megab1b.gif (3787 Byte)

Achtung !! Augen auf
beim Gebrauchtcomputer(teile)kauf

| index | neustart | home |

megab5b.gif (2734 Byte)
Benutzen auch Sie zu Hause einen schon etwas betagten PC, der noch immer zügig seine Schreib- und Grafikkünste verrichtet, und im Internet herumsurft, weil sie nicht zu denen gehören, die sich ständig die neuesten speicher- und geschwindigkeits- fressenden Aufblähprogramme von Microsoft auf ihren Rechner laden müssen. Wollen sie diesen Rechner evtl. mit ein paar gebrauchten Hardwareteilen angemessen erweitern? Oder ist in Ihrem Geldbeutel womöglich gar Ebbe, so daß Sie mit Ihrem Geld rechnen müssen und deshalb mit einem gebrauchten Computer liebäugeln? Dann stellt sich für Sie die Frage nach der Beschaffung eines akzeptablen Gebrauchten bzw. gebrauchter Computerteile zum günstigen Preis? In einem Fachgeschäft für PC´s aus zweiter Hand glauben sich viele Zeitgenossen besser bedient, als bei einem privaten Anbieter aus der Zeitung. Doch Achtung !!! man kann auch dabei böse auf der Nase landen. Wieso und warum, veranschaulicht mein nebenstehender Erfahrungsbericht.

Ps.:
Bezüglich den Praktiken bei der Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Garantiebedingungen kann man/faru auch bei den grossen Cash-and-Carry - Händlern sogar beim Neugerätekauf schwer auf die Nase fallen. Eigene Erfahrung im Zentrum für Nichtblöde hat mich gelehrt, dass es, natürlich verbunden mit viel Ärger, sogar Jahre dauern kann, bis aus einem betriebsunfähigen ,,Montagscomputer" ein brauchbares Gerät wird.

.

Gebrauchte Computerteile für mich echt teuer ...

... ein Erfahrungsbericht aus dem Jahr 2001

.

Noch immer benutze ich das Pentium 166 MHz - Notebook eines bekannten Herstellers, für den ich hier keine Schleichwerbung abgeben möchte. Es erfüllt seine Aufgaben gut genug, sogar diese Seite hier habe ich damit erstellt. Lediglich die etwas kleine Zweieinhalbzoll - 2 Gigabyte - Festplatte ist zuweilen unzureichend. Aber warum deshalb gleich eine ganz neue kaufen, die Elektroschrottmüllberge sind hoch genug.

megab3b.gif (7558 Byte)Da gibt es doch Mb in Stuttgart, das mit gebrauchten Computerteilen handelt. Dort schaue ich mich in alter Jäger- und Sammlermanier natürlich  auch gleich noch um, ob ich vielleicht noch etwas anderes brauchbares finden kann, was zu/in meinem/n Computer paßt. Doch die ausgestellten Angebote überzeugen mich wenig. Die Modelle sind überwiegend zu sehr überaltert (z.B. ein 486er - 33 MHz - Notebook mit zehn Zoll Display und 200 Megabyte zum Preis von knapp 500,- DM), so daß sie allenfalls noch unter WFW3.11 laufen, für das ich mir kaum noch Anwendungsprogramme beschaffen kann. Einigermaßen brauchbare Geräte aus der ersten oder zweiten Pentium - PCI - Generation hingegen sind schlicht zu teuer - Mb berechnet für sie nach meiner Beobachtung rechnerisch ungefähr 75 Prozent des Preises von aktuellen Neugeräten.

Doch ich bin noch zuversichtlich und vermittle, als zu diesem Zeitpunkt einzigem im Geschäft anwesenden Kaufinteressent, dem ebenfalls einzigen Verkäufer des Ladens, mein Anliegen bezüglich eines ausreichenden Speichermediums. 

.megab4b.gif (9386 Byte)

nnur eine Schraube ist zu öffnen

und schon ist die HD zugänglich

und kann aus dem Verbindungssockel
herausgezogen werden -
Arbeitszeit: keine zwei Minuten

Glossar:

In jedem eigenständigen Personalcomputer befindet sich zur Speicherung der erarbeiteten Daten eine Festpatte, neudeutsch auch Harddisk genannt. In einem Gehäuse eingekapselt rotieren hier mehrere magnetisierbare Metallscheiben, auf welchen die elektronischen Daten des Computers in Magnetfelder umgewandelt gespeichert werden.

Diese Platte werden gerätspezifisch mit 5400 / 7200 Umdrehungen bei 3 1/2 Zoll - und 4200 / 5400 bei 2 1/2 Zoll - Notebook- Festplatten um die Plattenachse gedreht. Je höher die Umdrehungsgeschwindigkeit, desto schriller ist das mögliche Betriebsgeräusch (und liegt zum Teil weit über 45 Dezibel.)

