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DaimlerChrysler / Mercedes Benz - Der gute Stern auf allen Straßen ...

Status, Komfort und Sicherheit ?

ab 800 x 600; 05.2007

 

 

Die Automobile mit dem Stern bleiben einzigartig.
Es bleibt unser Prinzip: Qualität geht vor Quantität.

Jürgen E. Schrempp in Das Daimler-Desaster

 

Gefährliche konstruktive Mängel bei Daimler Chrysler- / Mercedes Benz
... zu Lande, zu Wasser und in der Luft *     

Bruchgefahren an den Vorderrad- und               
Achsaufhängungen aufgezeigt an den Typen =>

  

Mercedes Benz / DaimlerChrysler   ...

... war Inbegriff technischer Perfektion, Solidität und somit Wertbeständigkeit, vor allem für die anspruchsvolle, weil (kultiviert) gehobene Gesellschaftsklasse und für solche, die sich dazu zählen wollen. Mercedes als Synonym deutscher Wertarbeit, des »made in germany« der Wirtschaftswunderjahre. Im derzeitigen Globalisierungszeitalter tritt das »Deutsche« zwar zunehmend offen in den Hintergrund, doch die übrigen Attribute werden kontinuierlich weiterhin vermittelt.

Um so verstörter stöhnte die gepflegte Autowelt auf, als die engelsgleiche Prinzessin Diana in einem Pariser Tunnel in einem Mercedesfahrzeug gegen eine Tunnelwand knallte und dabei zu Tode kam. Lag da etwa ursächlich ein technischer Mangel vor?

Daimler bestritt dies zwar, doch so ganz aus der Luft gegriffen muss diese Vermutung keineswegs sein, wie uns ein Schadenssachverständiger aus dem Nordschwarzwald an aktuellen (Un-)Fällen aufzeigt.

 

"[.] März 2005 sah sich DaimlerChrysler gezwungen, [...] 1,3 Millionen Fahrzeuge [...] in die Werkstätten zurück zu beordern. Was den Kunden [...] als »Qualitätsoffensive« verkauft wurde, war [...] das dramatische Eingeständnis, massenhaft mangelhafte Automobile auf den Markt gebracht zu haben. [...] Experten bezifferten die Kosten dieses Rückrufs mit weit mehr als 400 Millionen Euro. [...] Damit entsprachen die Kosten [.] dieser Rückrufaktion [.] denen, die den Arbeitnehmern 2004 in harten Verhandlungen vom Konzern abgerungen worden waren. [...] Von sechsundzwanzig bewerteten Automarken schnitten Renault und Mercedes am schlechtesten ab."

aus: Das Daimler-Desaster von J. Grässlin
ISBN-13: 978-3-426-27267-1
Droemer Verlag 2005
www.juergengraesslin.com

 

Stoßfängerbruch bei Mercedes Benz 124 TD

Nach Auffassung dieses Sachverständigen besteht nämlich auch beim Mercedes Benz 124 TD ein konstruktives Risiko, daß die Vorderradaufhängung infolge von Materialermüdung brechen kann. 

In einem solchen Fall wird das Fahrzeug unlenkbar und bricht aus. Bei entsprechender Geschwindigkeit und je nach Situation kann dies tödlich enden. Die folgenden Zeilen gehen diesem Mangel auf den Grund.

 

Einem Mercedesfahrer widerfuhr u. U. das selbe Schicksal, wie einst der Lady Di im Pariser Tunnel - sein Fahrzeug scherte von sich aus auf einer kurvenreichen Bergstrasse plötzlich aus, schleuderte von der Fahrbahn herunter und anschließend eine Böschung hinauf. Auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite wäre es hingegen ein paar hindert Meter steil bergab gegangen. Fußgänger wurden glücklicherweise nicht involviert.

 

Natürlich ist es nicht einfach, nach einem derartigen Unglück der Justiz und der Nachbarschaft die eigene fahrtechnische Unschuld glaubhaft zu versichern, war da etwa Alkohol im Spiel? Die Fahrtüchtigkeit des Fahrzeuglenkers ist rasch angezweifelt, glücklich wer am Leben bleibt, um nach einem unabhängigen Schadensgutachter suchen zu können, der die Unschuld des Fahrers nachvollziehbar zu beweisen vermag. Der im hier geschilderten Fall zu Rate gezogene Spezialist zur Rekonstruktion des Schadensverlaufs fand am Unglücksort tiefe Schürfrillen im Fahrbahnbelag, die entstehen, wenn blankes Metall von Radfelgen über den Asphalt schrappt. Das ist möglich, wenn das Reifengummi des Rades  vom Felgenbett heruntergewalkt worden ist, z.B. bei heftigem Seitwärtsschleudern und seitlichem Aufprallen des Reifens auf eine Bordsteinkante. Genau dies geschieht auch dann, wenn eine Radaufhängung bricht, so dass die Vorderräder daraufhin unvermittelt unlenkbar auseinanderschlagen und somit auseinander laufen.

 

Durch dieses Indiz sensibilisiert, nahm der Schadensrekonstrukteur die gesamte Vorderradaufhängung gründlich unter die Lupe, und siehe da, sie war tatsächlich gebrochen, aber eben nicht etwa infolge eines seitlichen Aufpralls gegen eine Bordsteinkante, etwa infolge von Fahruntüchtigkeit, sondern wegen der Ermüdung des Materials am Gehäuse des Stoßfängers im Federbein des Unfallmercedes, einem  Mercedes Benz 124 TD,  wie auf den Bildern hier dokumentiert.

 

Die Pfeilmarkierung weist auf die Bruchstelle des Stoßfängergehäuses. Durch eine nachfolgende Röntgenuntersuchung wurde sichtbar, dass das Material an dieser Stelle schon vor dem Unfall erheblich ermüdet gewesen sein muss. Dieser Mangel ist für den Technikprüfer der HU mit herkömmlichen Mitteln natürlich nicht ohne weiteres zu erkennen.

Ein derartiger Materialfehler kann somit u. U. zum Tod eines Fahrzeuglenkers führen und sollte deshalb schon gar nicht geschehen dürfen, noch dazu an einem Fahrzeug, bei dem erst zwei Monate zuvor eine technische Hauptuntersuchung bei einem öffentlichen Überwacher erfolgt gewesen war.  

Für die existenziellen Bauteile eines Karftfahrzeugs mit imagebetonter langer Haltbarkeit bedarf es einer »lebenslangen« Garantie, bzw. sollten nur solche Konstruktion zur Anwendung kommen, die im Unglücksfall sich selbst stabilisieren können.

