B u l g a r i e n

            auf dem Weg zum Partner in Europa

 

 

L A N D E S D A T E N

von Dipl. Ing. Ök. Victor Poljakov

 

 
Ländername:
Republik BULGARIEN

Klima:
Kontinentalklima mit starken jahreszeitlichen Schwankungen
(+ 380 Sommer, - 25,00 Winter)

Lage:
Balkanhalbinsel in Südosteuropa 

Größe:
111.000 km2 

Hauptstadt:
Sofia, ca. 1,2 Mio. Einwohner 

Bevölkerung:
ca. 7,95 Mio., 

Landessprache:
Bulgarisch 

Religionen:
Ost-Orthodoxe Staatskirche, sowie islamische, protestantische, katholische und jüdische Glaubensangehörige 

Nationalfeiertag:
03. März 

Regierungsform:
parlamentarische Demokratie, Einkammersystem mit 240 Abgeordneten 

Staatsoberhaupt:
Staatspräsident Georgi Parvanov, 

Premierminister:
Sergei Stanishev 

 

Wichtigste Medien:

Fernsehen:
BNT (staatlich), bTV, NTV, 7dni (privat)

Hörfunk:
staatlicher Rundfunk (BNR) sowie zahlreiche private Hörrundfunksender

 

Bulgarien  ist eine Republik im Südosten Europas und bildet ein Teil der östlichen Balkanhalbinsel. Im Norden grenz es an Rumänien, im Osten an das Schwarze Meer, im Süden an Türkei und Griechenland und im Westen an Serbien und die ehemalige jugoslawische Republik Makedonien. 

Einst war Bulgarien ein unabhängiges Königreich, wurde dann aber ab 1946 von der Kommunistischen Partei regiert, bis 1990 das Mehrparteiensystem eingeführt wurde.

Während der Regierungszeit der Kommunistischen Partei unterstand Bulgarien der Einflussaera der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR). In dieser Zeit wurde der einstige Agrarstaat industriell umgestaltet. 

Die Nordgrenze Bulgariens bilden die breiten Donauniederungen. Im Süden folgen das Donauhügelland, das zwischen 100 und 400Meter hoch ist, der Vorbalkan, der bereits Höhen bis zu 1.500 Metern erreicht, und der Balkan aufeinander. Der Botev ist dessen höchster Berg mit 2.376 Meter Höhe.

Der Balkan bewirkt eine Wasserscheide zwischen Donau und Ägäischem Meer. Die Südgrenze des Landes wird von dem breiten und unregelmäßigen Gebirge der Rhodopen flankiert, an dessen westliches Ende das Rilagebirge grenzt. Der Musala ist mit 2.925Metern der höchste Berg des Rilagebirges und der Balkanhalbinsel. Entlang der westlichen Grenze des Landes erstrecken sich mehrere kleinere Gebirge.

Das Tafelland verfügt partiell über fruchtbare Schwarzerden mit hohem Humusanteil und ist für Getreideanbau geeignet. In der thrakischen Landmasse dominieren saure Braunerden. Durch Rodung wurden mehrere fruchtbare Regionen zerstört.

Die wichtigsten Fluesse Bulgariens sind die Donau mit ihren Nebenflüssen Iskâr (etwa 370Kilometer lang) und Jantra (etwa 290Kilometer lang), Kamcija (etwa 180Kilometer lang), der in das Schwarze Meer mündet, sowie Struma und Mesta, die in das Ägäische Meer fließen.

Bulgarien wird durch kontinentales Klima mit kalten Wintern und heißen, trockenen Sommern bestimmt, in denen Dürre, Frost, Wind und Hagel häufig die Ernte schädigen. 

Die durchschnittliche Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 12,8°C, die Niederschläge liegen bei etwa 635Millimetern im Jahr, wobei im Nordwesten jährlich nur 193 Millimeter fallen und im Rilagebirge 1.905Millimeter erreicht werden.

Bulgariens bewaldetes Drittel besteht aus Eiche und Buche in den niederen Lagen und Kiefer, Fichte sowie Tanne in höheren Lagen mit 30 % Nadelbäumen unter den Nutzhölzern.

