| EUROPA 2001: Das 5.
Rahmenprogramm der Europäischen Union |
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Eingebunden in das 5. Rahmenprogramm finden Sie als registrierter Nutzer unserer Domain in unserem internen Bereich weitere Informationen bezüglich der Bedingungen der Beteiligung und Grundstruktur von EU-Projekten im F und E- Bereich ... <mehr> Lesen Sie hierzu auch den Beschluss <C 180 E/177> (pdf - File) des Europäischen Parlaments zu Euroatom. |
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| Einleitung Der folgende schematische Überblick veranschaulicht die grundlegende Einteilung des 5. Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und technologische Entwicklung (FTE) 1998-2002 in insgesamt 4 Themenbereiche, die weiter in Leitaktionen unterteilt werden, und in 3 horizontale Aktivitäten, die themenunabhängig für alle großen Bereiche gelten. Des weiteren sind die Akronyme für die großen thematischen Bereiche und ihr Finanzvolumen für 5 Jahre dargestellt. |
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Nun
zur näheren Beschreibung der Themen, Leitaktionen,
horizontalen Aktivitäten und . . . Die direkten Aktionen an den gemeinsamen Forschungszentren der EU sowie das <EURATOM> - Programm (friedliche Nutzung der Kernenergie), sind ausgelassen, weil diese Bereiche der allgemeinen Antragstellung nicht offen stehen. . FIRST ACTIVITY- Thematic Priorities Thematischer
Bereich 1: In diesem Bereich sind die früheren Fachprogramme für Biotechnologie, Biomedizin und Agrarwissenschaft vereinigt. In den Biowissenschaften und der Biotechnologie hat Europa große Erfahrung und einen exzellenten Ruf. Darüber hinaus bietet Europa einen enormen, für Produkte der Biotechnologie aufnahmebereiten Binnenmarkt und verfügt damit über das notwendige Potential, sich wichtigen Zielen, wie der Versorgung mit vielfältigen und sicheren Lebensmitteln, der bezahlbaren medizinischen Versorgung und besseren Arzneimitteln, stellen zu können. Dank des wissenschaftlichen Fortschritts der letzten Jahrzehnte ist heute damit zu rechnen, dass die Wissensgrundlagen zur Erzeugung von Lebensmitteln, zur Heilung von Krankheiten sowie zur nachhaltigen Bewirtschaftung und Nutzung biologischer Ressourcen weiter vertieft werden können. Darüber hinaus dürften sich die Zusammenhänge zwischen diesen Fragen und dem menschlichen Verhalten, den menschlichen Bedürfnissen, der industriellen Praxis und den Erwartungen der Verbraucher erhellen lassen. Strategisches Ziel des Programms ist es, Verbindungen zwischen Forschung, Entwicklung und Produktion herzustellen, damit so Wohlstand gesichert und Arbeitsplätze geschaffen werden können. Dieses Programm ist daher darauf ausgerichtet, die Forschungsanstrengungen auf bestimmte Bereiche zu konzentrieren, von denen man sich sowohl Erkenntnisse als auch technologische Entwicklungen erhofft, die möglichst europaweit von Bedeutung sind. Neu an dieser Vorgehensweise ist der Wille, die enorme Anhäufung von Wissen für einige ausgewählte und vielversprechende Bereiche zu nutzen, um so Europa auf Gebieten zu stärken, von denen Impulse für Wachstum und Lebensqualität ausgehen. Die vorgeschlagenen wissenschaftlichen und technologischen Lösungen sollten als Teile eines integrierten Konzepts gesehen werden, das dem Menschen eine zentrale Rolle bei der Verbesserung der Lebensqualität und dem Management von lebenden Ressourcen zuweist. | themen | Sechs Leitaktionen 1.1.0 Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit Ziel dieser Leitaktion ist es, die Gesundheit der Bürger durch die Versorgung mit gesunden Lebensmitteln zu verbessern, sowie die Beeinträchtigung durch schädliche Umwelteinflüsse zu verringern. Mit einem multidisziplären Ansatz soll die gesamte Lebensmittelkette erforscht und Fragen zur Lebensmittelsicherheit, zur besseren Ausgangsproduktion und Verarbeitung untersucht werden. Darüber hinaus wird angestrebt, die Interaktion zwischen Umweltfaktoren und menschlicher Gesundheit aufzudecken. Hierbei werden die folgenden Themen abgedeckt:
| themen | 1.2.0 Bekämpfung von Infektionskrankheiten Ziel dieser Leitaktion ist der Kampf gegen bekannte, neu oder wieder ausbrechende Infektionskrankheiten, die aufgrund alter, neuer oder mutierter Erreger bei Mensch und Tier auftreten. Hierzu gilt es, den Wissenstand sich ergänzender Fachrichtungen in interdisziplinären Projekten zusammenzuführen und Kontakte mit nationalen und internationalen Organisationen sowie zwischen der akademischen Forschung, politischen Entscheidungsträgern und den Anbietern medizinischer Dienstleistungen sowie den auf dem Gebiet der Human- und Veterinärmedizin tätigen Unternehmen zu fördern, um folgende wissenschaftliche und technologische Ziele zu erreichen:
| themen | 1.3.0 Die Zellfabrik Ziel dieser Leitaktion ist es, etablierte oder neu gegründete Unternehmen darin zu unterstützen, die Fortschritte in den Biowissenschaften und der Biotechnologie, insbesondere auf den Gebieten Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Agro-Industrie und hochwertiger Produkte, wie z. B. Chemikalien, zu verwerten. Angestrebt wird die Entwicklung multidisziplinärer Technologien, die sich vor allem die zellulären und subzellulären Eigenschaften von Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren und ihres Gewebes zunutze machen. Ziel ist die Erforschung der Wandlungsfähigkeit der Zellfunktionen und die Entwicklung qualitativ hochwertiger Bioreaktoren, Biomoleküle und Bioprozesse, mit denen sich Lebensqualität und Gesundheit verbessern lassen. Voraussetzung für die Nutzung der Zelle als Miniaturfabrik ist die Erforschung ihrer Mechanismen und ihrer Funktion, wofür Kenntnisse aus der strukturellen Biologie, der Physiologie, der Nanobiotechnologie, der Genom- und Proteomforschung, sowie der physikalischen Chemie, der Bioinformatik und der Biochemie benötigt werden. Mit Hilfe der hier durchgeführten Forschungsarbeiten dürfte auch der pränormative Ansatz gestärkt werden können, der Zellkulturen als Modelle für die Medizin, die Pharmakologie, die Toxikologie nutzt und das Umweltmonitoring als Ersatz für Versuche bereitstellt. Hierbei werden die folgenden Themen abgedeckt:
| themen | 1.4.0 Umwelt und Gesundheit Der Anstieg umweltbedingter Gesundheitsprobleme erfordert verfeinerte und wirksamere Methoden der Diagnose und Risikoabschätzung sowie ein innovatives Risikomanagement. Ferner fehlt es für eine bessere und wirksamere Prävention und Behandlung an entsprechenden Expositionsdaten und am Wissen über Zusammenhänge zwischen Dosis und Wirkung. Mit dieser Leitaktion sollen Daten und Synergien zwischen den relevanten Fachrichtungen genutzt werden, die sich mit Fragen der Medizin, Technologie, des Arbeitsplatzes, des öffentlichen Gesundheitswesen und der Umwelt befassen, um die umwelt- und arbeitsplatzbedingten Expositionen mit chemischen, biologischen und physikalischen Risikofaktoren einschätzen, begrenzen und steuern zu können. Im Vordergrund stehen die Themen:
| themen | 1.5.0 Nachhaltige Land-, Fischerei- und Forstwirtschaft einschließlich der integrierten Entwicklung des ländlichen Raums (siehe hierzu auch <dorf 2000>) Produktion und Nutzung biologischer Ressourcen, wie z. B. der Wälder, sollen unter Einbeziehung der gesamten Produktionskette weiter verbessert werden. Ferner gilt es, die multifunktionale Rolle der biologischen Ressourcen sowie ihrer nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung als integralern Bestandteil der ländlichen Entwicklung zu fördern. Hierunter fallen die folgenden Schwerpunktbereiche:
| themen | 1.6.0 Alterung der Bevölkerung Das vorrangige Ziel dieser Leitaktion ist die Verbesserung der Lebensqualität sowie die Förderung von Gesundheit und Unabhängigkeit älterer Menschen durch die Verhütung und Behandlung altersbedingter Krankheiten und Behinderungen sowie die Abmilderung der gesellschaftlichen Folgen. Ergänzend hierzu sollen die Notwendigkeit einer Langzeitpflege verringert und die ständig steigenden Kosten der Gesundheitssysteme gesenkt werden.
