EUROPA 2002 - 2006

Sechstes Forschungsrahmenprogramm der EU
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zusammengefasst von Dr. Ulrich Baumann
mit einer Einführung von Dr. Ingo Ulpts

siehe auch:
Fünftes Forschungsrahmenprogramm ;
Die <Kernforderungen> der Bundesregierung an das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm "Den europäischen Forschungsraum voranbringen"

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Start des 6. EU - Forschungsrahmenprogrammes
( 2002 – 2006 )

Einführung von Dr. Ingo Ulpts

Offiziellen Meldungen von EU-Seite zu Folge wird das neue 6. EU-Rahmenprogramm (2002-2006) schneller als erwartet beschlossen. Kommission, EU-Parlament und und Rat sind sich über Konzeption und Inhalte des Rahmenprogrammes weitgehend einig, das bedeutet, dass das 6. Forschungsrahmenprogramm (FRP) noch in diesem Jahr starten wird.

Das 6. FRP bietet große Chancen für Forscherinnen und Forscher, besonders in den Bereichen Genomik, Bio- und Nanotechnologie (im weitesten Sinn Medizin im Dienste der Menschheit), Luft- und Raumfahrt, Lebensmittelqualität und -sicherheit, Ökosysteme, Energie, Informationstechnologien sowie vielen Geistes- und Sozialwissenschaften. Innovative KMU werden mit eingebunden.

Das 6. FRP ist sichtbarer Ausdruck der Vereinbarungen des Amsterdamer Vertrages, wonach "die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der Industrie der Gemeinschaft zu stärken und die Entwicklung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu fördern" sind (§163).

Auch im 6. FRP wird es Forschungsprojekte als Einzelprojekte geben. Allerdings wird im Schwerpunkt die Forschung in sog. Exzellenznetzwerken bzw. Integrierten Projekten gefördert. Auch die Europäische Forschungsförderung tendiert also zu Kompetenznetzwerken und Forschungsverbünden. Dabei steht die Gestaltung eines Europäischen Forschungsraumes (EFR) im Hintergrund der (politischen) Intentionen. Wichtige Aspekte sind die Schwerpunktsetzung und Koordinierung hervorragender, zukunftsfähiger europäischer Forschungsvorhaben sowie die Stärkung der Industrie.

Die favorisierte Forschungsausrichtung wird in erster Linie praxisnah und anwendungsbezogen sein. Ebenso wie im 5. FRP (1998-2002) wird deshalb die Förderung von KMU-relevanten Forschungsvorhaben einen wichtigen Raum einnehmen. Die Forschungsvorhaben im Netzwerk setzen darüber hinaus auch eine Einbindung von Akteuren aus der praktischen Anwendung voraus. Bspw. im weiten Bereich der Lebenswissenschaften können neben Forschungseinrichtungen praktische Kliniken oder Wohlfahrtseinrichungen ebenso eingebunden sein wie innovative Dienstleister oder KMU. Die Mobilität von Wissenschaftler/innen wird im Rahmen der Marie-Curie-Stipendien weiter ausgebaut. Die neuen Beitrittsstaaten (MOEL) nehmen gleichberechtigt teil.

Die Europäische Kommission hatte den Forschenden in Europa im ersten halbjahr 2002 Gelegenheit gegeben, aktiv Einfluss auf den Inhalt des Arbeitsplans (Arbeitsprogramm & Ausschreibungen) zu nehmen. Die Ergebnisse dieser Abfrage ("Interessenbekundungsphase") werden ab September/Oktober 2002 im Internet abrufbar sein. Hier kann man einen ersten Eindruck von den Themen und Akteuren erhalten, die sich im 6. FRP engagieren wollen.

Die Auftaktveranstaltung zum 6. FRP wird vom 11.-13. November 2002 in Brüssel stattfinden (siehe im Internet unter

http://europa.eu.int/comm/
research/conferences/2002).

Die Koordinierungsstelle der Wissenschaftsorganisationen gibt unter

http://www.kowi.de/rp/default.htm

ebenso Auskunft wie die Europäische Kommission unter

http://www.cordis.lu/rtd2002/.