An Tiere leben hier vor allem Bären, Wölfe, Elche, Füchse und Wildkatzen im gebirgigen Südwesten des Landes.

Ca. 85Prozent der Bevölkerung sind Bulgaren, acht Prozent Türken, Rumänen, Armenier, Roma, Makedonier und Juden bilden die restlichen sieben Prozent.

Seit 1945 kommt es zu einer zunehmenden Verstädterung unter den 8,8 Mill. Einwohnern bei einer Bevölkerungsdichte von etwa 79Einwohnern pro Quadratkilometer.

Die wichtigsten Städte sind hierbei die Hauptstadt Sofia mit 1,1Millionen Einwohnern, Plovdiv (rund 340.000 Einwohner/Zentrum der Leichtindustrie) und Varna (etwa 310.000 Einwohner/Seehafen).

Bulgarisch, wird von über 90Prozent der Bevölkerung gesprochen.

Vorgeblich liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern bei 68 Jahren und bei Frauen bei 75 Jahren. Die medizinische Versorgung war bislang kostenlos, es wird jedoch Ärzten erlaubt, teilweise auch private Sprechstunden abzuhalten. 1958 wurde ein System für Altersversorgung, Erholung und Sozialhilfe eingerichtet. Dieses wird durch Beiträge der Arbeitgeber und Zuschüsse aus dem Staatsbudget finanziert.

Der Schulbesuch war bislang noch gebührenfrei. Ziel des bulgarischen Bildungssystems ist die Ausbildung von technischen Facharbeitern, um den Arbeitskräftebedarf der Schwerindustrie zu decken. Es besteht Schulpflicht vom 6. bis zum 16.Lebensjahr. Bulgarien hat etwa 30 Hochschulen, darunter die Universität Sofia und verschiedene berufsspezifische Institute. Die Analphabetenrate liegt bei vier Prozent.

Das Land verfügt über Bodenschätze, wie z.B. Braun- und Steinkohle, hochwertige Metallerzvorkommen (u.a. Blei-, Kupfer-, Silber- und Zinkerze) und in geringem Maß Erdöl. Bei der Rohstoffproduktion des Landes ist der Kohleabbau der wichtigste Wirtschaftszweig. Mehr als die Hälfte der gesamten Kohleproduktion wird von der Industrie verwertet. Die Jahresproduktion deckt heute den Bedarf des Landes. 1951 wurden Ölvorkommen entdeckt. Kupfer, Zink und Erdgas wird ebenfalls kommerziell verwertet. 

Das bekannteste Produkt Bulgariens ist jedoch Rosenöl, das bei der Parfümherstellung Verwendung findet. 

Die bulgarische Landeswährung ist der Lew = 100 Stotinki.

Die nationale Fluggesellschaft Balkan Bulgarian Airlines fliegt die wichtigsten Städte des Landes und zahlreiche internationale Ziele an. 

30 Prozent des Energiebedarfs des Landes werden in Wärmekraftwerken, die mit Steinkohle, Braunkohle und Erdöl betrieben werden, produziert. Das erste Atomkraftwerk des Landes wurde 1974 bei Kozloduj in Betrieb genommen. 

Am 12.Juli 1991 wurde im Parlament die erste nichtkommunistische Verfassung verabschiedet. Bei den Wahlen im Dezember 1994 erreichte die Sozialistische Partei Bulgariens unter der Führung Schan Widenows im Parlament die absolute Mehrheit. Gleichzeitig verlor der Lew stark an Wert, wodurch der Zinssatz in die Höhe schnellte.

Am 3.November 1996 konnte der bisherige Oppositionsführer, Petar Stojanow, die Stichwahl um das Präsidentenamt für sich entscheiden. Zu seinen vorrangigen Zielen gehört die Annäherung Bulgariens an die Europäische Union (EU). Nach den Vorstellungen dieses Präsidenten soll ein Expertengremium die Regierung bei der Lösung der Wirtschaftsprobleme unterstützen.

Weitere Informationen enthält die <Zusammenfassung> von <Herrn Dipl. Ing. Ök. Victor Poljakov>

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