 

 

 

Bruch des Traggelenks bei DB 190 D

Weitere Erfahrungen des bereits genannten Gutachters, bestehen auch bei anderen Modellen aus dem Hause DaimlerChrysler Risiken, dass aus  unterschiedlichen Gründen Teile der Radaufhängung konstruktionsbedingt vorzeitig den Geist aufgeben  - handelt es sich hierbei gar um den Lady Di - Effekt von Daimler Benz?

marktlex.de liegt die dokumentierte Informationen zu einem Fall vor, bei dem das Traggelenk eines  DB 190 D Ursache eines möglicherweise  tragisch verlaufenden Unglücks hätte werden können, wenn nicht der Fahrzeughalters besonders aufmerksam gewesen wäre. Dieser spürte nämlich rechtzeitig, dass die Lenkung seines Fahrzeugs unvermittelt immer schwergängiger wurde, Quietschgeräusche verursachte. Darum unterbrach der Fahrer seine Fahrt und fuhr intuitiv rechts raus. Dabei brach die Lenkung plötzlich ganz ab. In einer Fachwerkstatt wurde ein gebrochenes Taggelenk diagnostiziert. Dieses wurde ausgetauscht. Das zweite Gelenk auf der gegenüberliegenden Seite jedoch wurde vorgeblich präventiv mittels eines durchaus üblichen technischen Kniffs wieder gängig gemacht, nämlich indem ein paar Tropfen Öl darüber gegossen wurden. Zwar wurde das Quietschen damit behoben, aber eben nicht die Brüchigkeit des bereits verrosteten ,,Bolzens". Ein nachfolgender Unfall war also trotz Werkstattbesuchs bereits programmiert, wenn nicht der Schadensspezialist aus dem Nordschwarzwald sich des Falles angenommen hätte, der marktlex.de auch diesen Fall plausibel erklärt hat.

 

 

Leserzuschrift:

Bruch des Traggelenks bei einem DB 250 TD
(Bj. 1991)

Ich bin mit [meinem DB 250 TD, Bj. 1991] in den Winterurlaub gefahren. Auf dem Fernpass [...] ist mir in einer Kurve das linke Vorderrad abgebrochen. Glücklicherweise war ich in einem Mega Stau und nur in Schrittgeschwindigkeit unterwegs. [...].

[... m]eine Pannenversicherung [hat] die Kosten für [...] Abschleppwagen und [.] Leihwagen[] über[nommen]. Für mich blieben dann nur noch die Reparaturkosten in Höhe von 236,42 Euro, was mir mein zweiter Geburtstag dann auch wert war.

Im nachhinein muß ich jedoch [..] festhalten[, dass d]ie Bolzen des Traggelenkes [.] bei Talfahrten in Haarnadelkurven mit dem gesamten Fahrzeuggewicht, der Spannkraft der Feder und der kinetischen Energie des Fahrzeuges belastet [werden] - so wie bei mir - (enge Rechtskurve, Talfahrt führte zum Abbruch vorne links). Sieht man sich mal den Durchmesser der Traggelenksbolzen an, so fragt man sich - warum das überhaupt hält. Und weiterhin warum es keine Sicherheitseinrichtung gibt, welches verhindert, dass bei einem Bruch des Traggelenkes das Vorderrad führungslos im Radkasten herumschägt.

In meinem Fall hat der Kotflügel das Vorderrad sofort blockiert. Der herbei gerufene Abschleppwagen [...] hatte überhaupt keine Probleme mit der auf der Straße aufliegenden Vorderachse und dem blockierten Vorderrad. Der Abschleppwagen ist ganz einfach mit der gekippten Ladefläche unter mein Fahrzeug gefahren und hat es somit von hinten [über sich hoch] geschoben. Laut Abschleppwagenfahrer kommt das schon mal vor bei Mercedes Fahrzeugen ....

Mit freundlichen Grüßen
N.N.
 

Anm. P.B.:
Die hier rechts beigefügte Reparaturkostenrechnung veranschaulicht, dass ein Bauteil, von dem Gesundheit und Zukunft des Wagenlenkers und weiterer Fahrgäste abhängt, gerade mal 20 Euro im Verkauf kostet.

 

 

Eine Reperaturrechnung, die veranschaulicht, wieviel ein Menschenleben als wesentliches Autoteil verbaut wert ist. Bild anklicken = Rechnung vergrößern

Rechnung anklicken = vergrößern

 

 

 

... [seit ... ]  2000 ... kooperier[.]en [Mercedes und Chrysler] ... eng. ... konkretes Beispiel dafür: ... das Nachfolgemodell des Chrysler LH / 300 M [hat] den größten Teil seiner "Architektur" [also Kardanwelle, Achsen und elektronische Systeme] von der [damals] neuen E - Klasse übern[ommen] ...

geschrieben 2001 in: DIE STUNDE DES STRATEGEN
von David Waller; Seite 367
ISBN-3-548-36305-9
Ullstein Taschenbuchverlag

 

Konstruktionsbedingte
Radaufhängungsprobleme
auch bei der E - Klasse

 

Dieser seines Komforts wegen geliebte Fahrzeugtyp, weist eine besondere (Vorder-) Rad- und Achskonstruktion auf, denn seine Schwingungsdämpfer (Stossdämpfer) sind am Fahrwerk nicht innerhalb der Federn sondern neben selbigen montiert. Das mag den Austausch dieser Teile im Bedarfsfall erleichtern, reduziert aber die Sicherheit im Ausnahmefall, denn Federn haben zuweilen die nachteilige Eigenschaft, brechen zu können. Meist geschieht dies an deren Außenwindungen, so dass die Mehrzahl der Fahrzeugenführer dies währende der Fahrt noch nicht einmal bemerkt, da ihr Wagen dabei nicht übermäßig absackt, denn der früher im Innern der Feder montierte Stossdämpfer verhinderte eine vollständiges Herausfallen der Feder.

 

Zum Vergleich hierzu das Federbein eines

 

 

 

 

Anders erging es nun einer E-Klassefahrerin. Beim Ausparken aus ihrer Garage sackte ihr Auto plötzlich ohne Vorwarnung komplett ab. Ein Weiterfahren war somit nicht mehr möglich. Als Ursache stellte sich heraus, dass die Feder des Wagens etwa in der Mitte zerbrochen und dadurch herausgefallen war. Darum hatte die Rad- bzw. Achsaufhängung natürlich keinen Halt mehr und somit ging der Wagen in die Knie.