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Dr.Ingo Ulpts

ulpts@fh-muenster.de

EU-Forschungsförderung
Fachhochschule Münster

Zusammenfassung des 6. Rahmenprogramms basierend auf dem Vorschlag vom Januar 2002

Zusammengefasst von Dr. Ulrich Baumann

Das neue Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung soll Anfang 2003 mit den ersten Ausschreibungen starten, es löst das 5.Forschungsrahmenprogramm der EU (1999-2002) ab.

Die Kommission hat für das 6. Rahmenprogramm eine Finanzierung in Höhe von 17,5 Milliarden Euro vorgeschlagen. Dies entspricht der vorherigen Finanzierung zuzüglich der Inflations- und Wachstumsrate (macht aber nach wie vor nur 5 - 6% der öffentlichen FTE-Ausgaben aus). Generell ließe sich hiermit im Zeitraum 2003-2006 die Finanzierung der FTE durch die Gemeinschaft, ausgedrückt in Prozent des BIP, auf ihrem derzeitigen Stand weiterführen.

Die Rahmenprogramme sollen über fünf spezifische Programme durchgeführt werden, von denen drei dem EG-Vertrag und zwei dem Euratom-Vertrag unterliegen. Jedes spezifische Programm ist durch die Art der eingesetzten Instrumente gekennzeichnet, die den Zielen und der Organisation der Rahmenprogramms entsprechen:

  • Ein spezifisches Programm "Integration des Europäischen Forschungsraums" mit den zwei indirekten Aktionen: "Bündelung der Forschung" und "Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums", in dem somit die Forschungs- und Koordinierungstätigkeiten zusammengefasst werden.
  • Ein Programm "Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums" mit horizontalen Tätigkeiten, Unterstützungsmaßnahmen und strukturierend wirkenden Tätigkeiten.
  • Zwei Programme "Gemeinsame Forschungsstelle (GFS)" mit direkten Aktionen der GFS im nicht nuklearen bzw. nuklearen Bereich.
  • Ein Programm "Kernenergie" mit indirekten Aktionen im Bereich der Kernenergie.

Inhaltlicher Vergleich zum 5. Rahmenprogramm:

  • die Bündelung der Europäischen Forschung entspricht den vormals 4 thematischen Bereichen des 5. Rahmenprogramms; einige vormals horizontale Bereiche – Beteiligung von KMU, Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit – sind im neuen Unterbereich ,Spezifische Tätigkeiten' zu weiter gefasstem Forschungsbereich integriert worden.
  • Die Ausgestaltung des europ. Forschungsraums entspricht im Prinzip den vormals horizontalen Aktivitäten des 5. RP, besonders deutlich bei Humanressourcen (Training und Austausch von Forschern) und Innovation (Technologietransfer und Informationsverbreitung). Die Infrastrukturförderung ist im 6. Rahmenprogramm in diesen Teil integriert, sie war vormals in jedem thematischen Bereich untergebracht.
  • Einige Aspekte sind neu oder ausgeweitet worden, etwa die kohärente Politik-Entwicklung (in Stärkung der Grundpfeiler..) oder das Verhältnis Wissenschaft und Gesellschaft (in Ausgestaltung des europ. Forschungsraums)
5. Rahmenprogramm @ im neuen 6.Rahmenprogramm
4 thematische Bereiche "Bündelung der Forschung" mit 7 Themen
Internationale Zusammenarbeit "Bündelung...", "spezifische Tätigkeiten zu ... weiter gefasstem Forschungsbereich"
Innovation und KMU Innovation in "Ausgestaltung.."; KMU in "spezifische Tätigkeiten.."
Verbesserung Humanressourcen & sozioökonomische Grundlage In "Ausgestaltung des Forschungsraums" bzw. "spezifische Tätigkeiten..."

