Von der Romantik eines Holzfeuers im Kaminofen

Eine Entscheidungshilfe

November 2007;
opt. ab 1024 x 768 

Vor 50 Jahren noch stand in jeder gediegenen Bauernstube ein übermanngroßer Kachelofen. Von der Küche oder dem Flur aus mit Holz beschickt, mit einer breiten Ofenbank darum herum, bot er u. U. auch als Lagerstätte heimeligen Schutz vor grausam kalten Winternächten.
Auch in Stadtwohnungen bullerten in deren Mitte wärmende Flammen in schwarzen, gusseisernen Ofengehäusen, hier jedoch nicht aus Holzscheiten sondern von Kohlen gespeist.

Abb. Heimatmuseum Lossburg

Komfortable Ölbrenner in Zentralheizungen im Keller verdrängten in den Folgejahren mit den Wirtschaftswundern das Holz als Energiespender. In unseren Tagen jedoch feiern Kaminöfen wieder ihr Comeback auf breiter Front, die Menschen haben inzwischen wohl vergessen, dass Holzfeuer nicht nur einmal wärmen. Umweltfreundlich, weil CO2 - neutral, seien Brennholzheizungen und selbstredend vor allem auch preislich günstig im Betrieb, denn das Holz dazu läge ja gewissermaßen kostenlos einfach so im Wald herum und warte hier auf seinen pfiffigen Jäger - äh - Sammler.

Das alles ist natürlich, wie meistens, nur die halbe Wahrheit. Darum mag der folgende Erfahrungsbericht aus erster Hand eine bedeutsame Entscheidungshilfe sein, zum Wohle aller.

In ländlichen Gegenden in Waldesnähe, und eben nicht in den naturfernen Städten,  bietet sich Brennholz als eine kohlenstoffdioxidneutrale Wärmeenergiequelle für die ungemütliche, weil zu kalte, Jahreshälfte an. Doch die meisten Häuser der letzten 30 Jahre besitzen derzeit wohl eher eine automatisch gesteuerte Ölzentralheizung, als einen traditionellen Festbrennstoffofen, den man alle zwei drei Stunden mit Holz oder Kohle füttern muss. Diese ölige Einseitigkeit ist nicht weiter verwunderlich, da lange Zeit durch Politik und Wirtschaft öffentlich propagiert. Aber wer heizt in unseren Tage schon noch ohne schlechtes Gewissen mit teurem Erdöl aus kriselnden Regionen mit darüber hinaus ungewissen und unerfreulichen Nebenwirkungen für unsere Natur?

 

Doch sogar bei gutem Willen entpuppt sich der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen, wie das Holz, gar nicht so einfach, wie zunächst angenommen. Statt eines Ölbrenners einen Stückholzheizkessel in den Keller zu stellen, wäre zweifellos nicht schlecht, bedeutet aber abermalig eine neue, möglichst zu vermeidende einseitige Abhängigkeit von einer einzigen Energiequelle.
Ja und was ist, wenn der bereits schon vorhandene zentral mit Öl befeuerte Heizkessel gerade mal erst zwei Jahre alt ist? Sein Ausbau wäre doch glatt eine verschwenderische Wert- und Herstellungsenergievernichtung.

 

Unter solchen Voraussetzungen bietet sich als ergänzende Alternative ein gemütlicher, optisch anschauenswerter, je nach Heizintention offener oder geschlossener Kamin- oder Kachelofen an.

Es gibt sogar Menschen, die behaupten, dass es nichts Entspannenderes für sie gäbe, als der allabendliche Dauersinnierblick in die gelb bis blau züngelnden Flammen, die zuweilen wie Seelenleiber durch den rußig schwarzen Feuerraum huschen. Allerdings sind derartige Relaxobjekte zum Anstarren nicht gerade billig, die Gehäuse dazu kosten so von zweitausend Euro an aufwärts, nach oben wie immer grenzenlos offen. 

Aber bei jedem Ofenfeuer entstehen Rauchgase, die nach draußen in die Umgebung abgeführt werden, wo sie sich mit frischer Luft vermischen, um so ihr Schädigungspotential für Sauerstoff atmende Organismen zu vermindern. Um die Abgase aus den Wohnräumen mit begrenztem Sauerstoffangebot abzuführen, bedarf es eines dafür geeigneten Kamins.

Was aber, wenn der eben erstandene romantische Kaminofen sich nicht an den bereits im Hause von früher her vorhandenen Kamin anschließen lässt, weil dieser bereits auf die mit einem Luftzufuhrgebläse arbeitende Ölheizung hin optimiert saniert worden ist und wenn dieser deshalb auch nicht mit zwei verschiedenartigen Feuerstellen gleichzeitig betrieben werden darf, z.B. weil der Kamindurchmesser nur noch 13 Zentimeter beträgt, was für einen Extremqualmer à la Holzofen u. U. natürlich viel zu eng ist?

Zetralheizung aus einer unromantischen Kombination von Ölbrenner und Holzofen

In diesem Fall muss unumgänglich ein neuer Schornstein her, genauer gesagt ein doppelwandiges Abgasrohr, das in unserer Zeit aus nie rostendem Edelstahl gefertigt wird und an der Außenseite des Hauses anzubringen ist. Den Kaminfeger freut der Kaminzuwachs früher oder später letztlich in jedem Fall , da ihm das Fegen der verrußten Schlote Bares bringt.

Gedacht, geplant, ein preislich günstiger und menschlich sympathischer Kaminbauer ist auch bald gefunden - doch denkste, der Schornsteinfeger, der die ganze scheußliche, - äh pardon - elegant silbrig, superschicke und moderne Konstruktion für betriebstauglich erklären muss, macht einen fetten Strich durch die anvisierte kostengünstige Rechnung -pardon - durch den Plan natürlich. Je nach Anzahl der Stockwerke des neu verrohrten Hauses und dem Abstand der oberen Feuerstelle zum Endstück des Außenkamins, erwartet der schwarz gewandete Herr unbedingt eine zweite Reinigungsöffnung mit einem Türchen daran, genau dort, wo sich das Kaminrohr zum Kaminanschluss des oberen Ofens verzweigt. Diese zweite Rohrreinigungsstelle würde somit hernach in luftiger Höhe schweben - ein etwas angestaubtes Schornsteinfegergesetz von 1938 gibt dem rußigen Herrn mit schwarzen Zylinder die Macht dazu - wo der Herr des Rußes eigentlich das Glück ins Haus bringen sollte.

Also mit einer Leiter hinauf zu dem in einsamen Höhen angebrachten Türchen zu klettern, ist ja auch keineswegs ungefährlich, darum sollte am besten auch gleich noch eine Plattform darum herum mit eingerichtet werden, ähnlich einem Balkon, was die Rechnung dafür natürlich in jedem Fall exorbitant in Höhe treibt, .......
...... doch zuweilen erleben Häuslesbesitzer auch mal ein Wunder, nämlich z. B. dann, wenn sie, wie in diesem Fall, statt des ortsfremden einen am Ort ansässigen Kaminbauer mit der Errichtung des Außenkamins beauftragen - auf einmal erscheint eigenartiger Weise all das zuvor noch so unumgänglich Hinderliche nicht mehr unbedingt notwendig, das Kamintürchen in vier Meter luftiger Höhe erübrigt sich wie von selbst, denn des Schornsteinfegers schwarzer Besen, mit dem langen biegsamen Stil, vermag den Ruß von nun an von ganz unten aus bis ganz nach oben zur Rauchrohröffnung von einer einzigen Stelle aus rußfrei zu fegen - ist das nicht fantastisch? Na ja, gewusst wie ist halt alles.

