aktualisiert Juli 2008; opt. ab 1024 x 768
,Wasserprediger und
Weintrinker (Steidl Verlag Göttingen 1997, ISBN 3-88243-527-5).
http://www.bpb.de/publikationen/TIKE8T,0,0,
und hier bei Kaufrückhaltung
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http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/stundenloehne.htm
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Im Buch der Wasser- und Weintrinker von Dorothee Beck und Hartmut Meine heißt es hierzu:
[... vor allem da nicht wenige der alten Landlords und auch des Geldadels samt Großkapital unmittelbar nach dem/ihrem Kaiser/Hitlerreich sich in ihren demokratisierten Westen abgesetzt und hier dann ordentlich Entschädigung kassiert haben, um nunmehr nach der Wiedervereinigung 1989 ihre bereits früher entschädigten Objekte im Osten zurückfordern (Anm. von P.B.)].
DIE ZEIT v. 20.10.05 S. 40
Bei der Berechnung der
Höhe von Vermögen ist schwierig, Sachwerte in Geldgrößen anzugeben und
Vermögen, wie z.B. Aktien und andere Beteiligungen als Geld zu bewerten,
denn aus leidvoller Erfahrung wissen wir, das Vermögenswert wie Immobilien
und Wertpapier immer nur so viel wert sind, wie eine potentieller Käufer
dafür zu bezahlen bereit ist.
StZ 07.12.05 S.15 |
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Maßhalten! [...] Im Jahr 1524 mahnt ein Zeitgenosse angesichts der gewaltigen Umwälzungen des Frühkapitalismus die hohe Politik: »Dieweil lassen sie Diebe hängen, die einen Gulden oder einen halben gestohlen haben, und machen Geschäfte mit denen, die alle Welt berauben und mehr stehlen, als alle anderen, damit ja das Spichwort wahr bleibe:
aus: DIE ZEIT Nr. 17 Seite 29 |
unter dem Überbegriff
MEUDALISMUS
= unter dessen URL's
http://www.meudalismus.dr-wo.de (dessen Homepage) und vieles andere mehr. |
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Die
superreichen
Familie Quandt 19,89 Mrd. DM
.
Curt Engelhorn und Familie 18,7 Mrd. DM
[...] Heute besitzt die Familie ein Drittel des Metro - Konzerns [...]).
(Die Pleiten des Leo Kirch
dürften dessen offizielles Vermögen
Stefan Schörghuber 3,57 Mrd. DM
[...] (WAZ-Gruppe, Otto - Versand). [...]
Hugo Mann und Familie 3,06 Mrd. DM
Familie Röchling 2,72 Mrd. DM
Familie Leibbrand 2,04 Mrd. DM
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Die
Einkommen
(STN 02.08.04 S.1)
Soweit
die beiden Autoren Dorothee Beck und Hartmut Meine in ihrem gemeinsamen Buch
zum Wassertrinken anno 1995. Sie lieferten damals auch noch die folgende
Auflistung zu den in jener Zeit wenigstens einigermaßen bekannten
Managereinkommen. Darin ist auch das damals noch bescheiden ausgefallene
jährliche Salär des Herrn Jürgen Schrempp aufgeführt, jenes Oberlenkers des
späteren DaimlerChryslerWeltKonzerns, der infolge seiner erfolgreichen
Unternehmensführung Ende 2005 aus allen Geschäftsbereichen dort ausschied.
Hierzu mehr unter
Daimler-Benz / Jürgen Schrempp.
Stand 1995." (aus DB&HM)
Unter dem Titel "Banken: Verrechnet" war in der "DIE ZEIT" Nr. 15 (1.4.04) zu lesen, dass der Deutsche Bank Vorstandssprecher Josef Ackermann mit 11 Millionen Euro im Jahr 2003 mehr verdiente, als jeder andere deutsche Manager, sogar deutlich mehr als der siebenköpfige Vorstand der Commerzbank (zusammen 7 Millionen Euro) oder der sechsköpfige der HypoVereinsbank (zusammen: 8 Millionen Euro). Verglichen mit der obigen Vorjahresinformation der STN kommt dies nahezu einer Verdopplung seiner Vorstandsbezüge gleich.
Anlässlich des Mannesmannskandals und der Wiederaufnahme der Verfahren gegen Ackermann, Esser et. al. widmet DIE ZEIT am 21.12.2005 dem aus der Schweiz kommenden Banker mit einem Faible für angloamerikanisches Investmentbanking auf zwei Druckseiten eine lesenswerte mehrspaltige Kurzretrospektive über dessen bisherige Bankerkarriere mit all ihren Höhenflügen und Niederungen .... Lassen wir uns doch noch einmal überraschen, wer in der nun folgenden Runde „unsere" Gesetze wie und in wessen Interesse auslegen wird?!
Unter dem
Titel
„Klaus Esser muss Niederlage einstecken"
>beschwichtigt< der
Journalist Jürgen Zurheide am 28. April 2005 seine Lesergemeinde in der StZ
indem er feststellt, dass der Ex- Mannesmann- Chef das von ihm geforderte
Schmerzensgeld in Höhe von 200.000 Euro wegen der von den Behörden gegen
seine Person durchgeführten strafrechtlichen Ermittlungen vom Düsseldorfer
Berufungsgericht nicht zugesprochen bekommen habe. Aber, so wörtlich,
„Es hat sich gelohnt, dieses Verfahren zu führen"
hätte Klaus Esser den Journalisten am Ende mit auf den Weg gegeben, denn das
Gericht hatte ihm doch immerhin Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Euro
zugebilligt, um dem armen Manager jene Schmerzen doch wenigstens zu lindern,
deretwegen Klaus Esser abermals vor Gericht gezogen war, weil er sich nie
mit den Ermittlungen gegen sich habe abfinden können.
„Im jetzt beendeten Zivilverfahren hat Esser
[.] versucht, die gesamten
Ermittlungen gegen ihn für unrechtmäßig zu erklären."
Am 26. Oktober 2006 war es dann endlich so weit - der noch immer weit hin bekannte Mannesmann(öffentlichkeits)prozess ging in seine erzwungene zweite Runde.
Die STUTTGARTER schrieb am 27.10.06 in Nummer 249 auf Seite 13 hierzu, dass Herr Ackermann sich darum bemüht habe, tadellos und frei von Provokation aufzutreten. Der somit neuerdings noch höchst bescheidene Mann sei außerdem auch der einzige von all den netten Mitangeklagten gewesen, der sein Einkommen offen gelegt habe. Josef Ackermanns' Einkommen belaufe sich demnach, oh Wunder, nicht mehr nur auf 11, sondern auf 11,9 Millionen, zuzüglich weiterer Kapitalerträge und Bezüge, summa summarum also zwischen 15 bis 20 Millionen - auf ein paar mehr oder weniger, soll es ja auch nicht mehr ankommen. Das Publikum im Gerichtssaal habe diese Offenbarung mit höflich verhaltenem Erstaunen aufgenommen.
Demnach dürfte also jeder
Deutsche Bank Angestellte die Bezüge seiner Vorstände nicht nur mit 450,
sondern mit etwa dem Doppelten davon subventionieren. Wie viele Kinder von
solchen Angestellten würden sich einer besseren Bildung, Gesundheit und
Lebensqualität erfreuen, wenn ihren Eltern so mir nichts dir nichts
plötzlich 900 Euro pro Jahr mehr zur Verfügung stünden.
Heute schreiben wir beinahe Weihnachten 2006. Rechtzeitig zum Nikolaus ist der zweite Prozess, wie ein Riesengeschenk an die Mannesmannakteure, in Düsseldorf sang und klanglos untergegangen. Wir sind dergleichen in Deutschland in der Nachehrenmännerära von Kohl über Pfahls bis Strauss inzwischen ja schon gewohnt. Wer wagt unter solchen Umständen noch Italiens recht emsigen Medienmogul und Spezialpolitiker Berlusconi als mafiös zu bezeichnen?
DIE ZEIT v. 30.11.06 S.30
DIE ZEIT v. 14.12.06 S.24
Doch noch immer regt sich auch ganz offiziell Unmut, wie in den folgenden Zeitungsleserzuschriften:
DIE ZEIT v. 14.12.06 S.24
STUTTGARTER NACHRICHTEN vom 08.12.2006
Wer noch immer glaubt, dass nur rücksichtslose Computerspielvorbilder Menschen zu unsozialer Gewalt animieren, der irrt, auch vorgelebte und erlebte willkürlich erscheinende Ungerechtigkeit und Perspektivlosigkeit provoziert Demütigung durch aufgezwungene Macht- und Bedeutungslosigkeit. Alle Macht geht vom(/dem) Volke aus.