Dr. Ulrich Baumann

Diplom-Chemiker
Information Fördermittel

37073 Göttingen
e-mail:
ulbaum@gmx.de

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EUROPA 2002 - 2006

Sechstes Forschungsrahmenprogramm der EU

Überblick 6. Rahmenprogramm Forschung & Technologie

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Bündelung und Konzentration der Europäischen Forschung - die 7 thematischen Bereiche

1.1.1 Genomik und Biotechnologie im Dienste der Gesundheit

1.1.2 Technologien für die Informationsgesellschaft

1.1.3 Nanotechnologien und -wissenschaften,
wissensbasierte multifunktionale Werkstoffe und neue Produktionsverfahren und -anlagen

1.1.4 Luft- und Raumfahrt (der Bereich ist hier nicht im Detail dargestellt)

1.1.5 Lebenmittelqualität & -sicherheit

1.1.6 Nachhaltige Entwicklung, globale Veränderungen und Ökosysteme

1.1.7 Bürger und modernes Regieren (Governance) in der Wissensgesellschaft

Überblick über die Programmteile 1.2. und 2 - horizontal & koordinierend

1.2. Spezifische Tätigkeiten, die einen weiter gefassten Forschungsbereich abdecken

2. Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums

Programm II: Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums

1. Forschung und Innovation

2. Humanressourcen und Mobilität

3. Forschungsinfrastrukturen

4. Wissenschaft und Gesellschaft.

Mittelaufteilung

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Bündelung und Konzentration.. – die 7 thematischen Bereiche

1.1.1 Genomik und Biotechnologie im Dienste der Gesundheit

  • i) Fortgeschrittene Genomik und ihre Anwendungen im Dienste der Gesundheit

    Grundlagenkenntnisse und Basisinstrumente der funktionellen Genomik aller Organismen:

    Genexpression und Proteomik, Strukturelle Genomik, Vergleichende Genomik und Populationsgenetik, Bioinformatik, Multidisziplinäre Konzepte im Bereich der funktionellen Genomik für grundlegende biologische Prozesse.

    Anwendung der Kenntnisse und Technologien in den Bereichen Genomik und medizinische Biotechnologie

    Technologieplattformen zur Entwicklung neuer Instrumente für Diagnose, Prävention und Therapie; Förderung der innovativen Forschung in neu gegründeten Genomikunternehmen.

  • ii) Bekämpfung der wichtigsten Krankheiten

    i) Anwendungsorientierte Genomikkonzepte in Bezug auf medizinische Genomikkenntnisse und -technologien:

    Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und seltenen Krankheiten; Bekämpfung von Resistenzen gegen Antibiotika und andere Arzneimittel; Erforschung des Gehirns und Bekämpfung von Krankheiten des Nervensystems; Erforschung der Entwicklung des Menschen und des Alterns.

    ii) Krebsbekämpfung

    Schaffung von Einrichtungen zur Nutzung der Ergebnisse der Krebsforschung in Europa, klinische Praxis sowie bessere Public-Health-Strategien durch beschleunigte Umsetzung in praktische Anwendungen, klinische Versuche, Unterstützung der translationalen Forschung zur Umsetzung von Grundlagenkenntnissen in die klinische Anwendung

    iii) Bekämpfung der großen übertragbaren Krankheiten in Verbindung mit Armut

    Die drei großen übertragbaren Krankheiten (HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose) stehen im Mittelpunkt, Entwicklung wirksamer Krankheitsbekämpfung, insbesondere zum Einsatz in Entwicklungsländern. Impfstoffe, Therapien und HIV-Mikrobizide, Förderung im gesamten Spektrum der molekularen Grundlagenforschung einschließlich der mikrobiellen Genomik, von vorklinischen Versuchen und Grundsatzbeweisen; Schaffung eines Programms für klinische Versuche.

