PCMCIA - Data / Fax - Modem
Bios - Flash - Update

Der Hardwarekiller von Lenco

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Kurzdarstellung:

Zuweilen ist es notwendig das Betriebssystem eines PCMCIA - Data/Fax - Modems zu aktualisieren, z.B. um es an eine neue Hard- und/oder Softwareumgebung anzupassen oder um hartnäckige Kompatibilitätsprobleme beim Datentransfer zu beseitigen.

Doch ACHTUNG !!!, ein solches UPGRADE per Flashmodul kann zum Totalverlust des Modems führen, denn meist ist der User bei diesem Vorgang auf Grund der davorliegenden Aufregungen schon genervt und eher unkonzentriert und darüber hinaus sind die firmeneigenen Beschreibungen zur dazu benötigten Flash-Software aus dem Treiber - Downloadbereich der entsprechenden Hersteller im Internet alles andere als didaktisch ausgeklügelt, und die Hardware ist gegen Fehlprogrammierung überwiegend auch nicht geschützt. So sind kostspielige Zerstörungen vorprogrammiert.

Erfahrungsbericht (aus dem Jahr 1999):

Besitzern stationärer Pc´s sind sie meist unbekannt, doch für Notebook - Betreiber stellen sie eine wesentliche Erleichterung dar, weil sie, in das entsprechende Slot eingeführt, bequem die Funktionen des tragbaren Computers erweitern, ohne dessen Mobilität einzuschränken - die Rede ist von den kleinen scheckkartengroßen PCMCIA - Modemcards. Über sie können Netzwerke oder der Zugang zum Internet mit all seinen Anwendungsoptionen aufgebaut werden.

Die kleinen scheckkartengroße PCMCIA - Modems werden bequem in die entsprechenden Slots eingeführt und meist automatisch vom Computersoftware - Betriebssystem erkannt.

Das readme.txt - File ...
... der selbstextrahierenden Flashdatei
Mxt9532.exe enthält folgende Erklärung:
....

PCMCIA Lenco MXT 9532 V.90
Upgrade Program

  1. Starten Sie das Programm "flash.exe"

  2. Wählen Sie "Dhp02ger.hex" und drücken Sie OK

  3. Warten Sie bis der komplette Upgradevorgang abgeschlossen ist

A C H T U N G ! ! !

Schalten Sie während des Upgradevorgangs auf keinen Fall den Computer aus. Das Modem wird sonst nicht reparablen Schaden bekommen.

  1. Execute "Windows Explorer" double click "flash.exe

  2. Choose "Dhp02ger.hex" and press OK

  3. Wait for completing the upgrade

  4. CAUTION !!! NEVER POWER OFF OR TOUCH ANYTHER WHEN UPGRADEING FIRWARE THAT MAY CAUSE MODEM DEAD

Für schlappe 178 DM gab es vor eineinhalb Jahren bei einem bekannten Mediengroßmarkt für besonders helle Köpfe ein 56K V90 Data / Faxmodem der Firma LENCO, die sich früher im Audiobereich ihren Namen gemacht hat. Dementsprechend ist LENCO denn auch nur der Distributor dieser Karte, die sich unter dem Namen LUCENT in die Systemsteuerung einbettet, sofern man nicht gerade Pech hat.

So mußte ich erfahren, daß mein Toshiba - Satellite300 - Notebook unter Windows 95 Version A und 98 problemlos mit diesem Minimodem kooperierte, nicht jedoch unter Windows 95 Version B & C. Ob es wohl an der, bei Standartinstallation fehlerhaften Highmemoryverwaltung (es stehen nur 565 Kilobyte statt 608 kbyte Arbeitsspeicher zur Verfügung) dieser beiden glücklosen Softwareversionen von MS liegt? Nach entsprechenden Updates mittels den Dateien D33818.exe und pccardupd.exe von MS war klar, daß die Wurzel des Problems anderswo zu suchen ist. Also verfiel ich auf den genialen Gedanken, es mit einem Biosupdate meiner Steckkarte zu versuchen. Unter lenco.de fand ich den entsprechenden Treibersupport. Leider wies diese Seite einen technischen Mangel auf, so daß sie sich auf meinem Notebook nicht scrollen ließ. Auf Umwegen gelangte ich schließlich doch noch an die benötigte Treibersoftware Mxt9532.exe. Es handelt sich hierbei um eine sich selbst entpackende Datei, die nach ihrem Aufruf das Verzeichnis Mxt9532V90 mit den Dateien Dhp02ger.hex, flashldr.hex, Flash.exe und readme.txt anlegt.