Wie sich dies wohl bei Tempo 100 und mehr ausgewirkt hätte?

Also, passen Sie gut auf sich auf und achten Sie auch unterwegs unentwegt auch auf Ihren Wagen - z.B. durch regelmäßige technische Kontrollen.

 

Hierzu Auszüge aus Leserbriefen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem uns genau das, was sie auf Ihrer über Mercedes- Fahrzeuge beschreiben, am Gründonnerstagnachmittag passierte, urplötzlich, bei Tempo 60 bis 80, bin ich eben über meine Google-Suche "Vorderradaufhängung, Bruch" auf Ihren Seiten gelandet [...].

In der Werkstatt wurde uns nämlich gesagt, dieses sei, lt. Werk in Sindelfingen, bislang weltweit erst ca. 5mal vorgekommen und müsse wohl am diesjährigen langen Winter und am Streusalz und Split liegen, vermutlich habe sich ein Stein im Ring, der die Feder oben festhält, verfangen, dadurch sei dieser mit der Zeit gebrochen, dann sei schließlich dadurch die Feder [selbst] auch noch gebrochen..., (der Anblick der Feder war nach meiner Erinnerung derselbe wie auf Ihrer [Abb. ....]

Ich [...] bin jetzt, da mein Verdacht, daß es vorzeitige Materialermüdung sei [...] mehr als bestätigt wurde, erst recht fassungslos....

Vielen Dank für Ihre Seiten!

Sehr geehrte Frau ...,

[...] Gerade in den vergangenen Wochen hat die Nachfrage nach unserer Information bezüglich der DaimlerChryslerFahrzeuge angezogen. Daran dürfte allerdings weniger der nun hoffentlich der Vergangenheit angehörende Winter schuld sein, als eher die Gegebenheit, dass jene MercedesBenzWagen allmählich in das "Alter" kommen, in welchem die evtl. in diesen Autos verborgenen konstruktiven Probleme u. U. negativ zum Tragen kommen. [...] Wie mir dieser Tage ein ebenfalls verunglückter Mercedesfahrer schrieb, scheint bei Daimler, was die Bereitschaft zu Kulanz angeht, vielleicht aus Imagegründen, inzwischen ein Undenken eingesetzt zu haben. [...]
 

Sehr geehrter Herr Bechen,

Gestern lagen nach dem Ausfahren aus der Garage ca. 5-6 flache Teile auf dem Boden [...] "wo kommen denn diese verrosteten Teile her?!" und wir stellen [.] fest, daß sie von der - offenbar sogar durchgerosteten!! - Scheibe stammen dürften, die die Feder festhalten sollte also dem Teil (Scheibe oder Ring), das zuerst gebrochen ist, lt. Werkstatt, bevor danach die Feder brechen mußte. Das Durchrosten kann ja nun wirklich nicht mehr vom Winter kommen, außer dieses Teil bestand aus allermiesestem Blech, oder? Erstzulassung: Januar 2003! Empörend gefährlicher Pfusch...

 
Vielleicht interessant... Man findet immer mehr, bei jeder Google-Suche
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Leser klagen, Hersteller handeln
Der Rost nagt am Stern

Linkhinweise der Leserin:

Besonders an dem des W 210. Die alte E-Klasse rostet an Ecken und Kanten. Jetzt auch an der Vorderachse und am Federdom. Rostärger an der E-Klasse seit 2001
[Anm. der Red.: ein maximal fünf Jahre altes Auto gilt heute als schon alt!!!]

 
Hallo sehr geehrte Frau ....,

[...] Schon einige Male haben wir Mails bekommen, die uns darauf hinweisen, dass im Motorraum einiger Benzmodelle Plastikabdeckungen vorhanden seien, die den freien Blick auf darunterliegende, still und fleißig vor sich hinrostende, fahrwerktragende Blechteile verhindern würden. Das Erschrecken sei entsprechend, wenn diese entfernt würden, was aber beim normalen Inspektionsprogramm von DaimlerChrysler nicht vorgesehen sei. Es muss also nicht unbedingt an der Qualität des Blechs liegen, wenn dieses wegzurosten droht, unter Umständen ist einfach die angewandte Konstruktionslogik unausgereift.

[...] Natürlich lässt sich das verlorene Vertrauen in die Qualität eines Fahrzeugtyps mit solcher Großherzigkeit nicht mehr wieder herstellen. Daimler wäre darum sicherlich besser beraten, weniger Spielraum für das Wohlergehen seiner Manager und dafür mehr für die grundsätzliche Qualität seiner Fahrzeuge im Finanzierungsplan einzuräumen, denn mit eindrucksvollem elektronischem Wohlfühlspielzeug im Wageninneren zur  bequemlichkeitsfördernden Unterhaltung des Fahrzeuglenkers und seiner Begleiter
dürfte auf Dauer wenig Gewinn einzufahren sein, wenn der Nutzer des komfortablen Wagens gleichzeitig das Unwohlsein bezüglich seines Überlebens durch die Benutzung des Fahrzeugs in sich niederringen muss. [...].

 

Hallo sehr geehrter Herr Bechen,

Vielen Dank für Ihre Antwort und die unübertreffliche Formulierung dessen, was auch u. E. überflüssig wie ein Kropf ist:

...mit eindrucksvollem elektronischem Wohlfühlspielzeug im Wageninneren zur bequemlichkeitsfördernden Unterhaltung ...

[...] Das Zeug sollten sie meinetwegen als Extras anbieten. Am besten gleich noch einen PC und einen Videorekorder, für die Staus. Und ggf. eine _funktionierende_ Minibar für Pralinen etc.

[...]  wurde aber gesagt, rechts sei alles noch in Ordnung gewesen, rein vorsorglich sei ausgetauscht worden. Nun frage ich mich, wieso diese Rostteile in der Garage liegen, [...] wer weiß, wieviel Rost sonst noch heraus gefallen ist seit der Reparatur, da kommt man anscheinend schlecht ran, sonst wäre er ja beseitigt worden.

Großherzig finde ich Mercedes kaum, sondern allenfalls bemüht um Image-Schadensbegrenzung und um Vermeidung von Klagen. Weshalb ich sofort sagte: ich will keine Kulanz, ich will Qualität!
Wofür zahlt man denn soviel, doch wohl für ein sicheres und gutes Auto! Diese Art würde man doch bei einer Waschmaschine nicht hinnehmen, dass es heißt, kein Problem, wird gratis repariert, und das alle 2 Wochen. Da wäre Miele längst pleite!

