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Der Dollar
als Lei (t/d) währung 

nach Anton Zischka


 
kontra

Euro & Yüen

Themenauswahl:
 

Glanz und Elend des US - Dollars
Das Buch des Anton Zischka
Der Dollar als Leitwährung
Der Euro kontra Amerika ?
Yüen als Leitwährung ?

 

Einst zogen Krieger in die Welt,
andere Völker zu erobern,
heute macht man das selbe mit Geld,
zivilisierter Mord wurde geboren.

                               Pe. Be. 1995

 

Glanz & Elend des
US -amerikanischen Dollars

 

Der amerikanische Dollar, dessen Namen von den spanischen Edelmetallmünzen Dolares herrührt, war von Anfang an eine zweifelhafte Währung. So jedenfalls schildert es, der vor einigen Jahren verstorbene österreichische Autor Anton Zischka ausführlich mit nachprüfbaren Fakten aus der Finanzwelt in seinem Buch
,,Der Dollar - Glanz und Elend der Weltwährung".

 

Er bringt er darin zum Ausdruck, ...

,,[dass s]eit es den Dollar gibt, hat sein Auf und Ab andere Währungen und andere Wirtschaften verunsichert, die Güterpreise verfälscht, absurde Zinsunterschiede verursacht und weltweit die Inflation angeheizt.
Niemals haben die Vereinigten Staaten ihre Binnenwirtschaft der Weltwirtschaft angepasst, und voraussichtlich werden sie das nie tun." (S. 130)

Die ursprüngliche Leitwährung war das englische Pfund Sterling. Sein Wert ist immer durch Silber bzw. Gold gedeckt gewesen und durch intensives Bemühung seitens Englands so gut als möglich stabil gehalten worden. Dies bedeutete für den Handel Sicherheit und vermied Spekulationen mit Geld. In der Geschichte des amerikanischen Papierdollars sah dies von Anbeginn an völlig anders aus.

,,Ihre ersten 200 Millionen Dollar Banknoten gaben die vereinigten Kolonien« 1775 aus. Sie wurden im März 1780 im Verhältnis 40:1 »zusammengelegt«, damit 120 dieser 200 Millionen Dollar Staatsschulden » getilgt. Nun gab es 80 Millionen neue »Unions-Noten«. Die wurden 1790 mit 100:1 abgewertet, so dass von den ursprünglich 200 Millionen Dollar Staatsverpflichtungen sechs übrig blieben, die in zinstragende Schuldscheine verwandelt wurden."

,,Einen Kampf um die Werterhaltung des Dollars gab es niemals und wird es nie geben, denn die Dollar-Mentalität ist, [...] eine Schlechte-Schuldner-Mentalität, [...]. Krisen wurden in Amerika stets durch Bankrotte oder durch Kriege überwunden, .." (S.259)

Mit nicht gedeckten Papierdollars, die als offizielles Zahlungsmittel ausgegeben worden waren und anerkannt werden mussten, die aber von der eigenen Regierung im jungen Amerika zur Zahlung von Steuern, Behördenabgaben und Bodenkäufen behördlicherseits nicht zugelassen waren, sind in den entstehenden USA auf Kosten kleiner Leute, und fremder Nationen Kriege geführt und Boden durch Spekulationen umverteilt worden.

  

 

 


 

Der Dollar,
Glanz und Elend
der Weltwährung

An Hand von umfangreichem geschichtsträchtigen Quellenmaterial, welches offensichtlich nicht wenige Schulbücher scheinbar übersehen haben, veranschaulicht der Autor Anton Zischka mit seinem Buch mit obigem Titel aus dem Hause Langen Müller / Herbig ( ISBN 3-7844-7345-8 ) einprägsam, dass die Vereinigten Staaten von Nord Amerika (USA) sich von Anbeginn an mittels Schulden-, Finanz- und Währungsspekulationen und letztendlich immer wieder daraus resultierenden Kriegen, mit ihrem Dollar als Lei(d/t)währung seit Bretton Woods ausgiebig auf Kosten anderer meist armer Völker bereichert haben, und dies noch immer tun (wobei allerdings auch wir Deutschen bzw. inzwischen auch wir Europäer uns nicht unbedingt mit Ruhm bekleckern). Zischka veranschaulicht die Methoden und die Wege, derer sich die amerikanische Wirtschaft und Finanzwelt vor allem mittels selbstherrlicher Spekulanten und intriganter bis korrupt verfilzter Politiker bedienen, um durch das ,,Schlechte Schuldnerprinzip" Nordamerika zu Ungunsten der übrigen Welt zu finanzieren.

