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Anmerkung 2014  

Verseuchtes Trinkwasser in Calmbach
bei Bad Wildbad?

 
Im Calmbacher Gauthiertal scheint verkeimtes Trinkwasser
aus den Wasseranschlüssen der örtlichen
Wasserversorgung zu fließen.

 

 

 


Dass das <Grundwasser> zumindest in Teilen  Calmbachs mit krebserregenden Chemikalien verseucht zu sein scheint, ist leider ein Besorgnis erregender Fakt. In wie weit hieran der schwermetallhaltige Giftmüll der <Giftmülldeponie> im Gauthiertal ursächlich beteiligt ist, ist schwer abzuschätzen. Nach dem Verursacher wird wohl noch lange gesucht werden müssen. Doch nun scheint auch das Trinkwasser aus den Leitungen der Trinkwasserversorgung vor Ort dort im Tal in Misskredit geraten zu sein. Das Landratsamt in Calw, in welchem einige seiner Mitarbeiter bis vor kurzem offiziell noch nicht einmal Kenntnis von der lokalen (Gift-)Müllkippe der Firma Prontor - Gauthier - Zeiss zu haben vorgaben bzw. schienen, empfiehlt seinen Bürgern nun das Trinkwasser aus der Wasserleitung vor Ort abzukochen.

Informieren Sie sich hierzu aus den nachfolgend aufgeführten Fakten hier auf dieser Seite.

 

 

 

 

Unter dem Titel Stadt verwehrt sich gegen Behauptungen
berichtet der Schwarzwälder Bote am 17.12.2014 unter anderem:

„"Unser Trinkwasser wird ständig überprüft und entspricht höchster Qualität – ist sogar für Babynahrung geeignet", untermauerte Mack. Gleiches gelte für das Heilwasser, das im Übrigen ganz anderen Quellwassersträngen entspringen würde.

Die Stadt nehme Vorwürfe im Umwelt- und Naturschutz grundsätzlich ernst, erinnerte der Bürgermeister an seine Reaktion schon vor sieben Jahren. Schon damals erhielt die Stadt demnach die Auskunft, dass die Vorwürfe nicht haltbar seien."

Tatsächlich sollen inzwischen (Stand 2014) Teile Calmbachs und Schömbergs (oberhalb von Calmbach gelegen) an ein anderes Wasserversorgungssystem angeschlossen worden sein, als noch 2007.

Peter Bechen         

 


 

 

In öffentlichen Angelegenheiten müssen wir uns vertrauensvoll auf unsere Aufsichtsbehörden verlassen, ganz besonders wenn es um Belange unsere Gesundheit geht, denn wir alle haben nur ein einziges Leben.

Wir sind es gewohnt, täglich Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgung zu entnehmen, dieses aus dem Wasserhahn unserer Wohnung zum Trinken, Kochen und Waschen strömen zu lassen. Dabei vertrauen wir ganz besonders darauf, dass dieses Lebensmittel, im Interesse unseres gesundheitlichen Wohlergehens gift- und keimfrei ist. In Calmbach, bei Bad Wildbad, scheint dieses Vertrauen nicht gerechtfertigt zu sein, wie die nachfolgende Dokumentation vermuten lässt.
 

marktlex.de erreichten folgende Emails eines Calmbacher Bürgers, dessen Anfragen an das Landratsamt in Calw und die Antworten dieser Behörde daraufhin:

 
21. September 2007

Betreff: Gifttod im Heilbad
Von: Exxx Lxxxxx.
An:
info@marktlex.de

Hallo,
Ich bin letztes Jahr aus Darmstadt nach Calmbach gezogen und war froh, in dieser schönen, grünen Idylle eine [.] Wohnung gefunden zu haben. Bis ich eben sah, dass in 500m Entfernung eine verdammte Giftmülldeponie liegt!!!

[...] Hab heute den Bürgermeister Mack und die Wasserwerke
angemailt um Näheres zu erfahren. [...].

