime und Sterbebegleitung
Prof. ein. Dr. theol. Dr. phil. Waldemar Molinski SJ,
Moraltheologe, Wuppertal

 

Samstagnachmittag, 20.10.2007   (14:30-18:oo Uhr)

Session Kunst
Moderation: Frank Ahlmann

Sun City / Sin City
Von visionärer Architektur zum architektonischen Albtraum
Prof. Dipl.-Ing. Ulf Jonak, Architekt/Künstler,
Siegen

Die Angst der Menschen vor dem Absturz
Prof. ein. Dr. Wolfgang Tunner, Psychologe / Künstler ,
München, Wien und in St. Georgen am Ybbsfeld

Kaffeepause (16:30 - 16:45 Uhr)

Von Dämonen, Visionen und schönen Gesängen
PD Dr. Monika Kritzmöller, Kultursoziologin,
Prof. Dr. Hartwig Frankenberg, Kultursemiotiker / Bariton,
Aitrang (Allgäu)

Gesellschaftsabend
mit dem Magier Joachim Hecker
und seinen traumhaften Experimenten für Neugierige
>Aus der Hexenküche der Naturwissenschaften<.

 

Sonntagvormittag, 21.10.2007   (09:30-12:30 Uhr)

Session Albtraum
Moderation: Michael Schneider

Traum, Trauma und Trauer
Die Krise der Moderne und die Tragödie der Kultur
Prof. Dr. Eveline Goodman-Thau, Rabbinerin, Jerusalem / Kassel

Kaffeepause (10:30-11:00)

Zum Selbstverständnis des Realitätsverständnisses
Ist der Begriff der Realität nichts als ein Traum?
Stephan Siemens, Philosoph, Köln

 

 

Abstracts der Vorträge

Traum und Realisierung:
Die Bedeutung von Übergängen  (Korczak)

Jeder Mensch hat eine Vision, eine Vorstellung vom (gewünschten) zukünftigen Ablauf seines Lebens. Dabei stellt sich das individuelle Leben als eine ständige Abfolge von Übergängen dar. Individuellen Vorstellungen können sich zu gesellschaftlichen Utopien verdichten. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Demokratie, Umweltschutz, Frieden, Glück sind Metaphern für gesellschaftliche Träume. Diese Träume können kippen und zur Unterdrückung von Meinungsfreiheit, zum Verlust der Privatsphäre, zu Terror und Krieg, zu Klimakatastrophe, zum Auseinanderdriften von arm und reich, zu Unglück mutieren. Die Übergänge von individuellen wie gesellschaftlichen Träumen zu Albträumen sind deshalb Gegenstand meines Vortrags.


Träumen wir Affekte?
Traumdeutung und Affektkontrolle im Traum
(Deserno)
Eine entscheidende Erweiterung der Traumdeutung ist durch die Berücksichtigung empirischer Daten in der Psychoanalyse eingetreten: vor dem Hintergrund von Bindungsforschung, Kognitionswissenschaft und Affektentwicklung ist ein Modell der Traumbildung entstanden, das neben dem klassischen Konfliktmodell die Affektregulierung berücksichtigt.
Träumen wir Affekte? lautete eine umfangreiche Arbeit von U. Moser und I. von Zeppelin, in der dieses Modell vorgestellt wurde. Sah es zunächst so aus, als sei dieses Modell vor allem für die Forschung von Bedeutung, so kann man heute durchaus vertreten, dass auch die psychoanalytische Praxis, und in ihr die Deutung von Träumen, durch die empirische Traumforschung wichtige Impulse erhalten hat.

 
Psychobiologie des Traums
(Rüther)
Die Basis für das Verständnis von Funktion und Sinn des Träumens ist durch eine moderne Auffassung der biologischen Abläufe des Traumvorgangs gegeben. Der Traum ist kein phylogenetisches Relikt, sondern ein teleologisch zu verankernder psychobiologischer Vorgang zur Gestaltung und Erneuerung menschlicher Affekte und Emotionsmuster. Traum bietet psychodynamisch die Möglichkeit einer Pathologisierung, einer therapeutischen Bearbeitung auch von nicht erinnerten Träumen und letztendlich die Sinnerfüllung des Menschen.
Obwohl wir während der ganzen Schlafenszeit träumen, erinnern wir uns, wenn überhaupt, nur an wenige Träume. Wenn wir sie uns zu vergegenwärtigen versuchen, werden sie zum inneren Text. Er verändert sich mit dem zeitlichen Abstand zum Traum, noch mehr, wenn wir ihn anderen erzählen oder ihn aufschreiben. Von den authentischen Träumen bleiben unzuverlässige Texte. Aber sie sind alles, was wir haben, wenn wir die Botschaften der Träume verstehen wollen.