Nachteilig an der Sache ist nur, dass der Ortsfremde lediglich 6.000 Euro für den neuen Kamin samt Öfen verlangt hätte, der Ortsansässige das Gleiche jedoch für fast das Doppelte rein netto in Rechnung stellt, also 10.000 Euro dafür haben möchte, was sicherlich ein nicht zu verachtendes Sümmchen für ein bisschen Feuer ist.

Aber auch die technische Minimallösung Außenkamin mit u. U. recht hohem Preis, ist beim Errichten mit Staub und Dreck verbunden. Nach ein paar Tagen bereits könnte jedoch dann alles Paletti sein - oder vielleicht doch nicht? Unvermittelt ist die Rede davon, dass man für derartige Konstrukte nicht nur des Kaminkehrers Zustimmung zum Betrieb bedarf, sondern auch noch einer Errichtungsgenehmigung der Gemeinde, was natürlich auch wieder extra kostet.




Der Querstich des Kamins zur Garten-geschosswohnung ergab sich, als der Kaminbauer erkannte, dass sein improvisiertes Konstrukt ansonsten im Rollladenkasten enden würde, weil er den Ofen im Erdgeschoss zu weit nach links gesetzt hat. Den Mehrpreis (ca 1.000 Euro) zahlt der Kunde - na klar doch.

Aufschlussreich bei solchen ungeplanten behördlichen Hindernissen kann sein, wenn sich bei dieser Gelegenheit auch gleich mit herausstellt, dass der beauftragte ortsansässige langjährige Ofenaufsteller und Kaminbauer noch nie in seinem Leben eine derartige Baugenehmigung gesehen, geschweige Antragsunterlagen dazu aus- und Antragspläne dafür angefertigt hat, und deshalb auch nicht recht weiß, wie das zu bewerkstelligen sei. Wie ist denn das möglich, wo doch der stets frei improvisierende Mann vom Fach schon das halbe Dorf samt Umgebung mit Kaminen seiner besonderen Bauart versorgt hat?

 

Also schnell die bereits von der Errichtung des Hauses noch vorhandenen Baupläne aus den Schubladen gekramt und mit aufschlussreichem neuem Gekritzel des Kaminbauers zur Ausführung des individuellen Außenkamins beschmiert. Bei dieser Gelegenheit empfiehlt sich natürlich ein Grünstift zum Einzeichnen der neuen Teile, an Stelle von Rot - macht ja nichts, wenn die Zeichnung dann nicht formgerecht ausfällt, auffallen wird das Freihandgeschmiere in jedem Fall.

Aber was soll's, schließlich stellt sich ohnehin heraus, dass nicht die Gemeinde die Außenkamine zu genehmigen hat, sondern das Landratsamt. Also alles zügig noch geschwind dorthin gefaxt, denn eigentlich hängt das stählerne Außenkaminkonstrukt mittlerweile ja schon seit geraumer Zeit fix und fertig an der Außenwand des Hauses und wartet nur noch auf seinen ersten Raucheinsatz.

 

Noch ehe die ersten Rauchwölkchen daraus entfleuchen, stellt das zugehörige Landratsamt, Gott sei Dank, abschließend fest, das derartige Bauwerke heute (leider?) keiner behördlichen Genehmigung mehr bedürfen, außer natürlich der individuellen Zustimmung zum Betreib von Seiten des betreffenden Kaminkehrers.
Die Gebühren für die Flurplanauszüge sind dabei fürs erste natürlich schon mal abgebucht, man kann diese Unterlagen in Zukunft einmal ja auch noch für was anderes gebrauchen.

 

... ein Kaminbauer mit Durchblick

 

 
Bei Häusern aus Holz besonders wichtig: Ein Wanddurchbruch des Ofenrohrs mit Hilfe eines Bromatkasten, damit die "Hütte" später nicht plötzlich unbeabsichtigt abbrennt. Es dürfen keine direkten Wärmebrücken zur Wand vorhanden sein, damit das Holz darin sich nicht in Brennholz verwandelt..

Oh du kalter Winter --- magst jetzt ruhig kommen, Kamin und Ofen sind ja endlich bereit zur ersten Feuerung, auf dass es uns wohlig warm werde !

Das dafür benötigte Holz komme frei Haus, hübsch zerhackt und … leider überraschend teuer - 160 Euro für gerade mal 1,8 Raummeter. Sehr viel Brennholz ist das allerdings nicht gerade und all zu lang geheizt werden kann damit auch nicht, jedenfalls kein komplettes Stockwerk mit mehr als 100 Quadratmeter, wie vom Ofensetzer heiß und innig wärmstens versprochen.

 

Das "Billig", sprich Preisgünstig, ist rasch ausgeträumt und mit einem Mal geht einem ein ganzer Kronleuchter als geistiges Licht auf - na klar, deshalb hat der Kaminbauer und Ofensetzer bei sich daheim eine Fußbodenheizung auf Erdölbasis in jedem Zimmer, denn sonst müsste ja auch er stündlich schubkarrenweise kostspielig oder aufwendig (äh aufwändig) erstandenes Feuerholz nachschüren, um sein extra großes, weil standesgemäßes Luxushaus auch nur einigermaßen warm zu bekommen.

 

Aber was soll das Klagen, gibt es da nicht beim Förster Holz aus dem Wald zum selber einsammeln für (fast) umsonst?

 

 

Nichts wie hin in die Heimat der Borkenkäfer, in den Wald mit gesunder Luft, und das massig herumliegende Holz eingesammelt. Puste-kuchen, bereits umgesägte Bäume und Astholz liegen selbstredend nicht am Wegesrand, sie zu bergen bedarf zuweilen einer ordentlichen Seilwinde, am besten gar eines Schleppers, und so was kostet natürlich auch nicht gerade wenig.

Kleine Beutelchen mit Anfeuerholz

Holz nach Lothar

 

Für Interessierte: Schlepperpreis (Caterpilar) ca. 220.000 und mehr Euro;
Baumertrag bei brauchbarem Normalholz je nach Größe und Qualität:
ca. 100 - 250 Euro, Brennholz weit weniger.

 

 

Hierzu ein Auszug aus dem Amtsblatt der Gemeinde Loßburg
bei Freudenstadt vom 19. Oktober 2007 unter dem Titel ...