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1.7.0
Generisch ausgerichtete Forschungs- und
Entwicklungstätigkeiten
1.7.1
Chronische und degenerative Krankheiten (insbesondere
Krebs und Diabetes), Eine große Herausforderung für die biomedizinische Forschung ist die Ätiologie und Pathogenese multifaktorieller Krankheiten (genetisch bedingte oder umweltbedingte Krankheiten, Lebensstil) hoher (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes) oder niedriger (z. B. seltene Krankheiten) Morbidität. Es besteht dringender Bedarf an besseren Diagnose-, Behandlungs-, Präventions- und Überwachungsmöglichkeiten unter Einsatz der Epidemiologie und modernster Technologie, was eine transnationale Vorgehensweise erfordert. 1.7.2 Erforschung von Genomen und genetisch bedingter Krankheiten Ziel dieses Forschungsbereichs ist die Entschlüsselung der physiologischen Funktionen von Genen und der Sequenzinformationen. Die wachsenden neuen Erkenntnisse und Technologien dürften eine Verwertung der Genominformationen ermöglichen und so für die Gesundheit, die Industrie und die Umwelt in Europa von Nutzen sein. Der Aufbau von Forschungsverbünden wird dazu beitragen, Expressionssysteme zu entwickeln, die die Untersuchung industriell oder landwirtschaftlich bedeutsamer Gene erleichtern und zur Entwicklung wirksamer auf Molekülen und Genen basierender Präventions- und Therapiestrategien für Krankheiten bei Mensch und Tier beitragen. Die Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet sollen weitere Erkenntnisse über die Mechanismen liefern, die die Wechselwirkungen zwischen biologischen und psychologischen Prozessen steuern. Auf diese Weise sollen neue Ansätze in Diagnose (z. B. bildgebende Verfahren), Prävention und Therapie neurologischer und psychiatrischer Disfunktionen hervorgebracht werden. Damit sollen neue Möglichkeiten für die Ausbildung und Innovation in der medizinischen Versorgung sowie in der Informationstechnik eröffnet werden. Die hierbei entstehenden Synergien und der Informationsaustausch sollten durch das "Human-Frontier"-Wissenschaftsprogramm noch verstärkt werden. 1.7.4 Public Health und Gesundheitsdienste Verbesserungen im Gesundheitswesen: Förderung der Gesundheit, Erhöhung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit entsprechender Maßnahmen, der Medizintechnik und der medizinischen Versorgung; gesündere und sicherere Arbeitsplätze; Evaluierung von Modellen der medizinischen Versorgung, Zusammenstellung von Grundlagen für die klinische Praxis und die Gesundheitspolitik, Studien über die Bandbreite der medizinischen Versorgung. Bekämpfung von Drogenproblemen: Vermeidung und ggfs. Beherrschung drogenbedingter Gesundheitsprobleme, indem die psychologischen und sozioökonomischen Faktoren des Drogenkonsums und -missbrauchs erfasst werden, um so weitere Erkenntnisse über die langfristigen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen des Missbrauchs zu gewinnen und wirksamere Behandlungsstrategien entwickeln zu können. 1.7.5 Forschung in Bezug auf Behinderte Erhöhung der Lebensqualität und der Unabhängigkeit von Körper- und Geistigbehinderten unter Berücksichtigung ihrer Erwartungen. Schwerpunkte sind:
Projekte, die sich vorrangig mit der Entwicklung oder Anwendung neuer IuK- und Robotertechnologien befassen, sowie Projekte, die speziell auf altersbedingte Behinderungen eingehen, können nicht gefördert werden. 1.7.6 Untersuchung von Fragen der biomedizinischen Ethik und der Bioethik Forschungsarbeiten sollen ermitteln, welche ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen sich im Zusammenhang mit der biomedizinischen und biologischen Forschung, weiter gefasst auch mit dem wissenschaftlich-technischen Fortschritt stellen. Einfließen von Ethik in Rechts- und Verwaltungsvorschriften. 1.7.7 Untersuchung der
sozioökonomischen Aspekte Die entscheidenden Wechselbeziehungen zwischen Technologie, Umwelt und Gesellschaft sollten umfassend erkundet und neue Erkenntnisse in eine Politik der nachhaltigen Entwicklung einbezogen werden. Diese sozioökonomische Forschung hat zum Ziel: Erarbeitung von Strategien und Modellen der nachhaltigen Entwicklung, Konzipierung und Umsetzung entsprechender politischer Maßnahmen, wobei auf die Erkenntnisse der Biowissenschaften und -technologien zurückgegriffen werden kann. Ferner gilt es, die Meinungsbildung über die Vorzüge und Risiken des technologischen Fortschritts und deren Auswirkung auf die Rechtsprechung zu ergründen. 1.7.8 Maßnahmen zur Förderung der Forschungsinfrastruktur Ausweitung des Zugangs zur europäischen Forschungslandschaft auf die gesamte Gemeinschaft, um deren optimale Nutzung. Transnationale Koordinierung, integriertes Management bestehender Einrichtungen, Zugang zu diesen Einrichtungen und deren Verbesserung; Koordinierung und Komplementarität nationaler oder multinationaler Initiativen zum Aufbau europaweit benötigter Einrichtungen; Vernetzung von Forscher- und Anwendergemeinschaften im Rahmen von Forschungsprojekten mit dem Schwerpunkt auf geeignete Infrastrukturen; Zusammenschluss mehrerer Partner zu einem Dienstleistungsanbieter; Erhöhung der Kompatibilität unterschiedlichster Systeme zur schnellen und effizienten Integration von Strukturen und Ressourcen. .| themen | Thematischer
Bereich 2: Im Spezifischen Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration auf dem Gebiet "Benutzerfreundliche Informationsgesellschaft" wird angestrebt, die Vorteile der Informationsgesellschaft für Europa nutzbar zu machen, indem ihre Entwicklung beschleunigt und dabei sichergestellt wird, dass den Anforderungen von Bürgern und Unternehmen entsprochen wird. Das Programm "Benutzerfreundliche Informationsgesellschaft" abgekürzt "IST-Programm" genannt (Information Society Technologies) ist die Integration der früheren Programme ESPRIT, ACTS und Telematikanwendungen. Damit werden die Informations- und Kommunikationstechnologien und deren Anwendungspotentiale als die tragenden Säulen und Bausteine für die Informations- und Wissensgesellschaft stärker angesprochen. Das IST-Programm fasst Forschung und technologische Entwicklung und Innovation zusammen und spiegelt die Konvergenz von Technologien und Medien, von Branchen und Märkten sowie die zunehmende Bedeutung der Inhalte wider. Das IST-Programm gliedert sich in Leitaktionen, Generische Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und in Förderung der Forschungsinfrastrukturen. Mit der grundsätzlichen Zielsetzung der Forschungspolitik der EU, die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der Industrie der Gemeinschaft zu stärken und die Verbesserung ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit zu fördern, verfolgt das IST-Programm folgende aufeinander bezogenen spezifischen Ziele. | themen | Vier Leitaktionen 2.1.0 Dienste für den Bürger Ziel dieser Leitaktion ist es, allen Nutzern einen leichten, kostengünstigen Zugang zu hochwertigen Diensten von allgemeinem Interesse zu ermöglichen und die Industrie im Bereich dieser Dienste zu fördern. Spezifische FTE-Aktivitäten der folgenden Bereiche:
| themen | 2.2.0 Neue Arbeitsverfahren im elektronischen Geschäftsverkehr Diese Leitaktion soll darauf hinwirken, durch den Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien ein effizienteres Funktionieren der Unternehmen zu ermöglichen und damit zur höheren Effizienz des Handels mit Gütern und Dienstleistungen beizutragen.
| themen | 2.3.0 Multimedia-Inhalte und -Anwendungen Die Unterstützung des lebenslangen Lernens, die Förderung der Kreativität, der Vielfalt der Sprachen und Kulturen sowie die Verbesserung der Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit von Produkten und Dienstleistungen stehen im Mittelpunkt dieser Leitaktion. Insbesondere sollen intelligente Systeme zur Aus- und Fortbildung und innovative Formen und Multimedia-Inhalten und Werkzeuge entwickelt werden.
| themen | 2.4.0 Grundlegende Technologien und Infrastrukturen Hiermit sollen die Qualität der Schlüsseltechnologien gefördert, die Übernahme dieser Technologien beschleunigt und deren Anwendungsbereich erweitert werden.