 
Traumtexte - der Traum als Text (Hierdeis)
Obwohl wir während der ganzen Schlafenszeit träumen, erinnern wir uns, wenn überhaupt, nur an wenige Träume. Wenn wir sie uns zu vergegenwärtigen versuchen, werden sie zum inneren Text. Er verändert sich mit dem zeitlichen Abstand zum Traum, noch mehr, wenn wir ihn anderen erzählen oder ihn aufschreiben. Von den authentischen Träumen bleiben unzuverlässige Texte. Aber sie sind alles, was wir haben, wenn wir die Botschaften der Träume verstehen wollen.

 
Ängste und Albträume
bei Schwangeren mit unklaren Befunden
(Baltzer)
Früher waren Frauen >guter Hoffnung<, heute erwarten sie ein Kind. Die Erwartung setzt voraus, dass alles gut gehen wird, bzw. die moderne Medizin in der Lage ist auftretende Probleme zugunsten von Mutter und Kind zu beseitigen. Generell muss jede Schwangerschaft auch als Konflikt verstanden werden; es liegen gleichzeitig bejahende und ablehnende Motive vor. Der Kinderwunsch kann überschattet werden von der Einschränkung eigener Interessen, zum Beispiel derzeitige Berufstätigkeit und berufliche Qualifikation, die Anzahl zu erfüllender Rollen, Mutter, Partnerin, ehrenamtliche Aufgaben u. a. Gleiche Aspekte können auch den Partner betreffen, auch hier gilt es, mögliche Ansprüche von Kind, Mutter, Vater und Partner auszubalancieren. Die Methoden der pränatalen Diagnostik haben das psychische Erleben der Schwangerschaft für die Frau und ihren Partner nachhaltig verändert. Schon vor der Untersuchung sollte sich ein Paar Gedanken machen, wie es mit dem Ergebnis umgehen will. Während des gesamten Schwangerschaftsverlaufs können Störungen und unklare Befunde auftreten, z.B. dass das Kind zu groß oder zu klein ist, zu wenig Fruchtwasser vorhanden ist, die Plazenta vorzeitig verkalkt etc. Dennoch sollte die Schwangerschaft trotz aller Vorsorge nicht zu einer Zitterpartie werden. Professionelle Hilfe auf allen Ebenen ist daher notwendig, um Übervorsichtigkeit, ausufernde Risikobedenken und übertriebene Fürsorglichkeit zurechtzurücken.

 
Ängste und Albträume bei Kindern und Jugendlichen (Schydlo)
So wie die Ängste und Träume kleinerer Kinder häufig die Ängste und Befindlichkeiten ihrer Mütter oder Bezugspersonen spiegeln, zeigen sich bei älteren Kindern oder Jugendlichen in ihren Träumen und Albträumen eher die Bedrohungen, die ihre Familie oder die Gesellschaft betreffen.
Es wird versucht, auf die Veränderungen dieser Trauminhalte im Laufe der Zeit einzugehen, und vor allem auf die Ängste und Albträume der Kinder von heute. Dies erfolgt anhand der Auswertung tiefenpsychologischer Tests, die jüngst bei über 300 Kindern in unserem kinder- und jugendpsychiatrischen Zentrum durchgeführt wurden.


Paarbeziehungen:
Traum oder Albtraum (Krause-Girth)
In der Liebe scheinen sich oft Träume zu verwirklichen. Doch was wird aus dem Traumpaar nach einigen Jahren alltäglichen Beziehungslebens? Wann wird die Traumpartnerin / der Traumpartner zur Quelle allen Unglücks - die Beziehung zum Albtraum? Welche Rolle spielen Träume in der Beziehung? Diesen Fragen wird vor dem Hintergrund von Erfahrungen mit psychoanalytischer Paartherapie und den Konzepten Michael Lukas Moellers nachgegangen.