Steigende Holzpreise nach sommerlicher Durststrecke
  Kreisforstamt rät Privatwald zu Holzernte im Herbst"

... heißt es in dem Blatt:

„Kyrill" [... ließ Anfang] diesen Jahres den Höhenflug der Stammholzpreise abrupt stopp[en]. [...] legte dieser Orkan ganze Wälder flach, [.] auch der Kreis Freudenstadt war betroffen: 60.000 Festmeter Sturmholz hatten die Forstleute des Landratsamtes von Januar bis April zu vermarkten. 'Finanzielle Einbußen gab es für unsere Waldbesitzer dennoch kaum', [...]. 'Das meiste Holz konnte zu den hohen Preisen der bereits vor dem Sturm abgeschlossenen Verträge abgesetzt werden.' Allerdings war es in den folgenden Monaten kaum möglich, Frischholz zu akzeptablen Preisen am Markt unterzubringen [...]. Der Preis für heimische Fichten sank bis auf die 70-Euro-Marke und das Kreisforstamt empfahl, geplante Hiebe möglichst zu verschieben. Lediglich Borkenkäferholz wurde eingeschlagen und in enger Abstimmung mit den Sägewerken schnell abgefahren. Doch seit einigen Wochen macht sich wieder Optimismus breit. Die Holzpreise steigen! 82 bis 85 Euro für einen Festmeter Fichtenstammholz der Güte B können momentan erzielt werden, Starkholz in Spitzenqualität liegt sogar bei 110 bis 160 Euro. [...] 'Die Sturmhölzer in NRW sind lediglich verkauft, aber noch längst nicht vollständig aufgearbeitet. Der Schnittholzmarkt steht wegen mangelnder Nachfrage weiter unter Druck, die Baukonjunktur in Deutschland hat sich noch nicht erholt und der Amerikamarkt ist durch die dortige Immobilienkrise und den starken Euro fast zusammengebrochen.' [...] 'Man weiß nie, was der Winter bringt. Schneebruch und Sturm können die Preise im Nu wieder nach unten drücken.' [...]  für Stämme minderer Qualität, sogenannte Kilben, oder starkastige Gipfelhölzer werden momentan deutlich über 50 Euro bezahlt."

Für wenig Geld aber, so um die hundert bis zweihundert Euro für umgerechnet 6 bis 8 Festmeter (= ca. 10 bis 12 Raummeter), gibt es mehr oder weniger ordentliches Polterholz, schön (vielleicht) gesägt auf zwei bis drei Meter Stammlänge und vor allem bereits entastet und wenn es gut geht, auch noch direkt am Wegesrand gelagert, so dass die Brocken möglichst am Stück nur noch aufgeladen und abgefahren zu werden brauchen.

(Romantik pur)  ... oh Herr, rufe nur, wir kommen ...

Das hierbei umgehend nachfolgende Erwachen ist überhaupt nicht sehr erfreulich, denn um die 8 Festmeter in Form von zwei, drei Meter langen mehr oder weniger dicken, meist sehr gewichtigen Holzstämmen mit einem simplen 750 Kg- Nutzlastanhänger (Kostenpunkt ca. 600 Euro) abzutransportieren, bedarf es vieler (15 bis 20), langsamer, weil schwer (über-) beladener Fahrten mit trotz stark erhöhtem Reifeninnendruck platt gedrückten Rädern. Eine räumliche Nähe vom eigenem Haus zum nahe gelegenen Abholwäldchen empfiehlt sich, um wochenlange, kostspielige, Fahrten mit schwerstbeladenem Anhänger als langsam durch den ungeduldigen Verkehr dahinrollendem Hindernis, um Verkehrs-katastrophen durch unvorhersehbare Pannen zu vermeiden.

Ach übrigens, ohne einen solchen Anhänger Holz gar im Kombi heim zu fahren, ist für normal bemuskelte Menschen ist wohl eher als masochistisch zu betrachten.

Zwei bis drei Meter lange Baumstämme sind natürlich nicht leicht, Bänder, Sehnen, auch Knochen und Muskeln, Gelenke und Bandscheiben lassen umgehend schön grüßen. Um wenigstens ein wenig Kraftverschwendung zu vermeiden, muss unbedingt eine wirklich gute, haltbare Kettensäge mit viel Benzin- und Schmiermittelvorrat her, die nicht ständig ausleiert, mit geringem Kettenölverbrauch, am besten in Kombination mit entsprechender Schnittschutz-bekleidung und -helm - was das wohl wieder alles kostet. Die Stihl allein schlägt schon mit mindestens 400 Euro zu Buche. Und die Schnittschutzhose schützt nicht nur vor tiefen Schnitten in die Gliedmaße und andere Extremitäten beim Abrutschen mit der Kettensäge, sondern hindert den Schnitter zuweilen auch am raschen Schreiten, denn solche Hosen wiegen ein wenig mehr, als der dünnwandige Sonntagsanzug, und das Hinterteil ist beim freien Fall auf die Sägekette u. U. noch immer nicht geschützt.

In jedem Fall kann ein Mann sich nun endlich so richtig männlich fühlen, wenn die Zähne der Sägekette jetzt dank des extra starken Antriebs- Verbrennungsmotors mit Ohren killendem Lärm von über 110 Dezibel zügig durchs Holz flutscht und stinkender Auspuff verbrannten Benzins die Lungen mit jedem tiefen Atemzug durchwabert. Spezialtreibstoff à la Aspen empfiehlt sich, um gesundheitlichen Spätfolgen vorzubeugen, sofern dies mit irgend einer Art von Treibstoff überhaupt möglich ist. Echte Männer setzten sich natürlich auch keinen Ohrenschutz auf, weil sie ohnehin schon schwerhörig sind und aufpuschende Freude am pfeifenden Gehör empfinden. Wohlige Wärme beim fleißigen Schaffen mit viel Schweiß und rasch abschlaffenden Muskeln ist in jedem Fall garantiert.

Doch die gesägten hübschen runden Holzrugel passen allenfalls in einen Stückholzheizkessel, aber niemals in einen der heute üblichen kleinsträumigen Kaminofen, denn deren Feuerräumchen sind zumeist nicht all zu groß, entsprechend kurz müssen die einzulegenden Brennholzscheite sein. Also her mit der Axt oder noch besser mit dem Spalthammer und drauf los gehackt. Nach ein bis zwei Tagen bei wird der Ruf nach einem hydraulischen Holzspalter laut, ebenso wie das Gezeter der vom mehrtägigen Dauerhacklärm aufgebrachten Nachbarn. Glücklich, wer da einen besitzenden, bäuerlich ausgestatteten Nachbarn mit einem Traktor betriebenen Spalter im großen Stil hat, denn sonst muss ein solches Ding im Spielzeugformat für so um die 1.600 Euro und mehr gekauft werden (die noch billigern sind auf Dauer meist eher fürs Kinderzimmer geeignet), was natürlich auch am Geiz sei geil nagt. Bei Benutzung eines professionellen Spalters müssen die freundlichen Nachbarn wenigsten nur noch einen oder zwei Tage lang leiden und nicht noch wochenlang, wie beim Hackbetrieb von Hand mit dem Spalthammer und/oder der Axt.

Das Spalten mit der Hydraulik flutsch nur so, wer dabei nicht recht aufpasst, bekommt abgetrennte Gliedmaßen unter glücklichen Umständen wieder gebrauchsfähig angenäht. Ein Handy für Notrufe und ein Verbandskasten im Petto sind sicherlich nicht das Schlechteste beim Sägen, Spalten und Bäume schleppen. Es gibt übrigens inzwischen besondere Kliniken, die sich nur noch aufs Annähen von derart gewaltsam abgetrennten Körperteilen spezialisiert haben, und davon gut leben.

... von wegen mühelos Verladen ... 

... alles aus der Bahn,
ein Jumbotransporter kommt.

 

Arbeit ohne Ende = tägliche Leibesertüchtigung
Arnie lässt grüßen 

Wie oft bleibt die Axt im Holz stecken? 

.. und zack ist das Holz durch

 

 

 

gesägt und gespaltet ... ran ans Aufschichten

Warum ist Holzhacken so beliebt?
Weil man den Erfolg sofort sieht.