Energieversorgungskonzerne 2004/5:
EnBW hat inzwischen ordentlich an der Gaspreisschraube gedreht und weitere Strompreissteigerungen werden folgen - die Politik scheint dabei, wie gehabt machtlos (siehe <Staat>). Unter der Überschrift "Panne im ENBW-Verfahren kostet Anklägerin die Karriere", war in der StZ am 15. Nov.2005 auf Seite 6 zu lesen, dass eine ordentliche Staatsanwältin, die des Öfteren schon erfolgreichgegen sich rechtlich eigenwillig verhaltende Prominente ermittelt habe, ihren Job als Chefermittlerin verlor, weil ihr eine Panne bei ihren Ermittlungen u.a. gegen den ENBW-Vorstandsvorsitzenden Clasen (s.o.) unterlaufen sei. Eigentümlicherweise habe Utz Clasen von diesem Lapsus erfahren, den sonst kaum ein Bürger bemerkt, gegen welchen im Verdeckten ermittelt wird. In Juristenkreisen erwecke der Fall den Eindruck, dass hier unverhältnismäßig die Macht eines Managers auf dem Weg über die Politik auf das Gleichgewicht der Waage der Justicia drücke (nachzulesen auch am 17.11.2005 Seite 6 in der StZ).
Jürgen Schrempp's Aktivitäten als Daimler Manager haben sich wohl eher als nachteilig für den DaimlerChryslerKonzern erwiesen. So jedenfalls zeichnet <Johann - Günther König> weiter unten auf dieser Seite (siehe hier ...) dessen Tätigkeitsprofil. Nichts desto trotz hat dieser weltbekannte Unternehmensführer immer gut dabei verdient.
Und weiter heißt es aufschlussreich bei Jürgen Grässlin:
Nunmehr titelte Ihn die Stuttgarter Nachrichten am 29. Oktober 2005 mit der Aussage: "Ich nehme mich nicht zu wichtig". Dieser resümierende Spruch des Konzernchefs als Bilanz seiner zum Jahresende 2005 zur Neige gegangenen Führungstätigkeit, hat es in sich. Denn laut der Postille fürs Volk aus dem Hause Springer, dem Boulevardblatt BILD, wird selbiger Herr zukünftig zusätzlich auch im steuerlich günstigen Kitzbühel wohnen, ...
... der landschaftlich reizvollen Rückzugsoase für gestresste Personen des öffentlichen Lebens, sozusagen im internen Kreis gutbetuchter Gleichgesinnter. Seine Landhaus-Villa zum Preis von 5 Millionen, so jedenfalls schreibt BILD STUTTGART am 03.11.2005 auf Seite 3, wird ihm dabei sicherlich den nötigen Wohlfühleffekt liefern, so dass es kaum mehr wesentlich sein wird, ob er sich selbst wichtig nimmt, oder nicht, denn sein Vermögen und Ambiente wird schon dafür sorgen, dass ihn andere wichtig nehmen (müssen/dürfen). | themen |
Schnelles Geld mit ...
Doch damit das hierzu notwendige Einstandsvermögen nach all den vielen Jahren seiner ordentlich dotierten Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender, deren Vergütung er als Vorstandschef ja weitgehend selbst festgelegt hat, nicht all zu knapp ausfällt, bietet sich Schrempp durch seinen unvermittelten Abgang die Möglichkeit, mittels inzwischen lukrativer Aktienoptionen seines sinkenden Sterns auf allen Strassen ... ... geschwind noch noch ein paar Millionen Euro dazu zu verdienen. So informiert die Stuttgarter Zeitung am 04.08.2005 auf Seite 11 unter dem Titel "Das sind zerstörerische Unsitten, Professor Adams macht Daimler -Chef Schrempp für Fehlentwicklung bei Gehältern verantwortlich", dass Schrempp, der bislang pro Jahr etwa 8 bis 12 Millionen Euro bei seinem Konzern verdient habe und dadurch allein schon auf etwa 100 Millionen Euro für seine zehnjährige Tätigkeit bei Daimler gekommen sei, nun evtl. auch noch seinen Vorteil aus einem Fünftel von 15 Prozent von 86,5 Millionen Aktienoptionen ziehen könne, wofür natürlich der Konzern gerade stehen müsse.
Durch den
Abgang von Schrempp haben die Aktien des DaimlerKonzerns kräftig zugelegt, wen wunderts'. Natürlich wird nun bereits ermittelt, welche
Insider hieraus wohl ihren Nutzen gezogen und billige Aktien am Tag nach der
Bekanntgabe des Rücktritts Schrempp's teuer verkauft haben könnten. Schrempp selbst hat
solches Verhalten freilich nicht nötig. Er kann ja seine im Wert gestiegenen
Aktienoptionen ebenso legal geltend machen, wie sein Mercedes-Chef-Kollege Cordes, der am 29. Juli 2005, quasi über Nacht, 1.009.175 Euro auf diese
Weise dazu verdient haben soll.
StN 18.08.2005 Titelseite
Den Begriff "Aktienoptionen" erklärt die StZ wie folgt:
Der Jürgen Schrempp - Biograph Jürgen Grässlin aus Freiburg i.B., im Internet zu finden unter der URL www.juergengraesslin.com , bezeichnet Aktienoptionen als ein reines Selbstbereicherungsprogramm für die ohnehin schon Bevorzugten. In seinem Buch "Das Daimler Deasaster" schildert er, dass Führungskräfte von DaimlerChrysler/ Mercedes Benz unmittelbar nach Schrempp's Rücktrittsankündigung 2005 vom sofort darauf einsetzenden Aktienkurssprung durch Ausübung von Aktienoptienen auf Kosten des Konzerns, also sowohl der Aktionäre, als auch der Mitarbeiter, einen enormen Reibach ausschließlich zum eigenen Vorteil gemacht hätten:
Eine freundliche Interpretation für die Selbstbedienungsmentalität unserer verantwortungsbewussten Unternehmensführer bietet ein Leser der Sonntag Aktuell am 14 August 2005 (Seite 13):
Nun ja, auf der unteren Hälfte der StN-Seite vom 29.10.05 findet sich auch noch der Titel "Stellenabbau ist immer schmerzlich" zum Ausscheiden des Konzernchefs Schrempp. Der Abbau seiner Stelle ist damit kaum gemeint. Schrempp strebe übrigens in Zukunft eine Beraterstelle an. EineEinmann-Ich-AG wird's wohl sicherlich nicht sein. Vielleicht wird Jürgen Schrempp, wie bereits schon andere aus seiner Riege von nun an unseren glücklosen Politikern seinen erfahrenen Rat für ordentliches Honorar antragen, auf dass es nur noch aufwärts gehen mag mit unserem Land.
Ns.:
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schildert <Johann - Günther König> in seinem Buch ,Alle Macht den Konzernen' (ro ro ro, ISBN 3 499 22486 0) die Verhältnisse in den USA, als Vergleich zu den bei uns sich derzeit ebenfalls etablierenden Perspektiven.
Trotzdem werden die Schuldigen für diese Dauermisere nach gewohntem Muster nahezu immer bei den einfachen Arbeitern und Angestellten und natürlich ganz besonders bei den Beamten gesucht, frei nach dem Motto deutsche Kinder sind aufsäßig, Schüler dumm, Lehrer feriensüchtig und fortbildungsunwillig, Arbeiter faul Beamte stur, träge und hinterm Mond - und die Arbeitslosen gar generell freiwillig ohne feste Beschäftigung; und die Konsumenten sind nicht mehr ausreichend kaufrauschorientiert.
Die Quellen der Managermacht definiert <Johann - Günther König>
(siehe hierzu auch <Konzerne> und <Lobbyismus>) |
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Bei Aufsichtsratschefs
Zitation aus Weintrinker ...
Aufsichtsratsmandate von Hilmar Kopper
So gesehen wird natürlich verständlich, wie sich die 24 stündigen Arbeitstage dieser Highstaffs zusammensetzen - oder muß ich sagen, wer auf vielen Hochzeiten tanzt, der ... . Aufsichtsrat aktuell: Unter "Aufsichtsrat bedient sich" veröffentlicht DER SPIEGEL 23/2003, dass der 20köpfige Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG sich ein neues Vergütungssystem genehmigen will, welches faktisch einer Anhebung derer Bezüge um 166 Prozent gleich kommt. In der Hauptversammlung der AG sollen am 18. Juni des Jahres auch gleich einige Top - Manager aus der Wirtschaft in den Aufsichtsrat der AG aufgenommen werden, wie z.B. Allianzchef Michael Diekmann und Deutsche Bank Vorstandssprecher Josef Ackermann (letzterer bezieht schon knapp 7 Mill. Euro per anno von der D. B. Anm. P.B.). Ins Auge gefasst sei fortan eine Grundvergütung für die Aufsichtsratmandate der AG in Höhe von 20.000 Euro und variable Vergütungen aus Dividentenausschüttungen für einfache Mitgleider über 55.000 Euro und für den Vorsitzenden über 165.000 Euro. Als Schlichter für die Gegenanträge der wenig erfreuten Aktionäre ist der bereits 76 Jahre alte ehemalige Wirtschaftsminister <Otto Graf Lambsdorf> vorgesehen, der diese Funktion jedoch offensichtlich auch nur mit einer extra hierfür neu vorgesetzten Sonderregelung ausüben darf, da er über 70 Jahre alt ist; aber wo ein Wille ist, ist halt auch ein Weg. Stand 2003
Quelle lt. StZ v.13.12.2005 S.12: Towers Perrin
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Quelle: Arbeit versus Kapital, DIE ZEIT Nr. 49, 01.12.2005, Seite27; IXIS CIB

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Selbst unter Topmanagern grummelt es [...] Geld beruhigt oft das schlechte Gewissen [...] losgelöst von Moral und Anstand DIE ZEIT Nr. 49 S. 27 |
Zusammensetzung des Volkseinkommens
in den Jahren 2002 bis 2004
in Mrd. Euro

2002 2003 2004
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Das Volkseinkommen ist die Summe der Erwerbs- und Vermögenseinkommen wie Löhne, Gehälter, Mieten, Pachten, Zinsen oder Gewinne. In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen deutlich schneller gestiegen als die Einkommen aus unselbstständiger Arbeit. Während Letztere von 2002 bis 2004 lediglich um rund sechs Milliarden Euro gestiegen sind, kletterten die Einkommen der Unternehmer und Vermögensbesitzer um rund 70 Milliarden Euro. Quelle: lt. DIE ZEIT vom 21.12.2005 Seite 29 |
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Schlecht
bezahlt und hart arbeitend
Unter dem Titel ... ,Die
hohe Politik der Selbstbedienung - ... wenden sich die Autoren Beck und Meine auch den Politikern und deren Einkommensverhältnissen zu. Sie schreiben:
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Die Pensionsbezüge ...