In früheren Jahren wurden den Betriebsgeräuschen der Computer weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Das hat sich mittlerweile geändert. Hierbei entscheiden vor allem die Festplatte und das Kühlergebläse über die Gesamtlautstärke des PC´s. Ganz besonders bei Notebooks kann das Festplattenbetriebsgeräusch sehr unangenehm hervortönen.

Ich habe Glück, denn er bietet mir eine 20 Gigabyte - Notebookfestplatte von IBM für gerade mal 400,- DM an, was kein schlechter Preis wäre (Stand April 2001). Doch da ich auf Grund meines Ohrenleidens geräuschempfindlich bin, ist es wichtig für mich in Erfahrung zu bringen, wie intensiv diese Festplatte pfeift. Da die genannte Platte sogar mit schnellen 5400 Umdrehungen pro Sekunde arbeitet, ist sehr  wahrscheinlich, daß meine Befürchtung über deren zu große Geräuschentwicklung im Betrieb zutrifft. Darüber hinaus möchte ich wissen, ob die Harddisk überhaupt in mein Notebook paßt und in vollem Umfang von selbigem angesprochen werden kann. Der Verkäufer kann mir hierzu jedoch keine Angaben machen. Lediglich durch einen kurzen Testeinbau in mein mitgebrachtes Notebook wäre dies zu klären. Diesen jedoch kann bzw. will er nicht bewerkstelligen und mir gestattet er dies nicht, obwohl ich dazu technisch und vom Know-how her ohne Schwierigkeiten in der Lage bin. Er schickt mich in die Werkstatt seiner Firma ein paar Häuserblocks weiter um die Straßenecke herum. Der dortige Techniker setzt bei der Begrüßung dazu an, daß die von mir gewünschte Testmontage bei ihnen normalerweise 80,- DM kosten würde, er aber ausnahmsweise davon absieht. Ich habe zwischenzeitlich die einzige dazu zu öffnende Schraube am Boden meines Notebook´s und die eingebaute Harddisk entfernt, so daß der Computerspezialist ohne großen Aufwand die Festplatte in den Verbindungsslott einschieben kann (siehe Bildfolge in der linken Spalte). Beim Neustart erklärt er mir, daß mein Computer eine Festplatte mit hoher Kapazität nicht im vollen Umfang ansprechen könne. Er kopiert mir deshalb ein Steuerprogramm (Ontrack) vom Datenbestand seines Geschäftscomputers herunter, das diese Aufgabe erfüllen soll. Das Ladengeschäft ist währenddessen permanent von erheblichem Verkehrslärm der davorliegenden stark befahrenen Straße erfüllt (siehe Foto am Textende), so daß es mir nicht möglich ist, die Lauflautstärke der eingeschobenen Festplatte zu beurteilen. Doch der Techniker erklärt sie für nicht lauter, als meine eigenen 2 Gigabyteplatte, die ursprünglich in meinem Gerät eingebaut gewesen war. Als Entgegnung auf meine Verunsicherung, werde ich von ihm auf die zweiwöchige Garantie hingewiesen.

So kam es, wie es kommen muß, wenn man sich beim Kauf gebrauchter Waren rechtlich nicht genügend absichert. Mein Notebook war zu Hause durchaus in der Lage, die gesamte Festplattenkapazität ohne Hilfsprogramm anzusprechen. Diese Einschränkung des Technikers bei einer bereits eingerichteten Festplatte war also falsch. Doch darüber hätte ich mich ja freuen können, da es den Umgang mit diesem Hardwareteil ja erleichtert hätte. Doch dann kam auch schon der Hammer - in meinem ruhigen Arbeitszimmer pfiff die Festplatte im Betrieb eben doch so unerträglich laut, daß mich sogar meine relativ geräuschunempfindliche Partnerin darauf ansprach (lesen Sie hierzu auch ,Mein altes <Notebook> ist wieder fit dank ...). Darum rief ich umgehend den Verkäufer an, erklärte ihm meine Notlage und bat um Rat. Als Abhilfe bot er mir einen neuen Deal an, denn sein Techniker habe noch eine andere gebrauchte 12 Gigabyte - Platte mit voraussichtlich ruhigen 4200 Umdrehungen vorrätig, für die ich jedoch nochmals 120,- DM hinzublättern hätte. Ich willigte trotzdem in einen Versuch ein, zu der Bedingung, daß ich diesmal in ruhiger Umgebung die versuchsweise eingebaute Platte beurteilen darf.