Endlich kann in der guten Stube mit dem Ofen eingeheizt werden, sofern nicht erst noch die Asche vom Vortag daraus entfernt, der Staub vom Boden gewischt und neues, trockenes, etwa zwei Jahre abgelagertes Holz hereingeschleppt werden muss. Meist jedoch benötigt Mann und Frau nach all der Plackerei wahrlich keine Heizung mehr, sondern nur noch ein weiches, möglichst bequemes Bett mit einer molligen Bettflasche darin zur Erholung der bodybuildermäßig strapazierten schweren Glieder.

wie lange reicht der Holzstoß wohl im Winter?

Wer jetzt glaubt, mit seiner neu errichteten Brennholzheizung, wenigstens was für unser aller Umwelt getan zu haben, ungeachtet der voran gegangenen vielfältigen eigenen gesundheitlichen Gefährdungen dabei, der beachte einmal per Hans-guck-in-die-Luft  aufmerksam, was da so alles aus den Kaminen der ebenfalls Feuerholz verheizenden Nachbarn quillt. Holde Rosendüfte sind deren aromatischen Aschestaubrauchschwaden zuweilen nicht unbedingt, dafür jedoch in jedem Fall wenigstens kohlenstoffdioxidneutral.

In der DIE ZEIT vom 04. Oktober 2007 heißt es unter dem Titel "Mär von der sauberen Wärme" von Hans Schuh unter anderem:

Kamine und Holzöfen sind klimaneutral. Aber sie pusten mehr gefährlichen Feinstaub in die Luft als alle Dieselfahrzeuge zusammen.

[...] Laut Bundesumweltministerium (BMU) nimmt das Heizen mit Holz zu und übertrifft beim Feinstaubausstoß bereits den Dieselruß. [...] Höchste Zeit also, sich mit Kohle- und Holzheizungen als [.] notorische[.] Dreckschleudern zu befassen. Nach Angaben des BMU haben 2005 Öfen und Kamine rund 24.000 Tonnen an Feinstaub in die Luft gepustet, »Tendenz steigend!«. Brennholz erfreue sich wegen hoher Öl- und Gaspreise wachsender Beliebtheit.

Das Problem privater Holzfeuerungen ist seit drei Legislaturperioden bekannt [...]. Im BMU liegt bereits ein Entwurf der neuen »1.BlmschV« vor, im November soll das Kabinett darüber beschließen. Laut BMU gilt es, hauptsächlich zwei Schwachpunkte zu beseitigen: Die Grenzwerte für Emissionen aus Holzheizungen von 1988 »sind veraltet«. Für kleinere Öfen, die einzelne Räume beheizen, gelten sogar überhaupt keine Grenzwerte. [...] So sollen beim Inkrafttreten der Verordnung Grenzwerte für die Staubemissionen neuer Geräte gelten, die in einer zweiten Stufe von 2015 an verschärft werden. Für die kleineren Öfen und Kamine genügt es, wenn sie eine einmalige Typprüfung durchlaufen haben. Nach der Installation werden diese »Einzelraumfeuerungsanlagen« vom Schornsteinfeger nicht mehr kontrolliert. Eine fragwürdige Großzügigkeit, denn die Emissionen von Öfen hängen entscheidend davon ab, wie sie betrieben werden: Häufiges Anfeuern, Nutzen von feuchtem Holz, viel Betrieb bei niedriger Leistung - Bedienungsfehler können die Emissionen mehr als hundertfach nach oben treiben. Doch vorgesehen ist nur eine einmalige Beratung des Hobbyheizers. [...] Von 2015 an soll dann ein Grenzwert von 20 Milligramm pro Kubikmeter Abluft [bei Hausheizungsanlagen] gelten. Einen solchen Wert erreichen heute nur wenige modernste Anlagen, etwa
Pellet - Heizungen. Zum Vergleich: In der Atemluft dürfen laut EU-Tagesgrenzwert nur 50 Mikrogramm Staub stecken - ein Vierhundertstel dessen, was 2015 maximal aus dem Schornstein quellen darf. Selbst um diesen Abluftwert zu erreichen, bedarf es weiterer Entwicklungen in der Anlagentechnik. Insbesondere mit Scheitholz betriebene Geräte brauchen dann Filter - die es heute noch nicht gibt.

[...] Auch die[se] Novelle führe [f/t]euerungstechnisch »nicht ins Raumzeitalter. Aber immerhin ins Mittelalter.«"

 
Hoffen wir wenigsten, dass das bereits von uns gehackte Brennholz möglichst lange vorhält, so dass es immer genügend Zeit zum Trocknen hat, und vor allem, damit nicht mehr so bald Körperertüchtigung auf dem täglichen wochenlangen Programm steht.

Nächstes Jahr wird marktlex.de wohl so ab November herum, die bei Alternativen weit verbreitet üblichen Holzhackerseminare anbieten. Da dürfen dann idealistische Freaks bei billiger, pardon preisgünstiger Kost (z.B. Nudelsalat ohne Ei und Salat vom Discounter) und höchst schlichter Logis zu hohen Preisen kostenneutral unserer Holz für die kommenden Winter hacken, wohl bemerkt, unter fachkundiger, wohlwollender Aufsicht und Anleitung - tja, gewusst wie, und alles ist gebongt. Die Mediziner vor Ort werden in jedem Fall rechtzeitig in die Aktion eingeweiht werden.

 
Bis dahin einen möglichst warmen Winter wünscht

verena stiess

 

 

 

Von den Gefahren eines Kaminofenfeuers !!!

Von der Boulevardpresse einseitig animiert, lassen sich Romantiker zur Holzofenfeuerung verführen. Vom Ofensetzer und Kaminbauer in diese Heiztechnik schlecht eingeführt, schweben diese Träumer u. U. bald mehr im Himmel, als auf Erden, denn das Betreiben eines Feuers im Wohnzimmer ist bei mangelnder Sachkenntnis eine höchst gefährliche Angelegenheit, auch wenn der Kachelofen noch so solide gebaut zu sein scheint. Feuer machen will eben auch gelernt sein: Da gibt es die Primär- und eine Sekundärluftzuführung, und natürlich gelangt sehr viel Luft auch über den eventuell noch offenen Aschekasten in den Brennraum. Zwar ist dieses Übermaß an Luft beim Anfeuern notwendig, nicht mehr jedoch, wenn das Feuer erst einmal richtig brennt, denn dann muss die Luftzufuhr unbedingt auf ein auszulotendes Minimum gedrosselt werden, das darüber hinaus auch noch, je nach Wetterlage, sehr unterschiedlich sein kann. Ansonsten überhitzt bei zu viel Luftzufuhr nicht nur das Feuer und mit ihm der Ofen, sondern, über die sehr heißen Rauchgase im Kamin, schließlich auch noch die Zimmerwand, und ehe man sich versieht, brennt nicht nur das Holz im Ofen, sondern gleich das ganze Haus. Also vergessen Sie niemals, das Feuer im Ofen stets im Auge zu behalten und die Luftzufuhr stets rechtzeitig zu drosseln und die Ofenklappe immer ordentlich zu schließen. Aber Achtung, wenn Sie die Luftzufuhr zuviel drosseln, kann auch das wiederum sehr gefährlich werden, denn dann schwelt das Feuer bald nur so vor sich hin und die dabei entstehenden giftigen Rauchgase ziehen nicht über den Kaminzug ab, sondern wabbern still und leise, zunächst noch unbemerkt, gesundheitsschädigend über die Luftklappen ins Wohnzimmer.