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  • 1.1.2 Technologien für die Informationsgesellschaft

    i) Angewandte TIG-Forschung zur Lösung wichtiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen

  • Vertrauen und Sicherheit fördernde Technologien, Forschungsarbeiten zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen (Bereich der Mobilität, Schutz von Personen und Eigentum, in den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Freizeit & kulturelles Erbe). Forschungsarbeiten zu Herausforderungen bei der Arbeit und in Unternehmen (elektronischer Geschäftsverkehr und elektronische Behördendienste); Lösung komplexer Probleme in den Bereichen Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft.
  • ii) Kommunikation, Informationsverarbeitung und Softwaretechnologien

  • Kommunikations- und Netztechnologien (nahtloses Zusammenwirken vielerlei drahtloser Technologien über eine gemeinsame Internet-Protokoll-Plattform, optische Übertragungstechniken in LAN, Forschungen zu interoperablen Netzlösungen, vernetzte audiovisuelle Systeme, Digitalfernseharchitekturen und Geräte), Softwaretechnologien und -dienste, eingebettete und verteilte Systeme (Schaffung multifunktionaler Dienste, dynamische Zuweisung von Ressourcen, kognitive Techniken für die Erkennung von Objekten).
  • iii) Komponenten und Mikrosysteme

  • Mikro-, Nano- und Optoelektronik; Mikro- und Nanotechnologien, Mikrosysteme, Bildschirme
  • iv) Wissens- und Schnittstellentechnologien

  • Wissenstechnologien und digitaler Inhalt (Entwurf, Schaffung, Verwaltung und Veröffentlichung multimedialer Inhalte, Erwerb, Navigation und Abfrage, Darstellung und gemeinsame Nutzung von Wissen), Intelligente Schnittstellen und Oberflächen, (Künftige und neu entstehende TIG-Technologien, mehrsprachiger und multikultureller Zugang, mit vielfachen Sensoren ausgestattete Schnittstellen und interaktive Oberflächen).
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    1.1.3 Nanotechnologien und -wissenschaften, wissensbasierte multifunktionale Werkstoffe und neue Produktionsverfahren und -anlagen

    i) Nanotechnologien und Nanowissenschaften

  • Langfristig angelegte interdisziplinäre Forschung zur Erweiterung des Kenntnisstands, Beherrschung von Prozessen und Entwicklung von Forschungsinstrumenten; Nanobiotechnologie; Ingenieurtechniken im Nanomaßstab zur Entwicklung von Werkstoffen und Komponenten; Entwicklung von Steuer- und Kontrollgeräten und -instrumenten; Anwendungen in Bereichen wie Medizin, Chemie, Energietechnik, Optik, Umwelttechnik.
  • ii) Wissensgestützte multifunktionale Werkstoffe

  • Aufbau von Grundlagenkenntnissen; Technologien für die Produktion, Verarbeitung und Weiterverarbeitung wissensgestützter multifunktionaler Materialien und Biowerkstoffe; Technische Unterstützung bei der Werkstoffentwicklung.
  • iii) Neue Produktionsverfahren und -anlagen

  • Entwicklung neuer Verfahren und flexibler und intelligenter Fertigungssysteme; Systemforschung und Risikobewältigung (geringerer Verbrauch an Primärressourcen, stärkere Nachhaltigkeit industrieller Systeme, messbare Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt); Optimierung des Lebenszyklus von Systemen, Produkten und Diensten der Industrie.

  • 1.1.4 Luft- und Raumfahrt (der Bereich ist hier nicht im Detail dargestellt)

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    1.1.5 Lebensmittelqualität & -sicherheit

    i) Epidemiologie ernährungsbedingter Erkrankungen und Allergien

    ii) Auswirkungen von Lebensmitteln (neue Verfahren) auf die Gesundheit

    iii) Verfahren zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Produktionskette

    iv) Methoden zur Analyse, Erkennung und Kontrolle chemischer Verunreinigung

    v) Sichere und umweltfreundliche Herstellungsverfahren und gesündere Lebensmittel

    vi) Auswirkungen von Futtermitteln auf die menschliche Gesundheit

    vii) Umweltbedingte Gesundheitsrisiken

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    1.1.6 Nachhaltige Entwicklung, globale Veränderungen und Ökosysteme

    1.1.6.1 Nachhaltige Energiesysteme

  • i) Forschungsaktivitäten mit kurz- und mittelfristigen Auswirkungen

    Saubere Energie, insbesondere erneuerbare Energieträger und ihre Integration in das Energiesystem, einschließlich Speicherung, Verteilung und Nutzung;

    Energieeinsparungen und Energieeffizienz, auch durch Nutzung erneuerbarer Energieträger;