 

25 September 2007
Von: Exxx Lxxxxx.
An:
info@marktlex.de

Hallo Herr Bechen,

[...] Ich habe letzten Freitag Mails an den Bürgermeister Mack, an das Landratsamt Calw (Abt. Umwelthygiene Fr. Dr. Eitle), an das Wasserwerk Wildbad und an das Umweltbundesamt geschickt mit der Bitte um Stellungnahme und den aktuellen Stand der Dinge. Bis jetzt noch keine Antwwort, mal sehen...
[...]
 

Hier das Schreiben an das Landratsamt:

> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: Exxx Lxxxxx [mailto:xxxxx@gmx.de]
> Gesendet: Samstag, 22. September 2007 08:57
> An: 22201 Dr. Exxxx, Cxxxxx
> Betreff: Giftmülldeponie Bad Wildbad/Calmbach
>
> Sehr geehrte Fr. Dr. Exxxx,
>
> Ich bin letztes Jahr von Darmstadt nach Calmbach gezogen und mußte kürzlich feststellen, daß sich hier unweit von meiner Wohnung eine Giftmülldeponie des PRONTOR-Werkes befindet und das Grundwasser teilweise schwer mit Schwermetallen kontaminiert ist. Wie ich mittlerweile weiß, ist das Landratsamt Calw davon im Bilde:

http://www.marktlex.de/
badwildbad/wasser.htm

Da ich davon natürlich äußerst beunruhigt bin, möchte ich nun wissen, was in dieser Hinsicht momentan unternommen wird. [...]
 

Und hier die Antwort des Landratsamtes hierauf:

Betreff:
AW: Giftmülldeponie Bad Wildbad/Calmbach
Datum: Tue, 25 Sep 2007 17:10:49 +0200
Von: <21.Wxxxxx@kreis-calw.de>
An: <E.Lxxxk@gmx.de>


Sehr geehrter Herr Lxxxxx,

[...] Dass in Calmbach das "Grundwasser teilweise schwer mit Schwermetallen kontaminiert ist" ist mir, als dem zuständigen Arzt der Trinkwasserüberwachung, neu.

Lassen Sie mich bitte vorausschicken, dass Wasser, das aus Quellen und Brunnen gewonnen wird, immer geringe Beimengungen von Substanzen enthält. Das kann naturgemäß auch nicht anders sein. Einige dieser Substanzen sind Mineralstoffe, einige Metalle (auch Schwermetalle), einige organische Stoffe und einige gelöste Gase, zum Beispiel Sauerstoff. Wie aber schon den alten Griechen bekannt war, kommt es dabei auf die Menge an.

Leider sind die auf der zitierten Webseite http://www.marktlex.de/
badwildbad/wasser.htm

abgebildeten Analysenbefunde nicht lesbar.

Unsere amtlichen Proben und die uns bekannten Proben der Stadtwerke Bad Wildbad/Calmbach sind jedenfalls unauffällig. Das heißt, sie erfüllen die Trinkwasserverordnung und unterschreiten damit die bei lebenslanger Zufuhr ohne Bedenken tolerierbaren Mengen an Stoffen. Ihr Wasserversorger wird Ihnen gerne die aktuellen Analyseergebnisse nennen.

Trotzdem biete ich Ihnen gerne an, eine lesbare Kopie der von Ihnen zitierten Befunde zu bewerten.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind nach meiner Kenntnis in Calmbach die regelmäßigen vorsorglichen Prüfungen ausreichend - ein weitergehender Handlungsbedarf besteht nicht.


Eine "Giftmülldeponie" in Calmbach ist mir im Übrigen unbekannt. Ich werde mir erlauben Ihre E-Mail und meine Antwort der Abteilung Umweltschutz im Hause weiterzuleiten. Sie erhalten ggf. von dort
weitere Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jxxxxxx Wxxxxx, Abt. 22 (ÖGD) [...]
 

Hier dann die Antwort des Landratsamtes auf meine Nachfrage hierzu:

Betreff:
AW: Grundwasser Mülldeponie Calmbach / Lxxxxx
Datum: Wed, 10 Oct 2007 15:09:32 +0200
Von: <21.Wxxxxx@kreis-calw.de>
An: <info@marktlex.de>


Sehr geehrter Herr Bechen,

meine Funktion ist die des Abteilungsleiters Öffentlicher Gesundheitsdienst.

