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 auf dem Weg zum Partner in Europa

 

Der Duft der Rose

Rosenöl aus Kazanlak

 

 

 
Abb. WELEDA NACHRICHTEN 12.04.

 
   

 12.2006, opt. ab 1024 x 768          

 

 

  

Wie für WELEDA im türkischen Seenland hinter dem Taurusgebirge (siehe hier), so werden auch im bulgarischen Kazanlak Rosen gepflegt. Kazanlak liegt östlich der Hauptstadt Sofia und östlich des 2200 m hohen Triglav. Dies ist ein Berg jenes Gebirgszuges, der den Balkan von West nach Ost durchzieht. Auch hier sind die Rosen von besonderer Art mit einem Duft, der Menschen mit feinen Nasen betört. Der Stoff aus dem deren Träume sind setzt sich aus 2 - Phenylethanol- Molekülen zusammen. Diese enthält die Rosa Damascena, eine Ölrose, in extra reichem Maß, ganz besonders wenn sie früh morgens noch im Morgentau geerntet wird, just wenn die Sonne gerade erst aus dem Schwarzmeer auftaucht, so jedenfalls beschreibt es Soren Harms unter dem Titel "Der Duft der Rose" am 14. September 2006 auf Seite 69 in Nummer 38 der Wochenzeitung DIE ZEIT.

Der genannte ZEIT-Autor beschreibt, dass die erwünschten Duftstoffe des honigsüß riechenden Holzgewächses in kupfernen Kesseln in 17 Destillerien im Tal um Kazanlak als Rosenöl aus den Blüten herausgelöst werden. Derzeit ließen sich mit einem Kilo des öligen Substrats auf dem Weltmarkt etwa 4000 Euro erzielen.

Für ein Kilo Rosenöl müssten speziell in den frühen Morgenstunden um die 3000 Kilo Rosen gepflückt werden, was etwa der Fläche eines Fußballfeldes entspricht. Eine 57 jährige Pflückerin schaffe am Tag etwa 40 Kilo Rosenblüten abzuzupfen. Für diese Menge erhalte sie umgerechnet ca. 10 Euro. Zum Vergleich, die Rente für einstige Fabrikarbeiter liegt in Bulgarien bei ca. 68 Euro im Monat. Demnach stellt die Arbeit auf den Rosenplantagen ein attraktives Zubrot dar.

Auf inzwischen über 30 Hektar Land werden heute hier im Zentrum Bulgariens, in Kazanlak die an Rosenölgrundstoffen besonders reichhaltigen  Rosensorten kultiviert. Die schöne Pflanze als Rohstofflieferant für feine Parfüme hat im übrigen eine über 300jährige Geschichte und wird demgemäß schon 1884 in Merck's Warenlexikon erwähnt: "Die regelmäßige Versorgung des Abendlandes mit Parfüm geschieht jetzt ausschließlich von Bulgarien aus".
  
Im Zeichen eines zusammenwachsenden Europas ist dies sicherlich die zu bevorzugende Alternative gegenüber dem Zusammenschrauben von Waffen, deren Fabrikation einst im großen Stil auch in diesem Tal stattfand. In unseren Tagen jedoch seien die Waffenfabrikanten zu schlechten Brötchengebern verkommen, da deren Auftrags- und Lizenzgeber im fernen Russland auch nicht gerade von vorbildlicher Zahlungsmoral geprägt seien.
Dem hingegen wird der Anbau landwirtschaftlicher Produkte, also auch der Rosen, von der EU seit 2000 im Rahmen des Programms SAPARD gefördert, so dass das staatliche Rosenzuchtinstitut in Kazanlak seine Rosenanbaufläche auch weiterhin ausdehnen und noch ertragreichere Rosensorten zum Wohl vieler Menschen überall auf der Welt züchten kann.

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