...
eines gefloppten Wirtschaftsministers
Da stand, dass es der EX-Wirtschaftsminister nach all seinen
Flowtex- und Hunziger- Affärchen doch recht gut gemanaged habe, dass seine
Pensionsansprüche stattlicher ausfallen werden. Genau heißt es hier (STZ
139 /2004 S.3):
Herr Döring war übrigens inzwischen, nach eigenen Worten, sehr erfolgreich auf Arbeitssuche, allerdings nicht mehr in seinem ursprünglich ehrenwerten Beruf als Englisch- und Geschichtslehrer in Schwäbisch Hall, sondern als Unternehmensberater, und in absehbarer Zeit wohl vielleicht auch mal wieder als Politiker im Ländle oder gar im Bund, denn Politik sei nun mal sein eigentliches Leben - so etwa habe er sich gegenüber der Stuttgarter Zeitung (siehe StZ vom 06.12.2005 auf Seite 6) geäußert. Seit gut einem Jahr sei der einst über die oben angerissenen Affären „gestürzte FDP-Star" inzwischen schon in der Wirtschaft tätig, wo er auch in seinem neuen Beruf wieder flotte Sprüche klopfe, lautet der entsprechend viel sagende Titel des angegebenen Artikels. Die Arbeitslosigkeit des einstigen Politikers jedenfalls hat nicht besonders lang gedauert - da sage mir doch noch mal einer, dass es in Deutschland keine Arbeitsplätze gebe, oder dass Politiker faul oder gar anspruchslos wären, denn schließlich handelt es sich hier in diesem speziellen Fall ja nicht gerade um einen EinEuroJob. Viel mehr bewege Walter Döring inzwischen wieder ordentlich Geld als „Vorstandsmitglied der Stuttgarter [.] AG, Gesellschaft für Restrukturierung und Management" für das er für auf Mittelständler spezialisierte Berater eifrig Kunden wirbt.
Und da tun die in Berlin und sonst noch wo in den Parlamenten doch gerade so, als wenn der Ex-Kanzler Gerhard Schröder der erste gewesen wäre, der sich sein Vitamin B als Politiker nachträglich und vielleicht auch gleichzeitig in der freien Wirtschaft vergolden läßt/ließ. Wie war das doch noch mit Scharping, dem Bruder aus dem Hause Schäuble, dem Alt- Standingovationsmanager und Ehrenwortschreiber und all den vielen anderen zuvor und danach, nicht zuletzt auch in der Branche der Waffenschieber? Das wahrhaft Gute an der Politikerlaufbahn ist die absolute Haftungsfreiheit für das eigene politische Tun, die Möglichkeit der Interessensverquickung, das umgehend hohe Einkommen, auch für Habenichtse und natürlich die grundsolide lebenslange Absicherung nach kurzer Zeit, auch wenn die Damen und Herren danach in der freien Wirtschaft, auf dem von ihnen zuvor bereiteten und danach kräftig beackerten Boden, über die Pensionsbezüge hinaus noch Unsummen dazu verdienen. Ein Politiker muss wohl während seiner mehr oder weniger kurzen Amtsperiode nur unentwegt darauf achten, dass er von seiner Konkurrenz nicht gar zu schnell aus seinem sta[a]t[t]lichen Broterwerb hinaus katapultiert wird, der Rest folgt dann wie von selbst.
Ob ein Volksvertreter mit solchem Einkommen überhaupt noch die Ängste und
Alltagsbewältigungsprobleme derer kennt, die man ,Volk' nennt und deren
Interessen er zu vertreten ha (deren Wohl mehren und Schaden von ihnen zu
wenden), die im Gegensatz zu dem Volksrhetoriker jedoch nur über einen
Bruchteil von dessen Einkommen und Vermögen zum ,Überleben‘ verfügt? Und
dann heißt es da auch noch so schön, sage mir, mit wem du umgehst, und ich
sage dir, wer du bist – tja, und Geld geht zum Geld – ist das nicht die
Antwort darauf, warum sich so wenig Volkes Wille verwirklicht, das in der
Regel rhetorisch und monetär nicht so bewandert ist, seine Interessen zu
realisieren, ja sogar noch nicht einmal selbst zu erkennen. Viele Bürger dieses Landes sind der Auffassung, dass Politiker als hoch qualifizierte Fachleute ein hohes Einkommen erhalten müssten, um sie gegen monetäre Beeinflussung und Vorteilsnahme zu wappnen. Doch meines Erachtens ist dies falsch, und unsere Lebenswirklichkeit beweist mir dies – nicht das Einkommen schützt einen Politiker vor der Verführung des Geldes, sondern ausschließlich dessen moralische Integrität, Politiker sind und waren immer wieder in Affären und Schiebereien und innerparteiliche Mauscheleien verwickelt, und es fragt sich auch, worin sich denn nun die hohe Qualifikation dieser Damen und Herren Rhetoriker definiert? Was wir wirklich brauchen, sind in Ihrer Grundhaltung ehrliche, charakterlich integere Menschen mit humaner, das Leben allumfassend achtender Gesinnung, welche sich den Auswirkungen ihres Handelns mit aufrechtem Gewissen zu stellen bereit sind - ohne Parteizwang - ohne Sachzwang - ohne Notlügen, ohne Verfilzung mit wirtschaftlichen Interessensgruppen. (siehe hierzu auch <Politiker>) |
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Das Einkommen der Mediengrößen: Talkmaster
Noch vor wenigen Jahren
hieß es, dass die Entlohnung eines Menschen an dessen beruflicher
Verantwortung ausgerichtet sei. Dem entsprechend verdient ein Monteur
natürlich weniger als ein Politiker (- und ein Arzt?). Doch wo ist denn nun die Verantwortung, die begründet, dass Unterhaltungs-funktionsstelleninhaber à la Günther Jauch oder auch Sabine Christiansen pro Jahr mit jeweils fast 10 Millionen Euro für ein paar Talks entlohnt werden? Schaffen z.B. gerade diese beiden, stellvertretend für diese derart ausufernde Einkommensgruppe, ein deutlich beträchtlicheres Volksvermögen, als beispielsweise ein Bankmanager à la Ackermann? Was empfindet der einfacher Mensch in diesem demokratischen Land, der sein ganzes Leben lang schuftet, dabei womöglich auch noch seine Gesundheit ruiniert und dem es dennoch niemals gelingt, auch nur annähernd die Summe zusammen zu bekommen, die derartige Show- und Konzerngrößen in einem einzigen Monat mal so geschwind auf ihr in- oder ausländisches Konto überwiesen bekommen? Eine Antwort hierzu geben zwei Leser der STUTTGARTER NACHRICHTEN am 08.12.2006 auf der Seite 15 in ihren Leserbriefen:
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Unter „Vergütung
aktuell - Einstiegsgehälter sinken in allen Branchen"
Quelle: lt. FAZ; 24.12.2005; Seite 55; IG-Metall
Wann immer möglich, sollte jeder von uns
Nicht immer klappt es mit der Einhaltung dieses sicherlich nicht unbedeutenden Vorsatzes. Nicht immer ist Verschwendungssucht die Ursache dafür, das am Monatsende noch so viele Tage bei gleichzeitig so wenig Geldmitteln mehr übrig ist. Während die einen locker sagen können, ich zitiere einen Großverdiener mit einem offiziellen Großeinkommen von monatlich 17.600 Euro, seines Zeichens Vermögensberater, den der Stern in seiner Titelstory in Heft 12/2008 auf Seite 46 vorstellt:
Dem hingegen bleibt Menschen mit einem Einkommen von unter 2.000 Euro pro Monat eben nur noch der reine Zweckoptimismus oder eben staatsbürgerlicher Idealismus pur. Während also ein Teil der arbeitenden Bevölkerung eindeutig zuviel bekommt, bzw. den Hals nicht voll genug bekommen kann und deshalb schon gar nicht mehr weiß, wohin mit all dem Geld, müssen sehr viel mehr Menschen Tag für Tag auf Leben verzichten. Und da in jeder Wirtschaft eben alles miteinander verwoben ist, heißt das im Klartext, dass das Zuviel der einen mit dem Zuwenig der anderen erkauft wird. Mit Gerechtigkeit und Moral jedenfalls hat das Argumentieren von wegen bessere Bezahlung und mehr Status für mehr Verantwortung und vorgeblich auch mehr Arbeitsleistung und Wertschöpfung, und so weiter, nichts zu tun, sondern schlicht und einfach ausschließlich mit eigennützigem Egoismus, der bereit ist, auch über "Leichen" zu gehen. Ein Mensch in diesem Land braucht pro Monat, unter Einbeziehung seines Grundrechts auf Leben, auf ein eigenes Haus in lebenswerter Umgebung in etwa dreieinhalb bis maximal 5.000 Euro. Wer mehr in Anspruch nimmt, kann dies nur über durch nichts zu rechtfertigender Benachteiligung seiner Mitbürger.