Programmübergreifende Themen sollen gewährleisten, dass Forschungsaufgaben, die unter mehrere Leitaktionen fallen, einheitlich angegangen werden, wobei sich jede Leitaktion auf ihre spezielle Perspektive konzentriert und aus ihr heraus Beiträge leistet. Das erleichtert den Informationsaustausch, die Konsensfindung und die Koordinierung von Maßnahmen zu Themen, die verschiedene Programmteile berühren. | themen | 2.5.0 Generische Technologien In Ergänzung der Leitaktionen werden in den thematisch orientierten Programmen jeweils auch Forschungs- und Entwicklungsaufgaben verfolgt, die weiter hinaus in die Zukunft weisen ("Visionary Research", Long-term Research); endlich findet sich hier ein Bereich, der inhaltlich nicht genau festgelegt ist
| themen | 2.6.0 Förderung der Forschungsinfrastruktur In den "Thematischen Programmen" betrifft eine weitere Maßnahme den Ausbau der Forschungsinfrastruktur. Es stehen vor allem der Ausbau der europäischen Forschungsnetze und deren kooperative Nutzung im Vordergrund.
| themen | Thematischer Bereich 3: Wettbewerbsorientiertes und nachhaltiges Wachstum (GROWTH) Im Vorläuferprogramm gab es die Fachbereiche Materialwissenschaften, Verkehr und Mess- und Normverfahren Ziele des Programms Wettbewerbsfähigkeit und
Nachhaltigkeit sind der Schlüssel für den langfristigen
Bestand der europäischen Wirtschaft. Wohlstand,
Lebensqualität sowie die Erhaltung der Umwelt hängen
von der Fähigkeit der Bürger, der Unternehmen der
Gemeinschaft ab, mit Hilfe zukunftsrelevanter
Wissenschaften und Technologien hochwertige, innovative
Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie neue und
effzientere Organisationsstrukturen zu entwickeln. | themen | Vier Leitaktionen 3.1.0 Innovative Produkte, Verfahren und Organisationsformen Die Wettbewerbsfähigkeit
der europäischen Wirtschaft soll dadurch gesteigert
werden, dass die Effizienz und Qualität der Produktion
bei gleichzeitiger Nachhaltigkeit gefördert wird. Unter
Produktion fasst man in dieser Leitaktion alle Bereiche
der Industrie von der Rohstoffgewinnung über die
Verarbeitung bis zur Fertigung von Teilen und
Endprodukten zusammen. Die Leitaktion wendet sich an alle
Industriesektoren (einschließlich der Textil- und
Baubranche) sowie produktorientierte
Dienstleistungsbereiche. Im Mittelpunkt der Leitaktion
steht die Entwicklung neuer Entwurfsverfahren,
fortgeschrittener Ausrüstungen und Produktionsverfahren,
die zur Steigerung der Qualität und zur Senkung der
Kosten beitragen und negative Umweltbelastungen während
des gesamten Produktlebenszykluses verringern. Bei voller
Integration in die jeweiligen Industrieprozesse sollen
diese Verfahren zu positiven Beschäftigungseffekten
führen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung
integrierter Konzepte für Produktionssysteme. Um die
Nachhaltigkeit der Produktion sicherzustellen, müssen
sozioökonomische und ökologische Fragen mit betrachtet
und positive Auswirkungen angestrebt werden. Neben der
technischen Entwicklung sind neue Organisations- und
Arbeitsformen zu entwickeln und deren Auswirkungen auf
die Unternehmensstrukturen zu untersuchen. Vorrangig werden folgende Forschungsthemen gefördert:
FTE-Projekte und weitere Förderaktivitäten mit ähnlichen Zielsetzungen werden in Thematischen Netzwerken zusammengefasst und koordiniert. NEU: Die Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission vergibt vier Studien zur Unterstützung der Kommission bei der Einschätzung von FTE-Erfordernissen und Entwicklungsstrategien. | themen | 3.2.0 Nachhaltige Mobilität und Zusammenwirken der Verkehrsträger Ziel der Leitaktion ist es, ein besseres Gleichgewicht zwischen dem Mobilitätsbedarf und der Beachtung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Sachzwänge herzustellen. Sie soll auch dazu beitragen, den direkten Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Verkehrsaufkommen aufzulösen, die Umweltbelastung durch die verschiedenen Verkehrsträger zu mindern und ihre nachhaltigere Nutzung zu fördern.
| themen | 3.3.0 Landverkehrstechnologien und Meerestechnologien Ziel dieser Leitaktion ist einerseits die Schaffung der technologischen Grundlagen für die Entwicklung und Validierung der neuen Generation von Fahrzeugen, Schiffen, marinen Strukturen sowie intelligenten und effizienten Schnittstellen für die logistischen Infrastrukturen und andererseits die Entwicklung der Offshore- und Unterwassertechnologien, die eine nachhaltige Nutzung der marinen Ressourcen ermöglichen. Die Fahrzeuge müssen den Anforderungen aller Bürger im Hinblick auf nachhaltige Mobilität und höhere Sicherheit genügen und gleichzeitig dazu beitragen, die Wirtschaftskapazität Europas zu stärken. Die Maßnahmen innerhalb dieser Leitaktion werden eng mit den Arbeiten im Bereich des Land- und des Seeverkehrs im Rahmen der Leitaktionen 3.2. und "Systeme und Dienste für den Bürger" abgestimmt.
| themen | 3.4.0 Neue Perspektiven für die Luftfahrt Im Luftverkehr ist ein bemerkenswertes Wachstum zu verzeichnen, das sich in den kommenden Jahrzehnten stabil halten bzw. sogar noch beschleunigen dürfte. Um die steigende Nachfrage zu decken, müssten in den nächsten 20 Jahren weltweit über 16.000 neue Zivilflugzeuge im Wert von über 1000 Mrd. EURO gebaut werden. Mehr als je zuvor ist es unumgänglich, den Forderungen der Öffentlichkeit nach wirtschaftlichen Flugzeugen zu entsprechen, die sich durch optimale Sicherheit und Umweltfreundlichkeit im Hinblick auf Lärm und Emissionen auszeichnen. Die Fähigkeit Europas, diesen Herausforderungen zu begegnen, hängt stark vom Niveau seiner Technologien und deren Umsetzung in Produkte durch die Industrie ab. Ziel dieser Leitaktion ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luftfahrtindustrie einschließlich der KMU zu steigern und gleichzeitig ein nachhaltiges Wachstum des Luftverkehrs im Hinblick auf Umwelt- und Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten.
| themen | 3.5.0 Generisch ausgerichtete Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten 3.5.1 Neue Werkstoffe, ihre Herstellung und Verarbeitung Ziel in diesem Bereich ist die Unterstützung und Vernetzung von FTE-Projekten, die zur Verbesserung der Zusammenarbeit und des Informationsaustauschs beitragen und den gemeinschaftlichen Mehrwert steigern. Diese Netze sollen den strukturellen Mittelpunkt der FTE-Maßnahmen bilden. Sie sollen auch eine wichtige Rolle bei der Förderung der internationalen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und Drittländern (z.B. MOEL, USA, China) und der Durchführung sozioökonomischer und strategischer Prospektivstudien sowie bei Folgen- und Risikobewertungen spielen.
3.5.2 Neue Werkstoffe und Fertigungstechnologien im Stahlbereich Im Hinblick auf das Auslaufen des EGKS-Vertrags im Jahre 2002 und unter Berücksichtigung der Schlussfolgerungen des Europäischen Rates von Amsterdam (Juni 1997) ist es dringend notwendig, die Einbeziehung der Kohle- und Stahlforschung in das Rahmenprogramm zu beschleunigen. Ziel ist dabei die Senkung der Kosten, mehr Zufriedenheit bei den Verbrauchern und eine höhere Wertschöpfung, was sowohl der Stahlindustrie als auch Lieferanten, Endverbrauchern und anderen Forschungsakteuren zugute käme.