Auch wenn es noch immer Stimmen gibt, welche den Autor dem rechten Gesinnungskreis zuordnen wollen, sind dennoch dessen Hinweise auf die Mentalität der US - Währung nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen.

 

 

 

Der Dollar ...
...
als Leitwährung seit Bretton Woods
 

Informationen zu Bretton Woods unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bretton-Woods-System

 

 

 

 USA 2005:

Leistungsbilanzdefizit: 700 Billionen Dollar
Staatsverschuldung: 40 Billionen

 

DIE ZEIT Nr. 5 2006 Seite 28 v. 26.01.06:

"Amerika führe zunehmend mehr Güter ein, als es exportiere; ausländische Notenbanken und Privatinvestoren horten im Gegenzug Dollars und geben Amerika Kredit. Der resultierende schuldenfinanzierte Wohlstand in Amerika sei nichts, als eine Illusion ... [e]s drohe ein Dollarcrash, eine Rezession ...

Mit Glück könnten sich all die .... Pobleme ganz von selbst in Wohlgefallen auflösen ... [s]ollte das Wachstum außerhalb Amerikas weiter anziehen .... könnte es um das amerikanische Haushaltsdefizit und die überschuldeten Privathaushalte der USA bald besser stehen. Das problematische amerikanische Leistungsbilanzdefizit ist unter anderem ... so groß, weil die Nummer zwei und drei der Weltwirtschaft - Japan und Deutschland - lange Jahre nur kümmerlich gewachsen sind. [...]

... könnte der amerikanische Verbraucher Zeit zum Pausieren haben, nachdem er mit seinem exzessiven Konsum ... das Wachstum der Weltwirtschaft [2002 / 03] fast im Alleingang bestritt."

 

 USA 2008:

DIE ZEIT Nr. 40 Titel v. 25.09.2008:

Helmut Schmidt; Altbundeskanzler:

"Die amerikanische Leistungsbilanz ist seit Jahren hochdefizitär, weil [.] Amerikaner nicht sparen, sondern [.] gewohnt sind, sich zu verschulden. Das gilt [...] vor allem [auch] für den Staat USA. [...] Das Defizit der US-Leistungsbilanz lag zuletzt zwischen fünf und sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Seit mindestens einem halben Jahrzehnt lässt sich die amerikanische Gesellschaft ihre Investitionen und ihren Konsum zu fünf, sechs oder sieben Prozent von Ausländern bezahlen, von Chinesen und Japanern, von Europäern und Russen.

Auf der anderen Seite steht die Anhäufung von Schuldscheinen in den Händen dieser Ausländer, Schuldscheine im Wesentlichen des amerikanischen Staats, niedrigverzinsliche Staatspapiere. Die Chinesen könnten mit diesen Papieren Politik machen, indem sie drohen: Wir verkaufen sie. Das werden sie wahrscheinlich nicht tun; aber sie können damit Rohstoffquellen einkaufen - das tun sie schon, in Afrika und Zentralasien beispielsweise. Die Chinesen könnten sogar zu Rettern amerikanischer Banken werden, indem sie die gescheiterten Investmentbanken und Fonds aufkaufen und so das amerikanische System stützen. Die Amerikaner werden das nicht gerne sehen und versuchen, es zu verhindern."

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Seit Bretton Woods, nachdem Englands Währung durch die Weltkriege und amerikanische Finanzspekulationen in die Knie gezwungen worden war, gilt der amerikanische Dollar als Leitwährung.

Unter welchen Bedingungen es hierzu kam und welche Auswirkungen diese Konferenz bewirkte, beschreibt Anton Zischka wie folgt:

,,Nur hatten die Vertreter der 44 Staaten, die am 1. Juli 1944 in Bretton Woods zusammentraten, praktisch nichts zu sagen, sondern nur gutzuheißen, was in Washington beschlossen worden war. Es war zudem eine reine »Konferenz der Sieger«, die Neutralen ebenso wenig zugelassen wie die »Feindmächte«. Auf der Tagungsordnung stand die Gründung eines Welt-Währungsfonds und einer Welt-Bank. [...]