Die Altlast ist mir bekannt, als "Giftmülldeponie" allerdings nicht.

Meine Nachricht an Herrn Lxxxxx darf ich für Sie mit anderen Worten noch einmal wiederholen:
Die in meinen Zuständigkeitsbereich fallende *Trink*wassersicherheit hinsichtlich FCKWs in Calmbach ist gegeben.
Für *Grund*wassersachen ist die Abteilung Umweltschutz tätig. Diese hat heute Herrn Lxxxxx eine Antwort zukommen lassen [...].

 
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jxxxxxx Wxxxxx
Landratsamt Calw
Öffentlicher Gesundheitsdienst

 
Hier die besagte Antwort der Umweltabteilung des Landratsamtes auf meine oben erwähnte Nachfrage:

Betreff:
Alte Müllkippe des Prontor-Werkes in Calmbach
Datum: Mon, 15 Oct 2007 10:10:29 +0200
Von: <31.xxxxxxxx@kreis-calw.de>
An: <info@marktlex.de>


Sehr geehrter Herr Bechen,

Ihre Anfrage zur alten Müllkippe des Prontor-Werkes in Calmbach habe ich bekommen.

Die Müllkippe ist uns nicht unbekannt. Sie wurde nach den im Land Baden-Württemberg eingeführten und bewährten Verfahren überprüft und bewertet. In dem Gremium, das die Bewertung vornimmt, sind Fachleute und Spezialisten aller maßgeblichen Fachrichtungen vertreten, u.a. Wasserwirtschaftler, Geologen, Human- und Veterinärmediziner. Alle behördlich erhobenen und auch von Privatleuten vorgelegten Daten und Fakten wurden zusammengetragen und ausgewertet.

Die Bewertungskommission kam zu dem Ergebnis, dass von der Müllkippe des Prontor-Werkes keine Gefahr für Mensch und Tier und für die Umwelt ausgeht, wenn der Schüttkörper unberührt bleibt, wenn hier also keine Grabarbeiten erfolgen. [...]
Uns liegen bislang keine Hinweise vor, die eine Neubewertung der Müllkippe erfordern. Haben Sie Verständnis, dass sich weitere Schreiben zu diesem Thema erübrigen. [...]

Mit freundlichen Grüßen
Jxxxxx Dxxxxxxx

Landratsamt Calw
Umwelt- und Arbeitsschutz

 

Soweit die Auffassung des Landratsamtes in Calw als untere Aufsichtsbehörde im Ländle Baden Württemberg im nördlichen Schwarzwald bezüglich der Giftmülldeponie vor Ort und der Grundwasserkontamination mit chlorierten Kohlenwasserstoffen und natürlich auch bezüglich des Trinkwassers in diesem Einzugsbereich.

Hierbei ist anzufügen, dass große Teile des hinteren Gauthiertals, bis hin zum Wald, und dabei auch gerade die Giftmüllkippe der Firma Gauthier, in den Neunzigern an den Immobilienspekulanten Dieter P. aus B. verkauft worden war, der bekannt dafür war, auf  möglichst billig/st erworbenem Land Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen zu errichten (siehe hierzu auch die Charlottenhöhe bei Schömberg und deren Trinkwasserversorgung weiter unten). Dieser Wohnbauspezialist ist dann allerdings Ende der Neunziger vor Realisierung einer möglicherweise anvisierten "Altlast-" Bebauung bankrott gegangen, so dass es zur Zwangsversteigerung der zuvor genannten Gebiete kam. Die Giftmüllkippe selbst hat dabei dann interessanter Weise die Firma Gauthier wieder in den Eigenbesitz zurück erworben. Was wäre wohl geworden, wenn es zu einer zivilisierten privaten Bebauung der Müllkippe gekommen wäre?
 