Zuweilen sind Dichtungen an Ofentürchen der unerwünschte Grund, dass zuviel Luftsauerstoff in den Feuerraum des Ofens zieht. Diese Dichtungen werden meist nur angeklebt, zum Beispiel um den Aschekasten herum. Wenn die Dichtung dann im Lauf der Zeit an der Klebstelle bricht, dann zieht durch die sich auftuende Öffnung "Falschluft" ins Feuer. Folglich brennt es lichterloh auf und überhitzt das metallene Ofengehäuse und vor allem natürlich das Ofenrohr, u.U. bis zur Glut, wodurch sich am Wanddurchbruch, besonders bei Häusern aus Holz, das Baumaterial dort entflammen kann (bei Steinhäusern kann sich dort u. U. sogar die Wärme- und Schalldämmung entzünden).

Bei rechtem Gebrauch ist ein ordentliches Ofenfeuer rasch eine wohlig warme Sache, auch für das Gemüt, trotz aller Plackerei vor und nach dem Heizen, trotz dem Aschestaub im Zimmer und all den angesengten Tapeten, Holzpanelen und vergilbten Gardinen. Und das Holzschleppen und -hacken kann darüber hinaus sogar süchtig machen, ähnlich wie körperertüchtigendes Jogging und so, und soll bei sachgerechter Ausführung sogar noch gesund sein, von wegen der Arbeit im Freien mit viel frischer Luft bei guter Unterhaltung.

 

Ein Kaminofen sei keine alternative Heizanlage

 

  

Der Kamin mag noch so gemütlich sein - als alternative Heizanlage gilt er laut Wärmegesetz nicht" ...

... erklärt am 28. September 2007 die STUTTGARTER ZEITUNG auf Seite 7 in einem Beitrag von Arnold Rieger über das neue Wärmegesetz des Landes Baden Württemberg. Dieses schreibt Bauherren seit dem 1. April 2007 vor,

„Sonnenenergie, Geothermie oder andere erneuerbare Quellen so in ihre [Wohnungs-/ Gebäude- /Neu-/ Bau-] Planung einzubeziehen, dass sie mindestens 20 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs damit decken können. Bei Altbauten sind es 10 %, aber auch nur dann, wenn ab 2010 die Heizanlage ausgetauscht wird."

Der Autor konstatiert zudem, dass der Gesetzgeber auch weiterhin nicht bereit sei, ...
 

... „Schweden-, Kamin- und Kachelöfen als alternative Heizquellen anzuerkennen. Solche 'handbeschickte Einzelfeuerstätten', wie sie im Behördendeutsch heißen, dienten normalerweise nicht der zentralen Wärmeversorgung, sondern erwärmten nur ab und zu einzelne Räume, heißt es. Letztlich sollen nur Öfen, die fest mit Gebäuden verbunden sind und einen hohen Wirkungsgrad haben, die Vorschriften erfüllen. Die Genehmigung hängt vom Einzelfall ab."

 

  
 

Und Heizen mit Pellets?
 

Natürlich hat eine einschlägige Industrie längst konstatiert, dass die Beschaffung, das Vor- und das Zubereiten und das ständige Zuführen von Brennholz zum kontinuierlichen Heizen nicht unbedingt jedermanns Sache und darüber hinaus in dicht besiedelten Städten unter wohlwollender Berücksichtigung der lieben Nachbarschaft ohnehin überhaupt nicht möglich ist.

Bei nicht wenigen Produktionsprozessen, z. B. zur Herstellung von Konsumgütern oder Baustoffen, fallen ohnehin ständig Holzreste als Abfallprodukt ohne nennenswerten Restwert an. Somit liegt die Entwicklung eines leicht handhabbaren industriell vor- und zubereiteten Energieträgers auf Holzbasis sozusagen auf der Hand.

Kleine Stäbchen oder auch Kügelchen aus Holz, allgemein unter der Bezeichnung Pellets bekannt, lassen sich mittels eines Einfüllgebläses nicht nur leicht in Tankwagen zum Käufer transportieren, sondern auch, mittels einer speziellen Zuführungstechnik, meist einer wendelförmigen Förderschnecke, vom Vorratsbehälter im Keller oder im Erdreich (z. B. ein im Garten vergrabener ehemaliger Öltank) automatisch in den Verbrennungsraum des zentralen Heizofens einbringen und dabei auch noch autonom gesteuert so dosieren, dass der Konsument zum Heizen seiner Wohnlichkeiten nahezu nichts mehr zu tun hat, als den Einschaltknopf zu betätigen, so wie wir dies ja bereits von Ölheizungen schon gewohnt sind. Dieses Verfahren verbindet zwei mögliche Vorteile miteinander, nämlich das Plus der kohlenstoffdioxidneutralen Wärmegewinnung mit leichter Handhabbarkeit. Leider hat dieser Komfort wieder einmal auf Dauer gesehen wohl seinen eigenen Preis, nämlich den der Abhängigkeit von Pelletsherstellern.

Da es von diesen bislang jedoch noch nicht all zu viele gibt, können diese in einem gewissen Rahmen öffentlicher Akzeptanz den Preis für ihren Brennstoff diktieren, umso mehr, je mehr Menschen sich in unserem Land bereits für dieses Heizsystem entschieden haben. 70.000 derartiger Öfen seien inzwischen in Deutschland installiert worden, 26.000 davon allein im Jahr 2006.

Obwohl sich die Zahl der Anbieter der fingernagelgroßen Holzwürstchen in den letzten Jahren erhöht hat, so dass eigentlich ein sinkender Konkurrenzkampfpreis zu erwarten wäre, ist der Preis gerade im Jahr 2006 gewaltig in die Höhe geschnellt. So ist nicht verwunderlich, dass dieses Thema inzwischen Gegenstand von Zeitungsartikeln ist.

Unter dem Titel "Kein Plus mit Pellets - Kleine Stäbchen aus Holz galten als Heizmaterial der Zukunft. Jetzt sind sie so teuer, dass sich eine neue Holzheizung kaum lohnt" schreibt Marcus Franken in DIE ZEIT Nr. 50 am 07.12.2006 unter anderem:

„Abzocke. Pelletmafia. Nepp am Kunden. Es brodelt im Internetforum der "Holzpellet-Börse". Als sich vor Jahren die ersten deutschen Hausbesitzer entschlossen, ihr Eigenheim mit Holz statt mit Öl oder Gas zu heizen, da planten sie […] auch mit einem ordentlichen Plus im Portemonnaie. Das war eine Illusion. […] Lange Zeit kosteten [die Pellets] auch nur die Hälfte dessen, was Brennstofflieferanten für Flüssiggas verlangten. […] So billig war das Holz [dank Lothar], dass viele glaubten, [der] mit etwa 10.000 Euro mehr als doppelt so teure […] Holzkessel[.] würde sich bald bezahlt machen. Inzwischen erleben die Holzheizer [.] ein böses Erwachen. Die Produzenten haben die Holzpreise binnen zwölf Monaten massiv erhöht. Statt 170 Euro je Tonne wie im vergangenen Jahr kosten Holzpellets heute im Schnitt 250 Euro, manchmal bis zu 300 Euro. […] bei dem hohen Holzpreis rentiert sich der Kauf der teuren Pelletheizung je nach Haus erst nach mehr als 30 Jahren.[…]

Auch beim Holzpreis darf spekuliert werden [,… d]enn nicht nur die Nachfrage nach Holz für Heizkessel und Kamine hat zugenommen, auch die Bauindustrie, die Spanplattenhersteller und die Papierindustrie brauchen für ihre expandierenden Werke den Rohstoff aus dem Wald. Sämtliche Holzsorten sind teuer geworden. Auch die Preise für Sägereste, aus denen die Pellets gepresst werden, steigen dramatisch an. […] Dass Holz zum Heizen [.] noch einmal so billig wird wie vor Jahren, glauben nicht mal die Branchenverbände. Statt an niedrigen Kosten werden sich die Holzheizer wohl auf Dauer nur noch an ihrer guten Klimabilanz erwärmen können."

