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Schweigen im Wald

Giftmüll im Wald?
Ein Calmbacher schlägt Alarm
und zeigt die vergessene Deponie
 

 

In einem Seitental von Calmbach steht eine Fabrik, ein attraktiver Arbeitgeber mit einstens auch hervorragender und beliebter Lehrlingsausbildung, die bis vor kurzem noch zur Zeiss - Gruppe aus Oberkochen gehörte. In dieser arbeiten Menschen überwiegend aus der näheren Umgebung an Bädern, deren Flüssigkeiten sicher nicht unbedingt der Wiederherstellung verloren gegangener Gesundheit chronisch Kranker dienen, sondern zum Galvanisieren von mechanischen Bauteilen, zum Beispiel aus der Optik, für die die Zeiss-Gruppe ja weltweit bekannt ist. Bei unsachgemäßer Anwendung können diese Galvanisierbäder die Gesundheit der Mitarbeiter/innen in der Fabrik nachteilig beeinflussen Schon das Arbeiten in solch einer Fabrik ist prinzipiell kein Honigschlecken. Um so weniger gesund sind die Abfälle solcher Produktionsprozesse.

Wenn ehemalige Mitarbeiter unerwartet an Krebs erkranken, stellt sich die Frage nach einem eventuellen Zusammenhang zwischen Krankheit und einstigem Arbeitsplatz?

Ein paar ehemalige Mitarbeiter der Firma haben sich an  ihrem einstigen exponierten Arbeitsplatz nicht immer wohl gefühlt, und vermuten dabei einen Zusammenhang zu den Substanzen, mit denen sie damals dort umgegangen sind.

ist die Tannmühle in Calmbach ein tickender Giftschrank?

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Abb. mit freundl. Genehm. v. D. Bott, Calmbach

Die Veröffentlichungen des Herrn Bott sind zwar von einem deftigen Charakter geprägt, inhaltlich aber nicht so ohne weiteres von der Hand zu weisen.

 
 

Infolge giftiger Substanzen an Krebs zu erkranken ist im Gauthiertal theoretisch nicht unbedingt von der Hand zu weisen, denn schon in den Sechzigern und noch früher hat der größte Arbeitgeber hier vor Ort im unmittelbar umliegenden Wald eine Giftmülldeponie zur Ablagerung schwermetallhaltiger Schlämme und anderen giftiger Produktionsabfälle eingerichtet und betrieben, die in späteren Jahren offensichtlich dem öffentlichen Vergessen anheim gefallen ist. Diese Erinnerungsschwäche verdeutlicht sich durch die aktuelle öffentliche Haltung beim "Wiederentdecken" der alten Hinterlassenschaften dieser Giftlagerstätten, die im Verborgenen im hinteren Teil der Talsohle unter der mit der Heimat verbindenden Bezeichnung "Tannmühle" im Boden schlummert. Ende der Neunziger hat  der zuvor bereits schon erwähnte Calmbacher KFZ- Ingenieur seine nicht gerade schmalen Finger just in die Wunde der Gedächtnislücke gedrückt um die Giftmüllbecken wieder ins öffentliche Bewusstsein der Calmbacher zu rücken. Er verfasste das "Schweigen im Walde" und andere Faxe und Postsendungen an Behörden und Personen des öffentlichen  Lebens mit dem Resultat gemäß dem <Kassandra>prinzip, dass er von nicht wenigen Bürgern und Behörden "angefeindet" wird. Die von ihm angewandten Wortwendungen (siehe Beispiel oben rechts) empfinden natürlich einige Bürger als höchst gewöhnungsbedürftig bis deftig und scheinen auch nicht unbedingt jedermanns Sache zu sein, aber sie entsprechen im Grunde schon einer verständlicherweise unbequemen Wahrheit, wie eine Reihe von Dokumente hier auf dieser Seite aufzeigen, auch wenn deren Bedeutungsgehalte einigen lokalen Pforzheimer und Calwer Pressehäuser, vielleicht auch im Interesse der Kundenpflege, schon lange keine Artikel mehr wert sind.

 

 

Wo ist den nun die Giftmülldeponie im Gauthiertal?

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Abb.  m. freundl. Genehm. v. D. Bott, Calmbach;
Hervorhebung D. Bott

Diese in ihrer ursprünglichen Fassung offiziell angefertigte  Karte zeigt auf, dass besagte Giftmülldeponie am Calmbach Fakt ist.

Ist eine heikle Sache erst einmal ins Rollen gekommen, so dass sie Probleme und Fragen dazu unter den betroffenen Menschen aufwirft, dann wird von verantwortlichen Stellen in der Regel gern ein Schritt nach "vorne" angetreten. Das Landratsamt in Calw hat schon im Jahr 1991 und dann erst wieder 2002 Untersuchungen in und um die schwermetallhaltige Giftmülldeponie Gauthier durchführen lassen, welche von der Firma im Gauthiertal bezahlt worden sind, denn schließlich leiden öffentliche Kassen in solchen Fällen ja immer an einem chronischen Mangel an liquiden Mitteln.