Einige Bewohner des Gauthiertals erhielten just von eben jenem "Öffentlichen Gesundheitsdienst" des gleichen Landratsamtes, welches oben noch schreibt, ich zitiere:

"Unsere amtlichen Proben und die uns bekannten Proben der Stadtwerke Bad Wildbad/Calmbach sind jedenfalls unauffällig. Das heißt, sie erfüllen die Trinkwasserverordnung und unterschreiten damit die bei lebenslanger Zufuhr ohne Bedenken tolerierbaren Mengen an Stoffen.",

bereits im Dezember 2007 die folgende amtliche Aufforderung:
siehe folgende Abbildung  (Bild anklicken = vergrößern)
 

Wasserabkochaufforderung des Landratsamtes Calw an die Bewohner der hinteren Gauthierstra. zur Entkeimung des Trinkwassers als Schutz vor Bakterien in Calmbach (Bild anklicken = vergrößern)  

LANDKREIS CALW
Öffentlicher Gesundheitsdienst  

18. Dezember 2007

Betr.: Trinkwasserversorgung „hintere Gauthierstrasse"
 

Sehr geehrte[r] Frau[/Herr] xxxxx,

im Bereich der „hinteren Gauthierstrasse" besteht bisher keine öffentliche Wasserversorgung. Die Versorgung mit Trink- und Brauchwasser erfolgt über ein „Privates Netz" (früher Herr Pfrommer u. jetzt Herr Sta[p]erfeld [, also just jenem eben gerade genannten Immobilienspezialisten (siehe Charlottenhöhe)]). Das Wasser selbst kommt aus der „Tannwiesen- sowie aus der Hardtbergquelle" der Gemeinde Schömberg. Die Stadt stellt den Anwohnern das Rohquellwasser zu Verfügung.

Die Nutzung dieses Wassers als Trinkwasser ist wegen den immer wieder kehrenden Verunreinigungen nach der Trinkwasserverordnung so nicht zulässig.
Nach den letzten Eigenuntersuchungen der Gemeinde Schömberg musste am 13.11.2007 wiederum ein Abkochgebot erlassen werden.
Durch die in der Zwischenzeit im Wasserwerk Schömberg eingebaute UV-Desinfektion ändert sich an der Versorgungssituation des Bereiches „hintere Gauthierstrasse" nichts.

Sie erhalten nach wie vor kein aufbereitetes und desinfiziertes Trinkwasser.

Diese Abgabe ist wegen nachgewiesener Verunreinigungen nicht zulässig, da die Erfordernisse der Trinkwasserverordnung nicht eingehalten werden. [...]

Eine zentrale Aufbereitung (Entsäuerung, Entkeimung) besteht nicht.
Derzeit kann der Öffentliche Gesundheitsdienst das für den Versorgungsbereich „hintere Gauthierstraße" bestehende Abkochgebot bis zur einer Änderung der Versorgungssituation nicht aufheben. [...]"

Der Calmbach an der Gauthierstrasse      

Gemäß dieser öffentlichen Aufforderung sind die Ausführungen des Hernn Dr. W. vom Öffentlichen Gesundheitsdienst des Landratsamtes in Calw  an unseren Leserbriefschreiber, Herrn Exxx Lxxxxx (siehe oben) offensichtlich nicht ganz unproblematisch, denn Herr Lxxxxx wohnt ja evtl. eben gerade dort im hinteren Gauthiertal, nahe der Giftmülldeponie, und somit gilt u. U. auch für ihn das Trinkwasserabkochgebot der Behörde vor Ort und in Calw, da ihm sonst die Gefahr einer Vergiftung durch verkeimtes Wasser droht. Somit ist es also dann nichts mit den ...

"... bei lebenslanger Zufuhr ohne Bedenken tolerierbaren Mengen an Stoffen" ...

... des Dr. W. vom Öffentlichen Gesundheitsdienst vom 25. September 2007. Es ist halt immer wichtig ganz genau zu wissen wo man wohnt, und schließlich ist die Gauthierstrasse, vor allem die hintere, nicht gleich ganz Calmbach.