"Vermögensberater bis zu 18.000 Euro, Wirtschaftsprüfer ebenfalls bis zu 18.000 Euro, Unternehmensberater - 20.000, ein Patentanwalt bis zu 75.000 Euro verdienen. Des weiteren eine Synchronsprecherin bis 15.000, ein Druckereibesitzer - 13.500, ein Softwarespezialist bis 13.000, ein Rechtsanwalt bis 75.000 Euro pro Monat "verdienen"." Und weiter
verdient ein/e (bis zu /in Euro)
Quelle:
STZ v. 31.12.05 S.15 & DIE ZEIT v. 29.12.2005 S.22
Der kontinuierliche Stellenabbau landauf landab ist sicherlich ein probates Mittel zur Belebung der Binnennachfrage in Deutschland. Aber da gibt es ja bekanntlich noch genügend Erbvermögen, das unbedingt auch noch abgesch(r)öpft werden will, bevor das Potential der verhinderten Konsumenten eine Neuorientierung in der Personalpolitik initiieren kann (siehe hierzu auch Kaufrückhalt - Kaufkraftverweigerung). Deutschland als Entwicklungsland zur Beseitigung betrieblicher Mitbestimmung ist letztlich wohl kaum erstrebenswert. |
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Unternehmer und
Investoren
aktuell: ... als unbedingtes Geschenk Ihres Bundesland? Hier die Geschichte des Investors / Unternehmers Rolf Deyhle, wie sie in den Zeitungen stand: In Baden Württemberg ist der Unternehmer Deyhle, so man Zeitungsjournalisten noch glauben darf, ein den Landespolitikern recht gut bekannter Unternehmer bzw. Investor. Gemäß einschlägiger Literatur soll er gar mit 0,6 Mrd. Euro ausgestattet (gewesen) sein. Er macht(e) gern in Musicals, Filmen und Immobilien. Eigentlich stünde der in Stuttgart Gablenberg geborene Unternehmensprofi eher der SPD nahe, dennoch habe er sich immer ordentlich mit dem eben erst ausgeschiedenen, politisch ehr konservativ orientierten langjährigen Landesvaters verstanden, von dem dieser Tage in der Wochenzeitung DIE ZEIT unter Leben / Wochenschau vom 20.10.2005 auf Seite 66 mit der Titelergänzung "Der Anfänger - ein gemeinsames Bier mit dem Erstsemester Erwin Teufel in einer Münchner Studentenkneipe, gestanden hat, dass selbiger inzwischen in München Philosophie studiere, was einen seiner jungen Kommilitonen zu der tiefgründigen Bemerkung bewog, dass es vielleicht schlüssiger wäre, zuerst Philosophie zu studieren, und dann Politiker zu werden. Ende des zur Neige gegangenen Jahrtausends habe Deyhle eine weitläufig entwickelte Immobilie inmitten eines Schutzgebiets bewohnt, in welchem eigentlich gar nicht hätte gebaut werden dürfen. Ob da politisch was dabei gelaufen ist, weiß niemand so recht. Eines Tages ist selbige vielleicht sogar unerwünschter Weise in der regionalen Presse aufgetaucht. Kurze Zeit später ist ein solches Anwesen für 16 Millionen bei einer Stuttgarter Privatbank ausgeschrieben worden. Mit Stuttgart eng verbunden, hat Rolf Deyhle aus dem im einst vor sich hin dümpelnden alten Stuttgarter SI nahe dem Flughafen, ein florierendes Musicalzentrum mit allem Drum und Dran einschließlich Spielbank und Relaxenvironment- Großbad geschaffen, welches Zuschauerströme anlocken und den Tourismus zwecks Übernachtungen ankurbeln helfen sollte. Leider liess die Wirkung des Neuartigen und Schönen eines Tages zunehmend zu wünschen übrig, so dass seine Musicalbetreiber-Stella AG mangels Nachfrage, oder vielleicht auch wegen eines Missmanagements, in die Miesen rutschte, in eine Schieflage, welche die Stuttgarter Landesregierung zu beheben getrachtet haben soll. Sie habe Rolf Deyhle deshalb scheinbar uneigennützig einen Kredit über 50 Mill. DM sprich 25 Mill. Euro zukommen lassen, der mit einer Landesbürgschaft über 30 Mill. DM abgesichert gewesen sein soll. Doch der Laden lief dennoch nicht mehr an, so dass sein Konkurs unausweichlich wurde. Da jedoch die 50 Mill. DM wohl bei all den Abwicklungen außen vor blieben, habe die Staatsanwaltschaft ihrerseits zu ermitteln begonnen. Hat Rolf Deyhle etwa die Öffentlichkeit betrogen oder gar Gelder veruntreut? Sein Anwalt behauptete, dass dem nicht so gewesen sei, denn Rolf Deyhle habe jene 50 Millionen Deutsche Mark einfach so bedingungslos zur freien Verfügung von der Landesregierung ausgehändigt bekommen. Dass diese Aussage ihre Richtigkeit habe, beeilte sich damals deshalb sogleich der Wirtschaftsminister Döring (siehe oben) der Öffentlichkeit zu erklären. Natürlich habe man von politischer Seite erwartet, dass der Unternehmer speziell mit diesem Geld die marode StellaAG wieder flott machen würde, um Arbeitsplätze in der Region zu erhalten, aber vertraglich explizit festgelegt habe man diese Intention natürlich nicht, stand zu jener Zeit in den Stuttgarter Zeitungen zu lesen. Demnach, so dachten belesene Stuttgarter, sei der Unternehmer Deyhle wohl ebenso pleite, wie der einstige Medienmogul Leo Kirch, und wer möchte schon einem nackten Mann das letzte Hemd ausziehen? Doch weit gefehlt, Deyhle meldete sich in jenen turbulenten Tagen wenig später höchst persönlich in einem Leserbrief zu Wort, in welchem er ausdrücklich feststellte, dass er persönlich keineswegs pleite sei. Ob die 'geschenkten' Millionen dabei behilflich gewesen sind? Auf Nachfrage war danach nur noch gerüchteweise was zu vernehmen, nämlich dass sich Rolf Deyhle inzwischen in Sachen Musical unternehmerisch vor allem auf Sylt aufhalte. Das ganze ist erst wenige Jahre her, da meldet sich Rolf Deyhle nun in der Stuttgarter Zeitung vom 19. Oktober 2005 nach langen Jahren des Schweigens mit einem neuen Projekt zur Belebung des Tourismuses der Landeshauptstadt Stuttgart wieder zu Wort: Seit 1998, als die Banken die Macht in seiner einst unüberschaubaren Firmengruppe übernahmen, hatte er sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. [...] Wenig später erfahren die Zuhörer [...], dass die Zeit der Zurückgezogenheit offenbar vorbei ist. Er stellte seine Vision von der Umgestaltung der Stuttgarter Kulturmeile mit einer Hügellandschaft über der Konrad-Adenauer-Straße, einem Künstlerviertel zwischen Staatsgalerie und Landtag und einem Pferdebrunnen als neuem Wahrzeichen vor. 'Gerne bin ich bereit, an einer solchen Gesamtentwicklung mitzuwirken und meine jahrzehntelangen Erfahrungen und mein Knowhow auf dem Gebiet der Schaffung von touristischen Großanlagen und Projekten und aus dem Entertainmentbereich voll einzubringen.' [...] im Handel mit Filmrechten war Deyhle nach Leo Kirch die Nummer zwei in der Branche. [...] Als drittes Standbein baute Deyhle Ende der 80er Jahre den Musicalkonzern Stella auf, der Mitte der 90er Jahre praktisch eine Monopolstellung in Deutschland hatte. Sein Werk ist auch der Ausbau des alten Stuttgarter SI-Centrums in Möhringen zum heutigen Unterhaltungszentrum mit zwei Musicaltheatern, einem Hotel, der Spielbank, der Wellness- und Saunalandschaft Schwaben-Quellen, einem Großkino und fast 20 gastronomischen Einrichtungen. [...] Daran änderte auch die Schieflage der Unternehmensgruppe Deyhle, deren Auflösung und - in der Folge - die zweimalige Insolvenz des Musicalunternehmens nichts." Inzwischen ist es raus, was die schwäbische Landeshauptstadt Stuttgart von dem oben so gut gesponserten Unternehmer Deyhle zu erwarten hat. Die Stuttgarter Presse vom 27. Januar 2007 unter Kultur auf Seite 15 informiert, dass sich der gewichtige Herr dieser Tage endgültig als Kunstsammler zurück gemeldet habe und die Stuttgarter Staatsgalerie mit einem bislang unausgestellten ungewöhnlichen Renoir von etwa 1860 als Leihgabe beglücken wird. Was man doch so alles für ein paar Millionen so nebenbei bekommen kann - den kunstbegeisterten Steuerzahler wird's jedenfalls erfreuen, und Kunst und Geld gehören bekanntlich ja auch zusammen. Für Unternehmer und Investoren scheint ein guter Draht zur Politik augenscheinlich vorteilhaft für den Erfolg zu sein, vielleicht auch, weil Politiker eine zunehmend kürzer werdende Halbwertzeit aufweisen und im übrigen sowieso nicht für die von ihnen angerichteten Schäden haften, ... na, vielleicht ist dem doch auch nicht mehr ganz so = siehe EQUAL.