    Alternative Motorkraftstoffe;

    Erneuerbare Energiequellen, ein effizienterer und umweltfreundlicherer Energieeinsatz, insbesondere in Städten, neue Konzepte eines energieeffizienten und umweltfreundlicheren Verkehrs.

    ii) Forschungsaktivitäten mit mittel- und langfristigen Auswirkungen

    Brennstoffzellen, einschließlich ihrer Anwendungen;

    Neue Technologien für Energieträger/-verteilung und Energiespeicherung, insbesondere Wasserstoff;

    Neue und fortgeschrittene Konzepte für Technologien im Bereich erneuerbare Energien;

    Sammlung und Bindung von CO2 sowie umweltfreundlichere Anlagen für fossile Brennstoffe.

  • 1.1.6.2 Nachhaltiger Landverkehr

  • i) Entwicklung umweltfreundlicher Verkehrssysteme und Verkehrsmittel

    Neue Technologien und Konzepte für alle Verkehrsträger des Landverkehrs (Straße, Schiene, Wasserwege); Fortgeschrittene Entwurfs- und Produktionstechniken (KFZ, Züge, Schiffe).

    ii) Mehr Sicherheit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im Landverkehr

    Neugewichtung und Integration der verschiedenen Verkehrsträger; Mehr Sicherheit im Straßen-, Schienen- und Wasserstraßenverkehr und Verhinderung von Verkehrsüberlastungen

  • 1.1.6.3 Globale Veränderungen und Ökosysteme

  • Auswirkungen und Mechanismen von Treibhausgasemissionen und Luftschadstoffen auf Klima, Abbau der Ozonschicht und Kohlenstoffsenken (Meere, Wälder, Böden); Wasserkreislauf, einschließlich bodenspezifischer Aspekte;

    Biologische Vielfalt und Ökosysteme;

    Mechanismen von Wüstenbildung und Naturkatastrophen;

    Strategien für eine nachhaltige Landnutzung, einschließlich Küstengebiete, Land- und forstwirtschaftliche Flächen;

    Systeme für operationelle Vorhersage und Modellierung, einschließlich von Systemen zur Beobachtung der globalen Klimaänderung.

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    1.1.7 Bürger und modernes Regieren (Governance) in der Wissensgesellschaft

    i) Wissensgesellschaft und sozialer Zusammenhalt

  • Verbesserung der Entwicklung, Verbreitung und Nutzung von Wissen und seine Auswirkungen auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung,

    Möglichkeiten und Alternativen für den Aufbau einer Wissensgesellschaft,

    Vielfalt der Wege zu einer Wissensgesellschaft.

  • ii) Bürgerschaft, Demokratie und neue Formen des Regierens

  • Auswirkung der europäischen Integration und der Erweiterung auf das Regieren und auf die Bürger, Verteilung von Verantwortungsbereichen und neue Formen des Regierens, Fragen im Zusammenhang mit der Bewältigung von Konflikten und der Wiederherstellung von Frieden und Recht.
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    Überblick über die Programmteile 1.2. und 2

    1.2. Spezifische Tätigkeiten, die einen weiter gefassten Forschungsbereich abdecken

    1.2.1 Politikunterstützung und Planung im Vorgriff auf den künftigen Wissenschafts- und Technologiebedarf

  • i) Politikorientierte Forschung

    Umsetzung der gemeinsamen Politiken, insbesondere der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und Gemeinsame Fischereipolitik (GFP), zu politischen Zielen der Gemeinschaft im Umwelt- und Energiebereich, weitere Bereiche: Gesundheit (insbesondere Public Health), Gleichstellung von Frauen und Männern, Regionalentwicklung, Handel, Erweiterung, Entwicklungshilfe, Binnenmarkt und Wettbewerbsfähigkeit, Sozialpolitik und Beschäftigung; nachhaltige Entwicklung.

    ii) Erforschung neuer und sich abzeichnender wissenschaftlicher und technologischer Probleme und Möglichkeiten

    Themen mit inter- bzw. multidisziplinären Charakter, Forschung zur raschen Bewertung neuer Entdeckungen oder Phänomene, die Risiken oder Probleme andeuten; Forschung in neu entstehenden Wissensbereichen und Zukunftstechnologien.