NEU: Die Generaldirektion Forschung vergibt vier Studien zur Unterstützung der Kommission bei der Einschätzung von FTE-Erfordernissen und Entwicklungsstrategien. 3.5.4 Förderung der Forschungsinfrastuktur Europa verfügt im Bereich der industriellen Technologien über leistungsfähige industrielle Forschungslaboratorien, Versuchseinrichtungen und Hochschulen. Sie haben ein großes Leistungsvermögen und erarbeiten große Mengen von wissenschaftlichen und technologischen Ergebnissen. Die Verbesserung des Zugangs zu den Forschungseinrichtungen für Interessenten aus Europa kann durch Verbesserung des Informationsflusses und Erfassen und Ordnen der vorhandenen und neu entstehenden Daten erreicht werden. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wird in dieser Aktivität eine effizientere Nutzung der in Europa vorhandenen Infrastrukturen wie z.B. Versuchseinrichtungen für den Verkehr oder Rechenzentren der industriellen Forschung unterstützt. Eine bessere Übertragbarkeit der Ergebnisse wird durch Schaffung abgestimmter Wege zum Austausch der Daten angestrebt. Neben der Vermeidung von Doppelarbeit soll auch die Zusammenarbeit bei der Ausbildung und Know-how-Transfer verstärkt werden. Die Förderung wird sich auf vier Bereiche konzentrieren:
Studien zu FTE-Erfordernissen und FTE-Entwicklungsstrategien Die Generaldirektion Forschung vergibt vier Studien zur Unterstützung der Kommission bei der Einschätzung von FTE-Erfordernissen und Entwicklungsstrategien für das Thematische Programm 'Wettbewerbsorientiertes und nachhaltiges Wachstum (Growth)'. Die Studien beziehen sich auf die Leitaktion 'Innovative Produkte, Verfahren und Organisation' sowie auf die generische Aktivität 'Prüf- und Messverfahren'. | themen | Thematischer Bereich 4: Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung (EESD) (siehe hierzu auch <neue technologien und ihre förderung>) Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration in den Bereichen Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung sind eine wichtige Voraussetzung für gute soziale Bedingungen für die Bürger in Europa und die Umsetzung der Politik der Europäischen Union. Indem das Wissen und die Technologie, die im Rahmen dieses Programms aufgebaut werden, angewandt werden, können viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedürfnisse befriedigt werden, wodurch die wirtschaftliche Entwicklung und der Umweltschutz miteinander in Einklang gebracht werden. Neue Märkte sichern Wachstum und Beschäftigung. Eine zuverlässige und marktwirtschaftliche Energieversorgung wird sichergestellt, und der Energiebedarf wird gedeckt. Auf Grundlage der FTE-Ergebnisse werden Maßnahmen auf Ebene der Gemeinschaft oder internationaler Umweltschutzabkommen formuliert. Insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung des Protokolls von Kioto besteht ein dringender Bedarf an Forschung und technologischer Entwicklung in verschiedenen Bereichen. Dieses Programm unterstützt integrierte multidisziplinäre Ansätze zur Lösung von Problemen von europäischer Dimension, für die neue wissenschaftliche und technologische Entwicklungen notwendig sind. Es sollen wissenschaftliche und sozioökonomische Fachbereiche in die Durchführung von Projekten in einem angemessenen Verhältnis einbezogen werden. Das gesamte Spektrum wissenschaftlicher FTE-Tätigkeit - von der Grundlagenforschung bis zu Demonstrationsprojekten - und alle geeigneten Instrumente, darunter auch Mechanismen zur Finanzierung von Vorschlägen aus sämtlichen FTE-Bereichen, sollen zur Lösung der wichtigsten Probleme herangezogen werden. Dadurch sollen die natürlichen Prozesse und Mechanismen sowie die Wechselwirkungen mit menschlichen Aktivitäten im Hinblick auf neue Technologien und Instrumente näher erkundet werden, die einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. | themen | Teilprogramm Umwelt und nachhaltige Entwicklung: Das fünfte Rahmenprogramm Forschung ist in vielen Teilbereichen auf die Umweltbelange und auf die Annäherung an das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet. Dieses Teilprogramm hier wegen der inhaltlichen Abgeschlossenheit auch als "Programm" bezeichnet - konzentriert sich explizit auf die Umweltthematik, es ist in weiten Teilen die Fortsetzung von "Umwelt und Klima" im vierten Forschungsrahmenprogramm. Auch wesentliche Teile des ehemaligen Programms "Meeresforschung und Technologie" (MAST) werden in diesem Rahmen weitergeführt. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Themen der vier Leitaktionen: "Nachhaltige Bewirtschaftung der Wasservorräte und Wasserqualität", "Globale Veränderungen, Klima und Artenvielfalt", "Nachhaltige Ökosysteme des Meeres" und "Die Stadt von morgen und das kulturelle Erbe". Darüber hinaus werden in den generischen Forschungsaktivitäten weitere Akzente gesetzt: Bekämpfung großer Natur- und Technologierisiken, Anwendung satellitengestützter Erdbeobachtungstechnologien im Umweltbereich sowie sozio-ökonomische Aspekte von Umweltveränderungen. Verschiedenartige Querschnitts- und Begleitmaßnahmen runden das Pogramm ab, zum Beispiel die Unterstützung von Forschungsinfrastrukturen oder gezielte Maßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen. (siehe hierzu auch <neue technologien und ihre förderung>) Umfasst die Leitaktionen "Umweltfreundlichere Energiesysteme, einschließlich erneuerbarer Energiequellen" und "Wirtschaftliche und effiziente Energieversorgung für ein wettbewerbsfähiges Europa" wie auch einige generische Aktivitäten. | themen | 4.1.0 Nachhaltige Bewirtschaftung der Wasservorräte und Wasserqualität Ziel dieser Leitaktion ist es, dauerhaft erschwingliches Wasser von hoher Güte, insbesondere Trinkwasser, für Europa sicherzustellen unter Berücksichtigung der Ökosysteme.
| themen | 4.2.0 Globale Veränderungen, Klima und Artenvielfalt Ziel der Leitaktion ist die Entwicklung einer wissenschaftlichen, technologischen und sozioökonomischen Grundlage für die Durchführung der Gemeinschaftspolitik im Bereich der Veränderungen in der Umwelt und zur Unterstützung der auf internationaler Ebene im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung eingegangenen Forschungsverpflichtungen.
| themen | 4.3.0 Nachhaltige Ökosysteme des Meeres Ziel dieser Leitaktion ist es, zur einer nachhaltigen integrierten Bewirtschaftung der Meeresressourcen und zu den meereswissenschaftlichen Aspekten der Politik der EU für die Umwelt und die nachhaltige Entwicklung beizutragen. Diese Leitaktion fördert eine bessere Koordinierung der einzelstaatlichen Maßnahmen in diesem Bereich. Dazu sind langfristige Anstrengungen nötig, zumal die europäischen Meere weltweit mit am intensivsten befischt und genutzt werden.
| themen | 4.4.0 Die Stadt von morgen und das kulturelle Erbe (siehe hierzu auch <dorf2000>) Ziel dieser Leitaktion ist die Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung und der Wettbewerbsfähigkeit, ein besseres Stadtmanagement und eine integrierte Planung sowie die Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität und der kulturellen Identität der Bürger. Schwerpunkte sind der Aufbau einer integrierten sozioökonomischen Wissensgrundlage sowie Produkte, Dienste, Instrumente und Technologien für ein besseres Stadtmanagement einerseits sowie die Umweltbelange insbesondere im Zusammenhang mit der Verringerung von Schadstoffen.
| themen | 4.5.0 Umweltfreundlichere Energiesysteme, einschließlich erneuerbarer Energiequellen (siehe hierzu auch <neue technologien und ihre förderung>) Ziel der Leitaktion ist die Entwicklung von Technologien, die dazu beitragen, unbeschadet der energiepolitischen Ziele die Umweltauswirkungen der Produktion und den Energieverbrauch in Europa zu verringern. Das trägt zur Erhaltung des Ökosystems bei, indem die Emissionen auf lokaler und globaler Ebene reduziert und der Anteil neuer und erneuerbarer Energieträger an der Energieversorgung erhöht wird. Entsprechend werden umweltfreundlichere, in erster Linie erneuerbare Energiequellen erforscht, um die Umweltauswirkungen des derzeitigen Verbrauchs fossiler Brennstoffe zu verringern.