Und dann ist es soweit, der einst von Baden Württemberg mit 50 Millionen DM (=ca. 25 Mill. Euro) bedachte Investor übt sich als Gönner und hängt mit einem feuchten Auge seinen Renoir „Dame im Pelz" in die Stuttgarter Staatsgalerie, offensichtlich zur Erbauung des Publikums: „Sie wirkt so natürlich und ist wunderschön", jedenfalls schreibt in etwa so die STUTTGARTER am 03. Februar 2006 auf Seite 26 (siehe Abbildung). Vollendet wird der Artikel mit einem Bild der Fotoreporterin Franziska Kraufmann, die für den stillen Betrachter Aufschlussreiches rüberbringt, ob nun gewollt oder zufällig: da sitzt ein Investor und stehen zwei Herren, der ohne Schildchen ist der Chef der Galerie und der mit ist ein Mitarbeiter. Ob das Verleihen seines Bildes Herrn Deyhle so erschöpft hat, oder ob er einfach gewohnt ist zu sitzen, während stellvertretende Begünstigte um ihn herum stehen, oder ob er Probleme mit seinen Beinen hat, ist dem Begleittext leider nicht zu entnehmen. In jedem Fall erfreut sich die Leihgabe öffentlicher Resonanz, oder ist damit eher der Spender gemeint? Weitere Leihgaben sind evtl. noch möglich, Bildung fürs Volk, dem Herrn sei Dank. |
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In Leipzig sei ein Armenhilfeverein "Helfende Hände" gegründet worden, der über Ver.di Leipzig Tel.: 0341 - 21 609-12 bzw. Fax: 0341 - 21 609-90 und die email lpzhelfendehaende@aol.com kontaktiert werden kann.
Die Zunehmende Armut
gerade unter den ohnehin schon Schwachen hat nicht unwesentlich mit
den Ambitionen des Staates zu tun, seiner hohen
Verschuldung dadurch Herr zu werden, dass im Bundes- und
Länderhaushalten gespart wird, auf Teufel komm raus, vor allem bei den
Bevölkerungsgruppen, die sich mangels Lobby und Einflussmöglichkeiten
scheinbar nicht zu wehren vermögen, während gleichzeitig noch immer die
uralte Parole geschwungen wird, dass man dem Markt, also den Kapital- und
Produktionsmittelinhabern möglichst freie Hand lassen solle. Die Crux
hieraus aus der Geschichte, schreiben sich zwischenzeitlich sogar die
Braunen wieder auf ihre propagandistischen Fahnen, indem sie, gewisser
Maßen als aktuelle eigene Neuentdeckung auf folgende
Sachverhalte hinweisen, die bereits 1983 in einem Buch eines ZEIT-Autors
im Robinson Verlag nachzulesen waren:
Sogar Hitler vertrat die Auffassung, dass es unklug sei, das Kapital und die Wirtschaft in seiner Freiheit einzuengen. Heute wissen wir, dass auch Wirtschaftsexperten, Insider, ja sogar Wirtschaftskapitäne und Großunternehmer nicht allwissend sind, zumindest sollte dies aus der Geschichte heraus längst bekannt sein. Dem Markt keine Grenzen setzen heißt, der Spekulation, der Sucht nach dem schnellen, verantwortungslos gewonnenen Geld Tür und Tor öffnen - die Zunahme der Spekulationen, der Spekulanten und deren von diesen verursachten Tragödien spricht eine deutliche Sprache hierzu. Und dafür Armut der ohnehin schon Ärmsten zuzulassen, ist in keiner Weise zu rechtfertigen, denn wie bereits erwähnt, wir alle haben immer nur jeweils ein Leben, und alle Menschen sind gleich, zumindest steht es so geschrieben als Grundlage für eine reale Demokratie als Garant für individuelle Freiheit für jeden einzelnen Bürger dieses Landes. |
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Wenn wir jedoch wissen wollen, was denn nun in unserem noch immer ach so reichen Land an Armut möglich ist, der möge sich doch einmal an das "Märchen" 'Schwefelhölzchen' von Hans Christian Andersen von vor über 150 Jahren erinnern. Zur Gedächtnisstütze hier eine auszugsweise kurze Zusammenfassung aus einer der deutschen Übersetzung von 1984, ISBN 3-88379-805-3:
Was es früher schon gab, das ist auch heute gerade auch bei jederzeit möglich, denn Moral und Ethik sind wandelbare Begriffe, es muss dazu nur lange genug manipuliert werden. |
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frei nach Titanic, ISBN 3-455-08777-9:
Nicht nur gegen Asylanten wird diese Weltanschauung realisiert !
Die Methode dazu ist nicht nur manuelle,
sondern vor allem suggestive Manipulation
nach gewohntem Muster wie folgt:
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Wasserprediger und Weintrinker Ich
kenne die Weise, ich kenne den Text Heinrich Heine; Wintermärchen Bedenklich, weil durchaus berechtigt, ist das Resümee der Autoren Dorothee Beck und Hartmut Meine, dass es immer wieder Bessergestellte bzw. -verdienende sind, die den sozial Benachteiligten Wasser zu trinken empfehlen, obwohl sie selbst moralisch ungeniert, aber nach außen hin versteckt dicken Wein schlürfen. In unseren Tagen jedoch entwickelt sich ganz ungeniert die Tendenz, Reichtum wieder protzig - plakativ demonstrativ zur Schau zur stellen - zum einen als Leistungsanreiz, für vorgeblich erreichbaren Lohn bei ,unumschränkt solidarischem', sprich ,selbstlosem' Leistungseinsatz mit verstecktem Egoismus, aber auch um Macht zu demonstrieren, mit den Säbeln zu rasseln, pardon, mit den Regenschirmen die verhasste Meute zu prügeln, womit die ,bedenklich aufsässig' Machtlosen in Grenzen gehalten werden sollen. Zur Kompensation der daraus sich entwickelnden ,Unsicherheiten' bedarf es hierzu dann, gewissermaßen im Gegenzug, ,ultimativer' Gesetze zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit bzw. des sozialen ,Friedens'.. Und <Johann - Günther König> definiert das soziale Missverhältnis unseres Land ursächlich, indem er schreibt: ,,Wenn Kapital immer dort investiert würde, wo die unbefriedigten Bedürfnisse am größten sind, hätten wir vielleicht Anlass, von der Bundesrepublik als einer [ausgeglichenen] ,Wohlstandsgesellschaft' zu reden. Davon kann in unserer Gesellschaft, der an der Schwelle zum dritten Jahrtausend fast sieben Millionen Arbeitsplätze - oder besser: Erwerbsmöglichkeiten - fehlen, an die drei Millionen Menschen auf Sozialhilfe angewiesen sind und bereits jedes siebte Kind unter sieben Jahren im Sozialhilfebezug ist, aber schlechterdings nicht die Rede sein. (aus: ,Alle Macht den Konzernen' (ro ro ro, ISBN 3 499 22486 0))
Alle
Menschen sind gleich, George
Orwell, Animals Farm
Armut ist die schlimmste Form von Gewalt Mohandas Karamchand GandhiMahatma Gandhi
Einigkeit, Recht und
Freiheit
siehe hierzu auch
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| DIE ZEIT Nr. 5 2006 Seite 28 v. 26.01.06:
USA 2005: Leistungsbilanzdefizit: 700 Billionen US-Dollar |
Schon der konservative Adenauer, der gern mal den fürsorglichen Patriarchen gab (man höre nur mal seine Rede an die Nation zur ReMilitarisierung
Deutschlands) soll auch nicht ganz ohne Schulden ausgekommen sein; bereits in den
frühen Siebzigern, als der gesamte Bundeshaushalt noch etwa 250 Mrd. DM
betrug, beliefen sich die jährlichen direkten und indirekten Remilitarisierungskosten auf
ca. 40 Mrd. DM, machten die Staatsschulden in etwa genau diese Summe aus.