Am nächsten Tag betrat ich kurz vor zwölf Uhr mittags den Verkaufsladen und wurde sofort zum Techniker um die Straßenecke weiterverwiesen. Dort sollte ich nun zuerst einmal 80,- DM für eine halbe Arbeitsstunde für den probeweisen Einbau der zweiten Festplatte entrichten, denn mit Arbeitsbeschaffer wie mich hätten sie ja schon genügend Erfahrungen gesammelt. Ich verzichtete auf dieses ,,großzügige" Angebot und wünschte deshalb die von mir vortags gekaufte Festplatte als Garantiefall zurück zu geben. Doch ich wurde abermals eines Besseren belehrt. Die angebotene zweiwöchige Garantie sei eine reine Funktionsgarantie. Wenn ich dennoch auf Rückgabe bestünde, so ist dies nur als Rückkauf seitens M - B möglich und kommt einem dreißigprozentigen Abschlag auf die ursprüngliche Verkaufssumme gleich. In meinem Fall bedeutete dies ein Verlust von 130,- DM für mich. Der Mitarbeiter der Firma wurde sogar aggressiv, schließlich hätte er mir für die erste Testinstallation nicht den üblichen Stundensatz berechnet. Meinen Wunsch nach Einsichtnahme in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Firma quittierte er mit dem Hinweis, diese würden im anderen Ladengeschäft um die Straßenecke herum an der Wand hängen und könnten dort zwei Stunden später nach Beendigung der Mittagspause wieder eingesehen werden. Er staunte, daß ich die Platte dennoch zurückgab. Klar, daß dies mein letzter Handel mit dieser Firma war.

Fazit:

Beim Kauf neuer Computerteile bei gängigen Neuwarenhändlern habe ich bislang keine Probleme mit der Rückgabe von gekaufter Ware gehabt, die letztlich nicht vollständig meinen ausdrücklich erklärten Wünschen entsprochen hat. Selbst die Cash und Carry - shops für die ,,besonders Intelligenten" sind kulant. Die dort angebotenen Computerneuteile sind kaum teurer, als die gebrauchten Teile der Firma M - B, aber auf Grund der technischen Neuerungen in jedem Fall funktionstüchtiger. Vor allem weniger betuchte und vorinformierte Kaufinteressenten laufen bei der Firma M - B infolge deren besonders eingespielten Servicebedingungen letztendlich Gefahr, wesentlich mehr Geld los zu werden, als ursprünglich beabsichtigt. Bei einem Neuwarenhändler mit transparentem Service werden aller Wahrscheinlichkeit nach letzlich weniger riskante Käufe getätigt. Vor allem werden die potentiellen Kaufinteressenten in solchen Geschäften mit Sicherheit nicht als querulante ,,Arbeitsbeschaffer" beleidigt. Und bei vielen Computerneuteilehändlern mit angegliederter Werkstatt kann man zuweilen auf Nachfrage auch gebrauchte Teile zu günstigen Preisen incl. Einbauhilfe erwerben.

Doch das Schlimmste ist nicht der Schaden, den ich durch die zuvor beschriebene Secondhandfirma erlitten habe, sondern die Erkenntnis, daß gerade auch im <Gebrauchtwarensektor> Geschäftsleute mitmischen, die mit solchen Geschäftspraktiken operieren, wie dargestellt. Das führt zu Vertrauensverlust seitens potentieller Käufer, die bereit wären, im Interesse unser aller Umwelt, und so seltsam dies auch anmuten mag, auch im Interesse unserer Volkswirtschaft, sich mit gebrauchten Waren zufrieden zu geben. Das stetige Produzieren gleichartiger, kurzlebiger Konsumgüter führt stets zu einem momentanen Feuerwerk der Wirtschaftpotentiale und rascher, maximaler Profite - diese sind letztlich jedoch immer kurzfristig und somit zyklisch und enden in <Umverteilungskrisen>. Wir haben nicht die <Resourcen> für alle acht Milliarden Menschen dieser Erde mehrmals die selben Produkte zum kontinuierlichen Wegwerfen zu produzieren. Oder anders ausgedrückt - die Wegwerfgesellschaften, und das Image, das von denselben ausgeht, tragen zur Armut der weniger mächtigen Völker bei, auch wenn die Verfechter der Leistungsgesellschaften dies nicht so sehen (können/wollen/dürfen/müssen).

Ps.: Neue <Notebookfestplatten> sind sehr leise, wie Sie meinem Beitrag hierzu entnehmen können.

megab2.jpg (9788 Byte)

Weitere Verbraucherschutzinfo´s:

  • evtl. gefährlicher Konstruktionsfehler am Kupplungsträger von <VW - Golf III TDI>

  • Unfallgefahr durch bruchgefährdete Radaufhängung bei <Mercedes>

  • mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen gefährden Benutzer der <SSB - Stuttgart>

  • PCMCIA - Modem - Hardwarecrash durch Flash - Bios - UPDATE von <LENCO>

  • Mein altes <Notebook> ist wieder fit, dank ...

  • <Vorzüge und Tücken> des ALL-IN-ONE Scanner/Drucker/Kopierer PSC 1110 von HP

 

| anfang | index | neustart | home |

© peter bechen