| themen | 4.6.0 Wirtschaftliche und effiziente Energieversorgung für ein wettbewerbsfähiges Europa Ziel dieser Leitaktion ist es, die Energieversorgung in Europa im Interesse der Bürger, des Gemeinwohls, und der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zuverlässig, umweltfreundlich, effizient, sicher und wirtschaftlich zu gestalten. Die Energieverwendung muss effizienter werden durch Technologien, mit denen eine substantielle Senkung der Gesamtkosten und eine Verringerung der Energieintensität erreicht werden kann. In allen Phasen des Energiekreislaufs - Erzeugung, Verteilung und Endverbrauch - müssen die Effizienz verbessert und die Kosten gesenkt werden.
| themen | 4.7.0 Generisch ausgerichtete Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
4.8.0 Förderung der Forschungsinfrastrukturen Förderung der grenzüberschreitenden Nutzung öffentlicher oder privater Einrichtungen, die die folgenden Maßnahmen umfasst:
| themen | SECOND AKTIVITY -
2. Aktivität: Zusammenarbeit mit Drittländern - Staaten außerhalb der EU Strategische Ziele und Konzept des Programms
| themen | Spezifische Aktion des Programms für internationale Zusammenarbeit Im Rahmen dieses Programms werden nur spezifische FTE-Maßnahmen gefördert, die für bestimmte Länder oder Regionen außerhalb der Union von Bedeutung sind und von den anderen Teilen des Rahmenprogramms nicht abgedeckt werden. Die Unterstützung ist auf die FTE-Zusammenarbeit und weniger auf die technische Hilfe oder den Technologietransfer konzentriert, da sich diese Ziele besser im Rahmen der außenpolitischen Programme der Gemeinschaft erreichen lassen. Bei der Umsetzung des Programms werden die Interessen der Industrie und insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen berücksichtigt. 5.1.0 Zusammenarbeit mit bestimmten Gruppen von Drittländern 5.1.1 Länder in der Heranführungsphase Der vom Fünften Rahmenprogramm erfasste Zeitraum fällt mit der Vorbereitung der Bewerberländer auf die Mitgliedschaft in der Europäischen Union zusammen. Mit Blick auf die Agenda 2000 soll das Programm daher die Reform der Wissenschaftsstruktur in diesen Ländern beschleunigen, wobei die vorhandenen hochqualifizierten Humanressourcen zu erhalten und die wissenschaftlichen Infrastrukturen zu festigen sind. Zu diesem Zweck sollen die betreffenden Länder ermutigt werden, in vollem Umfang an den spezifischen Programmen mitzuwirken und sich unter ähnlichen Bedingungen an den Projekten zu beteiligen wie die Mitgliedstaaten. Das PHARE-Programm im Rahmen der Beitrittspartnerschaften kann erleichternd eingreifen. Maßnahmen: Es werden spezifische Maßnahmen zur Förderung der Spitzenforschungszentren in diesen Ländern durchgeführt, um ihr Forschungspotential in den Dienst der wirtschaftlichen und sozialen Erfordernisse ihrer Region und der Union als Ganzes zu stellen. Förderungswürdige Zentren sollen in den Bereichen Natur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften theoretische mit angewandter Forschung verbinden und dabei möglichst multidisziplinär vorgehen. Sie sollen lokales Know-how und internationale Spitzenleistungen miteinander verknüpfen und zugleich Nachwuchswissenschaftlern als Ausbildungszentren offenstehen. Unterstützung wird für Projekte gewährt, die Maßnahmen wie den Aufbau von Netzen, die Durchführung von Tagungen und Seminaren (Sensibilisierung) sowie den Austausch von Gastwissenschaftlern vorsehen. Dadurch werden Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit westlichen Wissenschaftlern vor Ort und für die Durchführung von Programmen und Veranstaltungen geschaffen, die die überregionale Bedeutung der Zentren unterstreichen und damit ihre Anziehungskraft für die Nachbarländer erhöhen. Zusätzlich werden Begleitmaßnahmen erarbeitet, um die Teilnahme dieser Länder an anderen Programmen des Rahmenprogramms zu verstärken (z. B. durch Verbreitung von Informationen über das Rahmenprogramm), wobei auch Kooperationsnetze genutzt werden. | themen | 5.1.2 NUS und mittel- und osteuropäische Länder, die sich nicht in der Heranführungsphase befinden Begründung und Ziele: Einige dieser Länder haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um das vorhandene wissenschaftliche Potential zu festigen und neue Verwaltungsstrukturen zu schaffen, die besser auf den Bedarf der Forschung zugeschnitten sind. Die Zielsetzung der Union für den Bereich der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit diesen Ländern besteht darin, Anstrengungen zur Errichtung eines pluralistischen Wissenschafts- und Technologiesystems (einschließlich der grundlegenden wissenschaftlichen Infrastrukturen) zu unterstützen und die hohe Qualität der Forschungsleistungen dieser Länder zu wahren und weiterzuentwickeln. Maßnahmen: Im Rahmen des Programms werden gemeinsame Forschungsprojekte und konzertierte Aktionen in Bereichen durchgeführt, die von den anderen spezifischen Programmen nicht abgedeckt werden. 5.1.3 Partnerländer im Mittelmeerraum Begründung und Ziele: Zusätzlich zur Beteiligung der Mittelmeerländer an den anderen spezifischen Programmen und an der spezifischen Aktion "Forschung im Dienste der Entwicklung" dieses Programms werden bestimmte spezifische Aktionen durchgeführt. Maßnahmen: Vorbehaltlich der Ergebnisse des Dialogs mit den betreffenden Ländern werden spezifische Maßnahmen in bezug auf regionale Aspekte einiger der folgenden Bereiche durchgeführt: integriertes Küstenmanagement im Mittelmeerraum (einschließlich der Umweltaspekte), Wasserwirtschaft (einschließlich der Wechselwirkungen zwischen Wasser und Energie), Management der natürlichen Ressourcen vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Tourismusentwicklung, Erhalt und Pflege des Kulturerbes, Entwicklung vor dem Hintergrund der sozioökonomischen Modernisierung (einschließlich Innovation, städtische Dimension, Verkehr und Unterstützung bei der Errichtung einer euro-mediterranen Informationsgesellschaft). | themen | 5.1.4 Forschung im Dienste der Entwicklung Begründung und Ziele: Dieser Teil des Programms ist darauf ausgerichtet, gemeinsam mit Wissenschaftlern aus den Entwicklungsländern zum beiderseitigen langfristigen Nutzen Forschungsprobleme anzugehen, die direkt mit den Herausforderungen der Entwicklung zusammenhängen. Die Auswahl der zu behandelnden Fragen erfolgt auf der Grundlage einer Politik des Dialogs mit Gruppen von Ländern und Regionen über ihren FTE-Bedarf, ihre Prioritäten und ihre speziellen sozioökonomischen Erfordernisse, um eine Konzentration auf die vordringlichsten Themen zu ermöglichen. Maßnahmen:
5.1.5 Schwellenländer und Industrieländer Begründung und Ziele: Diese Länder sind gleichzeitig Konkurrenten und Partner der Union auf dem Weltmarkt. Dieser Teil des Programms soll folgendes bewirken:
| themen | 5.2.0 Ausbildung von Wissenschaftlern Es wird ein Stipendiensystem geschaffen, das es promovierten Nachwuchswissenschaftlern aus Entwicklungsländern, einschließlich der Länder im Mittelmeerraum und der Schwellenländer, erlaubt, in europäischen Laboratorien an Projekten des Rahmenprogramms mitzuarbeiten. Damit wird ein weiterer Beitrag zur Stärkung des wissenschaftlichen Potentials in diesen Ländern geleistet, während der Gemeinschaftsforschung die Möglichkeit eröffnet wird, vom Fachwissen dieser Wissenschaftler zu profitieren. Ein zweites Stipendiensystem ermöglicht es Nachwuchswissenschaftlern der EU, in industrieorientierten Spitzenlaboratorien in Japan zu arbeiten. | themen | 5.3.0 Koordinierung 5.3.1
Koordinierung der Maßnahmen des Rahmenprogramms und Ein zentrales Anliegen ist die Sicherstellung der Koordinierung mit den anderen spezifischen Programmen und mit anderen Gemeinschaftspolitiken und -instrumenten.