  • 1.2.2. Horizontale Forschungsmaßnahmen unter Beteiligung der KMU

  • i) Kollektivforschung

    Sie wird im Auftrag von Industrieverbänden (mind. 2) in Zusammenarbeit mit FuE-Instituten zur Nutzung durch die KMU-Mitglieder der Verbände durchgeführt: Forschung zur Lösung gemeinsamer Probleme/Aufgaben (z. B. zur Erfüllung rechtlicher Auflagen, Umweltleistung); Pränormative Forschung (d. h. zur Entwicklung einer wissenschaftlichen Grundlage für europäische Normen); Forschung zur Stärkung der technologischen Grundlagen bestimmter Bereiche; Entwicklung "technologischer Werkzeuge" (z. B. Diagnose, Sicherheitsausrüstung)

    ii) Kooperationsforschung

    Eine begrenzte Zahl von KMU aus verschiedenen Ländern und mit spezifischen Problemen beauftragt einen außenstehenden FTE-Akteur (auch Hochschulen, Institute) mit der Durchführung der jeweiligen Forschung, ist aber Eigentümer der Ergebnisse; s. auch den Programmteil "Forschung und Innovation" in Ausgestaltung der europ. Forschungslandschaft.

  • 1.2.3. Spezielle Tätigkeiten zur Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit

  • Sie betreffen drei Gruppen von Ländern: Drittländer im Mittelmeerraum, Russland und die GUS-Länder, Entwicklungsländer. Themen sind im Falle der Mittelmeerländer: Probleme in den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Gewässer sowie Schutz des Kulturerbes. Im Falle Russlands und der GUS-Länder: Fragen im Zusammenhang mit der Umstellung der industriellen Produktion, mit dem Umwelt- und Gesundheitsschutz und Sicherheitsaspekten. Im Falle der Entwicklungsländer: Probleme in den Bereichen Gesundheit und Public Health, Lebensmittelsicherheit, rationelle Nutzung der Ressourcen.
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    2. Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums

    2.1 Unterstützung für die Koordinierung der Tätigkeiten

  • i) Koordinierung einzelstaatlicher Tätigkeiten

    Durchführung durch öffentliche Behörden oder Forschungseinrichtungen auf nationaler oder regionaler Ebene oder durch europäische Kooperationsstrukturen, wie die Europäische Wissenschaftsstiftung oder das Kooperationsinstrument EUROCORES. Projekte zur Unterstützung von Koordinierung, Vernetzung, Konzipierung und Durchführung gemeinsamer Initiativen in Bereichen wie Gesundheit, Biotechnologie, Umwelt, Energie (soweit sie nicht von den thematischen Bereichen abgedeckt werden), Entwicklung eines integrierten Informationssystems. Das Informationssystem dient der Politik und Verwaltern sowie zur Kombination mit nationalen, regionalen Programmen.

    ii) Koordinierung auf europäischer Ebene

    Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit im Rahmen anderer europäischer Kooperationsstrukturen (COST, EUREKA), Zusammenarbeit und gemeinsame Initiativen spezialisierter europäischer Organisationen im Bereich der wissenschaftlichen Zusammenarbeit (EMBO, ESA etc.)

  • 2.2 Kohärente Entwicklung der Forschungs- und Innovationspolitik

  • Zusammenhängende Entwicklung forschungs- und innovationspolitischer Konzepte in Europa; Analysen und Studien: Prospektivstudien, Statistiken sowie wissenschaftliche und technologische Indikatoren; Benchmarking der Forschungs- und Innovationspolitik auf nationaler, regionaler und europäischer Ebene; Kartierung der herausragenden wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten in Europa, Verbesserung des rechtlichen und administrativen Umfelds der Forschung und Innovation in Europa.
  • | inhaltsübersicht |


    Programm II: Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums

  • Es wird als vollständig eigenes FuE-Programm eingeordnet neben "Integration des europäischen Forschungsraums".