Präsident Roosevelt und Morgenthau erklärten, eine neue Verrechnungseinheit sei völlig überflüssig, als die könne eben so gut der Dollar dienen, [...] » Was ist der Dollar? Das ist ein lokales Wertmaß, weiter nichts, für Zahlungen von Amerikanern in Amerika. Der Dollar hat keinen internationalen Stand und ist gesetzliches Zahlungsmittel allein in den Vereinigten Staaten. Es mag beweisbar sein, dass der Dollar eine [.] Golddeckung hat [...]. Aber was für eine Art Deckung ist das? Eine Menge Goldbarren, begraben in Fort Knox, deren Preis jederzeit geändert werden kann nach der Laune eines >Staatsmanns<. Der Dollar kann vom Kongress ebenso leicht entwertet werden, [...] Aber die Machtverhältnisse waren klar. [...]
Im Jahre 1944 aber brauchten alle Teilnehmer der Bretton Woods- Zusammenkunft amerikanische Kredite und amerikanische Lieferungen, und so wurde der Dollar dem Gold gleichgesetzt, ein entsprechendes Abkommen am 22. Juli 1944 unterzeichnet. Allerdings nur von 32 Staaten. Die Sowjetunion und elf andere verweigerten die Unterschrift. [...]

Bis zu Bretton Woods galt:
Ein Staat, der sich in einer fremden Währung verschuldete, d. h. in Zahlungsmitteln, die er nicht selber zu schaffen vermochte, verlor seinen Kredit, sobald er Zinsen und Amortisationen nicht pünktlich beglich. Für die Vereinigten Staaten aber gab es nun keine »fremde« Währung mehr. Sie konnten überall auf der Welt kaufen und überall Schulden machen, denn sie brauchten zur Bezahlung ja nur Dollars zu drucken. Dieses Dollardrucken kam auch dem Drucken von Pfund, Schweizer Franken oder Mark gleich, jeder Währung der Bretton Woods- Unterzeichner und späteren Währungsfondsmitglieder (Seite 273).

Auf Grund der Zahlungs- und Ausgabenmentalität der amerikanischen Gesellschaft und Finanzwelt, führte dies zu einer Situation, die auch wir Deutschen seit den Siebzigern sehr deutlich zu spüren bekommen haben:

Aber außer für Güter gaben die Vereinigten Staaten 1946—60 über 496 Milliarden Dollar im Ausland aus, davon 242 Milliarden für »reine« Militärhilfe, 160 Milliarden indirekt für militärische Zwecke, den Rest vorwiegend für Auslands-Direktinvestitionen. Bereits 1950-60 betrug so das amerikanische Zahlungsbilanzdefizit 18 Milliarden Dollar. 1960-70 waren es 75,6 Milliarden, und allein 1961-1971 stiegen die Auslandsmehrausgaben von 1,3 auf 31 Milliarden. Im Jahre 1984 überschritt das Defizit hundert Milliarden Dollar, in diesem einen Jahr war es höher als die kumulierten Defizite des ganzen neunzehnten Jahrhunderts.

Dieses riesige Zahlungsbilanz-Defizit machte den Dollar zu einem Welt-Problem, denn selbst die »Federal Reserve Bank of New York« stellte in einer im Juni 1984 veröffentlichten Studie fest, dass es bisher noch keinem Land gelang, Zahlungsbilanz-Fehlbeträge von zwei bis drei Prozent des Bruttosozialprodukts selber zu finanzieren. Auch das amerikanische Defizit wurde und wird vom Ausland gedeckt, und die Schicksalsfrage ist, wie lange das noch möglich ist. (Seite 273)

* * * * * *

 

 

Unter dem Titel "Der Tag der Abrechnung naht!" warnt der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz in stern Nr 41 am 05.10.2006 auf den Seiten 200 ff vor der Krise des globalen Kapitalismus und empfiehlt als Vermeidungsstrategie die Verteilung der Reichtümer. Er konstatiert unumstößlich, dass die aktuelle Globalisierung letztendlich korrigiert bzw. reformiert werden wird:

"Die Frage ist nur, ob diese Veränderungen geordnet von statten gehen oder ob es zu Krisen kommt. Denn im Moment ist es ja so: Das Geld fließt von unten nach oben, von den Armen zu den Reichen. Die USA, das reichste Land der Welt, leihen sich jeden Tag zwei Milliarden Dollar bei ärmeren Ländern ...
... weil die ärmeren Länder und insbesondere China von den USA Dollar-Anleihen kaufen, um sie als Währungsreserven zu halten.