| themen | 5.3.2 Koordinierung mit COST, EUREKA und internationalen Organisationen COST: Die weit über die Union hinausgehende Aktion COST bietet einen geeigneten Rahmen, um auf breiter Ebene die Zusammenarbeit und die Koordinierung zwischen nationalen und internationalen Maßnahmen sowohl in thematischer als auch geographischer Hinsicht zu fördern und die Integration von Wissenschaftlern aus den MOEL in gesamteuropäische Maßnahmen zu verbessern. Die Flexibilität von COST wird weiterhin genutzt, um die Erforschung neuer Ideen und wissenschaftlicher und technologischer Gebiete voranzutreiben. Es sollen Methoden entwickelt werden, die die Komplementarität zwischen COST und den Maßnahmen des Rahmenprogramms wirkungsvoller sicherstellen, damit diese Komplementarität insbesondere im Hinblick auf die Durchführung der Leitaktionen und der generischen Maßnahmen des Rahmenprogramms effizienter genutzt werden kann. Das Programm wird einen Beitrag zur Verwaltung von COST leisten. EUREKA: Die EUREKA-Projekte und die Maßnahmen des Rahmenprogramms ergänzen einander sehr gut. Angestrebt wird eine weitestgehend koordinierte Nutzung der beiden Instrumente in einigen prioritären Bereichen von gemeinsamem Interesse. Es sollen einfache und effiziente Wege der Verknüpfung des Fünften Rahmenprogramms und der EUREKA-Projekte erarbeitet werden, die vor allem bei Großprojekten innerhalb der Leitaktionen der thematischen Programme zum Tragen kommen. Die Informations- und Koordinierungsmechanismen sollen verbessert werden, um eine positive Entwicklung dieser Projekte zu begünstigen, wobei die unterschiedlichen Zielsetzungen der EUREKA-Projekte und des Rahmenprogramms sowie die jeweiligen Besonderheiten und finanziellen Mittel beachtet werden. Internationale Organisationen: Durch eine engere Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft und internationalen Organisationen, die an den Forschungsaktivitäten und der Entwicklung der Politik im Bereich der Wissenschaft und Technologie beteiligt sind, und deren Beteiligung an allen Maßnahmen des Fünften Rahmenprogramms wird die Gesamtkohärenz der Forschung in Europa gestärkt und die Nutzung und Auslastung der europäischen wissenschaftlichen Infrastrukturen optimiert. Die Kommission wird ihr Engagement in diesen Organisationen verstärken und die Koordinierung zwischen Mitgliedstaaten der Union fördern, die auch Mitglieder dieser Organisationen sind. Koordinierung mit den Mitgliedstaaten: Die Maßnahmen der Gemeinschaft und der Mitgliedstaaten auf dem Gebiet der internationalen Forschungszusammenarbeit betreffen oft ähnliche oder verwandte Fragestellungen. Unter voller Wahrung des Subsidiaritätsprinzips ist es nicht nur möglich, sondern auch nötig, die Koordinierung in bestimmten Bereichen zu intensivieren und damit die Anstrengungen der einzelnen Beteiligten über die kritische Masse hinauszuführen, so dass die Gesamteffektivität sowie die Flexibilität und der Bekanntheitsgrad der Maßnahmen der Gemeinschaft und der Mitgliedstaaten insgesamt verbessert werden. Auf der Grundlage der Erfahrungen aus Initiativen wie der "Europäischen Initiative zur Agrarforschung für die Entwicklung" sollen Bereiche öffentlicher und industrieller Forschung, die sich für neue koordinierte Aktionen eignen, ermittelt und passende Koordinierungsmaßnahmen eingeleitet werden. Internationale Zusammenarbeit II Im Fünften Rahmenprogramm wird die internationale FTE-Zusammenarbeit in zwei Formen gefördert, erstens durch das obige Programm für internationale Zusammenarbeit und zweitens durch die anderen spezifischen FTE-Programme. Die zweite Form der internationalen Zusammenarbeit ist die Beteiligung von Partnern außerhalb der Union (diese ohne EU-Mittel) an den Projekten der anderen FTE-Programme gemäß den Regeln für die Teilnahme und die Verbreitung von Ergebnissen. | themen | THIRD
ACTIVITY - 3. Aktivität: Die Innovation ist ein zentraler Faktor für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit, die nachhaltige Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Darüber hinaus ist sie mitbestimmend für die Entwicklung der gesamten Gesellschaft. Mit neuen Produkten und Dienstleistungen kann sich ein Unternehmen neue Märkte erschließen, mit neuen Verfahren kann es seine Kosten senken, um im Wettbewerb besser zu bestehen. Insbesondere innovative Tätigkeiten, die Verbreitung und Nutzung der Forschungsergebnisse sowie der Technologietransfer müssen daher gefördert werden. Europa muss seine Forschungsmaßnahmen und seine große Leistungsfähigkeit in der Gewinnung von Erkenntnissen besser nutzen, damit Wirtschaft und Gesellschaft hiervon in vollem Maße profitieren können. Die Forschungsanstrengungen mit Hilfe einer anspruchsvollen europäischen Innovationspolitik entsprechend auszurichten, hat daher besondere Bedeutung. Die KMU (kleine und mittlere Unternehmen) sind wichtige Träger und Akteure der Innovation. Sie spielen in der europäischen Wirtschaft eine herausragende Rolle und ihre Entwicklung leistet einen wesentlichen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie, das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung. Aufgrund der Struktur der KMU bedarf es besonderer Fördermechanismen. Ergänzend zu den Maßnahmen der Mitgliedstaaten ist eine Maßnahme auf europäischer Ebene notwendig, die den KMU hilft, sich international zu orientieren, ihnen Zugang zu neuen Technologien verschafft und die sich gleichermaßen an Hochtechnologie-KMU und an KMU richtet, die über wenig oder keine Forschungskapazitäten verfügen. | themen | 6.1.0 Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen 6.1.1 Innovation Es handelt sich meistens um indirekte Maßnahmen seitens der Kommission und der Innovationsnetzwerke, die verschiedene Service-Leistungen dem Endbegünstigten zukommen lassen wie z. B:
6.1.2 Einbeziehung von KMU Sondierungsprämien & CRAFT Hier sind die konkret vom Endbegünstigten beantragbare Maßnahmen "Sondierungsprämien" und die Kooperationsforschung (CRAFT = Concerted Research Action for Technology) zu nennen. Um die Durchführung dieser KMU-spezifischen Maßnahmen zu vereinfachen, werden beide Komponenten (Sondierungsprämien und Kooperationsforschung) in jedem thematischen Programm realisiert; hierzu erfolgen langfristige Aufrufe zu Vorschlägen mit Schlussterminen Mitte Januar, Mitte April und Mitte September (Termin für den letzten Aufruf: 18. April 2001 für Sondierungsprämien, 17. April 2002 für Kooperationsforschung). Sondierungsprämien Hierbei geht es darum, dass Konsortien, an denen mindestens zwei förderfähige KMU aus zwei verschiedenen Mitgliedstaaten oder aber aus einem Mitgliedstaat und einem assoziierten Staat beteiligt sind, bei der Kommission Zuschüsse für die Ausarbeitung eines Projektvorschlags für ein Verbund- oder Kooperationsforschungsvorhaben, ein Demonstrations-, ein kombiniertes Demonstrations- und Kooperationsforschungsprojekt oder ein Innovationsprojekt beantragen können. Die Sondierungsprämie ermöglicht ihnen, zur vollständigen Ausarbeitung eines Projektvorschlags Marktanalysen, Neuheitsrecherchen und Machbarkeitsstudien durchzuführen und/oder nach Partnern zu suchen. Für Projekte auf dem Gebiet der biomedizinischen Forschung können in begründeten Fällen auch ein mittelständisches Unternehmen und ein Endbenutzer aus einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag auf eine Sondierungsprämie stellen16. Die Gesamtkosten dürfen 30 000 ? nicht überschreiten; die Kommission übernimmt 75 %. Die Sondierungsprämie wird höchstens während eines Jahres gewährt. Unter dem Fünften Rahmenprogramm kann sie einem kleinen