    Hier sind hauptsächlich die horizontalen Maßnahmen untergebracht, die sich inhaltlich auf alle oben dargestellten Themen beziehen können und die zur Förderung folgender Ziele dienen: - Verbreitung von Technologie, - Teilnahme von KMU (s. auch 1.2.2.), - Ausbildung und Austausch von Wissenschaftlern, - Zugang zu und Ausbau besonderer Institute und Einrichtungen.

  • | inhaltsübersicht |


    1. Forschung und Innovation

    Ziel dieser Maßnahmen ist es, in der Gemeinschaft und all ihren Regionen die technologische Innovation, die Verwertung der Forschungsergebnisse, den Wissens- und Technologietransfer sowie die Gründung von Technologieunternehmen zu fördern.

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    2. Humanressourcen und Mobilität

    Die Tätigkeiten in diesem Bereich haben zum Ziel, in allen Regionen der Gemeinschaft durch Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität zum Zweck der Ausbildung, des Aufbaus von Kompetenzen und des Wissenstransfers, insbesondere zwischen verschiedenen Sektoren, die Entwicklung einer Fülle von europäischen Humanressourcen von Weltrang zu unterstützen. Sie sollen ferner die Entwicklung von Spitzenwissenschaftlern fördern und Europa mehr Attraktivität für Forscher aus Drittländern verleihen. Dabei muss das Potenzial sämtlicher Teile der Bevölkerung, insbesondere das der Frauen, optimal genutzt werden.

  • i) Auf Gasteinrichtungen ausgelegte Maßnahmen

    (Marie-Curie-Ausbildungsnetze, Marie-Curie-Stipendien für die Forschungsausbildung von Nachwuchswissenschaftlern, Marie-Curie-Stipendien für den Wissenstransfer, Marie-Curie-Konferenzen und Lehrgänge)

    ii) auf einzelne Wissenschaftler ausgelegte Maßnahmen

    (Europainterne Marie-Curie-Stipendien, Marie-Curie-Stipendien für Tätigkeiten ausserhalb Europas, Marie-Curie-Stipendien für eine Tätigkeit von Wissenschaftlern aus Drittstaaten in Europa, Marie-Curie-Wiedereingliederungsstipendien)

    iii) Förderung und Anerkennung herausragender Kapazitäten

    (Marie-Curie-Beihilfen für Spitzenforscher, Marie-Curie-Preise für Spitzenleistungen, Marie-Curie-Lehrstühle) (Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und assoziierten Staaten, interne Zusammenarbeit beim Rahmenprogramm)

    Begründung und europäischer Mehrwert:

    Erwartete Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter

  • | inhaltsübersicht |


    3. Forschungsinfrastrukturen

    Die Tätigkeiten in diesem Bereich sollen zur Schaffung einer herausragenden Forschungsinfrastruktur in Europa beitragen und deren optimale Nutzung auf europäischer Ebene fördern.

  • i) Bündelung von Tätigkeiten

    ii) Entwicklung eines Kommunikationsnetzes

    ii) Grenzüberschreitender Zugang zu FuE-Einrichtungen

    iv) Designstudien

    v) Entwicklung neuer Infrastrukturen

    Begründung und europäischer Mehrwert

    Erwartete Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter

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    4. Wissenschaft und Gesellschaft.

    Ziel der Maßnahmen in diesem Bereich ist es, ein gutes Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft in Europa herzustellen und zur Offenheit gegenüber der Innovation beizutragen, indem die Beziehungen auf eine neue Grundlage gestellt werden und ein sachkundiger Dialog zwischen Forschern, der Industrie, politischen Entscheidungsträgern und Bürgern eingeführt wird.