Damit dürfte die Beherrschung des Gleichgewichts des Schreckens, also der
Kalte Krieg, in zweifacher Weise zur Staatsverschuldung mit beigetragen
haben, nämlich als Kosten für die Remilitarisierung (Schreibers und CO
lassen schön grüßen) und anschließend zur Sanierung der nicht zuletzt auch
hierdurch bankrott gewirtschafteten einstigen DDR.
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Als Kurt Georg Kiesinger [...] 1966 [...] zum Bundeskanzler gewählt wird, ist die Zeit des Wirtschaftswundermachers Ludwig Erhard [.] vorbei [.] ist die deutsche Wirtschaft [...] nicht gewachsen [..] der Bundeshaushalt ins Minus gerutscht. Die Zahl der Arbeitslosen liegt bei 673.000. Um [...] Vertrauen [...] einzuflößen, greift die [.] Regierung auf die Lehren [...] John Maynard Keynes zurück. Der Ökonom hatte [...] die These aufgestellt, dass der freie Markt allein eine Volkswirtschaft mitunter nicht aus einer Konjunkturkrise befreien könne. Stattdessen müsse der Staat für neues Wachstum sorgen, indem er zusätzliches Geld ausgibt. Im nächsten Aufschwung könne er dann die Steuermehreinnahmen zur Schuldentilgung nutzen. [So ...] verabschiedet die Große Koalition [...] 1967, was unter Ludwig Erhard noch undenkbar gewesen wäre: das erste Konjunkturprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Dafür nimmt die Regierung einen Kredit über 2,5 Milliarden Mark auf. Die öffentlichen Investitionen kommen der Bahn zugute, der Post, dem Straßenbau sowie Bildung und Forschung. [...] 1967 [...] ein zweites [...] Konjunkturprogramm mit einem Volumen von 5,3 Milliarden Mark. Die Wirkung bleibt nicht aus. Die zusätzliche Nachfrage erzeugt zusätzliche Umsätze. 1968 wächst die deutsche Wirtschaft um 7,3 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt [...] 1969 auf 243.000, die Zahl der offenen Stellen steigt auf 700.000. [...] [...] Anstatt die Schulden wieder abzubauen, zahlt die Regierung nur einen Teil der angehäuften Kredite zurück. Die restlichen Mehreinnahmen verteilt sie lieber an ihre Wähler. [...] Quelle: DIE ZEIT v. 29.12.2005 S.22 |
Schon damals hat man das Zurückzahlen der Staatskredite leider immer wieder nur zu gern auf nachfolgende Generationen verschoben.
Anlässlich der Glasperlenpolitik des ebenfalls konservativen Ehrenwortspezialisten ist 1989 und danach wohl auch noch die gesamte Wiedervereinigung Deutschlands auf Pump finanziert worden. Trotz der elegant treuhändig spekulativen Verwertung der ehemaligen DDR, sind somit die bis dato knapp 1,5 Billionen Euro an Staatsschulden aufgelaufen.
Faktisch gesehen ist Deutschland somit pleite, und auch das noch immer unterschwellig vorhandene Geschwafel von der Wiedereinführung der harten DM als Währung ist realistisch betrachtet verhängnisvolle Utopie.
Auf den Privatkonten zumindest einiger Bürger der Republik sollen zusammen immerhin Werte über 4,5 Billionen gespart liegen, was durchschnittlich gerechnet pro Bürger immerhin 56.250 Euro ergeben würde, Alte und Junge, Reiche und Arme eingeschlossen. Hoffen wir, dass dieses Vermögen nicht die Begehrlichkeit weckt, wie früher schon oftmals geübt die Staatsschulden zu begleichen, denn genau hierzu rät ein gewisser Franziskus von Ritter-Groenesteyn in seinem Gastkommentar im katholischen Internetmagazin http://www.kath.net unter
"Hurra wir sind bankrott!"
unter der url
http://www.kath.net/detail.php?id=12043. Nachdem dieser Herr die
Staatsverschuldung Deutschlands mit den folgenden Worten dramatisch
darlegt:
„Man muss die gigantische Zahl unserer Staatsschulden von aktuell 1.461.264.166.816,-- Euro [... in] kleinere Happen zerlegen, um sie [.] zu begreifen. Allein die jährliche Zinslast beträgt bei einem [.] Zinssatz von 3,62 % p.a. bereits 52,9 Mrd. Euro; dies entspricht einer Neuverschuldung von rund 4,4 Mrd. Euro pro Monat bzw. 146 Mio. Euro pro Tag! Man könnte also allein von den Zinsen nur eines einzigen Tages zwei Folgen von „Herr der Ringe“ produzieren. Man bedenke, wieviel Menschen dabei beschäftigt wären.
Zum Vergleich dazu die jährlichen Steuereinnahmen des Staates:
Im Haushalt 2005 sind sie mit 191 Mrd. Euro veranschlagt. [...] Folglich sieht auch der neue Haushalt 2006 nicht etwa ein Schuldenverminderung sondern, wie nicht anders zu erwarten, eine Neuverschuldung von 41 Mrd. Euro vor [...] wächst der Schuldenberg und mit ihm die Zinsen. ",
bietet der Mann als Lösungsweg, die Bürger dieses Landes in ihre Pflicht
zu nehmen, grotesker Weise unter dem Leit(/d)gedanken „Eigentum
verpflichtet":
„Sind wir also dem steil nach oben wachsenden Schuldenberg hilflos ausgeliefert?
Wir sind es nicht, wenn wir anfangen als Bürger unseres Landes Verantwortung zu übernehmen und umzudenken ... [...]... können wir nun mit Blick auf das deutsche Privatvermögen entgegenrufen “Hurra, wir sind [.] nicht [bankrott]! [...] ... nennen wir Deutsche[n doch] rund 5 Billionen Euro unser Privatvermögen. „Eigentum verpflichtet“, sagt der Volksmund und er hat recht. Aus der Sozialverpflichtung jeglichen Eigentums heraus lässt sich die Antwort formulieren, die unsere Probleme dauerhaft lösen könnte.
Im Prinzip ist es ebenso einfach wie radikal: Der Staat vereinnahmt im ersten Schritt eine Sonderabgabe in Höhe der Staatsverschuldung, natürlich gestaffelt nach dem tatsächlichen Anteil der jeweiligen Haushalte am Volksvermögen, zahlt davon seine Schulden zurück und senkt im Gegenzug entfallender Zinszahlungen die Steuern entsprechend ab.
Die mögliche Folge wäre, neben der kompletten Staatsentschuldung, ein Übermaß an frei werdender Liquidität, sehr niedrige Zinsen und infolge dessen ein ungeahnter Investitionsschub, der unsere Wirtschaft nun wirklich voranbringen würde. ",
wobei genau betrachtet vor allem diejenigen Bürger gemeint sind, die schon
immer die Zeche zu bezahlen hatten, ohne davon wirklichen, vor allem
selbst bestimmten Nutzen zu haben, denn als historisches Beispiel zitiert
der Ritter die Währungsreform von 1948:
„1948 haben uns die Siegermächte in der Währungsreform ein scheinbares Opfer aufgezwungen. Doch das Opfer kehrte sich schon am nächsten Tag in Segen. Waren die Regale vor der Reform leer und verwaist und blühte der Schwarzmarkt zu Wucherpreisen, so waren plötzlich die Regale über Nacht gefüllt, es gab alles, und der Schwarzmarkt war wie ausgelöscht."
Hinter hohen Klostermauern geschützt mag diese Betrachtungsweise berechtigt sein, doch der scheinbar bibelfeste Mann vergaß zu erwähnen, dass die Waren 1948 auch vor der Währungsreform schon in den Regalen der Geschäfte gestanden haben, dass aber eigennütziger Egoismus dafür gesorgt hat, dass lieber Mitbürger auf der Strasse dem Verhungern preis gegeben wurden, als dass ihnen ohne Aussicht auf Profit dringend zum Leben benötigte Waren ausgehändigte.