 

 

Heizen mit Holz dem Wald zuliebe?

 

Schenken wir den Interessengemeinschaften "Pro Wald" unser Ohr, dann gibt es natürlich nichts Besseres, als mit Holz zu heizen. Nicht nur dass wir dadurch den Treibhausgas - CO2 - Kreislauf entlasten ...

Slogan: "Holz macht keine Schulden bei der Natur"

... Holz würde auch keinen Abfall hinterlassen, natürlich nachwachsen, sei somit praktisch unerschöpflich, allseits und zu allen Zeiten bereit, und sogar mit Komfort (Pellets) zu verbrennen und im übrigen in jedem Fall eine Investition in die Zukunft unserer Wälder (auch den Urwäldern?), so jedenfalls vermittelt es z. B. die Stiftung WALD IN NOT
( www.wald-in-not.de ).

Es ist sicherlich richtig, dass Heizen mit Holz vor allem Waldbesitzern zu finanziellen Erträgen verhilft und somit indirekt den ideellen Wert des Waldes hebt und zu dessen Pflege zwecks schonender Nutzung (ohne Bodenverdichtung und Rindenschäden) anreizt, und richtig ist sicherlich auch, dass Verbrennen von Holz umweltschonender ist, als Heizen mit Erdöl - aber eben nur unter Anwendung einer fortentwickelten Heiztechnik. Solange wir nur hübsch verpackte Lagerfeuer im Wohnzimmer veranstalten, ist dieser Vorteil nicht unbedingt zu erzielen, da hier, bedingt durch die Verbrennungsart, eben auch große Mengen unerwünschter Schadstoffe anfallen und da das Holz seine Energie bei relativ geringem Wirkungsgrad ineffektiv über den Kamin unmittelbar in die Umwelt verpufft.
Der dabei auch in der Wohnung und in der Außenluft anfallende Aschestaub ist nicht unbedingt jedermanns Gesundheit zuträglich. Es ist also dringend an der Zeit, die heute allgemein verbreitete Holzverfeuerungstechnik höher zu entwickeln, so wie z.B. bei den gesteuerten Stückholzheizkesseln mit integrierter Holzverraspelung und Lufteinblasung im Ansatz bereits realisiert. Auch das Umwandeln von Holz in Flüssigbrennstoffe könnte u. U. eine Chance bieten.

Gerade wir in Deutschland halten uns für fortschrittlich, dabei kennt der ferne Osten schon seit Jahrhunderten die Ondolheizung, bei der die heißen Rauchgase in Abluftröhren durch den Fußboden des Wohnraums geleitet werden, um ihnen jene Wärme abzuringen, die wir bei uns, der Raumästhetik wegen, aus den Kaminöfen heraus mit kurzen Rauchgasableitrohre großzügig in unsere Umwelt pusten, damit es unser Haus auch von außen her schön warm hat, zumindest auf längere Sicht gesehen.

Es geht nicht darum, Ofen- und Kaminbauern, Schornsteinfegern, Waldbesitzern und Holzmärkten sichere Einkommen zu verschaffen, sondern unseren Nachkommen Leben auf der Erde zu ermöglichen und auch unsere Gesundheit zu bewahren. Davon recht viel wünscht Ihnen ...

peter bechen

 

Deutsches Holz ist begehrt

Land auf, Land ab geht die Kunde um, mit Holz zu heizen sei umweltfreundlich weil CO2-neutral, und wer möchte da schon nicht umweltbewusst handeln, noch dazu in einer Zeit, in welcher nach so vielen Jahren endlich auch von den Technokraten offiziell und amtlich anerkannt wird, dass die globale Klimaerwärmung eben doch von Menschenhand geschaffen sei. Also, die Ärmel hochgekrempelt, Motorsäge los und ab in den Wald.

Vielleicht aber ist auch diese Euphorie schon wieder mal einfach nur von Geldes Hand gesteuert, vielleicht haben die Technokraten und ihre Geldmanager nun ganz einfach auch noch den Wald entdeckt. Schließlich ist vom Baumsterben schon seit Jahren nicht mehr die Rede, jedenfalls nicht mehr durch sauren Regen und die unverhältnismäßige Verdichtung des Waldbodens durch die riesigen Räder der überschweren Baumerntemaschinen. Also lasst uns jetzt endlich auch den deutschen Wald stürmen, auf dass die armen Waldbauern und selbstredend vor allem die multinationalen Holzverarbeitungsindustrien ihren gerechten Lohn erhalten und so am Ende zu einem späten, aber deshalb desto trotz noch mehr verdienten Reichtum gelangen.

Am 01. Februar 2007 schrieb in diesem Sinne die Wochenzeitung DIE ZEIT aus Hamburg auf Seite 20 unter WIRTSCHAFT: "Jetzt wird abgeholzt", denn das deutsche Holz sei bei internationalen Sägekonzernen, z. B. aus Österreich sehr begehrt. Lasst uns alle ruhig schön mit Holz bauen und heizen, folgt alle brav den werbend wirksamen Verlautbarungen: „Kräftige Preissteigerungen, ausgelöst unter anderem durch die steigende Nachfrage nach Industrie- und Energieholz für Pelletheizungen, machen den Markt immer lukrativer. Der deutsche Wald, einst als Pleiteobjekt verschrien, wurde zum Profitcenter. […] Das Standardprodukt Fichtenstammholz kostet jetzt mehr als 80 […] Euro pro Festmeter [, …] vor dem Sturmtief "Kyrill" [.]gar […]100 Euro [..]."

Die Baumstämme ließen sich meist bis zur Hälfte ihres Holzleibes zu Brettern zersägen. So verarbeite beispielsweise allein das Sägewerk der Binder Holz-Kette als größtes und modernstes Europas im Tag- und Nachtbetrieb unablässig Bäume, pro Jahr fast eine Million Festmeter Holz, zu Brettern, zum Beispiel auch für den Holzexport bis in die Vereinigten Staaten, was etwa 150-mal mehr sei, als dies die bisher in Deutschland typischen Kleinsägewerke zu leisten vermögen. Die Großsäger hätten Deutschland für den Weltmarkt erschlossen, vor allem in Bayern und Baden-Württemberg. "Zurzeit werden jährlich 30 Millionen Festmeter Nadelstammholz zu Brettern und Latten zersägt, kurzfristig sollen es elf Millionen Festmeter zusätzlich werden" habe der baden-württembergische Verband der Säge- und Holzindustrie mitgeteilt.