Diese Anleihen sind wie ein Kredit, den die Entwicklungsländer den USA einräumen. Doch sie bringen nur sehr niedrige Zinsen. Wenn Länder dieses Geld anders anlegen oder gar investieren würden, dann könnten sie viel mehr verdienen. Jedes Jahr werden der Weltwirtschaft damit 750 Milliarden Dollar an potenzieller Kaufkraft entzogen. So verhindern die hohen Reserven im angeblich harten Dollar wirtschaftliche Entwicklung, tragen gar zur globalen Instabilität bei. Und zugleich verschulden sich die USA immer weiter. [...]

Der Dollar wird immer schwächer, er ist eigentlich keine Währung mehr, die man sich in den Tresor legt. Und je schwächer der Dollar wird, umso mehr Länder wollen ihre Reserven verkaufen. Dieser Ausstieg kann geordnet und reibungslos verlaufen. Dann würde die US-Wirtschaft zwar einige Jahre schwächeln, aber viel mehr würde nicht passieren. Doch es kann auch zu einer Flucht aus dem Dollar kommen. Dann würden die USA in eine Rezession stürzen.

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Der Euro kontra Amerika?

 

Europa versucht derzeit, auf lange Frist gesehen, sich eine eigene, durch den Staatenpluralismus einigermaßen von Amerika unabhängige gemeinsame (Leit-?) Währung zu schaffen. Dass dies nicht ungeschoren geschehen wird, ist einleuchtend. Letztendlich wird sicherlich das Verhältnis der west- zu den osteuropäischen Staaten das entscheidende Zünglein an dieser Waage sein.

Derzeit sollen sich die amerikanischen / internationalen Spekulanten, allen voran der ungarisch-jüdische Amerikaner George Soros, darauf verschworen haben, den Euro in die Knie zu zwingen. Mit Griechenland haben diese in meinen Augen überflüssige Subjekte bereits begonnen. Auf diese Weise werden letztendlich vor allem nur die Ersparnisse derer zerstört, die ihr ganzen Leben lang dafür schuftet müssen, um im Alter wenigstens eine einigermaßen passable Absicherung aufweisen zu können.
Es ist längst an der Zeit, Gedanken darüber anzustellen, wie man derartig wenig soziale Drahtzieher vor dem europäischen Gerichtshof für ihr übles Tun zur Verantwortung und zum Schadenersatz aus deren persönlichen Vermögen zu ziehen vermag, wie es auch bei  (Wirtschafts-) Kriegsverbrechern geschieht.

Interessante Einzelheiten hierzu finden Sie im Beitrag zu ...

George Soros

 

 

Die neue Leitwährung aus Fernost?

China fordert eine neue Leitwährung

 

Nachdem nunmehr die Chinesen zur Stützung ihres Außenhandels seit Jahren Dollar als schwindsüchtige Devisen horten, formulieren sie nunmehr ebenso wie die Europäer die Absicht, eine eigene Leitwährung zu schaffen.
 

Unter der Überschrift

Zeitenwechsel

schreibt hierzu die Wochenzeitung DIE ZEIT am 23. April 2009 auf Seite 30 unter anderem:

"Im Vorfeld des G-20-Gipfels forderten sie lauthals die Ablösung des Dollar als Leitwährung. 

[...] Die chinesische Zentralbank hat in den vergangenen [.] Monaten mit [.] Ländern Vereinbarungen getroffen, die den Vertragspartnern Zugang zur anderen Währung verschaffen. Vor allem asiatische Staaten sind darunter [...]. Diese Länder können direkt in China einkaufen und kommen ohne US-Dollar als Shoppinghilfe aus. Das letzte Abkommen dieser Art hat China gerade erst mit Argentinien abgeschlossen. Dabei haben die Zentralbanken beider Länder sich gegenseitig zunächst für die drei Jahre ein [.] Kreditvolumen [...] eingeräumt - ohne Zinsen oder andere Kosten. Das hoch verschuldete Argentinien hat damit neue Spielräume. Und China mehr Macht auf dem Währungssektor. Gerade in der Krise wird China wegen seiner milliardenschweren Devisenvorräte von Staaten und internationalen Organisationen umgarnt.

[...] Die Weltwirtschaft hänge »immer noch zu stark von der US-Wirtschaft ab«, sagte [der chinesische Zentralbankchef] Zhou damals [bei einer IWF- Herbsttagung]. Er forderte, der IWF solle vor allem den Finanzsektor der Industrienationen überwachen, denn von dort gehe die Gefahr aus."

 

Siehe hierzu im Internet auch

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peter bechen