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Jetzt aber los, schnell die beigefügte Readme.txt (siehe linke Spalte) gelesen und dabei vor allem aufs ...

... >ACHTUNG ! Computer nicht abschalten< ...

Glossar:

PCMCIA - Modemcards sind wie kleine eigenständige Computer, die, in ein Slot des Notebooks gesteckt, dessen Funktionen erweitern. Die scheckkartengroße Modems enthalten in einem programmierbaren MemoryChip ein eigenes Betriebssystem, das alle Funktionen der Steckkarte steuert. Dieses Steuerprogramm, auch OS genannt, kann mittels einem Flashprogramm vom PC aus aktualisiert werden. Dabei wird ein neues Programm in das MemoryChip übertragen. Kommt es bei der Übertragung zu Fehlern, ist das Modem evtl. nicht mehr ansprechbar und somit kaputt. Dies ist abhängig von der hard- und sorftwaremäßigen Organisation der Karte.

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Wenn die Internetseitengestalter und Treiberupgradesoftwareprogrammierer der Hard- und Softwarehersteller sich ein wenig in Didaktik üben würden, wären derartige Erfahrungen überflüssig:
  • Erstens kann eine einprägsame, möglichst in Deutsch geschriebene, schriftliche Kurzeinführung auch für gestresste Zeitgenossen den zweiten Schritt besser herausstellen und ...
  • Zweitens ist eine sinnvolle Dateienbenennung hilfreich - z.B. 1st.hex und dann 2nd.hex -, vom Beseitigen der Suche nach fehlenden Dateien ganz zu schweigen.

Weitere Verbraucherschutzinfo´s:

...geachtet, nicht jedoch auf den weniger einprägsam wiedergegeben Satz >2. Choose "Dhp02ger.hex"< - tja, das war es dann auch schon, denn der von mir aufgerufene Flashloader Flash.exe (siehe rechts) suchte die Datei ,,modem.hex" - die gab es nicht - also was lag da näher, als geschwind mal die Datei ,,flashldr.hex" aufzurufen, wo ich doch gerade mal flashen will, statt die >Dhp02ger.hex< - Datei - mit ´ner Flasche wäre ich wohl besser gefahren, denn mein Computer erklärte mir anschließend noch kurz, daß das Flash´en nun abgeschlossen sei und hängte sich dann auf, so daß ich ihn letztlich halt abschalten mußte, und die Modemkarte sich endgültig ins Nirwana für Elektronikschrott verabschiedete, als wenn es nicht schon genug davon geben würde - sie war von da an nicht mehr ansprechbar.

Um sie wieder flott zu machen, hätte ich das OS - Chip herauslöten und durch ein frisch programmiertes ersetzen müssen, was ein sehr fuzzeliges Unterfangen geworden wäre anbetracht der stark miniaturisierten Bauteile, die das Innenleben einer solchen Wunderkarte bilden (siehe hier rechts).

Schließlich haben ich mir ein externes U.S. Robotics - Modem besorgt. Das hängt nun zwar unpraktisch herum und mein Notebook ist nicht mehr ganz so mobil, dafür funktioniert diese Konfiguration aber mit allen Windows- und vermutlich auch LINUXversionen und ist darüber hinaus auch noch wesentlich schneller als der Winzling von Lenco, obwohl auf beiden Wunderwerken die Aufschrift 56K schillert.

Ach ja, und zu guter letzt stellte sich dann auch noch heraus, daß weder die Windowsversionen, noch das Modem Ursache für die Fehlregistrierung der PCMCIA - Schnittstelle waren - das Problem läßt sich, bei entsprechender Einstellung im Bios des Comuters (die gern vergessen wird, da man/frau sie selten aufruft) mit zwei Dateien (pcmcia.inf und machine.inf) des Notebookherstellers Toshiba beheben, die manuell in das in der Regel unsichtbare Windowsunterverzeichnis INF kopieren werden müssen. Und diese Prozedur ist bei jeder Neuinstallation des Betriebssystems zu wiederholen.

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© peter bechen