Mein Vater hat seine Kaufmannslaufbahn anfang des vergangenen Jahrhunderts mit dieser Schreibmaschine begonnen.

Für mich hat sie zu Studierzwecken noch fleißig geistreiche Folgen von Letternabdrücke zu Papier gebracht. Textverarbeitung mit nachträglicher Korrektur war damals allerdings noch gänzlich unbekannt.

Das nicht ganz leichte Gerät ist noch immer voll funktionstüchtig und wartet täglich auf seinen Einsatz, der  spätestens in Krisenzeiten ohne Strom kommen wird. Notfalls bietet sich die Letterntippmaschine als Beschwerung für Bücher an, z.B. auch zum Pressen von Herbarien.

Ein derart stabiles, nachhaltig seinen Wert erhaltendes Gerät kann so manchem klammen Existenzgründer oder auch bereits ruinierten Unternehmer aus der Patsche helfen, z.B. beim Niederschreiben von Steuer- und anderen Schuldenstundungsanträgen, die dann wenigstens glaubwürdig wirken.

Praktisch an diesem Gerät ist, dass das Farbband dazu auch heute noch handelsüblich ist, was beweist, dass es wohl doch mehr Menschen in finanzieller Verlegenheit in unserem Land gibt, als man auf den ersten Blick glaubt.

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