Hier links finden Sie die Abbildung des bei den Boden- und Sickerwasseruntersuchungen herangezogenen Lageplans mit den einzelnen Sondierungen. Durch Anklicken kann er zur genauen Betrachtung vergrößert werden.

 
H
err Bott hat allerdings mal wieder eigene Einfügungen in den Plan vorgenommen, da er zu erkennen glaubt, dass die durchgeführten Probenentnahmebohrungen klar zum Ausdruck bringen, dass die Untersucher nicht genau gewusst haben, wo genau sie nach dem brisanten Gift zu suchen haben. Im Plan sind, recht klein geraten, die einstigen Becken der Giftmülldeponie an einer wohl kostengünstiger zu ver- und entsorgenden Position im Tal eingezeichnet, als sie sich in Wirklichkeit befinden und wo eine größere Gefahr von selbigen für die Umwelt ausgehen soll, nämlich bei den im Plan von D. Bott eingezeichneten riesigen Becken. Das Landratsamt in Calw pflegt hierzu allerdings eine andere Auffassung - die Streuung der Sondierungsstellen habe Klarheit über die Frage bringen sollen, ob sich die giftigen Schwermetallschlämme zum Beispiel durch Ausschwemmung tatsächlich ausgebreitet hätten. Eigentümlich erscheint hierbei jedoch das Schreiben des Untersuchers CMD vom 11.07.2003, (siehe linke Spalte darunter) welches die Ratlosigkeit des Bodenuntersuchers bezüglich einer exakten Lokalisierung der Deponie zu bestätigen scheint. 
 

 

Wessen Aussage letztlich mehr Gewicht beizumessen ist, sei dahin gestellt. Dank der Bodensondierungen ist eindeutig unstrittig, dass sich im Gauthiertal von Calmbach bei Bad Wildbad nach dem Haus Tannmühle faktisch haltbar eine Deponie der Firma Gauthier/Prontor der Zeiss-Gruppe Oberkochen aus den Jahren des Wirtschaftswunders befindet, welche schwermetallhaltige Schlämme beinhaltet.
 

 

Auf dem Weg zur ehemaligen Deponie: Haus Tannmühle
 

Dennoch benutzte der Bürgermeister der Stadt Bad Wildbad, Dr. Walter Jocher, noch am 27. Januar 2005 gegenüber einem Calmbacher in einem amtlichen Brief die schriftliche Formulierung: "... Sie als einer der Betroffenen der angeblichen Deponie am Calmbächle ...". Selbige Formulierung hat inzwischen auch sein bereits ins Amt eingeführter Nachfolger just dieser Tage auch verwendet. Eine solche Redewendung aus dem Munde Verantwortung tragender Stadtoberhäupter zu solch spätem Zeitpunkt noch lässt tief blicken - vermutlich haben sich die Erkenntnisse des Calwer Landratsamtes noch immer nicht bis ins Rathaus nach Bad Wildbad herumgesprochen, obwohl seit 1991 die Fakten bezüglich der Giftmülldeponie klar sind. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Herren in doch recht unverantwortlicher Weise einen Sachverhalt herunterzuspielen versuchen, dem sie insgeheim eine große Bedeutung für das Wohlergehen Bad Wildbads beimessen.  Schade, denn derartige behördliche Irrungen  müssen wahrhaftig nicht sein, der mündige Bürger fühlt sich bestenfalls verschaukelt. Vielleicht gibt es ja aber auch eine andere Erklärung für diese verwirrende Formulierung?

Wo ist den nun die Giftmülldeponie im Gauthiertal?

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Abb. m. freundl. Genehm. v.  D. Bott, Calmbach;
Hervorhebung D. Bott

Wo liegt denn nun die Deponie?
 Die Spuren des Vergessen sind deutlich.

Für den Bürgermeister Bad Wildbads gibt's wohl noch immer keine Mülldeponie?

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Abb. m. freundl. Genehm. v.  D. Bott, Calmbach

Kann ein Bürgermeister
unzureichend informiert sein?

 

 

 

Themenübersicht:
 

Einführung:
Gifttod am Heilbad
?
    

Vorwort:
Schwarzwaldidylle?...

=>  Vom Schweigen im Walde:
Lageplan des Gifttodes...
Tannmühle 1...
Supergau in Calmbach...
Deponiesuche - Spurensicherung...

Vom Leben und Sterben in Bad Wildbad:
Wenn Maikäfer weinen...

Vergiftetes Grundwasser in Calmbach
bei Bad Wildbad?

Lesen Sie, wie eine Familie beim Hausbau    
auf vergiftetes Grundwasser stieß.
   

Verkeimtes Trinkwasser in Calmbach
bei Bad Wildbad?

Im Gauthiertal scheint verkeimtes Wasser
aus den Anschlüssen zu fließen?

Calmbach bei Bad Wildbad ist überall,
Gift gibt es nicht nur im Gauthiertal
Giftmüllkippen und die evtl. Protektion derer Verursacher
durch Behörden gibt es auch an anderen Stellen
bei uns zuhause, hier im aufstrebenden Südwesten

Wer oder was ist die Satirewerkstatt in Calmbach?
zwei Jahrzehnte ziviler Ungehorsam
    

 
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