  • i) Die Forschung der Gesellschaft näher bringen

    (Wissenschaft und modernes Regieren (Governance); wissenschaftliche Beratungs- und Referenzsysteme)

    ii) Verantwortungsbewusste wissenschaftlich-technologische Entwicklung und Anwendung

    (Ethik, Unsicherheitsfaktoren, Risiken und Anwendung des Vorsorgeprinzips)

    iii) "Den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stärken" und "Frauen in der Wissenschaft"

    (Kenntnisstand der Öffentlichkeit, Interesse der Jugend für die wissenschaftliche Laufbahn, Frauen in der Wissenschaft)

    Begründung und europäischer Mehrwert

    Erwartete Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter

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    Mittelaufteilung Prog. I – Integration des europ. Forschungsraums

  • Art der Tätigkeit
  • Betrag (Mio. Euro)
    1. KONZENTRATION UND BÜNDELUNG DER GEMEINSCHAFTSFORSCHUNG 12 525
      1.1. Vorrangige Themenbereiche

    Genomik und Biotechnologie im Dienste der Medizin

    – Fortgeschrittene Genomik und ihre Anwendungen im Dienste der Gesundheit

    – Bekämpfung der wichtigsten Krankheiten

    11 205

    2 200

    1 150*

    1 050*

      Technologien für die Informationsgesellschaft 3 600
      Nanotechnologien und -wissenschaften, wissensbasierte multifunktionale Werkstoffe und neue Produktionsverfahren und -anlagen 1 300
      Luft- und Raumfahrt  1 075
      Lebensmittelqualität und -sicherheit    685
      Nachhaltige Entwicklung, globale Veränderungen und Ökosysteme

    – Nachhaltige Energiesysteme

    – Nachhaltiger Landverkehr

    – Globale Veränderungen und Ökosysteme

    2 120

       810*

       610*

       700*

      Bürger und modernes Regieren (Governance) in der Wissensgesellschaft    225
      1.2. Spezifische Tätigkeiten, die einen weiter gefassten Forschungsbereich abdecken

    - Unterstützungsmaßnahmen und Planung im Vorgriff auf den künftigen Wissenschafts- und Technologiebedarf

    - Horizontale Forschungsmaßnahmen unter Beteiligung der KMU

    - Spezielle Tätigkeiten zur Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit

    1 320

       570*

       

       450*

       300*

    2. Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums

    - Unterstützung für die Koordinierung der Tätigkeiten

    - Unterstützung der kohärenten Entwicklung der Politik

       330

       280*

         50*

    Insgesamt (zur Kontrolle nochmals wiederholt) 12 855

    *Die normal gedruckten Summen zeigen die Aufteilung des Postens darüber an

     

    Mittelaufteilung Prog. II – Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums

    Art der Tätigkeit Betrag (Mio. Euro)
    Forschung und Innovation

    Humanressourcen

    Forschungsinfrastrukturen

    Wissenschaft/Gesellschaft

    Insgesamt

       300

    1 630

       665

        60

    2 655

     

    Summe: Integration des..& Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums 15 510

    .

    Bemerkung zu den Kosten der vorgesehenen Einzelaktionen im Vergleich zum 5. RP

    Für die indirekten Aktionen des Fünften FTE-Rahmenprogramms der Europäischen Gemeinschaft (1998-2000) sollten bei einem Jahreshaushalt von 3 Mrd. € jährlich 3500 neue Verträge (aller Kategorien) unterzeichnet werden. (entspricht ca. 1 Mio. pro Vertrag).
     
    Der Jahreshaushalt für indirekte Aktionen des 6. Rahmenprogramms 2002-2006 wird sich in der Größenordnung von 3,7 Mrd. € bewegen, was einem realen Anstieg um 13% entspricht. Dennoch wurden neue Instrumente für die Durchführung dieses neuen Rahmenprogramms entwickelt.
     
    Im Vergleich zu früheren Rahmenprogrammen gehen diese Instrumente über rein wissenschaftliche Projekte hinaus und führen das Konzept der Integration und Strukturierung der Forschung ein, insbesondere durch eine kritische Masse und Vernetzung von Fähigkeiten und Ressourcen in bestimmten Bereichen.
     
    Was die Verwaltung des Rahmenprogramms 2002-2006 betrifft, wird sich dieses Konzept der kritischen Masse in einer wesentlichen Erhöhung des durchschnittlichen Finanzbeitrags zu den Projekten niederschlagen und dürfte zu einer erheblichen Senkung der Zahl der jährlich abgeschlossenen Verträge führen.

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    layouted by Peter Bechen
    für
    subventionsberater.de