Altern als Albtraum:
Altenheime und Sterbebegleitung (Molinski)

Der Jesuit und Moraltheologe Waldemar Molinski befasst sich auf dem Hintergrund seiner Erfahrungen im Umgang mit den Bewohnern, Angehörigen und Betreuern von zwei Altersheimen, die er seit mehreren Jahren seelsorgerlich betreut, mit Problemen des Alterns und der Sterbebegleitung in unserer sich so sehr wandelnden Gesellschaft.


Sun City / Sin City:
Von visionärer Architektur zum architektonischen Albtraum (Jonak)

Wie funktioniert heute Zusammenleben, im Zeitalter sich ausbreitender Überwachungssysteme und >Gated Cities<? Verbindendes Mittel der Gemeinschaft ist das Internet, bzw. der Fernsehapparat: ein technisches >Lagerfeuer<. So schrumpft die Wohnung zur Basisstation oder >Tankstelle<, von der aus der Außenraum erobert, aber auch die Heimkehr genossen wird.

Auf solchen eher theoretischen Überlegungen beruhen die Beschreibungen typischer Bauten. Als entlarvendes Musterbeispiel wird Lequeus Projekt eines geisterhaften Landhauses vorgestellt, dessen Deutung manche Schattenseiten von Le Corbusiers weißen Villen und anderen modernen Bauten erhellt. Das Nachdenken über Lequeus Gewitterstimmungen führt zum Lob des Nutzens der Straßenbeleuchtung und Energiezentralen, das heißt, der Helligkeit im Außen, die das Dunkel im Innen erträglich macht.

Es lässt sich sagen, dass die Unruhe, die in der Welt ist, unweigerlich auch ihre Auswirkungen in der Architektur hat. Wiener Architekten wie Hollein, Pichler, Abraham haben schon in den 6oer Jahren in ihren antiutopischen Projekten auf ein sich ausbreitendes Unbehagen in der bürgerlichen Gesellschaft verwiesen. Aber es gibt nach wie vor (ganz real) gepanzerte, Sicherheit versprechende Häuser wie zum Beispiel Paul Virilios Bunkeradaptionen, David Adjayes Dirty House in London oder Shin Takamatsus Zahnarztklinik in Kyoto. Ebenso gaukeln die umschlossenen Siedlungen des >New Urbanism< glückversprechende Idyllen vor.


 
Die Angst der Menschen vor dem Absturz (Tunner)
Marsyas, ein dämonisches Mischwesen, halb Mensch, halb Tier, ließ sich leichtfertigerweise auf einen Wettstreit mit Apollon ein. Tizian hat die verhängnisvolle Folge dieser Hybris des Marsyas in einem seiner letzten Gemälde dargestellt. Ich möchte ein Dia dieses Bildes zeigen und dabei Fragen über den Zusammenhang von Selbstüberhebung, Angst und Strafe zur Diskussion stellen. Hierbei werden die Themen Imagination und Traum, Paradies und Hölle sowie die Geschichte der Angst zur Sprache kommen.


 
Von Dämonen, Visionen
und schönen Gesängen (Kritzmöller / Frankenberg)
Die Kunst ist Ohr und Lupe der Kultur, erfasst Zeitströmungen noch bevor sie ans öffentliche Bewusstsein gelangen, bearbeitet, kritisiert und überhöht Tendenzen, denen zu begegnen es noch kein Allheilmittel gibt. Sie spannt die Träume einer Zeit auf und hält Albträume überlebensgroß vor Augen. Wie also verhält es sich mit der Beziehung zwischen Kunst und Gesellschaft? Der Teufel, der an die Wand gemalt wird: Weicht er den Gesängen, die auch die Wölfe vertreiben?

Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin Monika Kritzmöller zeigt an konkreten Werken der bildenden Kunst auf, wie sich Gesellschaft und Kreativität miteinander vernetzen, dies mit wechselnden Themen und auch wechselnden Aufgaben einer freien, keinem Herrn verpflichteten Kunst.

Der Kultursemiotiker und Bariton Hartwig Frankenberg singt und analysiert Arie Antiche als Ausdrucksform des >Belcanto< und spannt mit »schönen Gesängen« den Bogen eines Lösungsansatzes vom Barock bis zur Gegenwart.