Grundlage für den stark anschwellenden Schaffensdrang sei die jüngste Bundeswaldinventur, welche 2004 veröffentlicht habe, dass Deutschlands Holzreserven gigantisch seien. „Knapp ein Drittel der Fläche der Bundesrepublik ist [.] mit Wald bedeckt […]", das seien immerhin 3,4 Milliarden Festmeter Holz, und just dieses zersägen, verbohren und pressen wir nun zu Bauholz, Papier, Brennholz in Scheite und Pellets.

Leider würden sich da abermals wie vor dreißig Jahren, bereits schon wieder so manche mahnende Stimme zu Worte melden, die darauf hinweist, dass wir natürlich nicht so einfach alle Bäume umhauen dürfen, wie wir es von "unseren" äquatorialen Urwäldern her gewohnt sind, sondern dass wir immer nur genau so viel Bäume fällen dürften, wie eben gerade wieder nachwachen, und das seien hier bei uns in der Republik pro Jahr gerade mal 78 Millionen Festmeter, die noch dazu nicht komplett zu verarbeiten seien. Pah, wer muss denn das schon wieder so kleinlich sein, sollen die Bäumchen nach der Komplettabholzung einfach wieder von selbst oder in Reih und Glied gesetzt nachwachsen, wie wir das schon  von vor Jahrzehnten her so gewohnt sind, ein Hoch den verhängnisvollen Monokulturen von einstens.


Aber natürlich haben wir Deutschen schon wieder wie immer ein typisch deutsches Problem - da könnte mal endlich mal so richtig mit bloßem Holz echt Kasse machen, schon stellt sich heraus, dass sich ach viel zu viel, nämlich fast die Hälfte des deutschen Waldes in privatem Besitz befände. Genau diese weit verstreuten Privaten würden ihre  Bäume einfach nicht richtig und vor allem schnell genug herausrücken wollen. Aber Gott sei Dank befindet sich noch immer genug Wald im Staatsbesitz, bis dato jedenfalls, und den können wir jetzt im großen Stil nicht nur einfach flachlegen, sondern am besten gleich komplett verscherbeln. Unsere Damen und Herren Volksvertreter haben in unserern Tagen ja wohl schon genügend ausführliche Erfahrungen im Verramschen von Volkseigentum, um damit ihre unschönen Bilanzdefizite der Jahrzehnte langen Schuldenwirtschaft zu Gunsten einer kleinen, bevorzugt berücksichtigten Bevölkerungsgruppe frisieren zu können, welche schon immer ausführlich umsorgt lukrative Zinsen für ruinöse Staatsverschuldung kassieren durfte.

„Der Staat ist den großen Sägekonzernen dabei schon sehr weit entgegengekommen […] In Schleswig-Holstein beispielsweise wollte die schwarz-rote Regierung kürzlich den landeseigenen Wald privatisieren. […] Das waldreichste Bundesland Bayern hat sich [.] durchgesetzt. Dort wurde die vor allem dem Gemeinwohl verpflichtete Staatsforstverwaltung Mitte 2005 in eine stärker Profit orientierte Anstalt des öffentlichen Rechts umgewandelt. […] Die Staatsforsten schlügen schon lange deutlich mehr [Holz ein], als im Sinne einer umfassenden Nachhaltigkeit vertretbar sei.[…] Zudem drohe eine Zerschlagung der klein- und mittelständischen Sägewerksstruktur. Für jeden Arbeitsplatz bei einem Großsäger […] gingen drei bis fünf Arbeitsplätze in kleineren Betrieben verloren. Der Konkurrenzkampf ums Gehölz wird […] zu einem Verdrängungswettbewerb führen, bei dem die großen Konzerne ihre ökonomische und politische Macht voll ausspielen […] dann dürften die Preise für Holz wieder fallen."

 

gelesen und gesehen am Lotharpfad beim Schliffkopf an der Schwarzwaldhochstraße

 

"Landratsamt Freudenstadt

Sturmhölzer jetzt aufräumen

In den vergangenen Wochen sind bei verschiedenen Stürmen in den Wäldern um Horb vermehrt Sturmhölzer angefallen. Meist handelt es sich dabei um Einzelwürfe, die über die gesamte Waldfläche verstreut sind. Während im öffentlichen Wald die Forstreviere inzwischen daran arbeiten, dieses Sturmholz möglichst schnell aufzuarbeiten, wurde die Gefahr in manchen Privatwäldem noch nicht erkannt.

Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit können gerade angeschobene oder umgeworfene Fichten ideales Brutmaterial für neu ausgeschlüpfte Borkenkäfer sein. Um die Ausbreitung des Borkenkäfers zu vermeiden und im Interesse der Waldbesitzer keine Entwertung des Holzes eintreten zu lassen, bittet das Kreisforstamt alle Privatwaldbesitzer, ihre Waldungen zu kontrollieren und Sturmhölzer bis längstens Anfang Mai aufzuräumen."

[aus Amtsblatt der Gemeinde Lossburg Nummer 15 2008]

 

Bauen mit heimischem Holz
und Leader +


Zum Heizen allein gibt es genügend kranke, zumeist von Schädlingen und Pilzen befallene, ihrem vorzeitigen Ende geweihte bzw. bereits abgestorbene Bäume. Gesundes Holz ist viel zu wertvoll, um einfach nur verbrannt zu werden. So wundert es nicht, dass sich z.B. im Nordschwarzwald, hier besonders in den Kreisen Freudenstadt und Calw Gruppen für eine veredelnde Verwendung des umweltfreundlichen, weil naturbelassen nachwachsenden Rohstoffs Holz stark machen. Nicht nur Möbel, sondern gleich das ganze Haus aus Holz ist angesagt. Dementsprechend wirbt ein Beitrag im Loßburger Gemeindeblättle
(Nr. 21 vom 25. Mai 2007, Seite 36 f)
unter dem Titel

          "Leader +
           Aktionsgruppe Nordschwarzwald'
           Bauen mit heimischem Holz im Fokus",

denn von der EU gibt es unter Umständen Kofinanzierungsmittel, für Bauen mit Holz.

 

Und weiter heißt es hier u.a.:

„Deshalb haben die Landkreise Calw und Freudenstadt im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ eine Machbarkeitsstudie zum Bauen mit heimischem Holz in Auftrag gegeben. Holz bietet viele Vorteile […]. Der Baustoff Holz spielt heute im Nordschwarzwald […] eine untergeordnete Rolle und hat […] längst nicht die Marktanteile die möglich und nötig wären […].

gelesen am Lotharpfad beim Schliffkopf an der Schwarzwaldhochstraße


In Baden-Württemberg werden jährlich acht bis zehn Millionen Festmeter geerntet, etwa ein Viertel bis ein Fünftel des gesamten Holzeinschlags in Deutschland. Alleine die Forstbezirke Calw und Freudenstadt schlagen davon rund 800.000 Festmeter im Jahr. Der Vorrat in den Landkreisen wird bei einem derzeitigen Zuwachs von einer Million Festmeter auf 36 Millionen Festmeter geschätzt.
Mangelware ist Holz also nicht und steht bei einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, so wie sie in Deutschland betrieben wird, auch künftig in ausreichender Menge zur Verfügung.

Um die Wertschöpfung aus diesem Kapital in der Region zu halten, soll mehr mit heimischem Holz gebaut werden. […]

Erstmals in der Geschichte des Holzbaus stehen heute mit konstruktiven Holzwerkstoffen industriell hergestellte, hochleistungsfähige Produkte zur Verfügung. Neben den ökologischen Vorteilen, die das Naturmaterial Holz mit sich bringt, gibt ein umfassendes technisches Regelwerk Planungssicherheit. […]."