...wenn der Nutzer des komfortablen Wagens gleichzeitig das Unwohlsein bezüglich seines Überlebens durch die Benutzung des Fahrzeugs in sich niederringen muss.

Genau! Auf Komfort kann ich gut verzichten, wenn ich heute im Mercedes mehr Angst haben muß, als früher im 17 Jahre alten VW!

 

Leider gibt es schon wieder schlechte Neuigkeiten:

Nach 100km Autobahn und Kaffeepause gestern wollte [der E-Klassewagen] nicht mehr recht anfahren, dann ging es einigermaßen, bis 130 km/h kein Problem mehr, aber darüber hinaus kein Beschleunigen mehr möglich [...] wirklich sehr flott... und so landete [der Wagen ... ] mal wieder bei Mercedes. Diagnose: verdreckter Filter.

Daß gleich beide Radaufhängungen ersetzt wurden, war nicht selbstverständliche Kulanz, sondern geschah nur, weil [wir] ausdrücklich darauf bestanden. [...] 

Ich zähle abschließend mal auf, was uns dieses Fahrzeug bisher außerdem schon geboten hat, soweit ich mich erinnere:

  • Kaputte Lüftung/Klimaanlage nach knapp 4 Wochen
    (Scheiben beschlugen gleich nach dem Start)
  • Ausfall der Bremsen nach ca. 6 Monaten
    ([zuerst] wurde es noch bestritten und erst nach massivem Druck kostenlos repariert, später kam eine Rückrufaktion, weil das Problem nicht mehr vertuschbar war)
  • Massives und immer schlimmer werdendes Holpern und Rattern bei geringsten Steigungen, es wurde monatelang verharmlost, bis es auf der Autobahn so schlimm wurde, daß endlich eine Reparatur angeboten wurde. [...] dann gab es offenbar eine tagelange Super-Reparatur..., das ca. 1 bis 1 1/2 Jahre nach dem Neukauf.

Mit freundlichem Gruß
 

Sehr geehrte Frau ....,

[...] Ein Daimlerinsider hat mir ebenfall dieser Tage eine mögliche Ursache für all diese konstruktiven Schwachstellen recht vage angedeutet: Auch Daimler würde es mit outsourcing halten, viele seiner Fahrzeugteile trügen zwar noch immer das Zeichen made in germany, weil ja das Gesamtprodukt als deutsch gilt, seien jedoch in Wirklichkeit in Südosteuropa gefertigt. Vielleicht sollte ich mal diesem Gerücht nachgehen?!.

Es ist schon schade, dass Sie Ihr Fahrzeug nach all den Nachbesserungen nicht einfach komplett gegen ein Neufahrzeug umtauschen können, doch wer weiß, ob ein solches dann auch wirklich besser wäre.

Mit freundlichem Gruss aus dem vagen Frühling

 

Sehr geehrter Herr Bechen,

[...] Vom Benz gibt es natürlich [...] Neues, [...] in den Tank war [durch einen Tankwart] Superbenzin gefüllt worden [...] da eh schon alles auseinandergenommen werden mußte, hat man bei der Gelegenheit Metallspäne gefunden. Und die kann sich im Autohaus [...] niemand erklären. Absolut nicht. Seltsam..., aber wieder ging alles auf Kulanz [...] Die Autohäuser und Werkstätten tun mir inzwischen echt leid! Und nebenher wurde ihm erklärt, ja, die E-Klasse, die zwischen 2003 und 2005 gebaut wurde, war ein schlechtes Produkt, inzwischen sei aber seit Herbst 2005 alles behoben.

[...] Nun hieß es auch noch, ja, bei Ihren fast 100.000 km... Ist das zum Lachen oder zum Weinen? Bis vor ein paar Jahren wurde doch geradezu damit geworben, daß ein Mercedes ohne weiteres 200.000 km und mehr fährt, ohne daß etwas ist. Der Vorgänger, auch E-Klasse, hatte nie etwas, auch nicht bei 150 000 km.

Vielleicht können wir noch froh sein, dass falsch getankt wurde, so stieß man immerhin auf die unerklärlichen Metallspäne, die - im günstigsten Fall - eine Reparatur in 5-stelliger Höhe über kurz oder lang bedeutet hätten.

Und einen Tip bekam [ich] auch noch: falls es mal auf der Autobahn knallen sollte, sprich, die Feder o. dgl. wieder mal brechen sollte, dann soll [man] einfach ESP einschalten, dann bricht das Fahrzeug nicht aus. Aha! habe ich gesagt, das soll [...] der Kfz-Meister mal ganz genau hier vor Ort zeigen, denn das darf ich ja dann wohl tun [...] wenn so etwas bei 200 km/h passiert...

Immerhin hat Daimler es geschafft, dass ich vorgestern wieder mal per Bahn ins noch kältere Norddeutschland und heute zurück gefahren bin. Besser so, als mit Spänen im Motor.

Mit freundlichem Gruß


 

Die folgenden Abbildungen hat uns nachfolgend zitierter Leser zukommen lassen:

(Vergrößerung der Bilder durch Anklicken)

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Internet habe ich Ihren Artikel über die technischen Mängel bei Mercedes - Benz gelesen.
Ich bin auch ein betroffner Fahrer eines Fahrzeugs Mercedes-Benz E 200:

Erstzulassung [Ende] 96, regelmäßige Inspektionen, letzter TÜV-Besuch [Ende] 05 [HU] ohne Probleme bis 12.07

Am Donnerstag den 30.03.2006 bin ich von der Arbeit auf den Weg nach Hause, als mir die Halterung am linken Federbein vorne abgerissen (abgerostet) ist. Gott sei Dank ist mir das noch in der Stadt bei ca. 25 km/h passiert, und nicht auf der Autobahn.

Heute [...] hat Mercedes die Reparatur auf Kulanz übernommen.
(1. Kulanzantrag wurde abgelehnt [...]) 

Mit freundlichen Grüßen / with best regards
Sehr geehrter Herr ...

grundsätzlich zuerst einmal vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Seiten und natürlich auch für das Vertrauen, das Sie uns mit Ihrem Schreiben entgegenbringen. Ihre Fotos sind aufschlussreich und demonstrieren die verborgene Schönheit eines eigentlich für solide gehaltenen Autos. Es ist natürlich höchst bedauerlich, dass Qualitätsfahrzeuge heute auch nicht mehr das sind, wofür wir sie halten. Gegenüber den uns bekannten Personen haben Sie als Fahrer das Glück der intuitiven Vorsehung auf Ihrer Seite gehabt, denn bei hoher Geschwindigkeit wäre Ihr Unfall kaum glimpflich verlaufen. Wir freuen uns, dass sich Mercedes Ihnen gegenüber kulant zeigt, denn dem war nicht immer so. Zur Zeit muss DaimlerChrysler auf sein Image achten. [...]