Wenn es den Traum eines Traumes gibt: Gilt es, als Aufgabe eines kritischen Bewusstseins Dämonen zu projizieren oder vielmehr mit Kunst Visionen des »Schönen« zu beschwören?

 

Traum, Trauma und Trauer -
Krise der Moderne und Tragodie der Kultur (Goodman-Thau)
In meinen Ausführungen will ich der spirituellen Krise der Moderne im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft nachspüren, die sich im inneren Leben des modernen Menschen als die Unfähigkeit zu trauern und in der modernen Kultur als Tragödie zeigt. Obwohl diese Stichworte aus der Psychoanalyse und der Soziologie stammen, werde ich die Problematik aus einem interdisziplinären Ansatz im Rahmen einer Politischen Hermeneutik beleuchten, deren Ziel es ist, Theorie und Praxis zu vereinen in der Suche nach Lösungen für die dringenden und bedrängenden Fragen der Zeit.
Fragen von Tradition und Moderne im Zeitalter der Globalisierung wer
den im Mittelpunkt unserer Ausführungen stehen, wo das klassische Dreieck Gott - Mensch - Welt sich in Geschichte, Sprache und Selbst verwandelt hat, wobei eine Neuorientierung des Selbst in der Welt angesagt ist.

 

Zum Selbstverständnis des Realitätsverständnisses  -
Ist der Begriff der Realität nichts als ein Traum) (Siemens)

»Träume sind Schäume«. Der Form nach schließen sich Traumwelt und reale Welt gegenseitig aus. Dem Inhalt nach ergibt sich ein bestimmter Zusammenhang, der es uns sowohl ermöglicht, aus unseren Träumen in der Nacht etwas über die Realität, wie auch unsere Tagträume zu realisieren. Wir meinen, beide Welten -wenn auch nicht im Einzelfall- unterscheiden zu können. Die These des Vortrags ist: Wir tun das mit Recht. Einerseits ist die reale Welt Voraussetzung der Traumwelt. Andererseits verneint der Traum die Realität in anderer Weise als die Realität den Traum verneint.

Wenn wir unsere Träume nicht selbst zu kritisieren lernen, überlassen wir sie damit der Kritik der Realität. Denn ein Traum, der die Wirklichkeit verkennt, verkehrt sich in seiner Verwirklichung in einen Albtraum.

 

 

Referenten - Information

Dr. Dieter Korczak,
Soziologe, ist der i. Vorsitzender der Interdisziplinären Studiengesellschaft und Leiter des Instituts für Grundlagen- und Programmforschung in München, außerdem Berater der EU und verschiedener Bundes- wie Länderministerien sowie Verfasser zahlreicher Gutachten und Studien zu Armut, Verschuldung, finanzieller Allgemeinbildung, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität und alternative Lebensformen.

Dr. Heinrich Deserno,
Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker (DPV/IPV), Leiter der Ambulanz des Sigmund-Freud-Instituts, Lehranalytiker des Frankfurter Psychoanalytischen Instituts (FPI), Wissenschaftliches Mitglied im Forschungsschwerpunkt >Theoretische und empirische/ experimentelle psychoanalytische Grundlagenforschung<.

Prof. Dr. med. Eckart Rüther,
1987-2006 Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Göttingen, Wissenschaftlicher Beirat für Psychiatrie der ISG, Autor des Buches: >Der Träume Wirklichkeit - Eine Anthologie deutschsprachiger Traumgedichte - Von der Romantik zum Biedermeier
(2004)<.

Prof. Heimwart Hierdeis
ist Psychoanalytiker und Autor erziehungswissenschaftlicher Bücher. Er war Gründungsdekan der Fakultät für Bildungswissenschaften Brixen an der Universität Bozen und Professor für Erziehungswissenschaften und Pädagogik an den Universitäten Innsbruck und Erlangen-Nürnberg.

Prof. Dr. med. Jörg Baltzer
ist Wissenschaftlicher Beirat der ISG für Medizin und ehemaliger Direktor der Frauenklinik im Klinikum Krefeld. Die Klinik ist als Perinatalzentrum im Land Nordrhein-Westfalen ausgewiesen. Projekte wie Elternschule, >Storchentreff<, Hotline für Fragen in Schwangerschaft bzw. Wochenbett, >Teenagerschwangerschaften< u. a. waren wegweisend für die Arbeit anderer Kliniken.