Soweit das Gemeindeblatt. Die Geschäftsstelle der hier genannten LEADER+ Aktionsgruppe Nordschwarzwald sei unter der Telefonnummer 07051 - 160203 bzw. per Fax unter 07051 - 795203 erreichbar.


Es darf/soll also gebaut werden, natürlich am besten mit Holz, ob nun in Holzständerbauweise, als Fertigheus oder als massive
(Holz-)Block(-bohlen)häuser, so wie sie in vielen Ländern schon seit langem üblich sind. Gerade in den kalten Regionen unserer Erde war ein Haus aus Holz schon immer Standart, da dieses Baumskelettmaterial von Natur aus gute Isolationseigenschaften hat.

Leider haben die Römer, sehr zum Nachteil des heutigen Heizenergieaufwands in Deutschland, vor allem im Winter, wie so manch andere Mittelmeergepflogenheit auch, ihr Steinhaus zu uns in den Norden gebracht. Steinhäuser sind, von den Eigenschaften ihres Baumaterials her betrachtet, ein guter Standart für heiße Regionen, denn sie kühlen z.B. bei Nacht rasch aus und bieten dann bei Tag angenehme Kühle im Innern des Hauses im Gegensatz zur nahezu unerträglichen Mittagshitze außerhalb des Gebäudes. Doch im kalten Norden ist diese Qualität grundsätzlich fehl am Platz.

 
Vor Ankunft der Römern haben die Bewohner Germaniens ihre Wohnunterkünfte vor allem aus Holz hergestellt, wie aus dem folgendem Beitrag unmissverständlich eindeutig hervorgeht, der dem Buch

"Tacitus: Germania;
dt. 1957 von Dr. Wilhelm Harendza; Goldmanns Gelbe Taschenbücher Band 437/38; Seite 20
",

 
entnommen ist:

„Wie zur Genüge bekannt, wohnen die germanischen Völker nicht in Städten [wie sie schließlich erst unter dem dominierenden Einfluss der an (Kapital-) Machtmaximierung orientierten Römer an Rhein und Donau entstanden sind, z.B. Trier (15 v. Chr.)], auch von sonstigen geschlossenen Siedlungen wollen sie nichts wissen. Ihre Dörfer legen sie nicht so wie wir an, d, h. als Reihenhäuser, die unmittelbar aneinander grenzen, sondern siedeln weit voneinander entfernt und ohne planvolle Straßenordnung, wie gerade eine Quelle, ein Feld oder ein Weideplatz sie lockt [also als Haufendörfer mit genügend respektvollem Abstand zwischen den Häusern. Es scheint, dass unsere ‚primitiven' Vorfahren hier in Deutschland, die Germanen, schon damals, also um die Zeit der Geburt Christi, dem Sozialstress zu dichter Besiedelung Rechnung trugen, während die expansiven Römer sich der aus dem Sozialstress zu dichter Bewohnung in Mehrfamilienhäusern ergebenden Aggressionspotentiale bedienten, um den Expansionseifer ihrer Bewohner in fremde Nationen zu schüren (Anm. P.B.)].
 

 
Jeder lässt rings um sein Haus einen freien Raum, vielleicht als Sicherung gegen Feuersgefahr, vielleicht auch, weil man nicht besser zu bauen versteht. Als Baumaterial verwenden die Germanen nicht Steine oder Ziegel, sondern überall nur roh behauenes Holz, ohne auf ein gefälliges Äußeres irgendwie Rücksicht zu nehmen. Einzelne Stellen der Außenwände bestreichen sie ziemlich sorgfältig mit einer so hell glänzenden Erdmasse, dass man den Eindruck von Malerei und farbiger Linienführung hat.

Auch pflegen sie Höhlen in die Erde zu graben und häufen eine starke Schicht Dünger darüber; diese Höhlen dienen ihnen als Zufluchtsstätte in der Winterkälte (Wohngruben) und als Aufbewahrungsräume für die Feldfrüchte (Mieten); denn in solchen Räumen macht sich die Strenge des Frostes minder fühlbar. [….]".

 

Wald als Klimaretter?

Wochenmagazine, wie der SPIEGEL (z. B. Heft 49 / 2007), bezeichnen unseren Wald als Retter, als Garant zukünftiger Generationen von Menschen also, als wäre es was neues. Dabei war schon unseren Altvorderen bekannt, dass

Waldesluft und Sonnenschein Herz und Lunge rein halten
(siehe Charlottenhöheinschrift)

Darum haben diese Leutchen schon vor "UR-" Zeiten ihre Sanatorien zum Wohle ihrer Kranken an schönen, gesundheitsfördernden Stellen inmitten ihrer Wälder errichtet, und nicht umsonst baut auch heute noch jeder, der was auf sich hält bzw. halten kann, selbst ein popeliger "Nuschel-" Showmaster, sich sein Domizil, nebst 4 bis 5 Hektar Land drum herum, in eine abgelegene, menschenferne Waldeslage.
 

Waldesluft und Sonnenschein halten Herz und Lunge rein.

Wie in unseren Tagen allgemein üblich, wird allerdings auch bei besagtem Spiegelbeitrag der Hauptgesichtspunkt mal wieder auf den CO2 -ausstoß bzw.  -ausgleich gelenkt. Vergessen wird, wie immer unter der technisierten Weltanschauung, dass der Wald noch ganz anderen Dreckausstoß unserer hoch gelobten Zivilisation herausfiltert, einschließlich den allgegenwärtigen, schleichend stetig krankmachenden  Lärm  unserer tollen Erfindungen, sprich Maschinen zum Fahren, Schaffen und auch zum Wald niedermachen (s.o.), ganz ungeachtet übrigends des lebensnotwendigen Sauerstoffs, dessen Volumenanteil in unserer Atemluft seit nunmehr über einer Generation bereits kontinuierlich im Sinken begriffen ist (die unausgeglichene O2 - CO2 - Bilanz infolge der überproportionalen Abnahme von Sauerstoffproduzenten und der gleichzeitigen stetig steigenden Zuname von Sauerstoffkonsumenten [Mensch, Zuchttiere, industrielle mechanische und chemische Prozesse, Maschinen u. s. w.]
bzw. bei CO2 im umgekehrten Verhältnis)
.

Im Wesentlichen erläutert der Spiegelartikel unter dem Titel "Wälder als Klimaretter" in seinem Resort "UMWELT" wie folgt:

"Von wegen Baumsterben: In fast allen Ländern Europas ist die bewaldete Fläche [...] stark gewachsen - [..] dass dadurch [.] maßgebliche Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) gebunden werden. Das [.] ist das überraschende Ergebnis einer Studie der Universität von Helsinki, die jetzt in [...] 'Energy Policy' veröffentlicht wurde. In der heutigen EU [...] sei der Baumbestand [...] in solchem Maße gestiegen, dass allein die neuen Bäume jedes Jahr 126 Millionen Tonnen Kohlenstoff unschädlich machten, rund elf Prozent des europäischen Gesamtausstoßes. [...] Aufforstung könne der EU helfen, ihre im Kyoto-Protokoll dargelegten Klimaziele [.] zu erreichen. [...] Die [.] Wälder [...] hätten insgesamt einen doppelt so hohen Effekt auf die CO2 -Bilanz Europas, wie alle existierenden Windkraft- und Solaranlagen zusammen."

 

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