oder mittleren Unternehmen nur einmal gewährt werden. Kooperationsforschung (CRAFT) Hierbei können mindestens drei nicht miteinander verbundene KMU aus mindestens zwei Mitgliedstaaten oder aber einem Mitgliedstaaten und einem assoziierten Staat gemeinsam intern oder durch Beauftragung einer dritten juristischen Person (das schließt Industrieunternehmen ein), die über entsprechende Forschungskapazitäten verfügt ("FTE-Dienstleister"), versuchen, ihre gemeinsamen technologischen Probleme zu lösen. Bei Kooperationsforschungsprojekten, die sich auch auf Technologietransfer beziehen können, müssen die Arbeiten in einem Umfang, der mindestens 40 % der gesamten Projektkosten und 50 % der Arbeitszeit entspricht, von FTE-Dienstleistern ausgeführt werden. Diesen werden (vom KMU-Konsortium) 100 % der Kosten erstattet, die ihnen durch das Projekt entstehen. KMU, die einen Teil der Arbeiten zur Lösung ihrer technischen Probleme selbst ausführen können, können dies in einem Umfang zu 60 % der Gesamtkosten tun. Die Gesamtkosten von Kooperationsforschungsprojekten müssen sich zwischen 300 000 und 2 Millionen Euro bewegen; die Kommission übernimmt 50 % der Finanzierung. Die Projektdauer muss zwischen einem und zwei Jahren liegen. Die Kosten für die Koordinierung eines Kooperationsforschungsprojekts (d. h. die Verwaltungskosten) sind als Kosten für Nachunternehmer zuschussfähig, wenn keines der beteiligten KMU die Koordinierung selbst übernehmen kann. | themen | 6.2.0 Programmspezifische Maßnahmen Es handelt sich um indirekte Maßnahmen, die gemeinsame Anlaufstellen bei der Kommission, Innovationsnetzwerke (IRC, EIC, Nationale Kontaktstellen) und Zugang zu Information (Patentwesen) und Finanzmitteln betreffen. 6.2.1 Innovationsförderung Ermittlung und Förderung bewährter Praktiken und neue Konzepte für den Technologietransfer. Ein Beispiel ist eine gemeinsame Aktion mit dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung auf dem Gebiet der regionalen Innovationspolitik. Ausgehend von den Ergebnissen vorangegangener Aktionen für "Regionale Innovationsstrategien" (RIS) und "Regionale Infrastrukturen und Strategien für Innovation und Technologietransfer" (RITTS) soll die Beobachtungsstelle ein europäisches Verzeichnis regionaler Innovationsfördermaßnahmen der öffentlichen Hand erstellen. 6.2.2 Förderung der Einbeziehung von KMU in FTE-Projekte
Subsummierend handelt es sich um verbesserte Beratung und Bearbeitung von Anträgen seitens der Kommission. Bei Unterstützung ist das netz der Nationalen Kontaktstellen der FTE-Programme angesprochen. Wirtschafts- und Technolgieinformationen sollen über CORDIS und andere elektronische Dienste noch besser verbreitet werden. | themen | 6.2.3 Gemeinsame Maßnahmen im Bereich Innovation/KMU
Im Rahmen der "gemeinsamen Maßnahmen im Bereich Innovation/KMU" sollen Innovationsunterstützung durch die europäischen Netze (Innovation Relay Centres in Zusammenarbeit mit den Nationalen Kontaktstellen) sowie Informationsdienste (CORDIS) und der Service von zwei Help Desks zu Fragen im Zusammenhang mit Rechten an geistigem Eigentum bzw. Innovationsfinanzierung angeboten werden. Beispiel für verbesserte Finanzierung ist der Aufbau von Verbindungen zwischen Investoren, Finanziers, innovativen mittelständischen Unternehmen, Forschern (hauptsächlich über Netze, die aus Aktionen zur Förderung von Gründung und Wachstum innovativer Unternehmen hervorgehen) und Fördereinrichtungen in den Mitgliedstaaten (wie den IRC und vergleichbaren Netzen). Der LIFT-Dienst und die Aktion FIT sind hier Vorläufer gewesen. Gründung und Wachstum innovativer Unternehmen: Hierbei handelt es sich um eine neue Pilotaktion, die auf die Initiative "Wachstum und Beschäftigung" zurückgeht. Sie dient der Identifikation, Analyse und Validierung regionaler (oder subregionaler) Initiativen, die zu Gründung und Wachstum innovativer Firmen beitragen. Ziel ist es, Initiativen dieser Art aus verschiedenen Wirtschaftsregionen Europas zu vernetzen und zu einem "Schaufenster" für erfolgreiche Fördermodelle in der EU zusammenzustellen. Hauptpartner sollen Hochschulen und Hochschul-Spin-offs sowie andere öffentliche und private Einrichtungen sein. Netzwerke von Wirtschaftsräumen auf regionaler oder sub-regionaler Ebene sollten gebildet werden. Dieses Netzwerk wird insbesondere Fördermaßnahmen für Gründung und Wachstum innovativer Firmen identifizieren, analysieren und validieren um den Bekanntheitsgrad derartiger Maßnahmen zu steigern. | themen | FOURTH
ACTIVITY - 4. Aktivität: Im wesentlichen ist das Programm IHP (Improving the Human Potential) die Weiterführung der beiden Programme Ausbildung und Mobilität von Forschern (TMR) und Sozioökonomische Schwerpunktforschung (TSER) des 4. Rahmenprogramms. Daher ist IHP in zwei Hauptteile aufgeteilt: der Ausbau des Potentials an Humanressourcen für die Forschung einerseits und die Verbesserung der sozioökonomischen Wissensgrundlage andererseits. Grundzüge und Ziele des Programms In der Welt von heute kommt dem Wissen ein immer höherer Stellenwert zu. Unter diesem Gesichtspunkt besteht das Kapital der Gemeinschaft vor allem in der Qualität ihrer Forscher, Ingenieure und Techniker. Dieses Wissenspotential gilt es zu bewahren und weiterzuentwickeln, indem Ausbildung und Mobilität von Forschern stärker unterstützt und der Zugang zu Forschungsinfrastrukturen verbessert wird. Die Gemeinschaft besitzt ferner eine solide Forschungstradition in den Sozial, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften, die dafür genutzt werden soll, sowohl derzeitige als auch künftige wirtschaftliche und soziale Entwicklungen und Erfordernisse zu erkennen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinschaft und die Lebensqualität ihrer Bürger zu verbessern. Zu diesem Zweck gibt es folgende Maßnahmen: 7.1.0 Förderung der Ausbildung und Mobilität von Wissenschaftlern Die EU hat im weltweiten Vergleich zu wenig Forscher; Forschungstätigkeiten sind zersplittert und überschneiden sich; Forscherteams besonders in den Randgebieten und den benachteiligten Regionen sind relativ isoliert; Forscher sind vergleichsweise wenig mobil und zwar sowohl geographisch als auch was die Mobilität zwischen dem akademischen Bereich und der Industrie angeht; der allgemeine Trend zur Überalterung der Erwerbsbevölkerung nimmt auch die Forschung nicht aus und schließlich wird auch das Potential weiblicher Forscher nicht ausreichend genutzt. Um diesen Problemen zu begegnen, verfolgt die EU mit der Maßnahme "Förderung der Ausbildung und Mobilität von Forschern" folgende Ziele: Anreize für die Ausbildung junger Forscher durch Forschung, Förderung der Mobilität von Forschern in ganz Europa, Förderung der transnationalen Zusammenarbeit von Forscherteams, vor allem durch Vernetzung bei der Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte; Anreize zur Zusammenarbeit zwischen akademischer und Industrieforschung sowie mit benachteiligten Regionen. Diese Ziele sollen durch zwei Aktivitäten erreicht werden: Ausbildungsnetze im Bereich der Forschung und die Marie Curie Stipendien. | themen | 7.1.1 Ausbildungsnetze im Bereich der Forschung Wichtigstes Ziel ist, die Ausbildung insbesondere von Doktoranden und Post-Docs durch Forschung zu fördern, und zwar im Rahmen qualitativ hochwertiger grenzüberschreitender kooperativer Forschungsprojekte. Gleichzeitig soll die Vernetzung von Forscherteams unterstützt werden. 