Darüber hinaus haben die Dynastien Thyssen, Krupp (Bohlen-Halbach), Flick und auch die Schmetterlinge sammelnde Afrikaabenteurer Rothschilds, und all die vielen (anderen) Waffen- und Geldschieber, bei der genannten Währungsreform kaum Federn lassen müssen. Nicht Sachwerte (z.B. Liegenschaften etc.) sind durch die Geldumstellung 1948 in Mitleidenschaft gezogen worden, sondern vor allem das Bargeld, die mühsam zusammengekratzten, meist vom Mund abgesparten (Altersversorgungsvorsorge-) Ersparnisse der ohnehin vom Schicksal überwiegend nicht gerade Verwöhnten. Wenn nicht Egoismus und Selbstbereicherungsmentalität unser Land nach dem letzten Weltkrieg regiert hätten und noch immer regieren würden und könnten, würden sich solche Staatsverschuldungskatastrophen, wie unsere gegenwärtige, nicht mehr wiederholen können. Statt dessen ist nun zu befürchten, dass die Staatsverschuldung mal wieder klamm heimlich nach bewährtem Muster getilgt wird, in dem die Gelddrucker mehr zu tun bekommen. Wie das geht, zeigen die folgenden geschichtlichen Rück- und Ausblicke aus gängigen literarischen Quellen:
Was kommt zuerst - Finanzkrise, Bankencrash, Krieg, Inflation
Spekulation, FinanzkriseWenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!
Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.
Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.
Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!
Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.
Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.
Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!
Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird ein bisschen Krieg gemacht.
Kurt Tucholsky, 1930
Es ist wahrhaft erstaunlich, wie Geschichte sich stets wiederholt, trotz Mahnung:
Wer aus der Vergangenheit nichts lernt,
indem er/sie sie vergisst,
oder indem diese vergessen gemacht wird,
ist verdammt, selbige stets zu wiederholen.frei nach George Santayana
Die aktuelle Krise hat zumindest schon mal den einen
Krieg bereits
gehabt, nämlich den Irakkrieg des George Walker Bush, des Sohns des
einstigen amerikanischen Geheimdienstchefs und des nachmaligen
amerikanischen Präsidenten, Bush senior, der selbst wiederum Initiators
bereits des
ersten amerikanischen Irakkriegs war. Der einstige irakische, wenig
demokratische Saddam war, so wissen wir ebenso, zu jener Zeit eigentlich
ebenfalls als ein Verbündeter
eben jenes bereits angedeuteten amerikanischen Geheimdienstes, als erwünschtes Bollwerk gegen den
vorgeblich revolutionären Iran, den es anscheinend so immanent nach
Expansion und Atommacht
gelüstet. Weil aber der irakische Vasall Saddam "ungehorsam" geworden war, wurde, kostenintensiver
als alle Kriege zuvor zusammen, eine ganze
Generation in Kriegswirren gestürzt, so dass sich daraus schließlich die
aktuelle, weltweite System- und Wirtschaftskrise entwickeln konnte, bzw.
entwickelt hat, die in
mehr oder weniger naher Zukunft auch noch in eine wahrhaft finale Inflation zu münden
vermag.
Übrigens war jener einstige deutsche Außenminister, der hier nachfolgend weiter unten noch zur Inflation per Zitation zu Wort kommt, zusammen mit seinem Ärmelhochkrempel- "Schröder" nicht ganz unbeteiligt an dem den Krieg begleitenden großen Deal der offiziellen vorgeblichen deutschen Nichtbeteiligung und der dafür indirekten deutschen wirtschaftlichen Mit- Beteiligung an den miesen Krediten einkommensschwacher amerikanischer Häuslesbauer und geldgieriger Spekulanten-Egomanen. Ob allerdings nun auch noch jener Krieg folgen wird, der dazu dienen soll/wird, kontinuierlich mächtiger werdende Systemveränderer in deren finalen Wirkung auszuschalten, bleibt abzuwarten.
Inflation
- das Schreckgespenst des Jahrhunderts, sie erreichte ihren Höhe- und Endpunkt im November 1923, als ein Dollar 4,2 Billionen Mark kostete; 300 Papierfabriken und 150 Druckereien mussten das Papiergeld drucken; das Nachsehen hatten die Arbeiter (für ein Pfund Butter musste man zwei Tage arbeiten) und der Mittelstand, der seine ganzen Ersparnisse verlor; verdient hatten der Staat, der seine Schulden los wurde, Landwirtschaft, Industrie und Spekulanten.aus: Der 30 Januar
von Karl Heinz Janßen;
ISBN 3 - 88592 - 037 - 9
„In Deutschland schlug noch ein weiterer Faktor extrem negativ zu Buche, nämlich die inflationäre Enteignung [...] durch die Hyperinflation und die Währungsreform [...]. Finanzwirtschaftlich gesehen war der Weltkrieg für das Reich nichts anderes gewesen als eine gewaltige Hausse-Spekulation [...]. Nachdem Deutschland [..] aber verloren hatte, war das Reich faktisch pleite, wenn es seine »inneren [.]schulden« und dazu noch die »äußeren [.]schulden« [...] hätte begleichen wollen. Also mu[ss]te es zuerst und vor allem die inneren [.]schulden unbedingt loswerden, und so griffen die Verantwortlichen zur Enteignung durch Inflation [...] und am Ende dieser Operation [...] haben die gesamten inneren [.]schulden des Deutschen Reichs in Höhe von 154 Milliarden Mark nur noch den Wert von 15,4 Pfennig [...]!",
schreibt Joschka Fischer noch 1994 in 'Risiko Deutschland', ISBN
3-426-80075-6 (Knauer Taschenbuch). Natürlich bezog er sich dabei auf die Schulden des Ersten
Weltkriegs und hätte dabei vielleicht auch genau so gut die des Zweiten meinen können, oder
gar die unserer heutigen exorbitanten Staatsverschuldung, die ja auch
nichts anderes ist, als die Folge eines permanenten Krieges ist, die des Weltwirtschafts-,
-religions-, -anschauungs- und -ideologienkriegs?
Welche Wirkung eine solche fiskalische staatliche ("Entlastungs-") Operation haben kann, erläutert Fischers Weiterführung mit ...
"Fiskalisch gesehen ist der [.] Weltkrieg der billigste Krieg, der je geführt wurde.[.] Freilich blieb bei diesem Enteignungsschlag die deutsche Mittelklasse mit ihrem Vermögen größtenteils auf der Strecke und wurde in den Ruin, in tiefe Verzweiflung und Verbitterung gestürzt. [...]“
dito
"Es gab den Zentralbanken damit die Möglichkeit, viel Liquidität zu schaffen, ohne die Inflation zu treiben. Das ließ die Kurse und die Gewinne und die Immobilienpreise steigen. [...] Die US-Notenbank flutet gerade die Märkte mit Geld. Offenbar fühlt sie sich nicht mehr an die Lehre gebunden, dass sich die Zentralbanken um den Geldwert zu kümmern haben ..."
aus: stern, 27.03.08 S. 162
Inzwischen hat die Inflation auch Deutschland bzw. die Eurozone eingeholt. Und gerade in Europa haben viele Staaten eine wenig ruhmreiche Vergangenheit stets rasanter Inflation über Generationen hinweg.
<Helmut
Creutz>
veranschaulicht unsere Staatsverschuldungsproblematik mit folgender
Ausführung:
„Staatsentschuldung in 85 Jahren?
Wie man in [...] der Presse lesen konnte, hat der Bundesrechnungshof vorgerechnet, dass der Bund, bei jährlichen Tilgungen von zehn Milliarden Euro, 85 Jahre brauchen würde, um seine Schulden abzubauen [also noch nicht die Schulden der Bundesländer; Anm. P.B.].
Das ist vordergründig richtig gerechnet, denn 85 mal 10 Milliarden ergeben jene rund 850 Milliarden Euro, die alleine der Bund in Deutschland bis zum Jahresende 2004 angesammelt hat.Allerdings wurde diese Rechnung [...] ohne die Zinsen gemacht! Denn selbst wenn der Bund im kommenden Jahr mit einer solchen Tilgung beginnen würde: Die Zinszahlungen, die heute bei rund 40 Milliarden jährlich liegen, laufen wie bei jeder Hypothek für die Restschuld weiter! Geht man bei der angedachten linearen Tilgung und der sich daraus er gebenden durchschnittlichen Restschuld von 425 Milliarden Euro in den 85 Jahren aus, dann wären bei einer Verzinsung von fünf Prozent, neben der Tilgungssumme von 10 Milliarden, im Durchschnitt jährlich auch noch 21 Milliarden Zinsen fällig, insgesamt also 31 Milliarden p.a.! Dabei würde der Gesamtaufwand im ersten Jahr bei 52 Milliarden liegen und erst im letzten Tilgungsjahr dem vom Bundesrechnungshof ermittelten Betrag von 10 Milliarden nahe kommen.