Dr. med. Reinhard Schydlo,
2. Vorsitzender der ISG, ist niedergelassener Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, für Kinderheilkunde und Psychotherapeutische Medizin in Düsseldorf.


Prof. Dr. med. Cornelia Krause-Girth,
Wissenschaftliche Beirätin der ISG für Psychologie, ist Hochschullehrerin an der Hochschule Darmstadt, Fachärztin für Psychosomatische Medizin, Psychoanalytikerin, langjährige Erfahrung mit Paartherapie und Herausgeberin des Buches: >Die Gruppe, das Paar und die Liebe - das Wirken Michael Lukas Moellers<.

Prof. Dr. theol. et phil. Waldemar Molinski SJ,
Wissenschaftlicher Beirat der ISG für Katholische Theologie, ist Emeritus der Bergischen Universität Wuppertal.

Prof Dipl.-Ing Ulf Jonak,
Wissenschaftlicher Beirat der ISG für Architektur, lehrt an der Gesamthochschule Universität Siegen Architektur und Städtebau und hat seine eigenen Kunstwerke mehrfach ausgestellt.

Prof. Wolfgang Tunner,
Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten
zur Klinischen Psychologie, Phänomenologie und Kunst. 1978 bis 2004 Professor für Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Autor der >Krahofer Blätter< (Texte zur Kunst und Psychologie, seit 1986); >Psychologie und Kunst - Vom Sehen zur sinnlichen Erkenntnis< (Springer, Wien); Lyrikband >Atemzüge< (Freibord-Sonderreihe, Band 52).

PD Dr. Monika Kritzmöller,
untersucht in ihrem Forschungs- und Beratungsinstitut Trends und Positionen im Allgäu Lebensstile und Alltagskultur und unterrichtet Soziologie an der Universität St. Gallen.

Prof. Dr. Hartwig Frankenberg,
Aitrang (Allgäu), setzt sich als freier Autor und Berater mit Ritualen im Alltag auseinander und hat sich als Sänger auf italienische Solo-Arien aus der Barockzeit spezialisiert.

Prof. Dr. Eveline Goodman-Thau
ist Rabbinerin und Professorin für Jüdische Religions- und Geistesgeschichte an der Universität Wien. Sie lebt in Jerusalem. Ihr neuestes Buch, befasst sich mit >Liebe und Erlösung<.
Sie leitet die HermannCohen-Akademie in Buchen/Odenwald und ist Wissenschaftliche Beirätin für Jüdische Philosophie der ISG.

Stephan Siemens
arbeitet als freier Philosoph im „Club Dialektik" in Köln. Er bearbeitet in erster Linie Probleme der dialektischen Philosophie mit den Schwerpunkten Platon, Hegel und Marx.

Dipl.-Ing. Joachim Hecker,
ehemaliger Geschäftsführer der ISG, Wissenschaftsredakteur und Reporter beim Westdeutschen Rundfunk und Verfasser des >Kinder Brockhaus. Experimente<.

Michael Wilken,
diplomierter Volkswirt, Ausbildung in Psychodrama, arbeitet als Mediator, Coach und Stressbewältigungstrainer in Hannover.

Privatdozent Hans-Ulrich Baumgarten
ist Beirat für Philosophie der ISG und lebt in Velbert.
Er arbeitet als wissenschaftlicher Referent für Kultur und Hochschulpolitik.

Pfarrer Frank Ahlmann,
Beirat für evangelische Theologie der ISG ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Ethik der Universität Kiel

Privatdozent Michael Schneider,
Geschäftsführer der ISG, diplomierter Psychologe, promovierter Soziologe,
betreut Forschungsprojekte an der TU München.

 

 

Veranstalter und Tagungskonzeption

Interdisziplinäre Studiengesellschaft e.V. (ISG),
1. Vorsitzender Dr. Dieter Korczak, Nymphenburger Str. 47. 80335 München


Tagungsorganisation und Tagungsbüro
Daniela Eiden, Münchener Straße 24, 85368 Moosburg,
Tel.: 08761 - 604 60, Fax: 08761 - 8487,
Email: daniela.eiden@moosburg.org

 

Weitere Informationen:
 

www.studiengesellschaft.de

 

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Layout by peter bechen