7.1.2 Marie Curie-Stipendien-System Das Marie-Curie-Stipendien-System umfasst verschiedene Arten von Stipendien. Sie werden in allen Programmen des 5. Rahmenprogramms vergeben. Doch während im IHP-Programm alle Themen, die den Zielen des 5. RPs entsprechen, gefördert werden können (bottom-up-Prinzip), richten sich die Themen in den vertikalen Programmen nach den dort vorgegebenen Forschungsbereichen (top-down-Prinzip). Die Marie Curie Stipendien gibt es in Form von individuellen und institutionellen Stipendien, wobei der Schwerpunkt auf den Individualstipendien liegt. Für diese bewirbt sich der einzelne Wissenschaftler bei freier Wahl des Gastinstitutes direkt bei der Europäischen Kommission. Bei den institutionellen Stipendien dagegen beantragt ein Institut Geld, um dann mehrere Stipendiaten nach eigener Wahl aufzunehmen. Am Marie-Curie-Stipendien-System können drei Gruppen von Forschern teilnehmen: Doktoranden, junge Wissenschaftler mit Forschungserfahrung (Post-docs) und erfahrene Forscher. Sie müssen Angehörige eines Mitgliedstaats oder eines assoziierten Staates sein oder dort ihren Wohnsitz haben. Als Gasteinrichtungen kommen öffentliche oder private bzw. industrielle Forschungsinstitute in Betracht, die ihren Sitz in einem Mitgliedstaat oder in einem assoziierten Staat haben. Mit Ausnahme der Rückkehrstipendien und der Stipendien für erfahrene Forscher werden die Forschungsarbeiten in einem anderen als dem Herkunftsland des Stipendiaten bzw. als dem Land, in dem er schwerpunktmäßig zuletzt tätig war, durchgeführt. Es werden folgende Stipendienarten vergeben: Marie-Curie-Individualstipendien; Marie-Curie-Rückkehrstipendien; Marie-Curie-Stipendien für erfahrene Forscher; Marie-Curie-Industriestipendien; Marie-Curie-Stipendien für strukturschwachen Regionen; Aufenthalte an Marie-Curie-Ausbildungszentren für Doktoranden Außerhalb des Marie Curie Stipendiensystems gibt es außerdem Stipendien für Japan und Stipendien für Wissenschaftler aus Drittländern im Rahmen des Programms INCO. | themen | 7.2.0 Verbesserung des Zugangs zu Forschungsinfrastrukturen Der Begriff "Forschungsinfrastrukturen" bezeichnet Anlagen und Einrichtungen, die den Wissenschaftlern wesentliche Dienste erbringen. Darunter fallen beispielsweise Großforschungseinrichtungen, Sammlungen, besondere Biotope, Bibliotheken, Datenbanken, dezentrale Netze kleiner Forschungsanlagen sowie Fachzentren, die breiten Kreisen von Wissenschaftlern Techniken und Know-how als Dienstleistung zur Verfügung stellen. Das Problem der meisten Infrastrukturen in Europa ist, dass sie überwiegend nur nationalen Forscherteams zur Verfügung stehen und dass es wenig länderübergreifende Kooperationen zwischen vergleichbaren Einrichtungen gibt. Daher ist es Ziel dieser Maßnahme:
Zu diesem Zweck gibt es folgende Aktivitäten:
| themen | 7.3.0 Förderung wissenschaftlicher und technischer Spitzenleistungen Durch die Förderung von herausragenden Spitzenleistungen sollen Persönlichkeiten und Teams angehalten werden, sich in der europäischen Forschung zu engagieren und die von europäischen Forschern erzielten hervorragenden Forschungsergebnisse stärker ins Blickfeld zu rücken. Gleichzeitig soll das Ansehen von Wissenschaft und Forschung in der Gesellschaft verbessern werden, um ein günstiges Umfeld für Forschung und technologische Entwicklung zu schaffen, insbesondere auch für Aktivitäten, die im Rahmen der gemeinschaftlichen Rahmenprogramme durchgeführt werden. Zu diesem Zweck werden folgende Aktivitäten gefördert werden: 7.3.1 Hochrangige wissenschaftliche Konferenzen, Sommerschulen und Trainingskurse Hochrangige wissenschaftliche Konferenzen sollen vor allem durch Förderung des wissenschaftlichen Austauschs zur Weiterentwicklung der Wissenschaft beitragen und erfahrenen, in der wissenschaftlichen und technologischen Spitzenforschung tätigen Forschern ein Forum bieten, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die jüngere Generation weiterzugeben. Darüber hinaus bieten hochrangige wissenschaftliche Konferenzen auch Gelegenheit, europäischen Wissenschaftlern, die außerhalb Europas tätig sind, ihr Netz an Kontakten und wissenschaftlichen Beziehungen zu Kollegen in Europa zu knüpfen und zu pflegen. | themen | 7.3.2 Auszeichnungen für Herausragende Forschungsarbeiten Diese Auszeichnungen
stellen eine öffentliche Anerkennung für europäische
Forscher dar, die erfolgreich herausragende
grenzüberschreitende Projekte im Bereich der Forschung
und technologischen Entwicklung abgeschlossen haben,
insbesondere Projekte, die innerhalb der Rahmenprogramme
der Gemeinschaft unterstützt wurden
("Descartes-Preis"). 7.3.3 Sensibilisierung der Öffentlichkeit Hauptzielsetzung dieser Aktivität ist, das Interesse der Öffentlichkeit an wissenschaftlicher Forschung und technologischer Entwicklung zu wecken, insbesondere an Aktivitäten, die im Rahmen von europäischen Forschungsprogrammen unternommen werden, um so die zwischen der Wissenschaft in ihrer europäischen Dimension und der Öffentlichkeit bestehende Kluft zu überwinden. Die Maßnahme zielt aber auch darauf ab, den Forschern diejenigen Probleme stärker ins Bewusstsein zu rücken, die für die breite Öffentlichkeit von Bedeutung sind. | themen | 7.4.0 Leitaktion: Verbesserung der sozioökonomischen Wissensgrundlage Diese Leitaktion zielt darauf ab, das Verständnis für den in der europäischen Gesellschaft stattfindenden strukturellen Wandel zu verbessern und somit Möglichkeiten zu seiner Bewältigung und zur aktiveren Einbeziehung der Bürger Europas in die Gestaltung ihrer Zukunft aufzuzeigen. Dies beruht auf einer Analyse der wichtigsten Tendenzen, die zu diesem Wandel führen: der Beziehungen zwischen Technologie, Beschäftigung und Gesellschaft, einer Neubewertung der Mitwirkungsmechanismen für ein kollektives Tätigwerden auf allen Ebenen sowie der Ausarbeitung neuer Entwicklungsstrategien zur Förderung von Wachstum, Beschäftigung und wirtschaftlichem und sozialem Zusammenhalt. Diese Leitaktion deckt eine Reihe von Themen ab, die mit den allgemeinen Zielen des Rahmenprogramms in Zusammenhang stehen und ergänzt damit die sozio-ökonomische Forschung, die problemorientiert innerhalb der spezifischen Fachprogramme des Rahmenprogramms gefördert wird. Ihr Ziel ist die Schaffung geeigneter Grundlagen für eine beschäftigungschaffende soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung und für den Aufbau einer europäischen Wissensgesellschaft. Diese Themen sind nicht isoliert zu betrachten, sondern als miteinander verknüpfte Elemente eines kohärenten und umfassenden Rahmens. Mit der Unterstützung wird bezweckt, auf der Grundlage empirischer, komparativer und vorausschauender Studien, die auch die Erstellung und Einbeziehung von Daten und Indikatorensystemen und den Aufbau einer gemeinsamen Forschungsinfrastruktur umfassen, ein konzeptionelles Verständnis der oben beschriebenen Prozesse zu entwickeln. Diese Aktivitäten sollen dazu beitragen, dass politische Entscheidungen sich auf eine eingehende Kenntnis der vor Europa liegenden Herausforderungen, ihre wichtigsten Auswirkungen und die möglichen Maßnahmen für ihre Bewältigung stützen können. Es werden folgende Bereiche gefördert:
| themen | 7.5.0 Maßnahmen als Beitrag zur Konzipierung von Wissenschafts- und Technologiepolitiken in Europa Hierbei handelt es sich um strategische Forschung mit dem Ziel, die Europäische Union bei politischen Entscheidungen zu beraten und vorzubereiten. Hier gibt es zwei Bereiche:
| themen | 7.6.0 Begleitmassnahmen für das Programm Bei den Begleitmaßnahmen handelt es sich im wesentlichen um:
Die
Gemeinschaftsfinanzierung kann bis zu 100 % der
zusätzlichen erstattungsfähigen Kosten dieser Maßnahme
decken. HINWEIS: |
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