Peter Bechen
für marktlex.de

 

 

 

Bei Kollision schwer verletzt ...

.... berichtete dieser Tage eine nordschwarzwälder Zeitung über einen Zusammenstoß zwischen einer Daimler E - Klasse - Limousine und einem Golf. Ein Schwerverletzter einschliesslich 42.000 Euro Gesamtsachschaden seien die Bilanz dieses Verkehrsunfalls gewesen, bei welchem ein Golf von links in Fahrertür des Mercedes Benz gekracht sei. Entgegen den sonst vielfach geläufigen Vermutungen ist hierbei jedoch nicht der Golf- sondern der Mercedesfahrer der krankenhausreife Schwerverletzte geworden. Gemäß dessen ärztlichen Attest soll er, neben einem HWS- Schleudertrauma, einer Rückenprellung sich die 7. bis 9. Rippe gebrochen haben.
Diesen Umstand hat der Artikelschreiber allerdings nicht veröffentlicht.

Zweifellos sind die Seitenflanken generell ein gefährlicher Schwachpunkt von PKW's, darin bilden auch Daimlerfahrzeuge keine Ausnahme. Dementsprechend kommen in diesem Fahrzeugbereich verstärkt Schutzeinrichtungen zum Einsatz, wie z.B. Eisenrohre in den Türen, Schwellen und B- Säulen, welche den Überlebensraum der Fahrzeugnutzer so gut als möglich garantieren sollen, denn der kann sonst sehr schnell sehr knapp werden, wie im vorliegenden Fall auf den Fotos sichtbar.

Ganz besonders wichtig ist hierbei die Funktion der Seitenairbags, welche zum Teil bei den E - Klasse - Fahrzeugen in deren Fahrer- und Beifahrersitz- Rückenlehnen eingelassen sind, ... 

 

 

 
... wie, mit rotem Punkt markiert, am nebenstehenden Foto ersichtlich.

Wenn diese im Notfall explosionsartig sich selbst aufblasenden  Rückhaltesysteme sprich Airbags versagen, knallen Fahrer bzw. Beifahrer, je nach dem, u.U. mit ihrem Kopf voll auf die Seitenholme bzw. auf die Seitenfenster, was natürlich zu erheblichen Kopfverletzungen führen kann.

Doch genau dies scheint dem in diesen Unfall verwickelten Daimlerfahrer zum Verhängnis geworden zu sein, der bei Gelb noch auf die Kreuzung fuhr.

Sein in der Seite seiner Sitzlehne eingelassene Seitenairbag hat nicht ausgelöst, obwohl der Aufprall des von links kommenden Golfs doch wohl sehr heftig gewesen war, wie die Schadensbilder zu verdeutlichen scheinen, bei der der Golf frontalseits gekürzt und der Benz seitlich ordentlich eingebeult worden ist. Dies erweckt den Eindruck, daß die Seitenairbagtechnik von Daimler in den E- Klasse- Fahrzeugen bzw. zumindest im vorliegenden Fall nicht zuverlässig funktioniert. Da Sicherheit grundlegend zum Image von Daimlerfahrzeugen gehört, kommt es bei solch fatalen Ereignissen u.U. sehr schnell zu Regressansprüchen gegenüber dem Fahrzeughersteller. Wohl auch aus diesem Grund unterhält DaimlerChrysler eine eigene Unfallforschung auch vor Ort. Diese ermittelte hier, nach eigener Ansicht, als Ursache für das Nichtauslösen des Airbags, daß die verzögernde Aufprallgeschwindigkeit des Daimlers bei diesem Unfallereignis so langsam gewesen sei muß, daß das Airbagsystem seinen kritischen Auslösepunkt noch nicht habe erreichen können. Die Auslöseelektronik habe demgemäß also zuverlässig gearbeitet. Zwar sei der Daimler seitlich, vor allem die B-Säule ordentlich eingedrückt worden, doch dies sei wohl eher auf die Befreiungsaktion des Rettungsdienstes als auf den Zusammenstoß selbst zurück zu führen.

Fazit:
Bis ein ordentlicher Airbag planungsgemäß auslöst, können Rippen evtl. schon gebrochen sein - oder weniger drastisch formuliert, ein Mercedes ist eben auch nur ein von seinem Führer abhängiges Automobil.

 

 

Weitere Leserbriefe:
 

Diesel E 220

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei der Suche nach einem Link für geschädigte Mercedes-Benz Besitzer habe ich mit Interesse (Ihre Seite) gelesen.

Auch ich gehörte zu den "Mercedes - Qualitätsgläubigen", bis zum 17.12.2003. Beim regelmäßigen Wartungsdienst durch einen Kfz - Meisterbetrieb, bei dem der Abgasschlauch der Standheizung erneuert werden musste, wurde nach Entfernung der vorderen unteren Motorschutzverkleidung festgestellt, dass der vordere Achsträger praktisch durchgerostet ist. Es waren mehrere Löcher, z.T. Handteller groß, zu sehen. 

Bei einem Termin bei der Mercedes-Vertretung in Lübeck am 23.12.2003 wurde diese Tatsache ebenfalls festgestellt und dokumentiert. Der daraufhin gestellte Kulanzantrag zur Reparatur wurde in der Form beschieden, dass Daimler Chrysler 55% tragen wollte und 45 % zu meinen Lasten gehen sollten. 

Das Fahrzeug ist Baujahr 1996; EZ 04.06.96, PKW Diesel E 220; Fahrleistung 240.000 km. 

Dieser Schaden ist offensichtlich durch die zu dicht anliegende untere Motorverkleidung entstanden. Das Material der Verkleidung und die Konstruktion halten die Feuchtigkeit dicht am Achsträger fest und lassen kein Abtrocknen zu. Hinzu kommt, dass diese Verkleidung im Zuge der Wartungsintervalle nicht abgenommen zu werden braucht, so dass bereits Ansätze von Rost unerkannt bleiben. (...)

Nach Bekunden des Kundendienstmeisters der MB Vertretung sind solche Fälle bei diesem Typ häufiger aufgetreten, aber einen so gravierenden Fall hatte man zu ersten Mal. Es wäre interessant, zu hören, ob auch andere MB Besitzer Typ 210 auf diesen Konstruktionsmangel gestoßen sind. Auf jeden Fall sollten alle diejenigen auf diesen Fehler aufmerksam gemacht werden, bevor einmal so ein Vorderachsträger während der Fahrt bricht.