In diesem Zusammenhang ist es auch interessant, zu wissen, dass jener immobilienbewanderte Herr Dieter P. über viele Jahre als zu diesem Zeitpunkt bereits bankrotter Besitzer der Charlottenhöhe unter Zwangsverwaltung Ende der Neunziger  Anfang 2000 für die Trinkwasserversorgung einiger Bewohner im Tal verantwortlich gewesen sei, also just dort, wo noch heute verkeimtes Wasser durch die Leitungen örtlicher Trinkwasserversorgung rauscht, für das die Abkochempfehlung des Landratamts in Calw (s. o.)  zutrifft. Nach diesem erwarb Anfang 2000 jener Hubertus B. mit fremder Leute Geld (ca. 4 Millionen = entsprechend der damaligen Verschuldung) die Charlottenhöhe samt deren Trinkwasserversorgung, angeblich um aus dem brachliegenden Sanatorium, in welchem bereits in den Fünfzigern einmal der bekannte Deutschlandwiedervereinigungs - Genschman (H. D. Genscher) Patient gewesen sein soll, die angegebener Maßen größte Veda - Klinik Europas samt Ausbildungszentrum zu kreieren, bis selbiger nach einigen Jahren des 'Geld(ein)sammelns und -abkassierens (eine Immobilienfondverwaltung kostet nun mal beachtliche Verwaltungsgebühren pro Jahr) über die 'Geschlossene- Immobilienfonds- Idee' still und leise wieder in der Versenkung verschwand, woher er zuvor auch gekommen war, und mit ihm verschwand der Traum vom bessere Leuterelaxzentrum. Auch dieser Herr, von dem die Pforzheimer damals schrieb, dass er unmittelbar vor der Charlottenhöhe noch auf Staatskosten untergebracht gewesen sei, trug somit also ebenso auch ein paar Jahre lang die Verantwortung für die Quelle im Wald und auch für die Wasserversorgungs(zu)leitungen der Charlottenhöhe und umliegender Einzugsbereiche, also für die bereits beschriebene vom Landratsamt angemahnte teilweise möglicherweise wenig gesunde Trinkwasser- (kolibakterien-) -versorgung.
 

Nach aktueller Aussage ( Juli 2009 ) eines Anwohners dieser geschicht(s/en)trächtigen Siedlung im dunklen, dafür um so stilleren Wald, sollen jedoch die Wasserkontrollen an der Quelle und in der Siedlung in den zurückliegenden Jahren keinerlei Anlass mehr zu gesundheitsbedenklichen Beanstandungen gegeben haben. !!!

 

Idyllisch gelegene, aber wegen Geldspekulationen leider allmählich vermodernde Charlottenhöhe mit bewegter Geschichte im stillen Wald, wie er in Deutschland in unseren auto- und produktionslärmerfüllten Tagen kaum mehr zu finden ist.

Idyllisch gelegene, aber wegen Geldspekulationen allmählich
leider vermodernde Charlottenhöhe mit bewegter Geschichte
im stillen Wald, wie er in Deutschland in unseren
auto- und produktionslärmerfüllten Tagen
kaum mehr zu finden ist.

 
Soweit das Trink- und Grundwasser im hinteren Gauthiertal - bleibt zu hoffen, dass wenigstens niemand jemals wagen wird, an ebenfalls schon beschriebener Giftmüllkippe auch nur zu rühren, denn es gilt ja ...

"..., dass von der Müllkippe des Prontor - Werkes keine Gefahr für Mensch und Tier und für die Umwelt ausgeht, wenn der Schüttkörper unberührt bleibt, wenn hier also keine Grabarbeiten erfolgen. [...]"

 

Rechts im Bild am Hang die verrosteten Pfosten der einstigen Einzäunung der Giftmülldeponie der Firma Prontor / Zeiss / Gauthier im hinteren Gauthiertal mit im Winterhalbjahr auffallend schwachbrüstigerer Vegetation. Unter dem Hang liegt Müll angeblich unbekannter Zusammensetzung seit den Sechzigern und vielleicht auch noch früher hoffentlich eher recht als schlecht begraben. Links, direkt neben der Deponie, die Schafsweide, obwohl dort offiziell eigentlich keine Lebensmittel gewonnen werden dürfen. Ob's die Schafe wohl wissen, nach dem Motto, uns darf ja keiner essen ?