Bezieht man Gesamtzahlungen auf die Laufzeit von 85 Jahren, dann fallen also, neben der Schuldentilgung von 850 Milliarden, auch noch Zinszahlungen in Höhe von 1.785 Milliarden Euro an. Die insgesamt zu zahlende Summe ist mit rund 2.635 Milliarden Euro gut drei Mal so hoch wie die vom Rechnungshof genannte Größe! Zwar pflegte der Bund seine Zinszahlungen bisher weitgehend über Neukreditaufnahmen zu finanzieren, aber dieser Weg ist zukünftig ausgeschlossen, wenn die Tilgungsrechnung in 85 Jahren aufgehen soll."
|
... dass unser Staat bei einer Tilgungsleistung auf die Staatsschulden von monatlich 1 Milliarde EUR ungefähr 120 Jahre brauchen würde, um schuldenfrei zu werden [... und dass dazu] derzeit zusätzlich ca. 7 Milliarden EURO monatlich an Zinsen aufzubringen wären. |
Die Schwere unsere Staatsverschuldung zeigen auch die folgenden
Entschuldungsmodelle:
Staatsverschuldung insgesamt:
ca. 1.465.000.000.000,00 (1,465 Billionen) Euro
Staatsverschuldung pro Kopf der Bevölkerung: 17.775 Euro
Zuwachs der Schulden (Zinsen) pro Sekunde: etwa 1.700
Euro
nachzulesen beim Bund der Steuerzahler unter
www.steuerzahler.de
Jährliche Zinslast pro Kopf der Bevölkerung aus der
Staatsverschuldung: rund 1.000,00 Euro.
Entschuldungsmodell 1:
Jeder Bürger, Alte und Kinder eingeschlossen, zahlen fortan
monatlich 400 Euro Sondersteuer zur Staatsentschuldung. In diesem Fall
benötigen wir 5 Jahre bis zur Schuldenfreiheit.
Entschuldungsmodell 2:
Alle Besitzer von Geldvermögen in ganz Deutschland treten Ihre
gesamten Zinserträge aus ihren Vermögensanlagen (also nicht ihr
angelegtes Vermögen) an den Staat als Sondersteuer ab. Der Staat wäre u.
d. U. nach 5 Jahren schuldenfrei. Würde wir diese Zinserträge
allerdings unter allen Bürgern dieses Landes gleichmäßig verteilen,
erhielte jeder in diesem Land (Arme, Babies und Rentner eingeschlossen)
jährlich eine Sonderzuwendung über 4.000 Euro.
Entschuldungsmodell 3:
Würden alle öffentlichen Haushalte des Bundes und der Länder zusammen
jeden Monat 1 Milliarde (1.000.000.000,00) EURO Schulden zu tilgen und dazu
noch die 7 Milliarden Euro zahlen, die zur Zeit monatlich allein für
Zinsen aufgebracht werden müssen, zusammen also 8 Milliarden Euro im
Monat bezahlen, dann wäre unser Staat nach 125 Jahren schuldenfrei.
Insgesamt hätte die Bundesrepublik dann bei einem Zinssatz von 5,6% bei
monatlich 8 Milliarden für Zins plus Tilgung 1,5 Billionen an Schulden,
10,5 Billionen an Zinsen an die Kapitalgeber (zurück) gezahlt.
Umgerechnet pro Kopf an Menschen wären dann in diesem Zeitraum in unserem
Land allein an Zinsen 126.000 Euro aufgebracht worden.
|
Anzahl der Jahre seit 1970,
in denen
An diesen Perspektiven misst sich der Wahrheitsgehalt |
„... wurde von Seiten der Europäischen Zentralbank [...] darauf hingewiesen, dass die Zeiten des billigen Geldes [.] zu Ende gehen [...] dass eine 0,5-prozentige Zinserhöhung beim Staat zu Mehrausgaben für den Zinsendienst von rund 7 Milliarden EUR führt [...] dass die geplanten Einnahmen aus der Mehrwertsteuererhöhung [etc.] zu einem erheblichen Teil in den Zinsendienst des Staates fließen werden. Geplante [...] Programme zur Belebung der Wirtschaft werden so von vornherein Makulatur.
Die Zinszahlungen des Staates kommen den Haushalten zugute, die ihr Vermögen in Bundesschatzbriefen und Bundesobligationen angelegt haben. Der Staat wird seiner originären Aufgabe gerecht: Er verteilt um [...] von den Habenichtsen und Arbeitern zu den Vermögenden und Kapitalanlegern. Das Fortschreiten der Spaltung unserer Gesellschaft ist offenkundig. Unruhen, wie in Frankreich [...] als deutliche Warnsignale [...]"Quelle: www.humanwirtschaft.de
HUMAN Wirtschaft 11/12. 2005/06
| themen |
DIE ZEIT v. 24.02.05 S.37:
![]()
„Nach dem Verkauf von Krankenhäusern und Klärwerken drohen vielen Gemeinden hohe Schadenersatzklagen

[...]."
. | themen |
Ein ,guter' Rat zum Schluß ...
Ein ,Häppchen Lebensweisheit‘ präsentierte am 29.12. 2001 eine
Boulevardpresse in Form eines herzerwärmenden Kommentars. Unter dem Titel
„Ich wär‘ so gerne Millionär ...",
... druckte sie: "Für 100 Millionen Mark wechselt [Fußballprofi XY. nach Z.!] [....] ein Mensch ist sowieso unbezahlbar. Aber wird nicht zu viel für Spitzenleistungen bezahlt? 10 Mill. pro Filmrolle für S[.]! 60 Mill. Abfindung für den [.] Mannesmann - Chef ! Über 100 Millionen [...] für [den Rennprofi S.] ! Dreistellige Millionenbezüge für die [ ... ,abgehalfterten' Tennisprofis] ! Wer das bezahlt? Der Kinobesucher, der [xyz] -Fan [...]. Die Handybenutzer, Biertrinker und Zigarettenraucher, [welche] die Produkte kaufen, für die mit hoch bezahlten Promis geworben wird."
Sollen die kommerziell gesponserten ,Emporkömmlinge‘ zu Werbezwecken gar zu fett gefüttert worden sein? Die Alteingesessenen sind wohl kaum gemeint, denn ihnen steht das überreichlich Zubedachte, wenn schon nicht Kraft der eigenen Leistung, so doch wenigstens aus ,Gottes Gnaden‘ zu. Besagter Kommentar erteilt zum Abschluß noch den ,humanen' Rat, nämlich:
„Hand aufs Herz, ist Millionär zu werden nicht ein Traum, den sich viele erfüllen wollen? Z. B. [...] wenn viele Millionen Lottospieler mit ihrem Einsatz Woche für Woche wenige Millionäre küren.
Deshalb:
Kein Neid - statt dessen weiterträumen."
Dieser
abschließende Kommentar ist selbstredend. Er stammt vorgeblich aus der Feder
von Hans - Olaf Henkel, Ex - BDI - Chef (siehe | Staatszukunft
und Demokratie
|).
Zur sozialen Konsensfindung wird dieses ,Meisterwerk christlicher
Nächstenliebe' sicherlich kaum beitragen.
( Die
hier im obigen Kommentar enthaltene latente <Werbung>
für die viel gut bezahlten ,Promis‘ wurde bewusst vermieden).
Im selben Blatt heißt es, in der unteren Seitenhälfte:
„Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft entfällt in Deutschland ein Viertel des Geldvermögens (rd. 1.000 Milliarden Mark) auf nur 0,5 Prozent der Bevölkerung."
Schön zu wissen, dass so wenigen Mitbürgern mehr Vermögen zur Verfügung steht, als dem ganzen Staatshaushalt für den Rest der ,Menschheit‘ in diesem Land. Aber dies ist natürlich zu kurz gegriffen, denn schließlich erwirtschaftet das von diesem Vermögen eingesetzte Kapital neues Vermögen, so dass hierbei Steuern für unser Land zur Bewältigung der kommunalen/staatlichen Gemeinschaftsaufgaben a(b/n)fallen. Oder etwa doch nicht? Um mit den Worten des romantisierten <Indianers> zu enden – Wir werden sehen!
Eine Leserzuschrift in DIE ZEIT Nr. 17 2009 nennt das Kind beim Namen, indem er die manipulative Grundlage des Henkel'schen Beitrag aus einem ähnlichen Zusammenhang heraus benennt:
|
"[ ...] in den letzten 20 Jahren [zu]
beobachte[n ...] ist die [...] gelenkte und zutiefst inhumane
Verunsicherung der [die eigentlich erschaffende Leistung
erbringende] arbeitenden Bevölkerung, indem [ihr] ein verzerrtes
Bild der Realität gezeichnet wurde nach dem Motto: Ihr müsst jetzt
alle den Gürtel enger schnallen! Ihr müsst mehr arbeiten für weniger
Geld! Ihr müsst auf Urlaub und Überstundenzuschlag verzichten! Ihr
sollt[.] Angst um euren Arbeitsplatz haben, dann seid ihr besser zu
manipulieren,
dann tut ihr alles für unser Geld!
Am Ende dieses schleichenden
mentalen Umgestaltungsprozesses hat man [...] Duckmäuser[.], die
sich fügsam jeder »plausiblen« Rezession anpass[en], um unsere
Ökonomie zu retten. Im Grunde [sind wir längst] eine [...] Zwangsgemeinschaft [.] unfreie[r] Bürger[.], die von supranationalen, global agierenden Konzernen gemolken w[erden]." |
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