 

Unsere Antwort:

Sehr geehrter Herr N.N. 

ich habe das Ingenieurbüro Bott auf der Grundlage Ihrer schriftlichen Angaben zu Ihrem Fall befragt. Dessen Faxantwort füge ich
Ihnen dieser Mail als Anhang bei.

 

Wesentliche Grundlage der Aussagen des Büros sind, dass bei Daimler zwischen geschraubten und geschweißten Teilen unterschieden
wird. Für geschweißte Teile besteht eine zehnjährige Garantie, bei geschraubten keine, da diese als Verschleißteile gewertet werden. Der Vorderachsträger ist wohl geschraubt, von daher ohne Garantie. Dennoch sollte sich Daimler großzügig zeigen, da es sich hierbei um sicherheitsrelevante Bauteile handelt, bei deren Wartung seitens der Daimlervertragswerkstätten nicht mit der notwendigen Sorgfalt vorgegangen worden sei. 

Ich hoffe, dass Ihnen diese Argumentation dabei weiterhilft, ihren Schaden zu minimieren.

Mercedes S 320

Sehr geehrter Herr Bechen,

[...] Mein Mann fährt einen Mercedes S 320 bei welchem letzte Woche das rechte Vorderrad weggebrochen ist! Glücklicherweise fuhr mein Mann - durch eine Baustelle bedingt - sehr langsam und es passierte ihm nichts. Mich entsetzt wie verschiedenste Institutionen (Mercedes, ADAC, Juristen) mit diesem Vorgang umgehen:

... tja, das kann schon mal passieren, dass bei 260.000 km das Radlager heißläuft, das angrenzende Material dadurch schmilzt und es zu einem Radbruch kommt!

Warum hat uns das nur niemand gesagt!? Radlager sind bei unserem Modell wartungsfrei!!! Relativ locker wurde mir von verschiedenen Seiten bestätigt, dass bei anderen Umständen (Autobahn, 120 km/h) ein solcher Radbruch tödlich ausgehen kann - nicht nur für den Fahrer eines solchen Fahrzeuges sondern auch für andere Unbeteiligte!

Aus diesem Grund verwandelt sich bei mir anfänglicher Schreck ( verbunden mit Verständnis für Materialermüdung ) in eine ausgesprochene Wut, da offensichtlich niemand daran interessiert den Vorgang zu prüfen und ggfs. andere S-Klasse Fahrer dieser Baureihe oder ähnlicher Baureihen zu warnen. [...]

 

 

Die neu überarbeitete E - Klasse

Alles neu macht der Mai, jedenfalls am 2. Mai 2006, denn an diesem Tag erschien folgender Artikel in der STN Nummer 100 Seite 10 mit der Unterüberschrift:

Neu überarbeitete E - Klasse vorgestellt,
Vertriebschef Maier erwartet 2006 stabilen Absatz.

Vermutlich denkt Herr Maier hierbei nicht an Absatz durch Verschleiß, was bei der bisherigen Modellreihe durchaus auf der Hand lag, denn ...

 

 

Bei der neuen E-Klasse setzt Mercedes auf erprobte Technik

... [z]uletzt jedoch ging [der] Absatz [der E - Klasse] zurück - auch wegen der leidigen Qualitätsdiskussion, die insbesondere dieser Oberklassenlimousine anhaftete. [...] Wie kaum ein anderes Modell verkörpert die E - Klasse die Marke Mercedes. [...] Vom aktuellen Modell, das im Frühjahr 2002 auf den Markt kam, waren es in gut vier Jahren immerhin über eine Mio. Stück. [...] Im vergangenen Jahr hatte Mercedes 264.000 Limousinen und Kombis der E-Klasse ausgeliefert. [...] „Die Qualitätsdiskussion hat sicherlich auch geschadet, der Rückruf Anfang 2005 für weitere Verunsicherung gesorgt." Damals waren 1,4 Mio. Fahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordert worden - unter anderem wegen der elektrohydraulischen Bremse SBC.

[...] Rund 2000 Teile wurden neu- oder weiterentwickelt, auf die problemanfällige SBC-Bremse etwa wurde völlig verzichtet.

Vertriebschef Maier ist überzeugt [.], den Kunden die ,sicherste, sauberste, stärkste und zuverlässigste" E - Klasse aller Zeiten anbieten zu können: „Mit dem Auto können wir auch das Vertrauen der Kunden wiedergewinnen, [...] und neue Kunden zufrieden stellen." [...]

 

So also schrieb der Journalist Volker Steinmaier in der STN und fügte ein Firmenfoto vom eleganten neuen Limousinenmodell bei.

Doch wie immer ist Vertrauen gut, aber Kontrolle besser:

Der Calmbacher KFZ- Ingenieur behauptet bereits jetzt schon, dass vermutlich auch das überarbeitete neue Fahrwerk dieser Fahrzeugklasse von Mercedes über kurz oder lang vor allem an den Aluteilen wieder zu Problemen führen wird.

 

 

Achsprobleme auch bei der neu überarbeiteten E - Klasse?

 

Inzwischen liegen die beanstandeten Achsteile der Redaktion von marktlex.de vor und die Zeit des Hoffens, dass der Calmbacher Unrecht hat, ist leider vorbei. Die im Folgenden wiedergegebenen Bilder, Angaben und Daten beziehen sich auf den hier zuvor abgebildeteten Mercedes Benz Kombi Bj. 2003 aus der E-Klasse in der neuen Ausführung mit der von DaimlerChrysler überarbeiteten aktuellen Achskonstruktion.

Das hier überholte Fahrzeug hatte gerade mal eine Gesamtfahrleistung von knapp 80.000 Kilometer auf seinem "Buckel", gehört keinem Landwirt, der sein hochgezüchtetes Gerät zuweilen auch mal als Ackerschlepper missbraucht, war überwiegend als Langstreckenläufer autobahnmäßig unterwegs, so wie von einem Benz erwartet, da traten Klappergeräusche an den beiden vorderen Radaufhängungen auf. Hierauf implantierte eine Original-Mercedes Vertragswerkstatt bereits das im folgenden Bild markierte Achsteil:

Teil 1 ist von Daimler ausgetauscht worden

Dieser Wechsel hat jedoch leider nicht das erhoffte Resultat gezeitigt, das Fahrwerk klapperte weiter, was natürlich bei höheren Geschwindigkeit nicht unbedingt Vertrauen erweckend ist und vermutlich allenfalls bei Schwermütigen Jubelempfindungen zu induzieren vermag. In der Mercedeswerkstatt jedoch erhielt der geplagte Eigentümer keine weitere Abhilfe. Dies führte ihn zum Schadensgutachter in Calmbach. Dieser lokalisierte daraufhin folgende Schwachpunkte, denen dann durch Einbau neuer Teile abzuhelfen war:

Teil 2 und 3 ist vom Schadensgutachter ausgetauscht worden

ebenso Teil 4

auf den beiden großen Bildern gut zu erkennen sind der Radkasten von unten, der Stossdämpfer,
der sich wieder wie früher innerhalb des Federbeines befindet und Teile der Bremsleitung.