 

Den inzwischen dort bereits vom Schäfer angelegten befestigten Transportweg übersehen wir hierbei natürlich am besten großzügig. Hoffen wir ebenso, dass auch unsere allmächtige Natur Bescheid weiß und sich niemals zu beben bemüßigt oder auf andere Art und Weise Klüfte und / oder Spalten im Gestein auftut. Und hoffen wir natürlich weiter, dass auch unsere zukünftigen Generationen noch über all diese lebenswichtigen Information hierzu verfügen werden.

Bis dahin alles Gute und vor allem Gesundheit wünscht allen ganz besonders

Peter Bechen


designed und written by Peter Bechen 2008
www.marktlex.de

 

 

Der Waldbrunnen,

Und der Wald, wenn ihr in ihm herumgehen werdet, hat köstliche Dinge in sich. Da ist der ganze Boden, auf dem er steht, ein ungeheurer zerklüfteter Stein, ein Stein, der Hunderte von Meilen lang ist, viele Meilen breit und manche Meile tief. Er hat Risse und Spalten und Gänge und Öffnungen, in welche die Wurzeln der Bäume eindringen, und über welchen der schwarze Boden liegt, auf dem die Gräser und Blumen und Beeren des Waldes wachsen. Und das Wasser, welches von den Wolken des Himmels nieder regnet, sinkt hinein und sinkt immer tiefer, und sinkt tiefer, und reinigt sich und sammelt sich in dem Steine wie in einem blanken Kruge, weil der Stein fest ist wie eine glatte Schale. Und dann quillt es irgendwo hervor und macht ein kleines Bächlein, oder in der Steinmulde ein Brünnlein, so hellen Wassers, dass du nicht weißt, wo die Luft aufhört und das Wasser anfängt, und ein Wasserfädlein rinnt von der Mulde fort, und tausend Wasserfädlein rinnen, und überall rieselt es emsig und still, und das Rieselnde findet sich zusammen, und es rauscht dann in der Tiefe, und die vielen, vielen Bäche gehen in die Länder hinab. Und dieses Wasser gibt allen Wesen, selbst den Gräsern, Fröhlichkeit und Gesundheit, was das Wasser in den Ländern draußen, wo allerlei unreiner Boden ist, nicht geben kann. Und die Luft ist in den Höhen, die der Wald einnimmt, reiner, weil sie in allen Höhen reiner ist, und sie wird durch das Harz des Waldes und durch das Atmen seiner Millionen Blätter und Nadeln noch anmutiger und balsamreicher, dass sie ebenso Fröhlichkeit und Gesundheit bringt wie das Wasser. Und wer beides, Fröhlichkeit und Gesundheit, verloren hat, der erhält es wieder, wenn er von diesem Wasser trinkt und von dieser Luft atmet. Darum gehe ich mit euch zu einem Brunnen, den ich in dem Walde weiß, und in die Luft, die um den Brunnen fließt.

vor etwa 170 Jahren geschrieben von Adalbert Stifter
ISBN 3-88379-806-1

 

 

 

   

Themenübersicht:
 

Einführung:
Gifttod am Heilbad
?
    

Vorwort:
Schwarzwaldidylle?...

Vom Schweigen im Walde:
Lageplan des Gifttodes...
Tannmühle 1...
Supergau in Calmbach...
Deponiesuche - Spurensicherung...

Vom Leben und Sterben in Bad Wildbad:
Wenn Maikäfer weinen

Vergiftetes Grundwasser in Calmbach
bei Bad Wildbad?

Lesen Sie, wie eine Familie beim Hausbau   
auf vergiftetes Grundwasser stieß.
  

=>   Verkeimtes Trinkwasser in Calmbach
bei Bad Wildbad?

Im Gauthiertal scheint verkeimtes Wasser
aus den Anschlüssen zu fließen?

Calmbach bei Bad Wildbad ist überall,
Gift gibt es nicht nur im Gauthiertal
Giftmüllkippen und die evtl. Protektion derer Verursacher
durch Behörden gibt es auch an anderen Stellen
bei uns zuhause, hier im aufstrebenden Südwesten

Wer oder was ist die Satirewerkstatt in Calmbach?
zwei Jahrzehnte ziviler Ungehorsam
    

 
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