Teil 4 ist aus Aluminium hergestellt und hat bereits bedenklich Spiel

 
Nachfolgend die ausgebauten Teile:

an der Zugstrebe sind die Gelenke bereits nach 80.000 km ausgeleiert

die innere Gelenkpfanne dieses Kugelgelenks ist aus Kunststoff,
das Gelenk ist nach kurzer Zeit bereits ausgeschlagen
 

 

Fazit des KFZ - Schadensgutachters:

Mercedes Benz - Fahrzeuge gelten nicht gerade als sparsam im Treibstoffverbrauch. Grund dafür ist das Fahrzeuggewicht, welches vor allem von der Größe der Fahrzeuge bestimmt wird. Die Größe der Wagen aber ist Garant für Komfort mit viel Bordinterieur, einschließlich all der hübschen elektronischen "Unterhaltungskomponenten", die halt alle zusammen doch auch was wiegen. Die wesentlich aufwendigere neue Achskonstruktion besteht aus mehr Teilen, die zusammen natürlich auch das Gewicht der "ungefederten Masse" erhöhen. Um dem zu begegnen müssen im Gegenzug möglichst viele dieser Teile aus leichten Materialien realisiert werden. Deshalb kommen wohl viele Teile aus Aluminium vor allem auch im Fahrwerk zur Anwendung. Leider scheinen jedoch die Teile aus Aluminium im Bezug auf ihre Langlaufeigenschaft in Folge ihrer  Weichheit noch nicht ausgreift genug zu sein.

 

 

 
Die Milliarden, die der Daimler-Chef zur Verwirklichung seines Traums von der WeltAG für Chrysler und Mitsubishi verpulverte, fehlten bei der Mercedes Car Group. Dort war der Druck zur Rationalisierung und zum Arbeitsplatzabbau immens, zugleich wurde die Preisschraube bei den Zulieferbetrieben angezogen.
 
Während DaimlerChrysler die Managerfantasien finanzierte, hatte man die Fahrzeugqualität vernachlässigt.

aus: Das Daimler-Desaster von J. Grässlin
ISBN-13: 978-3-426-27267-1
Droemer Verlag 2005

 

Unter ...

"Notgedrungen - Daimler kämpft in der Krise"

... informiert DIE ZEIT am 30. April 2009 auf Seite 25 von den Resten der Vision einer Welt AG des Jürgen Schrempp, der sich inzwischen ja wohl vorgeblich in die Alpen bzw. in seine südafrikanische Lodge zurückgezogen haben soll, um dort die Zinserträge seines einstigen großzügigen Managersalärs zu genießen. Mit der Rückgabe der Restanteile an Chrysler durch Daimler seien nunmehr jene Illusionen beendet, die glauben machen sollten, ...

"... dass schiere Größe stetiges Wachstum in einer globalisierten Wirtschaft garantiere."
 

Wenn dem so wäre, müssten die technokratisch orientierten Vereinigten Staaten von (Nord-)Amerika eine unermesslich erfolgreiche Unternehmenskultur vorzuweisen in der Lage sein.
 

Allerdings hat der inzwischen hinreichend bekannte, und in unserer Wirtschafts auch anderweitig angestrebte bzw. realisierte (Größenwahn- ?) Traum zum Wohle Schrempps noch immer ein "kleines" Nachspiel für den Auto- [und Rüstungsgüter- ?]bauer in Petto, denn ...

"Gut 800 Millionen US-Dollar Pensionszuschüsse müssen die Stuttgarter in den kommenden Jahren noch nach Amerika überweisen. [Erst d]ann ist das Kapitel [augenscheinlich] beendet.

Wer zählt die Milliarden zusammen, die dieser Irrweg gekostet hat?"

Dies ist schließlich in Verbindung mit dem hier noch nachfolgenden Passus zu genießen:

 "Die Arbeitnehmer [in Deutschland] verzichten [infolge der schlechten Wirtschaftslage des Konzerns im Bereich Autobau] auf zwei Milliarden Euro und bekommen dafür erst mal bis Juni 2010 ihre Jobs garantiert.

[...] Neu ist: Leitende Angestellte verzichten in der Summe auf ein, Vorstände auf zwei Monatsgehälter. Ein kleines Zeichen dafür, dass sich die Schere der Einkommen zwischen oben und unten nicht mehr weiter öffnen soll und beide Seiten die Explosivkraft des Themas erkannt haben.

Wer's glaubt wird selig.
 

Die Textauszüge sind im Internet nachzulesen unter http://www.zeit.de/2009/19/Kolumne-Daimler

 

 

Ausschnitte aus STN Nr. 87; 13.04.06 Titel

 
 

Die Verantwortung der Funktionseliten -
Die zwiespältige Rolle der Managerklasse:

Wir brauchen auch nicht die größten Banken,
besser wäre es, wir hätten die solidesten Banken.

Wir brauchen auch nicht die größten Automobilhersteller; es wäre jedoch schön, wenn sie die wenigsten Rückrufe wegen Konstruktions- oder Herstellungsmängel aufwiesen und wenn ihre Fahrzeuge umweltschonender wären, als andere.

Es kommt kaum jemals vor, dass ein Manager mit innerer Genugtuung darauf verweist, er habe [...] die Beschäftigung [...] um soundsoviele Arbeitsplätze steigern können.

Manager verfolgen vorwiegend eigensüchtige, eigennützige Ziele. Wenn alles gut geht, dann mehren sie mit ihrer Arbeit auch den Wohlstand des Volkes. [...] denn es geht nicht mehr alles gut.

Helmut Schmidt 1998
Altbundeskanzler
Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral
ISBN 3-421-05150-X; Seite 97 f.

siehe hierzu auch Vermögen in Deutschland

 

 

 

 

 
Womit DaimlerChrysler
außer mit Autos noch Geld verdient?

Eine Antwort gibt hierauf der bereits schon zitierte Journalist und kritische Aktionär Jürgen Grässlin in seinem Buch zum Daimler Desaster, wobei es ein offenes Geheimnis ist, dass der Daimler - Konzern nicht erst seit der Bundesrepublik Geld mit Waffensystemen macht. Schon der braune Diktator vor mehr als 70 Jahren hatte ein Herz für diesen Konzern, der ihm regelmäßig nicht nur komfortable Automobile überließ, sondern auch die Motoren für verschiedene Waffengattungen und -system zukommen ließ. Leider haben nicht nur Daimler, sondern auch viele andere traditionelle Konzerne Deutschlands noch immer nicht die Unmoral von Kriegen entdeckt, und so schreibt Grässlin in unseren nur scheinbar heiligen Tagen des Rufes von der Friedensliebe von uns Deutschen u.a.:

"[...] Aus diesem Grund entwickelten Rüstungsforscher das Taktische Luftverteidigungssystem / Medium Extended Air Defense System ([.] MEADS).

Als multinationales Joint Venture [...] arbeitete MEADS International mit dem Rüstungskonzern Lockheed Martin in den USA, mit dem Unternehmen MBDA Italien und mit der european Aeronautic Defence and Space Company (EADS) und LFK-Lenkflugkörpersysteme in Deutschland zusammen. Größter Anteilseiger des europäischen Rüstungsriesen EADS war und ist die DaimlerChrysler AG mit einem Aktienpaket von gut 30 Prozent.

Am MEADS-Programm sind gleich mehrere Geschäftseinheiten der EADS beteiligt: Die EADS Division Defence and Security Systems unter Führung der EADS/LFK-Lenkflugkörpersysteme und das EADS-Tochterunternehmen MBDA.

Bei DaimlerChrysler/EADS zeigte man sich zufrieden über den lukrativen Auftrag, das Raketenabwehrsystem MEADS mit zu entwickeln und zu produzieren: »Wir sind stolz darauf, Partner einer überaus erfolgreichen transatlantischen Kooperation zu sein, und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit« ...

[...] EADSProdukte[.] wie [das militärische Transportflugzeugs] A400M, Eurofighter, NH90, Tiger, MR-1 Skynet 5, Aster ...

[...] Zur EADS gehör[]en der Flugzeugbauer Airbus, der weltweit größte Hubschrauber-Hersteller Eurocopter sowie das Joint-Venture MBDA, das weltweit zweitgrößte Unternehmen zur Produktion von Lenkflugkörpern ...

[...] Zugleich [..] ist [.] EADS [...] Hauptauftragnehmer für das Trägersystem Ariane ... 

[...] Im Jahr 2004 verbuchte [.] EADS ein Konzernergebnis von 1,03 Milliarden Euro - eine Verfünffachung innerhalb von zwei Jahren [, einen] Gewinn vor Zinsen und Steuern, [..] im Geschäftsjahr 2004 [.] bei 2,44 Milliarden Euro.

[...] ist die DaimlerChrysler AG auch in Geschäfte mit Streumunition verwickelt ...

... »Multi-Splitter-Passiv-Aktiv-Mine« (MUSPA) und die »Mine-Flach-Flach« (MIFF) sowie diverse weitere so genannte Submunitionen ...

aus: Das Daimler-Desaster von J. Grässlin
ISBN-13: 978-3-426-27267-1
Droemer Verlag 2005
www.juergengraesslin.com

 

Doch nicht nur Grässlin, sondern auch andere Autoren machen seit Jahrzehnten schon auf die kriegerischen Ambitionen traditioneller, wie junger deutscher Konzerne aufmerksam. Vor noch nicht all zu langer Zeit wurden für solches Aufmerksammachen sogar noch Menschen mit dem Berufsverbot bedacht. Heute kann man zwar leichter über solche Zusammenhänge aufklären, besonders Berufsförderlich ist solches Tun allerdings noch immer nicht und die Leser solcher Artikel haben sich allesamt überwiegend mit diesen Realitäten abgefunden. Es ist ruhig geworden in unserem Land, auch wenn im folgenden Schwarzbuch geschrieben steht:

"Der Konzern verkauft aber nicht nur Autos. Daimler ist [...] Hauptaktionär der [... EADS], die [...] den Auftrag zur Entwicklung des so genannten »M51-Programms« bekommen hat. Dieses ist [...] Teil der französischen Nuklear streitkräfte [...] Mit M-51 [.] wird Deutschland als deklarierter Nicht-Atomwaffenstaat in die Herstellung atomarer Flugkörper einbezogen werden.
[...] In Prospekten [...] werden auch die Landminen »Muspa« und »Miff« beworben, die [...] als Antipersonenminen einzustufen sind [...] steht die MuspaMine, deren Sensorsystem auf Geräusche oder Kontakt reagiert, im Widerspruch zu den Bestimmungen internationaler Verträge gegen die Verwendung dieser extrem unmenschlichen Waffenart.

Schwarzbuch Markenfirmen, K. Werner, H. Weiss,
www.deuticke.at, 2001, ISBN 3-216-30592-9

 

Und schließlich noch ein kurzer Rückblick in die Finanzgeschichte dieses vorgeblich im Internationalen gescheiterten schwäbischen Weltkonzerns:Lexikalische Grundinformationen zu Subventionen im Sublex bei marktlex.de

[...] Als [.] Statthalter [...] der Daimler-Benz AG, sorgt er dafür, dass sein Arbeitgeber [.] einer der größten Subventionsempfänger bleibt. Über zwei Milliarden Mark [ca. 1 Mrd. Euro] kassierte allein die Daimler-Tochter [... DASA] zwischen 1989 und 1992 in Form von Zuschüssen für Flugzeugprogramme [von der Regierung]. Dadurch wurde jeder Arbeitsplatz bei der DASA mit bis zu 30.000 Mark [ca. 15.000 Euro] pro Jahr aus öffentlichen Schatullen alimentiert. Doch genützt hat das [..] wenig. Hinter den [...] angedrohten Massenentlassungen des Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzerns steckt - wie das Münchener Blatt »tz« [...] mutmaßt - [.] die Strategie, »weitere Steuermilliarden abzuzocken, über lukrative Rüstungsaufträge etwa«

Die Abzocker, F. Bräuning, M. Hasenbeck,
ECON 1994, ISBN 3-430-11484-5

 
 

 

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* Anm: Der dreizackige DaimlerBenz - DaimlerChrysler - Stern symbolisiert
den Anspruch des Transports zu Lande, zu Wasser und in der Luft

 

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